Mein gefühlsstarkes Kind | Ambivalente Gefühle annehmen und aushalten

Theorie ist gut – Praxis ist besser! In meiner Reihe zum „schwierigen Kind“ versuche ich zwar, beides zusammenzubringen. Trotzdem gibt es in unserem Familienleben immer wieder Situationen, in denen ich denke: „Ey, darüber müsstest du bloggen! Das kennen deine Leser*innen bestimmt auch!“. Und deswegen tue ich das jetzt einfach. In dieser Reihe zum gefühlsstarken Kind möchte ich auch von den ganz konkreten Herausforderungen im Leben mit einem gefühlsstarken Kind berichten. Denn ihr könnt euch vorstellen: An praktischen Erfahrungen mangelt es uns wahrlich nicht. 😉 

Das Leben mit einem intensiven, temperamentvollen Kind ist, verzeiht mir den plumpen Vergleich, wie eine ziemlich turbulente Achterbahnfahrt. Mal geht es steil bergauf, dann wieder steil bergab und in jedem Fall wird man mehrmals täglich gründlich durchgeschüttelt. Der eigene Mut, die eigene Ausdauer werden ganz schön auf die Probe gestellt und in jedem Fall gibt es immer eine ordentliche Dosis Adrenalin.

Das kann schön sein – und sehr, sehr anstrengend. Denn die Gefühle kippen schnell, von überglücklich zu tieftraurig, von hoher Motivation zu völliger Ablehnung, von neugierig-interessiert zu nölig-nervend, von hochkonzentriert zu schnell abgelenkt. Oft enthält ein einziger Tag viele dieser sehr verschiedenen Komponenten. Auf einen nervenzehrenden Morgen mit ganz viel schlechter Laune, Gezeter und ersten Streitereien kann ein wunderbar entspannter Nachmittag folgen. Oder andersrum kann ein Tag super starten und in völliger Verzweiflung enden. Und manchmal wechseln die Gefühlslagen meines Kindes auch gefühlt im 5-Minuten-Takt.

Ich glaub, ich bin im falschen Film!

Damit habe ich gelernt zu leben. Was mich aber immer noch ziemlich fertig macht, ist, wenn eine Negativ-Phase anhält. So wie gegen Ende des letzten Jahres, als ich irgendwann einfach dachte, ich wäre im falschen Film:

„Ist das hier eigentlich noch mein Leben? Und warum zum Teufel muss ich dieses Scheiß-Leben eigentlich führen? Ja, das klingt hart. Oder eher, das klingt nicht nur hart, das ist verdammt hart. Aber es ist eben leider auch verdammt wahr.“

Das war im Dezember 2017, und auch wenn ich in der Zwischenzeit viele großartige Erkenntnisse hatte und heute viel besser mit dem besonderen Temperament meines Kindes umgehen kann – auch jetzt gibt es immer noch diese Momente, in denen ich einfach nur laut „Scheiße!“ schreien will. Äh, ja, und in denen ich das ganz eventuell sogar mal aus Versehen tue.

Wenn die schlechte Laune anhält

So wie vor ein paar Wochen, als der Liebste ein langes Wochenende mit seinen Freunden weggefahren ist und ich mit beiden Kindern alleine war. Pünktlich zu diesen vier Tagen hatte auch das Hübchen mal wieder seine allerbeste Laune ausgepackt. Nicht. Denn kurz gesagt: Es war die Hölle! Dieses lange Wochenende hätte mich fast in den Wahnsinn getrieben, weil ich der Dauernörgelei eines niemals zufriedenen Vierjährigen ausgesetzt war.

Egal, was ich machte, egal wie sehr ich mich auch bemühte: Alles war falsch! Das arme Kind fühlte sich stets schlecht behandelt, benachteiligt, kooperierte nicht mal bei den alltäglichsten Dingen, ließ seine schlechte Laune sogar an der kleinen Schwester aus (das macht er sonst nie!) und war ganz allgemein zu nichts zu begeistern. Obwohl wir viele schöne Dinge unternahmen, Freunde trafen, leckere Sachen aßen und ich mich wirklich anstrengte, war mein Kind absolut ungenießbar.

Als der Liebste am Sonntag nach Hause kam, wäre dann eigentlich ich reif für Urlaub gewesen. Und als beide Kinder abends schlafend im Bett lagen, musste der ganze Frust erst mal raus: Dieses Kind ist eine Zumutung! Ich habe überhaupt keine Lust auch nur noch einen einzigen weiteren Tag mit diesem Jungen zu verbringen! Ich verstehe nicht, wie man nur immer so unzufrieden sein kann! Diese ewige Nörgelei ist nicht auszuhalten!

Akute Gefühlslage: Ich kann mein eigenes Kind nicht leiden!

Ganz ehrlich: Es fühlte sich so an, als könnte ich mein eigenes Kind überhaupt nicht mehr leiden. Der Liebste hört in solchen Situationen zu, er nickt, er hat Verständnis. Er kennt das schließlich auch, wenn auch vielleicht nicht in ganz so intensiver Form wie ich, die ich selbst ein sehr sensibles Gemüt habe. Aber es ist einfach so, dass dieser unser Sohn uns mit seinen extrem starken Gefühlen und seiner Unangepasstheit oft in den Wahnsinn treibt – vor allem, wenn diese Episoden mehrere Tage oder gar Wochen am Stück anhalten.

Für mich ist das immer noch so unendlich schwer. Es gibt nämlich wirklich Momente, in denen denke ich, die Mutterliebe ist weg. Dieses Gefühl, das doch angeblich das selbstverständlichste dieser Welt sein soll, es ist tatsächlich anfällig für Störungen. Unter Dauerbeschuss knickt es ein, wird ganz klein, verschwindet fast völlig und weicht einer Stimmung, in der ich am liebsten meinen Koffer packen und mich einfach verpissen würde. In ein Leben ohne Kind, in eine Welt, in der wieder ich allein das Sagen habe, selbstbestimmt und unabhängig – ganz ohne die Problematik, tausende Male am Tag auf den Kooperationsgeist eines Vierjährigen hoffen, oder daran verzweifeln zu müssen.

Ambivalente Gefühle aushalten

Letztlich mache ich das natürlich nie, denn es gibt ein wunderbar wirksames Gegenmittel: Erst ordentlich schimpfen und Lob vom Ehemann abholen, dafür, immerhin durchgehalten zu haben und eben nicht abgehauen zu sein. Und dann ins Kinderzimmer gehen, das friedlich schlafende Kind betrachten, einen Kuss auf diese ganz besonders platte Nase geben und plötzlich wie von Wunderhand von diesem einzigartigen Gefühl überschwemmt werden: Der Mutterliebe!

„Du bist gut, genauso wie du bist“, flüstere ich dem Hübchen zu, der das vielleicht gar nicht hört, vielleicht aber auch in seine Träume einbaut, wer weiß? Diese ambivalenten Gefühle auszuhalten, diesen krassen Gegensatz von „Ich ertrage dieses Kind nicht mehr!“, zu „Ich liebe dieses Kind so sehr!“ – das ist vermutlich eine Aufgabe, die mein Mutterleben andauern und niemals einfacher werden wird.

Mein wunderbarer Sohn

Auf solch garstige Phasen wie die eben beschriebene folgen nämlich oft Tage, oder mit viel Glück auch mal Wochen, in denen ich der völligen Überzeugung bin, den süßesten, klügsten, hübschesten und überhaupt wunderbarsten Sohn der ganzen Welt zu haben. Das starke Gefühlsleben des Hübchens sorgt ja nun mal auch dafür, dass er ganz besonders viele positive Eigenschaften mitbringt.

Ich kenne kaum ein Kind in seinem Alter, das sich so konzentriert und ausdauernd mit bestimmten Dingen beschäftigen kann. Er spielt mit so viel Fantasie, sei es allein oder mit Freunden. Er bringt sich selbst das Schreiben bei, zählt aus reinem Vergnügen bis Hundert, rechnet aus Spaß erste Rechenaufgaben. Er hat Energie für zwei, klettert, hangelt und springt aus Höhen herunter, bei denen mir schon vom Zusehen Angst und Bange wird.

Starke Gefühle beim Kind – starke Gefühle bei der Mutter

Es gibt Tage oder Wochen, in denen ich mein Kind bewundere, in denen ich besonders glücklich bin, genau dieses Kind zu haben. Und dann kommen wieder schwierige Phasen und ich frage mich, ob nicht ein schönes, langweiliges Mittelmaß viel erquicklicher wäre. Weniger anstrengend wäre es auf jeden Fall, denn dass mein Sohn so starke und teils extrem widersprüchliche Gefühle hat, spiegelt sich eben oft auch in meinen Gefühlen zu bzw. für ihn wieder.

Und das ist erstens furchtbar für mich und zweitens, was noch viel wichtiger ist, ja angeblich gar nicht gut fürs Kind! Bedingungslos lieben sollen wir unsere Kinder schließlich! Unsere Liebe soll nämlich natürlich nicht ans „gute Benehmen“ unserer Kinder geknüpft sein. Jede*r von uns kennt mittlerweile den schlauen Spruch, der unseren Kindern in den Mund gelegt wird: „Liebe mich dann am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe“. Ich finde die Idee ja super, allein: Die Umsetzung ist manchmal so schwer!

Denn ein gefühlsstarkes Kind kann in einer Phase, in der es mit besonders vielen negativen Gefühlen kämpft, einfach derart ungenießbar sein, dass es wirklich schwer fällt, es an solchen Tagen zu mögen. Jedenfalls geht es mir eindeutig so, dass ich nach solchen Tagen oder Wochen oft einfach nur noch denke: Meine Fresse, Junge! Ich habe mich deswegen schon sehr schlecht gefühlt, ich dachte, eine besonders schlechte Mutter zu sein. Ich habe mich sogar gefragt, ob ich es ganz grundsätzlich bereue, Mutter geworden zu sein, da ich mein Kind doch offensichtlich nicht so lieben kann, wie es ist.

Aushalten, aufregen und auf die besseren Tage freuen

Aber irgendwie habe ich mittlerweile meinen Frieden damit gemacht. Irgendwie ist es glaube ich schon ganz OK, wenn ich mein Kind an manchen Tagen einfach nicht besonders leiden kann. Wenn mein Kind mich mal wieder von morgens bis abends ohne erkennbaren Grund ausschließlich vollquengelt, sich zu nichts motivieren lässt, weinerlich und unzufrieden ist, dann hake ich solche Tage einfach ab. Ich halte das aus, ich bestrafe mein Kind nicht dafür, ich versuche noch verständnisvoller zu sein als sonst, ich nehme Rücksicht und freue mich sogar über die kleinsten Kooperationsversuche meines großen Babys, das an diesen Tagen halt einfach nicht besser kann.

Und dann rege mich abends ordentlich drüber auf, dass ich dieses Kind so heute wirklich absolut rein gar nicht leiden konnte. Ich meine das dann wirklich genau so: Ich mag diesen Jungen nicht, wenn er so ist! Ich hasse, hasse, hasse dieses Benehmen! Womit habe ich es nur verdient, von morgens bis abends so rücksichtslos und gemein behandelt zu werden?  Der Liebste nickt verständnisvoll, hört zu und grinst. Weil er weiß, dass ich anschließend ins Kinderzimmer gehe, wo ich diesem wunderschönen Söhnchen einen dicken Kuss gebe und mich auf die guten Tage freue.

Denn das großartige an der Liebe zum eigenen Kind ist ja, dass sie trotz allem immer da ist. Und vermutlich ist es das, was mit bedingungsloser Liebe gemeint ist: Sogar wenn ich mein Kind einen oder auch mehrere Tage mal so absolut gar nicht leiden kann, wenn ich am liebsten auswandern und diese gesamte ätzende Mutterschaft an den Nagel hängen würde – ich liebe dieses Kind trotz allem so unglaublich stark! Oder wie das Hübchen sagen würde: „Ich hab dich lieb bis zum Jupiter und zurück“. Und auch wenn ich überhaupt keine Ahnung habe, wie weit das so in etwa ist – ich dich auch, Hübchen, ich dich auch.

<- Hier geht es zum vorigen Teil der Reihe: „Von Erziehungsratgebern und wie sie helfen können“
Und hier geht es zum nächsten Teil: „Die erstaunliche Beobachtungsgabe eines gefühlsstarken Kindes“ ->

32 Kommentare zu „Mein gefühlsstarkes Kind | Ambivalente Gefühle annehmen und aushalten

  1. Katharina

    Und wieder einmal sitze ich ich nickend vor deinem Text… Wie oft sitze ich hier abends und beschwere mich bei meinem Mann dass er dem Kind diese Gene vererben musste. Aber er sagt es wird besser. So mit Mitte zwanzig 🙈

  2. Johanna

    Danke für diesen ehrlichen Text! Ich kenne das ganz genau so und ja, es ist schwer! Ich bin dankbar, dass du das so deutlich aussprichst! Mir tut es immer gut zu hören, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Und an Katharina oben: Hier auch so! Vielleicht wird die Pubertät dann easy.. 😉

    • Katharina

      Darauf hoffe ich. 😂 Zumindest sagt Schwiegermama immer dass mein Mann ein recht angenehmer Teenager war.

    • Danke, ich freue mich, dass ich so viel positives Feedback bekomme. Mir war beim Schreiben klar, dass ich mich damit sicher auch wieder bei einigen unbeliebt mache (u.a. bei einigen anderen Bloggerinnen, falls sie den Text überhaupt lesen). Aber mir geht es ja genau darum, die Dinge anzusprechen, über die es allgemein heißt: Das darf so aber nicht!!

      Gefühle sind letztlich Gefühle und am Ende geht es ja darum, wie wir damit umgehen. Wenn ich meinem Kind jetzt täglich sagen würden: „Ey, ich kann dich echt nicht leiden!“, ja, das wäre sicher nicht gut. Und auch Koffer packen und abhauen wäre wohl nicht so richtig. 😉 Aber gelegentlich so zu fühlen, das anzunehmen und damit umzugehen, das ist doch völlig normal und sollte auch ausgesprochen werden dürfen!

  3. Freckling

    Hallo,
    normal kommentiere ich nie auf Blogs aber dieser Text spiegelt exakt unseren Sohn 4,10 – echt der Wahnsinn. Toll 👏 verbreite ich direkt in die FB Welt 👍

    • Danke fürs Teilen! 🙂

      Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich gefühlsstarke Kinder letztlich in ihren Verhaltensweisen ähneln. Das zeigt ja eigentlich ganz deutlich, dass wir uns alle mehr austauschen sollten. Aber leider spielt Scham da vermutlich noch eine große Rolle.

  4. Daniela

    Danke! Einfach nur danke!
    (Manchmal könnte ich meine fast 4-Jährige auch ohne Rückfahrkarte auf den Mond schießen, besonders wenn sie partout nicht schlafen will, während ich erschöpft vom Job einfach nur noch platt bin und selbst todmüde oder wenn wir mal wieder – gerne auch grundlos – „Der Exorzist“ nachspielen und sie kreischt und haut und spuckt, als gäbe es kein Morgen … da wird die Mutterliebe wirklich auf eine harte Probe gestellt.)

    • Daniela

      Hatte ich schon erwähnt, dass ich sie über alles liebe!!! 😀

      • Liebe Daniela, ja, genau darum geht es: Wir lieben unsere Kinder so sehr, und trotzdem treiben sie uns in den Wahnsinn! Darf man so ruhig zugeben, auch, wenn Eltern von „einfacheren“ Kindern das vielleicht nicht nachvollziehen können oder sogar verurteilen.

        • Narin Ercan

          Ich war sehr gerührt von deinen Worten. Weil es die Wahrheit ist und ich diese Dinge jeden Tag empfinde. Und ich habe das Gefühl ich kann nicht mehr und mich viel schlimmer ich will auch nicht mehr. Meine Tochter ist 5 und ich bin alleinerziehende Mutter bin zwei Kindern und Teilzeit berufstätig. Sie schreit,Haut, weint jeden Tag. Sie ist sehr laut und hat auch mit sich und ihren Gedanken zu Kämpfen.
          Ihre ständigen Machtkämpfe gehen so lange,bis ich es nicht mehr ertragen kann und anfange sie anzuschreien. Weil sie nicht aufhört zu schreien und wenn sie mich schlägt muss ich sie manchmal festhalten weil sie nicht aufhört wenn ich ihr das sage. Ich hasse mich dafur, eine Mutter zu sein,die ihrem Kind gegenüber so ist. Mit meiner 6 jährigen Tochter gibt es diese oben genannten Situationen nicht. Mit ihr gibt es die alltäglichen normalen Situationen,die auch manchmal anstrengender sind. Aber eben nur manchmal und dann auch längst nicht in diesem Ausmaß.
          Mit ihr jedoch täglich. Ich liebe sie so sehr und ich hasse es,was diese stärken Gefühle mit ihr machen. Ich sehe und weiß sie ist selbst in diesen Gefühlen gefangen und kann es nicht abstellen. Aber ich kann die in mir aufkommenden hochkommenden täglichem Gefühle auch nicht abstellen.
          Es ist das härteste,was ich in meinem Leben tun muss. Und ich lieben sie so sehr und ich wünsche mir,dass das Leben für sie immer besser und einfacher wird.

          • Liebe Narin, ich kann dich so gut verstehen! Gerade nach dem letzten Wochenende, an dem ich auch mal wieder eine katastrophale Mutter war – mit einem katastrophalen Kind, das von morgens bis abends gewütet hat, mir ständig (absichtlich oder nicht) auf die Füße tritt, uns am laufenden Band rumkommandiert und sich über die kleinsten Details (die Socke zwickt am Fuß) in einem Ausmaß aufregt, den andere Eltern von ihren Kindern gar nicht kennen. Und ich kenne es gut, dass man dann nur noch schreien will – und es oft genug auch tut. Oft hilft es dann ja auch: Das Kind ist richtig erschrocken darüber, wie laut und grob man plötzlich mit ihm umgeht. Aber natürlich ist das nicht die Art, wie wir mit unseren Kindern leben wollen.

            Dir als alleinerziehender Mutter kann ich nur wünschen, dass du es schaffst, dir ausreichend Unterstützung zu suchen. Auch wenn es blöd klingt, hilft es mir in anstrengenden Phasen sehr, wenn ich mein gefühlsstarkes Kind nicht rund um die Uhr sehen muss. Wenn er nach der Kita noch mit zu einem Freund gehen kann, am Wochenende mal einen Nachmittag mit den Großeltern verbringt, so was halt. Das macht ihm Spaß, er kann sich dort oft gut austoben, und wenn er danach aufgedreht ist, kann ich das viel besser aushalten, weil ich mich ein bisschen erholen konnte. Ich hoffe, auch du kannst dir solche Erholungspausen gönnen!

            Besser wird es mit Sicherheit mit der Zeit. Später sind es dann unsere anstrengenden Kinder, die durch besondere Talente auffallen oder einfach besonders wach und voller Energie ständig neue Dinge lernen. Alles Gute euch dreien!

  5. Doreen

    Es wird nicht besser, ne? 😉
    Tja. Spätestens wenn dein Kind mit 12 mit dem Rauchen anfängt, nur um dich zu provozieren und mit 13 seine Klassenkameraden verprügelt – freilich alles nur, weil er so unglaublich speziell einzigartig sensibel ist! – spätestens dann wird’s wohl ein klein bisschen schwieriger werden, deinen so besonderen, „wunderbaren“ Sohn anzunehmen…

    • Ah, du schon wieder! Ich meine mich zu erinnern, dass ich dich darum gebeten hatte, keine Kommentare mehr zu hinterlassen. Aber sei’s drum. Irgendwie bin ich mittlerweile neugierig, welche Erziehungsmethoden du mir (und anderen) denn empfehlen würdest, um die Kinder mal so richtig schön einzunorden. Hast du vielleicht sogar selbst Kinder? Dann her mit deinen Best Practices! (Die Rohrstock-Methode ist übrigens seit geraumer Zeit per Gesetz untersagt, aber das sollte dir bekannt sein)

      • Doreen

        Im Gegensatz zu dir gehe ich mit meinem Familienleben nicht hausieren. Und – vielen Dank – es ist mir durchaus bewusst, dass körperliche Züchtigung und psychische Gewalt weder erlaubt noch angebracht noch sinnvoll sind. (Aber das muss ich einer permissiven Kuschelmami wie dir ja nicht sagen.)

        • Haha, ja Jesper Juul denkt sich vermutlich auch vor jedem neuen Buch: „Mist, jetzt gehe ich schon wieder mit meinem Familienleben hausieren“. 😄

          Ich weiß nicht, was dich so unfassbar persönlich angreift, wenn andere Eltern ihren Kindern mit Verständnis begegnen. Keine Ahnung, wovor du Angst hast. Vermutlich führst du hier einen Stellvetreterkrieg für all die anderen Dinge, über die du unglücklich bist. Aber ich bin keine Therapeutin.

          Insofern bitte ich dich erneut, dir ein anderes Ventil für deinen Frust zu suchen, als meinen Blog. Alle anderen Leser*innen schaffen es ja auch, selbst bei divergierenden Meinungen, sich respektvoll und wertschätzend auszudrücken. Diese Tradition würde ich hier gerne beibehalten und werde weitere entgleisende Kommentare blockieren.

          • Birgit

            Ich weiss, dass 4-5 jährige manchmal richtige Kotzbrocken sein können, die einen die Wände vor Wut hoch laufen lassen und die einem permanent die gute Laune verderben wegen Trotzphasen….aber wenn dieser Zustand danach noch weiterhin anhaelt (also 6 + + +) dann sollte man reflektieren ob man nicht in einer der von Winterhoff beschriebenen Beziehungsstoerung steckt also Projektion /Partnerschaft (Harmoniesucht in der Familie, man will als Eltern vom Kind ständig geliebt werden wegen eigener Selbstliebedefizite), Symbiose (das Kind wird psychisch als Teil seiner selbst gesehen). Spätestens in der Pubertät werden solche Störungen und die psychische Fehlentwicklung des Kindes zur absoluten Hoelle für die ganze Familie

  6. Anita Delor

    Meine Tochter (3) und ich erleben gerade eine ziemlich schwierige Phase, und ich hab mich bei Dr. Google erkundigt, was da los sein könnte. So bin ich auf deiner Seite und bei diesem Text gelandet und kann nur sagen: Ja! Ja, ja, JA! Danke dafür, dass du mit „deinem Familienleben hausieren“ gehst, und so anderen Eltern, also zum Beispiel mir, hilfst, ihre Gefühle besser einzuordnen und so besser mit der Situation umzugehen. Das hilft dann in der Konsequenz nämlich der ganzen Familie – von den Kindern bis hin zu den Vätern, die am Abend das Gefühlsgewitter abkriegen 😉

  7. Christina

    Hallo liebe Sophie, ich habe, nachdem ich meinen fast sechsjährigen Sohn mit viel Geschrei und Geschimpfe ins Bett gesteckt habe, diesen Text entdeckt. Bei uns vergeht nicht ein Tag an dem ich mir nicht mehrmals wünsche keine Mutter zu sein. Mein Sohn ist wie deiner. Ich könnte deinen Text so unterschreiben. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich habe mich heute den ganzen Tag dazu gezwungen freundlich zu bleiben und nicht zu schimpfen. Aber es geht nicht. Ich hab das Gefühl ich platze wenn ich ihn nicht abschreie. Es fallen dann auch so Sätze wie, du kannst dir eine neue Mama suchen, ich werf den Fernseher aus dem Fenster oder ich überfahr dein Spielzeug mit dem Auto. Ich halte ihn nicht mehr aus! Was ich tue oder sage, ob lieb oder böse. Er ist nur am provozieren. Immer Wiedersprechen, obwohl er weiß, dass er Quatsch redet. Wie ist es dir das letzte Jahr ergangen? LG Christina

    • Liebe Christina, was für ein Zufall, dass du heute hier kommentierst! Ich hatte heute nämlich den ganzen Tag das Vergnügen mit einem exklusiven Motz-und-Nörgel-Kind. Irgendwie haben wir den Tag trotzdem ohne schlimmere Zwischenfälle überstanden, aber wirklich auch nur, weil ich mich in sehr vielen Situationen sehr stark zusammengerissen habe.

      Hast du die Bücher gelesen, die ich u.a. hier erwähne: https://kinderhaben.de/mein-gefuehlsstarkes-kind-erziehungsratgeber-und-wie-sie-helfen-koennen/ ? Am allermeisten hilft es mir immer noch, mir immer wieder still vorzusagen, dass mein Kind einfach gerade nicht anders kann, aufgrund seines speziellen Temperaments eben.

      Mittlerweile hilft es außerdem tatsächlich manchmal, an seine Vernunft zu appellieren. Sprich, ich rede ganz ernsthaft mit ihm darüber, dass mich sein Verhalten nervt/verletzt/angreift und bitte ihn, rücksichtsvoller/freundlicher/weniger grob mit mir umzugehen. Manchmal klappt das sogar richtig gut! Das zunehmende Alter unserer Kinder ist auf unserer Seite, da bin ich sicher. Es wird besser werden!

      Ansonsten kann ich dir nur ehrlich sagen, dass auch ich leider ein sehr verbaler Mensch bin und meinen Ärger oft verbalisiere. Ich habe das Problem für mich erkannt und versuche, daran zu arbeiten. Denn dass solche Aussagen, wie du sie beschreibst, gar nicht gehen, ist dir vermutlich selbst am klarsten. Ich weiß, wie schwer es ist, das zu lassen (andere, weniger verbale Menschen können sich das vielleicht nicht vorstellen). Wichtig ist, glaube ich, zu verstehen, dass das kein Problem unserer Kinder ist, sondern unser eigenes, an dem wir völlig unabhängig davon arbeiten müssen. Ich z.B. werde auch gegenüber anderen Menschen verbal schon mal ausfallend (oder zumindest unüberlegt in meinen Worten). Bloß übertritt mein Kind natürlich viel häufiger meine diversen Schmerzgrenzen als andere Menschen.

      Tja, was kann ich dir sonst aus meinem schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz raten. 😆 Ich versuch mal ein paar Ideen:

      1. Macht was Schönes zusammen, von dem du weißt, dass die Stärken deines Kindes da sehr hervortreten. Es hilft wahnsinnig, dein Kind mal wieder so zu sehen, wie du es am liebsten magst.

      2. Gönn dir auch bewusst Ruhepausen vom Kind. Wenn es abends immer so eskaliert: Kann dein Mann einfach mal für eine Woche übernehmen? Ansonsten: Geh deinen Hobbys nach, triff Freundinnen, mach Yoga – was immer dir hilft, Kraft zu tanken.

      3. Mach deine Grenzen klar. Das Hübchen zumindest begreift mittlerweile sehr klar, wann ich einfach nicht mehr kann. „Wenn du mich noch ein einziges Mal trittst, gehe ich sofort raus und lese nicht mehr weiter“ ist bei mir keine leere Drohung. Ich mache das dann wirklich so, trotz Gebrüll.

      4. Sorge in allen anderen Dingen für Entlastung/Entschleunigung. Zeitdruck und Stress sind ja schon mit „normalen“ Kindern der elterliche Tod. Mit unseren geht das gar nicht. Wenn die Kinder hier z.B. schlecht drauf sind, plane ich unseren Tag möglichst einfach und abends gibt’s dann meist nur Käsebrot statt frisch gekocht. Je mehr ich mir vornehme, desto gestresster bin ich, desto schneller explodiere ich, wenn die Kinder mich anstrengen. Blöde Kausalkette. 😉

      5. Entschleunigung ist eh ein guter Punkt: Wie wäre ein gemeinsamer kurzer Urlaub, z.B. ein Programmurlaub in einer Jugendherberge mit Vollverpflegung und diversen Aktionen? Kein kochen, kein putzen, kein organisieren. Einfach Zeit zusammen verbringen. Oder du planst eine Kur. Das habe ich vlt. für nächstes Jahr vor, nur für mich und das Hübchen.

      6. Zum Schluss noch der Extra-Tipp: Krieg einfach ein zweites Kind! Klingt vielleicht blöd oder unverständlich, aber mich hat das zweite „einfache“ Kind so sehr mit dem ersten versöhnt (s. hier: https://kinderhaben.de/ein-kind-wie-aus-irgendeinem-erziehungs-ratgeber/). Und irgendwie ist es auch entspannter mit beiden Kindern. Die Kleine reguliert meine eigenen Gefühle durch ihre bloße Anwesenheit, ich kann das schlecht erklären. Und für den Großen ist es toll, eine Schwester zu haben! Die beiden lieben sich sehr. Vielleicht würde es bei euch ähnlich? 😉

      Jetzt bin ich ein bisschen selbst überrascht, wie viel ich jetzt geschrieben habe. 😄 Ich hoffe, es hilft dir weiter. Es ist einfach ätzend, in diesen Teufelskreis zu kommen und das Gefühl zu haben, es wird immer so weitergehen. Wird es nicht! Ihr kommt da wieder raus! Alles Gute!

      • Christina

        Guten Morgen, vielen Dank für deine lieben Worte. Leider fängt der Tag so an wie er gestern geendet hat. Ich glaub er findet es schön mich in den Wahnsinn zu treiben. Er kam zu mir ans Bett und meinte: „Mama, du hast heute frei. Da hast du’s schwer heute.“ Ich frag: „Warum?“ Er darauf hin: „Weil du dann den ganzen Tag schimpfen musst.“ Ich hab ihm gesagt das er ein Arschloch ist. Bin heulend davongerannt und hab mich übergeben. Warum tut er mir sowas an? Will er mich gezielt provozieren? Es grenzt für mich schon fast an Psychoterror. Dazu kommt bei mir ein Schlafmangel seit drei Jahren, denn das zweite Kind schläft sehr schlecht. Ich komm vielleicht auf fünf Stunden pro Nacht und das nicht am Stück. Dementsprechend bin ich nicht das blühende Leben am morgen. Die Kleine war heut ab fünf Uhr wach und hat mich ständig befummelt. Und dann kommt der Große mit so einer Nummer! Ich hab jetzt mit ihm geredet. Er ist einsichtig, dass es so nicht weiter gehen kann. Wir haben uns wieder vertragen. Jetzt malt er mit seiner Schwester (erstaunlicherweise ohne Streitereien) sonst hätte ich deine Antwort garnicht lesen können. Das Buch werde ich mir auf alle Fälle kaufen. Danke und auf einen friedlichen Tag. Christina

        • Liebe Christina, das klingt für mich so, als würdest du dringend Hilfe brauchen. Du kannst dein Kind nicht „Arschloch“ nennen! Weißt du, dein Sohn ist echt noch ziemlich klein. Er versteht gar nicht, dass er dir „etwas antut“. Es klingt, als würdest du völlig falsche Maßstäbe an deinen kleinen Sohn anlegen, erwachsene Maßstäbe, die er gar nicht erfüllen kann.

          Ich weiß, manche Kinder sind anstrengender als andere. Trotzdem müssen wir Eltern Wege finden, damit umzugehen. Und zwar, ohne die Kinder zu erniedrigen oder ihnen sonstwie Schaden zuzufügen. Und Schaden fügst du deinem Sohn zu, wenn du so mit ihm redest, ich muss das leider so klar sagen.

          Gibt es eine ehrenamtliche Anlaufstelle in deiner Stadt, die Erziehungsberatung anbietet? Informiere dich vielleicht beim Jugendamt und erkläre deine Überforderung. Vielleicht kannst du dann auch eine Haushaltshilfe bekommen, die dich entlastet. Oder einen Babysitter, damit du mal Schlaf nachholen kannst.

          Hast du Freundinnen, die vielleicht auch einfach seelische Unterstützung sein können und dich mal einen Tag mit den Kindern begleiten? Was macht der Vater der Kinder? Gibt es die Möglichkeit für dich, mal eine schnelle Auszeit von ein paar Tagen zu nehmen? Alleine wegfahren, ein paar Bücher über Kinder und Erziehung im Gepäck, dass du dich einmal resetten kannst und dann noch mal von vorne anfängst?

          Auf jeden Fall kann es ja so nicht weitergehen, oder?

        • Christine

          Liebe Christina, ich lese gerade erst deine Kommentare unter Sophies Post. Mir geht es gerade nicht sehr gut. Ich bin wirklich am Ende meiner Kräfte und habe sehr wenig Ressourcen. Wenn du das schreibst, erkenne ich mich in dem was du schreibst. Ich war letzte Woche bei meiner Hausärztin, um das ganze zu besprechen. Ich glaube, wie Sophie, dass du an einem Punkt angelangt bist, wo jemand von außen dich unterstützen sollte. Die Idee mit der Erziehungsberatung ist gut. Bei uns bietet der Landkreis sowas an. Schaue dich um, es gibt Möglichkeiten. Niemand sollte mit solchen Situationen alleine sein.
          Den Schlafmangel kenne ich auch gut, er ist gerade vermutlich nicht zu ändern, es sei denn, du hast die Möglichkeit, für zwei Tage wegzufahren, alleine.
          Ich kenne dich nicht aber ich drücke dich!

    • Birgit

      Du klingst depressiv und total überfordert. Du solltest (falls möglich) unbedingt 1 Woche Urlaub ohne Deine Kinder machen (Mann oder Großeltern). Danach unbedingt weniger Schimpfen/Schreien (fuer deinen Sohn ist das Liebe/Aufmerksamkeit) und mehr Konsequenz. Du sagst 1 mal ganz ruhig was du von deinem Sohn erwartest z.B. sich bettfertig machen und ins Bett gehen. Wenn er sich weigert, dann eine Konsequenz aufzeigen z.B. …..dann gibt es keine Gute-Nacht-Geschichte oder dann ist die TV Sendung morgen gestrichen….wenn er sich weigert dann die Konsequenz durchsetzen; er muss verstehen, dass es dir todernst ist…

      • Liebe Birgit, ist das ein Kommentar zu meinem Text oder eine Antwort zu einem anderen Kommentar? Unabhängig davon möchte ich dich bitten, hier keine Diagnosen zu stellen. Eine Depression ist nichts, was man mal eben in einem Kommentar unterstellt.

        Bitte siehe auch davon ab, hier ungefragt Erziehungstipps zu geben. Möglich, dass die von dir empfohlene Vorgehensweise bei deinen Kindern funktioniert hat. Bei anderen Kindern geht so etwas einfach nicht, bzw. manche Eltern lehnen solche Druckmittel auch einfach ab. Mein Ziel ist es z.B. mit meinen Kindern auf Augenhöhe zu kommunizieren und nicht, indem ich ihnen Strafen in Aussicht stelle.

        Du findest hier im Blog auch einen neueren Text zum Thema Strafen. Klick dich gerne mal durch, du wirst bestimmt noch viel interessanten Input bekommen, der sicher nicht immer deiner Meinung entspricht, aber dir sicher neue Impulse geben kann. Viel Spaß beim Lesen!

      • Und weil ich das Thema Winterhoff aus deinem Kommentar weiter oben nicht unkommentiert stehen lassen kann, hier nur der Verweis auf einen Artikel, der diesen Mann sehr gut beschreibt: https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-05/deutschland-verdummt-michael-winterhoff-bildungssystem-paedagogik-kinder

        Ich schätze, bei uns beiden liegen sehr unterschiedliche Auffassungen zugrunde, wie Kinder zu sein haben oder was Kinder natürlicherweise mitbringen. Wenn du Lust hast, kannst du dazu diesen Artikel von mir lesen: https://kinderhaben.de/das-kind-ein-natuerlicher-tyrann/

  8. Birgit

    Oh je, getroffene Hunde beissen…. Tatsächlich haben wir ganz gegensätzliche Ansichten bzgl. Kindererziehung. Ich wuensche Dir noch viel Kraft, Geld, Hilfe und Nerven für Deinen Sohn. Hoffentlich fruchten Deine Methoden….denn wenn DU ihn schon manchmal nicht ausstehen kannst aufgrund seines Verhaltens und seinen wie muss er erst auf seine Umgebung wirken, die keinen Mutterliebe-bonus hat?!?

  9. Birgit

    Ach so, Erziehungstipps darfst nur Du hier geben? Die Anderen haben sich mit Erziehungstipps zurückzuhalten und Dich zu beweihraeuchern….oh Mann (kopfschuettel)

    • Liebe Birgit, ich gebe hier keine Tipps, sondern berichte aus meinem Leben. Du bist herzlich eingeladen, hier in den Kommentaren auch aus deinem Leben mit Kindern zu berichten – oder auch einen eigenen Blog zu gründen, auf dem du von deinem Erziehungsweg erzählen kannst.

      Wenn es dich ärgert, was du hier liest, empfehle ich dir, dich nach Blogs umzusehen, die eher deinen Schwerpunkten entsprechen. Hier muss sich niemand ärgern, dafür ist die Zeit doch wirklich zu schade.

  10. Birgit

    Hoffentlich führt die und manchmal unerträgliche Verhaltensweise Deines Sohnes nicht dazu, dass er schwer Freunde findet und in der Schule/Kindergarten ausgegrenzt wird. Das koennte später für ihn sehr schwer werden…und er kann nichts dafür bzw. ist ein Opfer, wenn seine Eltern ihm nicht die Moeglichkeit geben, seine Psyche so zu entwickeln, dass ein angenehmes Zusammenleben mit anderen Menschen möglich wird.

    • Ich merke, dass du meinen Blog nicht kennst und vermutlich nur diesen Text gelesen hast. Das ist OK, aber dann siehe bitte von solchen Kommentaren ab, die Vermutungen anstellen, die keine Grundlage haben.

      Vermutlich hast du auch selbst keine gefühlsstarken Kinder und kannst diesen Text daher nicht gut verstehen. Auch das ist OK, aber dann unterlasse bitte Wertungen von Familien, in denen es gefühlsstarke Kinder gibt.

      Ich habe nun wahrgenommen, dass du ein anderes Verständnis von Kindern und Erziehung hast, als ich. Das wird mein Verständnis aber nicht ändern, dafür habe ich mich zu sehr mit kindlicher Entwicklung und sozialem Zusammenleben befasst. Falls es dich auch interessiert, empfehle ich dir Bücher aus dem bindungsorientierten Spektrum, v.a. von Nora Imlau und Nicola Schmidt.

  11. Cornelia

    Liebe Christina,

    normalerweise bin ich nur eine stille, aufsaugende Leserin, aber Dein Kommentar macht mich unglaublich traurig. Eure Situation scheint schon so eingefahren, dass Du vielleicht nur noch die negativen Seiten Deines Kindes wahrnimmst? Vielleicht hat Dein Kind Deine Situation ja auch schon erkannt, und weiß wieviel Du am Tag schimpfen musst und er möchte Dich mit seiner Bemerkung gar nicht verärgern? Aber auch er kann vielleicht nicht aus seiner Haut? Ich möchte gar keine Tipps geben, aber sich Hilfe von außen zu holen scheint mir nicht verkehrt. Denn dann kann das Verhalten ganz neutral und nicht emotional begutachtet werden. Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke für diese Zeit.

Schreibe einen Kommentar

Datenschutzhinweise: Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und du kannst Pseudonyme oder anonyme Angaben nutzen. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Deine Kommentarangaben werden zur Spamprüfung an die Wordpress-Entwickler Auttomatic, USA und deine E-Mail-Adresse an den Auttomatic-Dienst Gravatar übermittelt, um das ggf. von dir dort gespeicherte Profilbild zu verwenden. Mehr Details zur Verarbeitung deiner Daten und den Widerrufsmöglichkeiten liest du in meiner Datenschutzerklärung.