Schlagwort: mutterschaft

Was mich wirklich fertig macht

Es geht aufwärts! Jedenfalls fühlt es sich gerade heute so an. Denn trotz Keine-Kita-Räupchen und Bauchweh-Hübchen konnte ich heute volle drei Stunden arbeiten – vormittags, bei Tageslicht! Dafür darf ich mich bei unserer neuen Babysitterin bedanken, oder auch nicht, schließlich bezahlen wir sie dafür, was meinen Netto-Stundenlohn dann doch noch mal um ein Eckchen schmälert. Aber Geld spielt hier gerade mal eine untergeordnetere Rolle. Viel wichtiger ist, dass ich mal was geschafft kriege. Und dass die Kinder ihre Babysitterin mögen. Und das tun sie, sehr! Weiterlesen

Das Kind – ein natürlicher Tyrann?

Anlässlich der Diskussion um den Dokumentarfilm „Elternschule“ gingen mir ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich hier verarbeiten will. Ich finde es nämlich durchaus verständlich, dass kinderlose Menschen teils von einer grundsätzlich schlechten kindlichen Natur ausgehen. Kinder sind doof, wir müssen sie erziehen – so simpel, so verständlich. Auch ich habe früher so gedacht. Seit ich jedoch selbst Mutter bin, gehen meine Erfahrungen damit völlig konträr. Wie das kam? Lest selbst! Weiterlesen

Warum gemäßigte Gewässer stürmisch sind

Als ich 16 war, wollte ich gerne Dreadlocks haben. Nein, kein Arschgeweih, auch kein Zungenpiercing, bloß langweilige Dreadlocks, die man in nullkommanix auch wieder hätte abschneiden können, sobald sie nicht mehr gefielen. Meine Mama sagte trotzdem nein. Sie fand Dreadlocks nicht so besonders, mochte meine langen roten Haare doch so gerne, ob ich die etwa so oll verfilzen lassen wollte? Och naja, irgendwie vielleicht doch nicht. Weiterlesen

Du kannst es nicht planen, nee, echt nicht!

Kinder kannst’e nicht planen, das ist und bleibt so. Ihr wisst das, eure Eltern wissen das, und mittlerweile, nach fast 5 Jahren Hübchen und einem ganzen Jahr Räupchen, weiß sogar ich das. Ich, die ich immer absolut davon überzeugt war, dass „meine Kinder nie so werden“. Laut, anstrengend, widerborstig zum Beispiel – so sind Kinder doch schließlich nur wegen schlechter Erziehung! Heute kann ich nur müde lachen: Hahaha. Die beste Erziehung kann ein charakterstarkes, temperament- und gefühlsstarkes Kind nicht einnorden. Und vermutlich ist das auch ganz genau gut so. Doch es gibt noch ein weiteres Feld, in dem ich vor allem im letzten Jahr Demut lernen musste: In der Art, wie sehr ein Baby an der Mutter hängt, oder eben nicht. Weiterlesen

Mein gefühlsstarkes Kind | Ambivalente Gefühle annehmen und aushalten

Theorie ist gut – Praxis ist besser! In meiner Reihe zum „schwierigen Kind“ versuche ich zwar, beides zusammenzubringen. Trotzdem gibt es in unserem Familienleben immer wieder Situationen, in denen ich denke: „Ey, darüber müsstest du bloggen! Das kennen deine Leser*innen bestimmt auch!“. Und deswegen tue ich das jetzt einfach. In dieser Reihe zum gefühlsstarken Kind möchte ich auch von den ganz konkreten Herausforderungen im Leben mit einem gefühlsstarken Kind berichten. Denn ihr könnt euch vorstellen: An praktischen Erfahrungen mangelt es uns wahrlich nicht. 😉  Weiterlesen

RESPEKT, ihr Eltern, echt jetzt mal!

Letzte Woche kam Hübchens bester Kita-Freund zeitgleich mit uns an der Kita an. Das Hübchen winkte aufgeregt, von Auto zu Auto. Bloß Hübchens Freund, der winkte nicht zurück. Er war nämlich auf dem 10-minütigen Weg eingeschlafen, morgens um kurz vor 9. Während Hübchens Freund langsam aufwachte und sich murrend aus dem Kindersitz schälte, erklärte mir seine Mutter die Lage: Der kleine Bruder wacht jeden Morgen um 5 Uhr auf und macht dann Halligalli – keine Chance für den Großen, weiterzuschlafen. Und für die Eltern erst recht nicht! Weiterlesen

Mütter-Gruppen und Bashing-Blogs: Ich steige aus

Ich steige aus. Aus diversen Facebook-Gruppen, aus dem Lesen diverser Blogs und ganz generell aus dem Spiel „Wer ist die bessere Mutter?“. Mich macht das irre, ich mache da nicht mehr mir. Vor allem, weil mich eine Sache ganz extrem irritiert: Die Mitglieder dieser Gruppen, die Leserinnen dieser Blogs sind eigentlich eine recht homogene Masse. Sie alle geben sich die beste Mühe, gute Mütter zu sein und verfolgen zumeist das, was man bindungs- oder bedürfnisorientierte Erziehung nennt. Warum ist der Wettbewerb dort also trotzdem so groß? Weiterlesen

Zwischen Erholung und Erschöpfung: Urlaub mit Kindern

Es gibt da eine Sache, die ich im Moment gar nicht gut kann, und das ist: Urlaubsbilder kinderloser Paare (oder Alleinreisender) angucken. Die Neidmaschine Instagram trägt ihr Neidattribut, zumindest was mich betrifft, momentan tatsächlich sehr zu Recht. Denn ich kann das gerade einfach nicht ertragen! Weiterlesen

Die „Vielleicht-ja-doch-Kiste“ oder: Gedanken an ein drittes Kind

Oben, unter der Decke im Flur, gibt es bei uns ein Regalbrett, auf dem diese großen Aufbewahrungskisten aus Plastik stehen. „Größe 86/92“ steht auf der einen. „Größe 98/104“ auf der anderen. Das sind die Sachen, die dem Hübchen nicht mehr passen und die ich in weiser Voraussicht fürs zweite Kind aufbewahrt habe. Das zweite Baby ist mittlerweile auch schon fast 11 Monate alt und deswegen gibt es eine weitere Kiste, auf der steht: Trödel. Da drin warten die Sachen, die auch dem Baby schon nicht mehr passen, darauf, verkauft zu werden. Das Ding ist nur: Irgendwie will das hier keiner so recht. Weiterlesen

Ein Leben ohne Kinder ist möglich, aber sinnlos?

So, jetzt mal Butter bei die Fische: Wer von euch da draußen könnte sich eigentlich genauso gut ein Leben ohne Kinder vorstellen? Wer würde vielleicht manchmal gerne tauschen? Und wer (das darf man nach der gemeinen Debatte um Regretting Motherhood ja eigentlich gar nicht mehr fragen) würde die Entscheidung fürs Kind vielleicht sogar manchmal gerne rückgängig machen? Ich frage, weil ich gestern viel darüber nachgedacht habe, wie ich das eigentlich sehe. Auslöser war eine nette Begegnung an der Aldi-Kasse: Weiterlesen