Schlagwort: erziehung

Ein Kind wie aus einem Erziehungs-Ratgeber

Letztes Wochenende kam der Liebste vom Einkaufen zurück und war völlig geflasht von unserem süßen Räupchen: Während des Einkaufens war das Räupchen nämlich gar nicht mal so süß gewesen, sondern hatte viel gequengelt, wollte lieber auf den Arm statt im Einkaufswagen sitzen und war ganz allgemein nicht so richtig umgänglich. Aber dann passierte etwas erstaunliches: Nachdem Papi entschieden hatte, das Gequengel eine Weile durchzustehen, war es dem Töchterlein wohl irgendwann selbst zu blöd geworden. Sie ließ das Quengeln sein und suchte sich eine andere Beschäftigung. Weiterlesen

Kinderserien: Rückschrittlicher als die Realität

Ich habe einen Sohn, der für mein Empfinden schon ganz schön groß ist: 5 Jahre nämlich. Das ist das Hübchen. Das Hübchen lässt sich gerne Bücher vorlesen und bringt sich gerade auch selbst das Lesen bei. Deswegen finde ich die Recherche-Reihe der Süddeutschen Zeitung zum Thema Geschlechterklischees in Kinderbüchern super. Das Hübchen soll nämlich auch in Büchern auf eine bunte, heterogene Welt stoßen – und das ist eben keine Welt, in der nur Jungs alle Abenteuer erleben und bei Mädchen auf dem Ponyhof Schluss ist. Mit Büchern mehr Abwechslung zu bieten, finde ich toll. Nur gibt es da halt noch was anderes, neben den Büchern, was auch spannend ist. Und das ist, na klar, alles was auf flackernden Bildschirmen läuft. Weiterlesen

Kinder, Kinder, die können ja doch nett!

Sagt mal, wann haben sich eure Kinder zuletzt eigentlich mal so richtig vorbildlich benommen? Könnt ihr nicht so genau sagen? Ha, ich weiß auch, warum! Mit nahezu 100%-iger Wahrscheinlichkeit wart ihr nämlich nicht dabei! Weiterlesen

Das Kind – ein natürlicher Tyrann?

Anlässlich der Diskussion um den Dokumentarfilm „Elternschule“ gingen mir ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich hier verarbeiten will. Ich finde es nämlich durchaus verständlich, dass kinderlose Menschen teils von einer grundsätzlich schlechten kindlichen Natur ausgehen. Kinder sind doof, wir müssen sie erziehen – so simpel, so verständlich. Auch ich habe früher so gedacht. Seit ich jedoch selbst Mutter bin, gehen meine Erfahrungen damit völlig konträr. Wie das kam? Lest selbst! Weiterlesen

Kleines Räupchen, du kannst nicht alles haben und schon gar nicht sofort

„Mama!“, „Mamaaa!“, „Mamaaaaa!“ ruft es aus der Küche. Das Räupchen steht dort, an die Küchenbank gelehnt, und verlangt nach meiner sofortigen Aufmerksamkeit. Aber ich muss wirklich dringend pinkeln! Kurzes Abwägen: Wie nötig hat das Baby mich jetzt wirklich? Und wie dringend ist mein körperliches Bedürfnis? Schnell steht fest: Mein Bedürfnis ist größer, das fordernde Räupchen kann warten. Und spätestens jetzt ist klar: Die Babyzeit ist vorbei, aber so was von! Weiterlesen

Mein gefühlsstarkes Kind | Die erstaunliche Beobachtungsgabe eines gefühlsstarken Kindes

Aktuell ist mein gefühlsstarkes Kind mal wieder arg gefühlsstark. So sehr, dass sogar der Liebste schon mal an seine Grenzen kommt, zurück brüllt, weg gehen muss, sich wahnsinnig ärgert – über dieses Kind, dass uns Eltern tagäglich als Punchingball benutzt und damit dauernd unsere Grenzen übertritt. Aber mein geliebter Gatte ärgert sich vor allem über sich selbst, dass er schon wieder nicht ruhig bleiben konnte, die Gefühle des Kindes nicht richtig annehmen und in positivere umlenken konnte. Aber so ist es. Das Leben mit unserem Kind ist ein täglicher Drahtseilakt und wir sind auch nur Menschen. Klar, dass es da im Moment häufig knallt. Umso wichtiger, den Ärger nicht Überhand nehmen zu lassen und sich stattdessen auch immer mal wieder die positiven Seiten klar zu machen! Weiterlesen

Warum gemäßigte Gewässer stürmisch sind

Als ich 16 war, wollte ich gerne Dreadlocks haben. Nein, kein Arschgeweih, auch kein Zungenpiercing, bloß langweilige Dreadlocks, die man in nullkommanix auch wieder hätte abschneiden können, sobald sie nicht mehr gefielen. Meine Mama sagte trotzdem nein. Sie fand Dreadlocks nicht so besonders, mochte meine langen roten Haare doch so gerne, ob ich die etwa so oll verfilzen lassen wollte? Och naja, irgendwie vielleicht doch nicht. Weiterlesen

Beikost for Runaways, Beikost for Slowaways – mit Kochbuch-Verlosung!

Welche Nahrung kriegt das Baby? Oder eher: Welche Nahrung kriegen wir ins Baby? Diese Frage taugt ja dazu, junge Eltern ein bisschen verrückt zu machen – gerade dann, wenn der Sprössling irgendwie wenig Interesse an fester Nahrung zeigt und Kinderärztin und selbsternannte Expert*innen schon vor Mangelversorgung warnen. Hinzu kommt die plötzliche Verunsicherung über die Art der Nahrungseinführung: Brei oder Fingerfood? Mit Fleisch, Salz, Gewürzen oder ohne? Und Zucker erst ab Einschulung? Ich nehme euch heute mit auf unseren Weg, der letztlich leichter zu finden war, als gedacht. Denn alles verrückt machen nutzt nichts: Am Ende gibt nur einer das Tempo vor – und das ist das Baby! [Ihr wollt den ganzen Kram gar nicht lesen, sondern sofort zur Verlosung? Dann scrollt schnell ganz nach unten, da könnt ihr ein Baby Led Weaning Kochbuch gewinnen!] Weiterlesen

Mein gefühlsstarkes Kind | Ambivalente Gefühle annehmen und aushalten

Theorie ist gut – Praxis ist besser! In meiner Reihe zum „schwierigen Kind“ versuche ich zwar, beides zusammenzubringen. Trotzdem gibt es in unserem Familienleben immer wieder Situationen, in denen ich denke: „Ey, darüber müsstest du bloggen! Das kennen deine Leser*innen bestimmt auch!“. Und deswegen tue ich das jetzt einfach. In dieser Reihe zum gefühlsstarken Kind möchte ich auch von den ganz konkreten Herausforderungen im Leben mit einem gefühlsstarken Kind berichten. Denn ihr könnt euch vorstellen: An praktischen Erfahrungen mangelt es uns wahrlich nicht. 😉  Weiterlesen

Mütter-Gruppen und Bashing-Blogs: Ich steige aus

Ich steige aus. Aus diversen Facebook-Gruppen, aus dem Lesen diverser Blogs und ganz generell aus dem Spiel „Wer ist die bessere Mutter?“. Mich macht das irre, ich mache da nicht mehr mir. Vor allem, weil mich eine Sache ganz extrem irritiert: Die Mitglieder dieser Gruppen, die Leserinnen dieser Blogs sind eigentlich eine recht homogene Masse. Sie alle geben sich die beste Mühe, gute Mütter zu sein und verfolgen zumeist das, was man bindungs- oder bedürfnisorientierte Erziehung nennt. Warum ist der Wettbewerb dort also trotzdem so groß? Weiterlesen