Schlagwort: mutterschaft

Du kannst es nicht planen, nee, echt nicht!

Kinder kannst’e nicht planen, das ist und bleibt so. Ihr wisst das, eure Eltern wissen das, und mittlerweile, nach fast 5 Jahren Hübchen und einem ganzen Jahr Räupchen, weiß sogar ich das. Ich, die ich immer absolut davon überzeugt war, dass „meine Kinder nie so werden“. Laut, anstrengend, widerborstig zum Beispiel – so sind Kinder doch schließlich nur wegen schlechter Erziehung! Heute kann ich nur müde lachen: Hahaha. Die beste Erziehung kann ein charakterstarkes, temperament- und gefühlsstarkes Kind nicht einnorden. Und vermutlich ist das auch ganz genau gut so. Doch es gibt noch ein weiteres Feld, in dem ich vor allem im letzten Jahr Demut lernen musste: In der Art, wie sehr ein Baby an der Mutter hängt, oder eben nicht. Weiterlesen

Von „schwierigen“ Kindern | Aus dem Leben: Ambivalente Gefühle annehmen und aushalten

Theorie ist gut – Praxis ist besser! In meiner Reihe zum „schwierigen Kind“ versuche ich zwar, beides zusammenzubringen. Trotzdem gibt es in unserem Familienleben immer wieder Situationen, in denen ich denke: „Ey, darüber müsstest du bloggen! Das kennen deine Leser*innen bestimmt auch!“. Und deswegen tue ich das jetzt einfach. Unter dem Untertitel „Aus dem Leben“ füge ich meiner Reihe nun quasi eine zweite Ebene hinzu: Hier möchte ich von den ganz konkreten Herausforderungen im Leben mit einem gefühlsstarken Kind berichten. Denn ihr könnt euch vorstellen: An praktischen Erfahrungen mangelt es uns wahrlich nicht. 😉  Weiterlesen

RESPEKT, ihr Eltern, echt jetzt mal!

Letzte Woche kam Hübchens bester Kita-Freund zeitgleich mit uns an der Kita an. Das Hübchen winkte aufgeregt, von Auto zu Auto. Bloß Hübchens Freund, der winkte nicht zurück. Er war nämlich auf dem 10-minütigen Weg eingeschlafen, morgens um kurz vor 9. Während Hübchens Freund langsam aufwachte und sich murrend aus dem Kindersitz schälte, erklärte mir seine Mutter die Lage: Der kleine Bruder wacht jeden Morgen um 5 Uhr auf und macht dann Halligalli – keine Chance für den Großen, weiterzuschlafen. Und für die Eltern erst recht nicht! Weiterlesen

Mütter-Gruppen und Bashing-Blogs: Ich steige aus

Ich steige aus. Aus diversen Facebook-Gruppen, aus dem Lesen diverser Blogs und ganz generell aus dem Spiel „Wer ist die bessere Mutter?“. Mich macht das irre, ich mache da nicht mehr mir. Vor allem, weil mich eine Sache ganz extrem irritiert: Die Mitglieder dieser Gruppen, die Leserinnen dieser Blogs sind eigentlich eine recht homogene Masse. Sie alle geben sich die beste Mühe, gute Mütter zu sein und verfolgen zumeist das, was man bindungs- oder bedürfnisorientierte Erziehung nennt. Warum ist der Wettbewerb dort also trotzdem so groß? Weiterlesen

Zwischen Erholung und Erschöpfung: Urlaub mit Kindern

Es gibt da eine Sache, die ich im Moment gar nicht gut kann, und das ist: Urlaubsbilder kinderloser Paare (oder Alleinreisender) angucken. Die Neidmaschine Instagram trägt ihr Neidattribut, zumindest was mich betrifft, momentan tatsächlich sehr zu Recht. Denn ich kann das gerade einfach nicht ertragen! Weiterlesen

Die „Vielleicht-ja-doch-Kiste“ oder: Gedanken an ein drittes Kind

Oben, unter der Decke im Flur, gibt es bei uns ein Regalbrett, auf dem diese großen Aufbewahrungskisten aus Plastik stehen. „Größe 86/92“ steht auf der einen. „Größe 98/104“ auf der anderen. Das sind die Sachen, die dem Hübchen nicht mehr passen und die ich in weiser Voraussicht fürs zweite Kind aufbewahrt habe. Das zweite Baby ist mittlerweile auch schon fast 11 Monate alt und deswegen gibt es eine weitere Kiste, auf der steht: Trödel. Da drin warten die Sachen, die auch dem Baby schon nicht mehr passen, darauf, verkauft zu werden. Das Ding ist nur: Irgendwie will das hier keiner so recht. Weiterlesen

Ein Leben ohne Kinder ist möglich, aber sinnlos?

So, jetzt mal Butter bei die Fische: Wer von euch da draußen könnte sich eigentlich genauso gut ein Leben ohne Kinder vorstellen? Wer würde vielleicht manchmal gerne tauschen? Und wer (das darf man nach der gemeinen Debatte um Regretting Motherhood ja eigentlich gar nicht mehr fragen) würde die Entscheidung fürs Kind vielleicht sogar manchmal gerne rückgängig machen? Ich frage, weil ich gestern viel darüber nachgedacht habe, wie ich das eigentlich sehe. Auslöser war eine nette Begegnung an der Aldi-Kasse: Weiterlesen

Von Kindern und Freundschaften

„Jetzt wehr dich endlich! Los, schlag zurück!“ – reichlich fassungslos stehe ich neben der anderen Mutter, die ihren Sohn gerade dazu auffordert, meinen Sohn zu schlagen, der ihn zuvor angeblich geärgert hat. Und in meinem Kopf ist mal wieder diese eine Frage: Was zur Hölle mache ich hier eigentlich? Weiterlesen

Warum ich meine Kinder gerne vergleiche

Wenn man mehr als ein Kind hat, ist die oberste Goldregel ganz klar: Bloß nicht vergleichen! Schließlich ist jedes Kind anders und das ist auch gut so. Alle Kinder sollen doch bitteschön so akzeptiert und geliebt werden, wie sie eben sind. Beim Wort „Vergleichen“ schwingt auch sofort so ein negativer Aspekt mit: Ist das eine Kind besser als das andere? Was kann das eine Kind in dem Alter noch nicht, obwohl das andere es im selben Alter schon konnte? Ist ein Kind braver, lieber, einfacher als das andere? Antworten auf diese Fragen können ganz sicher heikel sein. Ich finde aber auch: Vergleiche machen Spaß und können helfen, das eigene Glück noch ein bisschen mehr zu schätzen. Weiterlesen

Von „schwierigen“ Kindern | Teil 1: Das Besondere erkennen

Ich habe ein schwieriges Kind. Dieser Satz klingt ein bisschen gemein, oder? Schließlich will niemand ein schwieriges Kind haben. Schwierige Kinder nerven, sie fügen sich nicht gut ein in unseren durchgeplanten, durchgetakteten Alltag, mit schwierigen Kindern lebt es sich schwer. Doch was bedeutet eigentlich „schwierig“? Und warum tut es mir plötzlich so gut, zu erkennen, dass mein Kind zu den „schwierigen“ Kindern gehört? Wieso zähle auch ich mich zu den eher schwierigen Menschen? Und wie gedenke ich nun mit diesen neuen Erkenntnissen umzugehen, um mir und meiner Familie das Leben ein bisschen leichter zu machen? Darum soll es in dieser kleinen Reihe gehen. Los geht es mit Teil 1, in dem ich euch erzähle, wie ich erst begreifen musste, dass mein Sohn und ich manchmal ein bisschen aus der Reihe tanzen. Weiterlesen