Schlagwort: mutterschaft

Von „schwierigen“ Kindern | Teil 1: Das Besondere erkennen

Ich habe ein schwieriges Kind. Dieser Satz klingt ein bisschen gemein, oder? Schließlich will niemand ein schwieriges Kind haben. Schwierige Kinder nerven, sie fügen sich nicht gut ein in unseren durchgeplanten, durchgetakteten Alltag, mit schwierigen Kindern lebt es sich schwer. Doch was bedeutet eigentlich „schwierig“? Und warum tut es mir plötzlich so gut, zu erkennen, dass mein Kind zu den „schwierigen“ Kindern gehört? Wieso zähle auch ich mich zu den eher schwierigen Menschen? Und wie gedenke ich nun mit diesen neuen Erkenntnissen umzugehen, um mir und meiner Familie das Leben ein bisschen leichter zu machen? Darum soll es in dieser kleinen Reihe gehen. Los geht es mit Teil 1, in dem ich euch erzähle, wie ich erst begreifen musste, dass mein Sohn und ich manchmal ein bisschen aus der Reihe tanzen. Weiterlesen

Brigitte und Barbara

Neulich war ich mit dem Hübchen in der HNO-Praxis, das Räupchen wie immer im Schlepptau. Am Empfang saß Brigitte (Name von der Redaktion geändert). Brigitte hasst offenbar ihren Job. Und deswegen hasst sie auch mein Baby, das sich in einem unachtsamen Moment meinerseits irgendwelche mit Sicherheit höchstwichtigen Papiere krallt. Natürlich hasst sie auch mich dafür. Und das zwischen Wartezimmer und Empfang herum pesende Hübchen hasst sie sowieso. Weil sie uns so doof findet, lässt sie uns zur Anmeldung auch extra warten, bis alle anderen Patient*innen abgefrühstückt sind, die vor uns da waren. Obwohl sie weiß, dass wir den ersten Termin um 8 Uhr haben. Weiterlesen

Mein Wutkind

Es ist 12 Uhr mittags. Das Hübchen und ich haben bereits: 4 Runden Vier-gewinnt gespielt (nach Hübchen-eigenen Regeln), zwei Bücher gelesen, ich habe im Sagaland gewonnen und im Memory verloren. Jetzt puzzlen wir ein Doppel-Puzzle, Motiv Baustelle. Ich mache das Puzzle ohne Punkte auf der Rückseite, das Hübchen das mit. Zumindest bis zum nächsten Wutanfall. Weiterlesen

Funktionsjacken-Mutti

Mütter in Funktionsjacken – als ich selbst noch keine Kinder hatte, spürte ich einen Hauch Verachtung in mir brodeln. Pah! So würde ich niemals werden! Nur weil frau Kinder hat, muss sie doch nicht gleich ihr gesamtes Äußeres vernachlässigen! Natürlich habe ich diesen Vorsatz bis heute total gut eingehalten. Äh, also fast.  Weiterlesen

Medizin in Buchform: Andrea Harmonika und Hollie McNish – mit Verlosung!

Ich gebe es zu, manchmal wünsche ich sie mir: Ein paar „Mother’s little helper“, über die schon die Rolling Stones sangen. Blitzschnell eingeworfen, unauffällig runtergespült und zack, welch Freude, welch Entspannung! OK, ich weiß, das klingt irgendwie ungesund. Umso besser also, dass ich eine Wahnsinnsalternative gefunden habe, die sogar besser wirkt – und 100% frei von Nebenwirkungen ist: Die Bücher von Andrea Harmonika und Hollie McNish, die ich mit Begeisterung an alle meine Freundinnen und frischgebackenen Mütter verschenke. In meiner Widmung steht immer dasselbe: Dieses Buch ist Medizin und wirkt besser als jedes Antidepressivum! Nutze es! Weiterlesen

Glamorous Life

Es ist Samstag, halb acht Uhr morgens. Ich sitze im Schneidersitz auf dem Kinderbett und versuche, das Hübchen in eine dicke Frottee-Strumpfhose zu pellen. Der Mann steht neben mir am Wickeltisch und zieht dem Räupchen einen Body über den Kopf. „Ich will heute Bettwäsche waschen“, sage ich zum Mann. „Hm“, antwortet der. Kurzes Schweigen. Dann gucken wir uns an. Moment mal, ist diese Unterhaltung real? Du liebe Güte, wie konnte es nur so weit kommen! Weiterlesen

Keine Kinder sind auch keine Lösung

Ich habe es getan. Ich habe es tatsächlich getan. Ihn gesagt, diesen einen bösen Satz: „Schafft euch bloß keine Kinder an!“. Neulich, beim Essen mit Freunden. Diese Freunde schauten mich ein wenig verständnislos an und antworteten wahrheitsgemäß: „Äh, hatten wir eigentlich schon vor“. Und dann dachten sie vermutlich ein bisschen schlecht über mich. Weil mir bei meinem bösen Satz vor lauter Wut wohl auch noch Rauch aus der Nase gestiegen war und ich vielleicht auch ein bisschen geschnauft hatte wie so eine alte, kaputte Dampflok. Weiterlesen

Das schwache, starke Geschlecht

Kinder lernen vor allem durch Vorbilder. Und wenn wir ehrlich sind, ist es ja so: Auch wir Großen lernen noch wahnsinnig dadurch. Deswegen finde ich z.B. Diskussionen darüber, dass an öffentlichen Orten (z.B. Ämtern oder Schulen) mehr Bilder von weiblichen Berühmtheiten hängen sollten, sehr sinnvoll. Denn wenn immer nur männliche Altkanzler, Kriegsherren und Gelehrte ausgestellt werden, ist für Jungs und Mädchen, Männer und Frauen gleichermaßen klar: Nur als Mann kann ich Großes erreichen! Dabei gibt es sie ja, die Frauen, die aufgrund großer Taten und großer Klugheit in die Geschichte eingegangen sind! Man müsste sie nur sichtbar machen – und dann würden sich auch viel mehr Mädchen und Frauen trauen, große Pläne zu schmieden. Weiterlesen

Die „Ich-will-alles-und-zwar-sofort!“-Falle

Mann-oh-Mann, war das eine Woche! Das Hübchen krank, das Räupchen dann auch noch. Und dazwischen eine Mutter, die doch so gerne mal irgendetwas für sich tun würde. Arbeiten zum Beispiel. Einen Blogartikel schreiben. Oder endlich dieses tolle Buch auslesen. Stattdessen habe ich mich den Großteil der Woche vorbildlich verhalten: Das MacBook zugeklappt gelassen. Das Handy aufs oberste Regalbrett gelegt. Und mich von morgens bis abends meinen Kindern gewidmet. Weiterlesen

Quengel, quengel, quengel (Das Räupchen-6-Monats-Uptdate)

Ach, ach, ach, wo ist nur mein allzeit gut gelauntes Baby hin? Weg isses. Denn das Räupchen ist unzufrieden. Mein Baby hängt zwischen den Welten – und ich kann nichts tun, außer tragen, bespaßen und ganz viel lieb haben. Weiterlesen