Schlecht = Mädchen, Gut = Junge ?!

Ab der dritten Schwangerschaft wird man (frau) ja ein noch ein bisschen bekloppter. Und deswegen will ich heute von euch wissen: Glaubt ihr, dass das mütterliche Befinden in der Schwangerschaft einen Hinweis auf das Geschlecht des Babys geben kann?

Bevor jetzt hier der allgemeine Aufschrei kommt, lasst mich euch versichern: Das Geschlecht das Babys spielt für uns keine besonders wichtige Rolle. Wir lassen uns eh überraschen und zum Zeitpunkt der Geburt ist es dann einfach schön, wenn ein lebendiges Baby unten rausfällt. Was kommt, wird geliebt. Darüber hatte ich in meiner letzten Schwangerschaft schon einmal geschrieben.

Nun ist es aber so, dass ich trotzdem neugierig bin und auch Spaß an Mythen und wirren Theorien habe. Hinzu kommt: Meine ersten zwei Schwangerschaften waren seeehhhr unterschiedlich. Und am Ende kam einmal ein Junge heraus und einmal ein Mädchen. In dieser dritten Frühschwangerschaft erkenne ich leider leider viele Parallelen zur letzten, der Mädchen-Schwangerschaft. Damit ist die Frage klar: Könnte das etwa ein Hinweis darauf sein, dass es wieder ein Mädchen wird…?

In der Jungen-Schwangerschaft ging es mir prima

Nur mal zum Vergleich, wie es bei mir war bzw. ist: Meine erste Schwangerschaft (die mit dem Jungen) war ziemlich beschwerdefrei. Ich hatte zu Beginn ein bisschen Ärger mit Morgenübelkeit, war insgesamt schneller müde und erschöpft, konnte meinem normalen Alltag aber ohne große Schwierigkeiten nachgehen. Ich bin damals sogar noch des öfteren quer durch Europa gejettet, weil ich erst in Sofia (Bulgarien) und dann in Nizza (Frankreich) studiert habe. Dort habe ich täglich unglaubliche Strecken zu Fuß bewältigt (Sofia) oder bin viel Fahrrad gefahren (Nizza). Irgendwie ging das alles prima.

Erst im dritten Trimester, in dem ich wieder in Deutschland war, wurde der Bauch dann langsam so unhandlich, dass ich mich mehr ausruhen und insgesamt mal ein paar Gänge zurückgeschalten musste (auch, weil vorzeitige Wehen und ein damit verbundener Krankenhausaufenthalt dazu kamen). Aber alles kein Vergleich zur zweiten Schwangerschaft, die mich echt ziemlich angestrengt hat!

Die Mädchen-Schwangerschaft hat mich erschöpft

In der zweiten Schwangerschaft war mir irgendwie von Beginn an klar, dass es ein Mädchen würde. Ich habe das einfach gespürt (übrigens ähnlich wie bei der ersten, bei der ich innerlich wusste, dass es ein Junge würde). Dass es mir so gänzlich anders als beim ersten Mal ging, war irgendwie eine Bestätigung meiner Ahnung. Mir war bis zur 14. Woche fast durchgehend übel und das Essen kam insbesondere abends ziemlich oft retour.

Außerdem war ich einfach fertig: Müde, erschöpft, lustlos, einfach keine Energie. Nachträglich habe ich das Hämatom ein bisschen dafür verantwortlich gemacht, das in der 11. Woche anfing, abzubluten (und das mich damit ganz schön geschockt hat).

Die dritte Schwangerschaft macht mich völlig fertig

Nun bin ich in dieser Schwangerschaft aber auch schon in der 11. Woche angekommen und zum Glück zeigt sich dieses Mal kein Hinweis auf irgendein Hämatom oder sonstige Komplikationen. Und trotzdem muss ich leider sagen: So schlecht wie jetzt ging es mir noch nie. Ich habe seit mehr als 5 Wochen das Gefühl, mehr zu vegetieren als zu leben.

Die Erschöpfung ist unvergleichlich – ich stehe morgens auf und könnte mich sofort hinlegen. Dazu ist mir dauernd übel, aber anstatt dass es oben raus kommt, grummelt es unten. Ich habe nach jedem Essen Magen-Darm-Krämpfe, die sich anfühlen wie der schönste Noro-Virus. Wenn ich aber nicht esse, wird mir noch übler und mein Kreislauf spielt verrückt. Das einzige was hilft, ist Ruhe und viel liegen. Aber so langsam geht mir die Abhängerei richtig auf die Nerven und ich sehne mich nach neuer Kraft, um zumindest mal wieder die üblichen Alltagstätigkeiten übernehmen zu können. Ihr seht schon, es macht echt keinen Spaß.

Mir bleibt gerade einfach die Hoffnung, dass mein Körper sich wie schon in den früheren Schwangerschaften nach etwa 14 Wochen von alleine stabilisiert. Diese Hormonumstellung haut mich offenbar mal wieder ganz schön um.

Womit wir wieder bei der Anfangsfrage wären: Kann es sein, dass das Erleben einer Schwangeren jeweils ein anderes ist, je nachdem ob frau ein Mädchen oder einen Jungen ausbrütet? Ich weiß, die Wissenschaft sagt „nein“. Aber manchmal macht es ja auch Spaß, nur mal die eigenen Erlebnisse anzuschauen und ein bisschen rumzuspinnen. 😉

Ihr seid dran: Seht ihr einen Zusammenhang zwischen eurem Befinden und dem Geschlecht des Kindes?

Falls ihr bereits mehr als ein Baby bekommen habt, sagt doch mal: Waren eure Schwangerschaften ähnlich, wenn beide Kinder dasselbe Geschlecht hatten? Oder waren sie total unterschiedlich, weil es einmal ein Junge und einmal ein Mädchen war? Besonders spannend auch: Falls ihr drei oder mehr Kinder habt – konntet ihr dann Ähnlichkeiten zwischen den gleichgeschlechtlichen Schwangerschaften feststellen und einen Unterschied zu der Schwangerschaft mit dem jeweils anderen Geschlecht?

Und natürlich will ich Einzelkindmütter nicht ausschließen! Erzählt mir ruhig einfach, wie es euch in eurer Schwangerschaften ging! Ihr dürft gerne so richtig jammern oder auch erzählen, dass es toll war. Ich freue mich gerne mit allen, denen es besser ergeht als mir. 🙂

Haut rein in die Tasten, ich freue mich auf eure Erfahrungen! Ich fasse im Anschluss auch gerne unsere nicht-repräsentativen Werte in einer absoluten Nonsense-Studie zusammen. 😉

28 Kommentare zu „Schlecht = Mädchen, Gut = Junge ?!

  1. Sandra

    Puh, so wie dir ging es mir auch gerade, vor knapp 5 Wochen :-/
    In der ersten Schwangerschaft hab ich ab Woche 8 mit Übelkeit zu kämpfen gehabt. Morgens besonders, aber es blieb den ganzen Tag, bis zur 20. Woche. Sobald wir wussten, dass es ein Mädchen wird, war es für alle logisch, weil „Mädchen rauben der Mutter die Schönheit“. Und bis auf ein Foto in der Badewanne gibt es kein Foto von mir als strahlende glückliche werdende Mama.

    Jetzt, 4 Jahre später, fing die Kotzerei in Woche 7 an, richtig richtig schlimm. Dank der Zauberhebamme habe ich zeitnah von sowas wie Cariban und Suplimat erfahren und jetzt ist da nur noch das nervige flaue Gefühl.
    Da ich in der ersten Schwangerschaft lange krank geschrieben, aber noch kein Kleinkind rumturnen hatte, kam mir das Liegen und Erschöpft sein nicht so schlimm vor. diesmal sehe ich es so wie du – irgendwie geht nur liegen. Am besten den ganzen Tag 🥴
    Ich hoffe auf Woche 20, weil bisher in Woche 14 bin ich zwar fitter, aber eben schon ziemlich schwanger.
    Und was es wird, erfahren wir leider erst Ende Februar (hoffentlich). Ein Gefühl habe ich gar nicht 🤷🏼‍♀️

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Ohje, das klingt ja ähnlich fies wie bei mir. Ich wünsche dir, dass es dir ganz bald besser geht! Ich habe diesmal tatsächlich auch noch kein Gefühl fürs Geschlecht. Vielleicht hat meine Intuition sich bei Kind 1 und 2 schon verausgabt. Aber macht nix, dann lassen wir uns halt überraschen. 🙂

      Alles Gute für deine restliche Schwangerschaft!

  2. Carolin

    Drei Jungs – drei komplett unterschiedliche Schwangerschaften, die letzte mit Übelkeit und Übergeben fast rund um die Uhr inklusive nachts vor Übelkeit aufwachen und nur fast im Sitzen wieder einschlafen – 26 Wochen lang. Beim ersten waren es nur 6 Wochen bis die 12 Woche erträgliche Übelkeitsschwellen, beim zweiten heftiger bis 16 SSW. Sorry to say, war bei keinen der wunderbaren Kids Anzeichen aufs Geschlecht. Ich hatte eher das Gefühl, das es mit jeder Schwangerschaft einfach schlimmer wurde 😉

    • Ja, das ist leider mittlerweile auch meine Vermutung, dass es halt einfach mit jedem Kind schlimmer wird. Wobei ich Frauen kenne, die einfach in jeder Schwangerschaft keine bis kaum Beschwerden hatten. Vielleicht ist es also extra unfair: Wem es einmal gut geht, dem geht es immer gut. Und wer einmal Beschwerden hatte, kann sich drauf einrichten, dass es beim nächsten Mal noch fieser wird. Uff. Für mich steht so was von fest, dass ich mir das definitiv nicht noch mal antue. Allein meinem armen Körper zuliebe.

  3. Oh, ich fühle sehr mit dir und lese aus deinen Worten dennoch Humor und Zuversicht heraus. Das ist schön. Während meiner zweiten Schwangerschaft ging es mir teilweise so schlecht, dass ich sterben wollte. Ich war wirklich ernsthaft depressiv und möchte seitdem definitiv nie wieder schwanger sein. Meine Übelkeit wurde ab der 16. Woche ganz langsam besser. Später kamen andere schlimme Beschwerden hinzu. Ich habe dennoch die gesamte Schwangerschaft über gelitten wie noch nie zuvor und war froh, als in der 37. Woche endlich eingeleitet wurde. So früh, weil ich Zwillinge in mir trug. Zwei Mädchen. Womit wir bei deiner Theorie wären, die sich in meinem Fall bewahrheitet hat. Die erste Schwangerschaft mit einem Jungen war okay. 😉 Alles Liebe noch für dich! Carolin

    • Ich kenne ja deine Fotos von Instagram und du sahst so toll aus in der Zwillingsschwangerschaft! Auch das wieder ein Beweis dafür, dass das Äußerliche echt nix mit dem inneren Gefühl zu tun haben muss. Ich besitze kaum Fotos aus den Schwangerschaften, weil ich diesen fiesen Zustand echt nicht dokumentieren musste. Aber auf denen, die ich habe, sehe ich echt super aus. Kein bisschen so, wie ich mich gefühlt hab.

      Es ist echt ein bisschen schade, finde ich. Vor kurzem hat mir eine Freundin noch vorgeschwärmt, wie gerne sie schwanger war, wie sehr sie das alles genossen hat. Ich gönne es allen Frauen von Herzen, bin aber auch immer ein bisschen traurig für mich selbst. Aber ich weiß auch, dass ich dafür immer sehr gerne eine Baby-Mama war, dass ich beide Male nach der Geburt super schnell wieder fit war und es sehr genossen habe, wie schnell die Lebensgeister nach der Geburt zurückkehren. Es ist ja schließlich nicht für immer. Daran klammere ich mich fest. 😉

  4. Rita

    Ich schätze, es hat einfach was damit zu tun, dass man eben älter wird und damit jede Schwangerschaft etwas anstrengender ist. Abgesehen davon ist auch jede Schwangerschaft anstrengender, je mehr Kinder man gleichzeitig betreuen muss. 😉

    • Ja, das ist auch meine Befürchtung. Wobei ich in den letzten Wochen echt so gut wie nichts gemacht habe außer Liegen. Mein Mann hat alles übernommen. Und trotzdem ging es mir so schlecht wie nie zuvor. Also allein mit der Belastung kann man es wohl auch nicht erklären. Mein Körper fühlt sich leider einfach an wie krank.

  5. Lisa

    Meine waren sich in manchem ähnlich, in manchem sehr verschieden und am Ende kam auch was verschiedenes raus. Man darf ja auch einfach nicht vergessen, dass man in der ersten Schwangerschaft noch so herrlich geschlafen hat und auch besser mal ne Pause machen konnte.

    Ich hatte mal ein Buch wie man an Hand der Ernährung das Geschlecht beeinflussen kann, also vor der Schwangerschaft. Ich habe es verschenkt und kann mich nur noch dran erinnern, dass Schokolade zu Junge oder Mädchen führen kann, vielleicht kannst du das ik Deine Studie aufnehmen 😉

  6. Sonja

    Ich trau es mich kaum zu sagen, aber beim 2.Kind (Mädchen) war gar nix! Ich war am Anfang ab und zu ziemlich müde, mehr nicht.
    Beim 1. Kind (Junge) hatte ich von Woche 8-10 ab und zu etwas Durchfall. Sonst alles easy.

    Ich schicke dir eine Runde Mitleid, das klingt richtig scheiße bei dir! Ich hoffe, du hast es bald überstanden!!!
    Liebe Grüße

    • Danke dir. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass es gaaaanz langsam besser wird, vor allem vom Magen her. Die Erschöpfung ist leider noch gleichbleibend, aber da vertraue ich fest aufs zweite Trimester, das erfahrungsgemäß zumindest wieder ein bisschen Energie bringt.

  7. Janine

    Jup das wollte ich auch schreiben. Mir ging es in der zweiten SS (Junge) schlechter, als in der ersten (Mädchen). LG

    • Ich fürchte, dass es tatsächlich oft einfach in den Folgeschwangerschaften fieser wird. Außer bei Frauen, denen es rundum gut ging – die haben offenbar oft einfach Glück und auch in allen anderen Schwangerschaften geht es ihnen gut.

  8. Ann Kathrin

    Also ich hab auch 2 Mädchen und hatte nie Übelkeit, beide Schwangerschaften waren bis auf mehr Müdigkeit super entspannt 😉

  9. Mimi

    Habe drei Mädchen und bei der ersten Schwangerschaft war ich super drauf Bus zum Ende, null Beschwerden. Bei Nr. 2 war mir anfangs etwas flau und auch Mal schlecht, nach drei Monaten ging es ganz gut, gegen Ende war ich schon öfter müde und es war insgesamt anstrengender, eben wg. Kleinkind mit dabei. Die dritte Schwangerschaft war furchtbar, mir war 5 Monate übel und nach ca. 4-6 okayen Wochen, also in denen ich müde war wg 2 Kleinkinder und Arbeit und schwanger war nur dann den Rest der Schwangerschaft der Kreislauf dauernd weg und Ischias und überhaupt, ich habe die Geburt so gefeiert weil ich wollte dass es vorbei ist. Meine Theorie: jede Schwangerschaft raubt dem Körper Energie, man wird nicht jünger, egal was für ein Geschlecht drin ist 🙂 aber es gibt ja auch so Wunderfrauen, die 6 Schwangerschaften scheinbar locker wegstecken…gut ab, ehrlich.

    • Ja, dass es von Schwangerschaft zu Schwangerschaft schlimmer wird, berichten hier ja viele. Vielleicht will die Natur so der Überbevölkerung vorbeugen. 😉

      Meine Theorie ist ja übrigens auch: Je weniger gerne eine Frau schwanger ist, desto leichter fällt ihr die Geburt. Ganz ehrlich: Die paar Stunden Anstrengung und Schmerzen sind für uns doch ein Klacks, nachdem wir das Martyrium Schwangerschaft überstanden haben! Ich freue mich jedenfalls jetzt schon drauf.

      • Mimi

        Ich wäre auf jeden Fall ein Fall, der deine Theorie bestätigen würde…die letzte Geburt war so schnell, dass nicht Mal für ne PDA die ich aufgrund von Wehensturm beim letzten Mal auch diesmal wieder in Erwägung ziehen wollte Zeit war. Von erster richtiger Wehe bis Kind da schlanke 1,5h, herrlich. Das würde ich jederzeit nochmal machen!

  10. Anna

    Da würden mich ja mal die Mehrlingsschwangerschaften mit beiden Geschlechtern interessieren ;-). Ich drücke die Daumen, dass es dir bald besser geht! Es heißt ja immer schwanger sein ist keine Krankheit und das sehe ich im Prinzip auch so, nur ist es doch erstaunlich wie sehr ein eigentlich natürlicher Vorgang den Körper aus der Bahn werfen kann. Und dann fühlt man sich teilweise eben doch ziemlich krank. Ich frag mich ob das schon immer so war (und überall so ist) oder ob das auch irgendwie mit unserem Lebensstil zusammenhängt…?

    • Hm, keine Ahnung. Einerseits ist es natürlich ein großer Luxus, dass ich die letzten Wochen einfach liegen bleiben konnte. In anderen Ländern oder Kulturen müssen Frauen sich trotz aller Beschwerden zur Arbeit quälen. Das stelle ich mir sehr hart vor. Andersherum kann ich mir aber auch vorstellen, dass wir in unserer industrialisierten Leistungsgesellschaft unter einer besonders ungünstigen Form von Stress und Druck stehen, der Beschwerden in der Schwangerschaft begünstigt. Ich weiß es nicht.

      Ich weiß nur, dass ich sehr froh war, dass ich in den letzten Wochen wirklich krank sein durfte. Weil so habe ich mich tatsächlich gefühlt.

      • Mia (2)

        Mit unserem Lebensstil hängt auf jeden Fall zusammen, dass auch schwierige Schwangerschaften meist ein gutes Ende nehmen und weniger Mütter und Kinder sterben oder lebenslange Behinderungen davontragen. Ich schätze, dass das eher für unseren kulturellen umsichtigen Umgang mit schwangeren Frauen spricht als dagegen…

        • Auf jeden Fall sollte man die Vorteile der guten medizinischen Versorgung schätzen! Gleichzeitig ist sie manchmal natürlich auch mehr Fluch statt Segen. Ich denke da z.B. an die vielen Geburtsinterventionen, die auch viele kranke oder traumatisierte Mütter oder Kinder verursachen.

          Einen kulturell umsichtigen Umgang mit Schwangeren kann ich in unserem Land leider nicht sehen. Dafür liegt mir der Fokus zu sehr auf „Gefahr“. Hinzu kommt der Druck auf werdende Mütter, bloß alles „richtig“ zu machen. In meiner dritten Schwangerschaft kann ich mich davon ziemlich gut freimachen. Ich nehme nicht mal mehr Folsäure. 😉 Aber ich beobachte unter anderen Frauen große Unsicherheiten und Ängste. Und die kommen nicht aus dem Nichts, sondern werden kulturell und gesellschaftlich produziert.

          • Mia (2)

            Was genau ist jetzt daran überlegener an deinem Lebensstil, dass du wider besseres Wissen in der Schwangerschaft keine Folsäure nimmst wie du fröhlich zwinkernd ins Internet schreibst? Ich habe jetzt eine Nacht drüber geschlafen und verstehe den Vorteil von weniger Folsäure immer noch nicht.

          • Tut mir leid, ich wollte deine Nachtruhe nicht stören. 😉 Der Hintergrund ist dieser: Folsäure wird vor allem bei bestehendem Kinderwunsch empfohlen. Wenn du schon schwanger bist, ist es im Grunde schon zu spät, weil ein (starker) Mangel sich ausschließlich in den ersten Wochen der Schwangerschaft schädlich auswirken kann. Als erstmals Schwangere kannte ich diese Zusammenhänge nicht und habe brav alles genommen, was mir die nette Apothekerin verkaufen wollte. Jetzt frage ich mich halt, ob ich dafür wirklich Geld für ausgeben muss oder ob es nicht auch total ausreicht, mich gesund zu ernähren. Wir sind hier ja ohnehin überdurchschnittlich gut versorgt. Die vielen Vitamin Präparate für Schwangere unterstützen wohl oftmals mehr die Wirtschaft als die Schwangeren selbst.

    • Janine

      Hallo ,
      eigentlich lese ich hier immer nur still mit,aaaaber bei Annas Anliegen schreib ich doch auch mal :
      ich gehöre zu den Glücklichen,die so gar keine Schwangerschaftsbeschwerden hatte. Nicht schlecht,nicht müde,alles super – Zwillingsschwangerschaft mit Junge und Mädchen… 😉
      Schwein gehabt…

      Liebe Grüße und gute Besserung,Sophie

  11. Mia (2)

    Schwangerschaft ist keine Krankheit im engeren Sinne, aber wenn man am Tag 16 Stunden schläft, zwei Stunden erbricht und wegen Kreislaufproblemen kaum geradeaus gehen kann, ist dennoch nicht arbeitsfähig und „gesund“. Das ist in den Auswirkungen deckungsgleich mit einer Krankheit und das soll auch keiner süffisant kleinreden.

    Mir selbst ging es recht gut in der Schwangerschaft. Ich sah bis zum Schluss gut aus und hab mich wohl gefühlt. Nur müde und geruchsempfindlich war ich bis Woche 16 etwa. Es wurde ein Junge.

    Weitere Dinge, auf die ja Mythen gern rekurrieren: im ersten Ultraschall war die Plazenta an der linken Seite, meine Brüste waren riesig, Haut und Haar schön, Kieler auf Süßes und Salziges gleichermaßen, Bauch eher spitz als rund 😉

    • Das mit den 16 Stunden Schlaf kam bei mir tatsächlich fast hin in den letzten Wochen. Ich finde es auch sehr zermürbend, dass der Zustand so lange anhält (jetzt ca. die sechste Woche, in der ich mich krank fühle). Eine Magen-Darm-Grippe oder eine böse Erkältung dauern vielleicht mal zwei Wochen, aber dann ist wieder gut. Aber diese Wochen über Wochen, die von Erschöpfung, Übelkeit, Kopfschmerzen und und und regiert werden, das macht schon was mit mir.

      In meiner ersten Schwangerschaft ging es mir auch ähnlich gut, wie du beschreibst. Ich hätte das damals echt mehr schätzen sollen. 😉

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