Schlagwort: erziehung

Mütter-Gruppen und Bashing-Blogs: Ich steige aus

Ich steige aus. Aus diversen Facebook-Gruppen, aus dem Lesen diverser Blogs und ganz generell aus dem Spiel „Wer ist die bessere Mutter?“. Mich macht das irre, ich mache da nicht mehr mir. Vor allem, weil mich eine Sache ganz extrem irritiert: Die Mitglieder dieser Gruppen, die Leserinnen dieser Blogs sind eigentlich eine recht homogene Masse. Sie alle geben sich die beste Mühe, gute Mütter zu sein und verfolgen zumeist das, was man bindungs- oder bedürfnisorientierte Erziehung nennt. Warum ist der Wettbewerb dort also trotzdem so groß? Weiterlesen

Von „schwierigen“ Kindern | Teil 2: Erziehungsratgeber und wie sie helfen können

Was macht man als Mutter, wenn ein Kind so richtig schön aus der Reihe tanzt? Klar, man sucht die Schuld für erzieherisches Vollversagen bei sich selbst! Aber was, wenn das auch nicht zielführend ist und die Tipps aus „normalen“ Erziehungsratgebern wirkungslos verpuffen? Tja, dann ist vielleicht der Moment gekommen, sich zu fragen, ob vielleicht irgendetwas ein bisschen anders ist. Für mich war der Moment, in dem ich durch Literatur und Gespräche bestätigt bekam, dass mein Kind (und auch ich) ein bisschen anders funktionieren als der Durchschnittsmensch, ein Schlüsselmoment. Nachdem ich euch in Teil 1 meiner Reihe zum „schwierigen Kind“ davon erzählt habe, wie anstrengend es war, bis zu dieser Erkenntnis zu kommen, will ich euch in Teil 2 beschreiben, wie ich es überhaupt herausgefunden habe. Geholfen hat mir dabei nämlich vor allem ein Buch: Der „Erziehungsratgeber für besonders geforderte Eltern“ von Mary Sheedy Kurcinka.  Weiterlesen

Von „schwierigen“ Kindern | Teil 1: Das Besondere erkennen

Ich habe ein schwieriges Kind. Dieser Satz klingt ein bisschen gemein, oder? Schließlich will niemand ein schwieriges Kind haben. Schwierige Kinder nerven, sie fügen sich nicht gut ein in unseren durchgeplanten, durchgetakteten Alltag, mit schwierigen Kindern lebt es sich schwer. Doch was bedeutet eigentlich „schwierig“? Und warum tut es mir plötzlich so gut, zu erkennen, dass mein Kind zu den „schwierigen“ Kindern gehört? Wieso zähle auch ich mich zu den eher schwierigen Menschen? Und wie gedenke ich nun mit diesen neuen Erkenntnissen umzugehen, um mir und meiner Familie das Leben ein bisschen leichter zu machen? Darum soll es in dieser kleinen Reihe gehen. Los geht es mit Teil 1, in dem ich euch erzähle, wie ich erst begreifen musste, dass mein Sohn und ich manchmal ein bisschen aus der Reihe tanzen. Weiterlesen

Mein Wutkind

Es ist 12 Uhr mittags. Das Hübchen und ich haben bereits: 4 Runden Vier-gewinnt gespielt (nach Hübchen-eigenen Regeln), zwei Bücher gelesen, ich habe im Sagaland gewonnen und im Memory verloren. Jetzt puzzlen wir ein Doppel-Puzzle, Motiv Baustelle. Ich mache das Puzzle ohne Punkte auf der Rückseite, das Hübchen das mit. Zumindest bis zum nächsten Wutanfall. Weiterlesen

Entwicklungsgespräch

Früher dachte ich ja immer, im Kindergarten soll vor allem gespielt werden. Heute weiß ich es besser, denn es stand mal wieder an: das jährlich stattfindende Entwicklungsgespräch. Weiterlesen

Neues von der Erziehungsberatung. Oder: Was tun mit der Wut?

Es ist schon länger her, dass ich über unseren Schritt zur Erziehungsberatung geschrieben habe. Damals schrieb ich auch, dass ich mir nicht sicher sei, ob und inwiefern ich weiterhin im Blog darüber berichten könnte, weil ich schon ahnte, dass die Beratung an sehr persönlichen Dingen kratzen würde. Damit hatte ich nicht ganz unrecht. Trotzdem will ich einen Weg finden, darüber hier zu schreiben, weil ich mir sicher bin, dass ich mit meinen Problemen mal wieder nicht alleine bin. 😉 Weiterlesen

Der fette Grieche

In meiner Schulzeit gab es einen Jungen, den ich nicht sehr freundlich den „fetten Griechen“ nannte. Nicht dass ich ihn jemals über Aristoteles philosophieren gehört hätte, aber er war eben ein Grieche und ein bisschen übergewichtig und mit Political Corectness hatte ich es mit 15 Jahren noch nicht so. Weiterlesen

Keine Kinder sind auch keine Lösung

Ich habe es getan. Ich habe es tatsächlich getan. Ihn gesagt, diesen einen bösen Satz: „Schafft euch bloß keine Kinder an!“. Neulich, beim Essen mit Freunden. Diese Freunde schauten mich ein wenig verständnislos an und antworteten wahrheitsgemäß: „Äh, hatten wir eigentlich schon vor“. Und dann dachten sie vermutlich ein bisschen schlecht über mich. Weil mir bei meinem bösen Satz vor lauter Wut wohl auch noch Rauch aus der Nase gestiegen war und ich vielleicht auch ein bisschen geschnauft hatte wie so eine alte, kaputte Dampflok. Weiterlesen

Der Traum von der eigenen Tochter

Kennt ihr die Janosch-Geschichte von „Löwenzahn und Seidenpfote“? Eine Maus und ein Mauser wünschen sich darin Kinder: Der Mauser wünscht sich einen Sohn, damit der ihm beim Sägen helfen kann. Die Maus wünscht sich eine Tochter, die ihr beim Nähen helfen soll. Am Ende bekommen sie einen Sohn und eine Tochter, die den ihnen zugedachten Geschlechtsklischees jedoch so gar nicht entsprechen wollen: Die kleine Maus Seidenpfote ist eine Draufgängerin, wie sie im Buche steht. Der junge Mauser Löwenzahn hingegen ist ein kleines Sensibelchen, das am liebsten im Hintergrund die Fäden zieht. Weiterlesen

Neues von der Erziehungsberatung

Raus aus der Ohnmacht“ – das war quasi mein vorgezogener guter Vorsatz fürs neue Jahr. Bevor ich anfange, mein Mutterleben zu hassen, dachte ich, dass ich mir doch lieber Hilfe suche. Die haben wir in einer Beratungsstelle gefunden. Und ich will hier im Blog nicht nur euch über den Fortgang auf dem Laufenden halten, sondern auch für mich eine Art Beratungs-Tagebuch führen. Damit ich nichts vergesse und vernünftig resümiere. Heute also: Zustand nach der zweiten Beratungsstunde, oder: Ich mache das ganz gut! Weiterlesen