Jahresrückblick 2021

Im letzten Jahr habe ich erstmals keinen Rückblick geschrieben. Zu kaputt war ich nach dem ersten Pandemiejahr, dazu noch schwanger im ersten Trimester. Oh Mann, ging es mir schlecht. Hätte mir damals jemand vorhergesagt, dass es 2021 absolut nicht besser, sondern ganz im Gegenteil noch schlimmer würde – ich hätte mich vielleicht einfach ins Bett gelegt und wäre nicht mehr aufgestanden. Aber das habe ich nicht gemacht. Und deswegen kann ich jetzt einen Jahresrückblick schreiben, in dem doch ganz schön viel passiert! Los geht’s!

Januar

 

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Im Januar bin ich im dritten Monat schwanger und es geht mir schleeecht. Die Schwangerschaft ist eine Überraschung und wirft mich in so ziemlich allem zurück – in meinen beruflichen Plänen, in meiner Yogaausbildung und auch körperlich. Noch bevor ich schwanger wurde, habe ich den Buchvertrag für „111 Orte für Kinder im Ruhrgebiet“ unterschrieben und weiß, dass ich bis Ende Mai liefern muss. Trotzdem liegt gerade die komplette Recherche auf Eis. Wegen der Pandemie, aber vor allem wegen meines körperlichen Zustands.

Ich fühle mich schon seit Dezember als hätte ich einen andauernden Noro-Virus. Fiese Magen-Darm-Krämpfe gehören zu meinem Alltag und es gibt nichts, was dagegen hilft. Im Blog frage ich mich: Ist der körperliche Zustand der werdenden Mutter etwa ein Hinweis auf das Baby-Geschlecht (Spoiler: Nein! 😉 )? Außerdem schreibe ich darüber, wie es geklappt hat, das Räupchen mit ihren drei Jahren endlich abgestillt zu haben. Und Ende des Monats kann ich endlich bloggen: Das erste Trimester ist überstanden!

Februar

 

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Der Februar ist nicht erhellender als der Januar. Der erste Teil meiner Yogaausbildung findet online statt – anstatt wie geplant über ein langes Wochenende in einem schönen Tagungshotel an der Ostsee. Geschenkt, mir geht es sowieso immer noch furchtbar. An Buchrecherche ist kaum zu denken, aber so langsam drängt die Zeit. Ich ahne schon, dass Corona mir einen Strich durch spontane Besuche der zu recherchierenden Ausflugsziele machen wird. Ich werde feste Termine vereinbaren müssen, weil die meisten Orte entweder geschlossen haben oder nur feste Termine anbieten. Ich fange also an, Emails zu schreiben und Emails zu schreiben und noch mal Emails zu schreiben. Immerhin geht das von Zuhause aus.

Im Blog reicht es zu einem einzigen Artikel, mit dem ich mal wieder meinen Ruf der polarisierenden Mamabloggerin aufpoliere. Es geht um U3-Kinderbetreuung, ein offenbar immer noch heißes Eisen. 😉

März

 

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Im März nehme ich ganz langsam meine Buchrecherche wieder auf. Ich plane vor allem für die Osterferien, in denen der Liebste mich als Fotograf zu mehreren Orten begleiten will. Zwischendurch werde ich völlig panisch. 111 Orte besuchen und beschreiben – wie soll ich das denn bis Ende Mai schaffen?! Mein Ziel ist, zum Ende der Osterferien wenigstens die Hälfte voll zu haben, aber davon bin ich im März noch weit entfernt.

Dafür geht es mir gaaanz langsam etwas besser, aber ich wage noch nicht zu hoffen. Der Bauch wächst ganz ordentlich und mit ihm kommt noch ein bisschen mehr das Bewusstsein bei mir an, dass wir in wenigen Monaten tatsächlich noch ein Baby haben werden. Zwischen Homeschooling und Kitakind Zuhause betreuen bleibt aber nicht so viel Zeit für Vorfreude.

Unser Alltag ist unglaublich anstrengend, weil wir beide ja auch noch irgendwie arbeiten müssen. Neben der Buchrecherche habe ich schließlich noch weitere freiberufliche Aufträge. Das Leben besteht nur noch aus Verpflichtungen, aus Arbeit, Kinderbetreuung, Arbeit und wieder Kinderbetreuung. Das Gefühl der Erschöpfung ist dann auch mein einziges März-Thema im Blog.

April

 

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Die Osterferien kommen mit traumhaftem Wetter. Das tut gut – vor allem meiner Buchrecherche! Über den erneuten Lockdown kann ich mich trotzdem ärgern. Ich habe absolut kein Verständnis für diese halbherzige Corona-Politik mehr. Für mich ist alles extra hart, weil mein Körper mir zudem deutliche Signale gibt, dass es Zeit wäre, mal ein paar Gänge runterzuschalten.

Aber ich habe da noch ein paar Jobs abzuschließen und ein ganzes Buch zu schreiben! Immerhin komme ich damit im April gut voran und schöpfe Hoffnung, dass ich die Deadline Ende Mai halten kann. Wenn es wirklich sein muss, kann ich sehr diszipliniert arbeiten. Selten war ich so froh über diese Fähigkeit wie jetzt. Ende April ist der zweite Präsenztermin meiner Yogaausbildung – leider wieder online. Diesmal ärgert mich das richtig, weil ich eine Auszeit an der Ostsee wirklich gebraucht hätte und das Wetter so schön ist. Aber nutzt ja nix.

Mai

 

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Endlich Mai, endlich Frühsommer! Normalerweise blühe ich im Sommer auf. Diesmal nicht, denn mein Körper will nicht so wie ich will. Das Baby zerrt mich aus, nimmt mir alle Kraft. Aber ich habe keine Zeit um mich darum zu kümmern. Der letzte Buchschreibemonat ist angebrochen. Hinzu kommen die Sorgen: Die Hinweise mehren sich, dass Schwangere besonders gefährdet sind, einen schweren Corona-Verlauf zu haben. Ich bemühe mich um eine Impfung, aber keine Chance. Die meisten Ärzte/-innen fürchten sich, ohne Stiko-Empfehlung Schwangere zu impfen. Nicht nur darüber ärgere ich mich. Auch die Corona-Familienpolitik lässt mich mal wieder sprachlos zurück.

Aber es gibt auch zwei schöne Themen im April: Das fast vierjährige Räupchen kommt nun doch noch in eine richtige Trotzphase, was zwar anstrengend ist, aber auch gut so. Und das zweite Trimester ist geschafft! Jetzt nur noch Endspurt und dann – tadaaa – ein neues Baby! Und das ist ab Ende Mai sogar prima geschützt, denn meine Frauenärztin impft mich doch noch gegen Corona. Was für eine Erleichterung!

Ende Mai habe ich dann schon mal ein erstes Baby fertig produziert. Nach einem richtig ordentlichen Endspurt mit noch einmal etlichen Außerhausterminen, Telefonaten und vielen vielen Stunden am Schreibtisch gebe ich mein Buchmanuskript fristgerecht ab und bin wirklich stolz auf meine Leistung. Das waren ein paar harte Monate! Hoffentlich wird es ab jetzt etwas leichter…

Juni

 

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Leider erfüllen sich meine Hoffnungen nicht. Eigentlich wollte ich ab Juni mal so richtig Mutterschutz machen, aber wie das im Freiberuflerleben eben ist, haben sich einige Projekte in die Länge gezogen. Leider geht es mir parallel körperlich immer schlechter. Ich bin so schwach wie noch nie zuvor. Jede alltägliche Handlung braucht schier übermenschliche Kräfte. Ich stehe morgens auf und mir wird direkt schummrig vor den Augen. Ich putze mir die Zähne und muss mich erst mal wieder hinlegen. Rückblickend finde ich es erstaunlich, dass ich überhaupt noch zu so etwas wie Alltag in der Lage war.

Gerettet hat mich kurioserweise vielleicht der Fakt, dass meine eigentliche Hebamme im Urlaub war und ich einen Vorsorgetermin bei ihrer Vertretung hatte. Dort fühlte ich mich zum ersten Mal wirklich ernstgenommen. Ich solle mal meinen Eisenspeicher überprüfen lassen, sagt die Vertretungshebamme, die mir nur ins Gesicht schaut und sofort sieht, dass es mir wirklich sehr schlecht geht. Auf die Diagnose eines ernsthaften Eisenmangels folgt eine Eiseninfusion, eine daraus entstehende Komplikation und einiges Drama, das ich mir gerne erspart hätte. Und dann geht auch noch unser Auto kaputt.

Ein bisschen Sinn für Babyvorfreude haben wir trotz allem Unglück noch. Das Räupchen wünscht sich sehnlichst einen kleinen Bruder. Ob sie den wohl bekommt?

Juli

 

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Endlich Endspurt! Die Eiseninfusion schlägt an und es geht mir viel besser. Auch die letzten Jobs gehen glücklich zu Ende und ich freue mich, endlich die Füße hochlegen zu können. Anfang Juli bekomme ich meine zweite Coronaimpfung und die haut mich leider nachhaltig aus den Latschen. Erst im Rückblick verstehe ich, dass die krasse Müdigkeit, die mich den Rest der Schwangerschaft begleitet, wohl von der Impfung kam.

Es war wirklich von heute auf morgen und ich war schon wieder schlapp, schlapper, am schlappsten. Irgendwie gut, dass ich mir zu dem Zeitpunkt keinen Reim darauf gemacht habe. Stattdessen bringe ich mit dem letzten Präsenzmodul noch meine Yogaausbildung zu Ende. Diesmal hätte ich sogar an die Ostsee reisen können. Ich lasse das aber, weil der Geburtstermin gefährlich nah ist, und nehme wieder online teil.

Danach sehne von Tag zu Tag mehr die Geburt herbei. Auch, weil ich es kaum noch schaffe, allein mit den Kindern den Alltag zu bestreiten. Der Liebste hat im Juni den Arbeitgeber gewechselt, aber drei Monate Elternzeit zur Bedingung gemacht. Ich hätte ihn so gerne ab sofort Zuhause! Aber die Elternzeit beginnt nun mal erst, wenn das Baby da ist. Irgendwie habe ich aber so das Gefühl, dass es diesmal früher losgehen könnte. Ob es wirklich ein Augustbaby wird…?

Wird es nicht! Ende Juli wird ein zweites Julibaby in unsere Familie geboren. Unser Käferchen ist da.

 

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August

 

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Die Erleichterung währt nur kurz, denn im Gegensatz zu den Geburten meiner ersten beiden Kinder, erhole ich mich diesmal gar nicht schnell. Stattdessen werde ich direkt nach der Geburt krank. Auch das Räupchen hustet und der große Bruder hat’s mit dem Magen. Bei mir kommt der Milcheinschuss dazu, der mich wie üblich völlig umhaut. Ich zähle die Tage, bis es besser wird. Aber statt besser wird es noch schlimmer. Unser winziges Baby hat sich offenbar bei einem von uns angesteckt. An seinem sechsten Lebenstag weist der Kinderarzt uns in die Uniklinik ein und der Alptraum beginnt.

Zum Glück landen wir schließlich auf der Neonatologie, wo man sich rührend um uns kümmert. Nach vier Tagen, die sich eher anfühlen wie mehrere Wochen, dürfen wir wieder nach Hause. Es wird noch viele viele Wochen dauern, bis wir uns von diesem schweren Start erholt haben. Erst mal begleitet uns weiter die Angst, dass unser Baby irgendwie doch nicht ganz gesund sein könnte. Und dann sind da noch die Stillprobleme…

September

 

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Im September geht es gaaanz langsam aufwärts. Nachdem unsere Hebamme so gar nicht hilfreich war und uns nicht nur während unseres Klinikaufenthaltes schmählich im Stich gelassen hat, sondern auch danach nichts Sinnvolles zu unseren Stillschwierigkeiten beitragen konnte, suche ich anderweitig nach Hilfe. Ich finde eine Stillberaterin, die sich auf orale Funktionsstörungen spezialisiert hat. Diese findet bei unserem kleinen Jungen ein zu kurzes Zungenbändchen und schickt uns zu einer darauf spezialisierten Kieferchirurgin in Düsseldorf. Wir machen kurzen Prozess und lassen das Zungenbändchen an einer Stelle durchtrennen.

Der Leidensdruck ist auch wirklich riesig, denn kurz davor habe ich mir, womöglich durch die dauerhaft wunden Brustwarzen, eine herrliche Brustentzündung eingefangen. Wer schon mal so eine Mastitis gehabt hat, weiß: Es gibt kaum etwas schmerzhafteres. Dazu das hohe Fieber. Ich bin echt bedient. Wäre ich gläubig, würde ich jetzt wohl zum Himmel schauen und theatralisch rufen: „Was noch? Was noch?!!“. Ich lasse das und nehme stattdessen brav mein Antibiotikum.

Immerhin springt aus meinen Erfahrungen eine kleine feine Blogreihe zum Thema „Schmerzfrei stillen“ heraus. Teil 1, Teil 2 und Teil 3 sind schon online. Teil 4 mit meinen Erfahrungen zur Zungenbandproblematik muss ich unbedingt bald mal runterschreiben.

Und dann gibt es Ende September noch ein echtes Highlight: Mein Buch erscheint!! Ihr könnt es online am besten hier bestellen oder in der Buchhandlung eures Vertrauens kaufen.

 

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Oktober

 

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Der Herbst kommt und auch wenn ich die Kälte hasse – körperlich geht es für mich langsam aufwärts. Mein Reha-Programm heißt Yoga und „Restore your core“. Letzteres ist ein Trainingsprogramm aus den USA, zu dessen Online-Ausbildung ich mich angemeldet habe, um meinen Yogaunterricht noch besser auf Frauen mit Beckenboden- und Rumpfmuskulaturproblemen zuschneiden zu können. Im August und September war richtiges Training für mich kaum möglich, weil ich noch viel zu geschwächt war. Im Oktober habe ich so langsam das Gefühl, dass meine Kräfte zurückkehren.

In den Herbstferien fahren wir eine Woche weg und auch wenn die Unterkunft vorsichtig gesagt ziemlich kurios ist, tut uns der Urlaub sehr gut. Die ersten längeren Spaziergänge sind drin und mein Mamaherz schlägt höher, weil mein Töchterlein jeden Tag reiten will. Am Ende der Woche schwinge auch ich mich mal wieder auf ein Pony und genieße den Ausritt sehr.

Die Stillprobleme werden auch langsam weniger. Die immer noch latente Brustentzündung kriege ich mit einem verrückten Mix aus allerlei Nahrungsergänzungsmittel in den Griff. Den Rest erledigt die Zeit. Unser Baby wird derweil dick und dicker. Nichts weist mehr auf das kleine Würmchen hin, das im August mit nur noch knapp über drei Kilo aus der Klinik entlassen wurde. Auch die Sorgen verblassen nun völlig. Unser Käferchen lacht, röht und schäkert mit seinen Geschwistern. Alles wird gut.

Im Blog steht mir der Sinn, noch etwas über meine zurückliegende Schwangerschaft zu schreiben. Es geht um zuckerfreie Ernährung.

November

 

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Eigentlich sind wir seit Ende August sehr froh, dass die beiden Großen wieder regelmäßig in Kita und Schule gehen können. Wobei regelmäßig beim Räupchen leider heißt: Eine Woche Kita, eine Woche erkältet Zuhause. Die Kleine fängt sich nun jeden Infekt ein, der durch die Kita wabert. Dummerweise ist das RS-Virus dabei, mit dem sich im November dann auch unser Baby ansteckt. Aber diesmal haben wir Glück und kommen um einen Klinikaufenthalt herum. Was auch gut ist, denn die Kinderkliniken sind alle voll. Keine Ahnung, wo man überhaupt einen Platz für uns gefunden hätte.

So schaffen wir auch diesen blöden Infekt noch – mit telefonischer Begleitung durch Freundinnen mit medizinischem Berufsbackground. Ein absoluter Segen in dieser Situation! Irgendwann Ende November habe ich auch das erste Mal das Gefühl, tatsächlich so was ähnliches wie schmerzfrei zu sein. Das Käferchen trinkt nun viel besser und die Brustentzündung scheint endlich komplett abgeheilt. Auch mein Beckenboden bedankt sich für tägliches Trainieren und Entspannen und macht mir immer weniger Ärger. Ahhh, so fühlt sich also ein funktionierender Körper an! Ich hatte es fast vergessen.

Dezember

 

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Pünktlich zum Jahresende steigen auch wieder die Coronazahlen. Und ganz ehrlich: Dieses unfassbar nervenaufreibenden Jahr wollen wir jetzt nicht noch mit einer schönen Coronainfektion beschließen. Also bleibt das Räupchen mal wieder Zuhause. Sie tut uns mittlerweile wirklich leid, denn die Kita fehlt ihr sehr. Ein bisschen tun wir uns aber auch selbst leid, denn mit Baby und Vierjähriger Zuhause ist es, nun ja, anstrengend. Immerhin in der Schule läuft es gut. Die regelmäßigen PCR-Tests geben etwas Sicherheit und die Schule ist wirklich top organisiert.

Trotzdem läuten wir unsere Weihnachtsferien etwas früher ein, denn die beiden Großen kränkeln schon wieder. So kriegen wir das Schulkind pünktlich zu seiner ersten Coronaimpfung kurz vor Weihnachten wieder gesund. Und er macht das so tapfer! Ein kleiner Pieks und das war’s. Impfreaktionen gibt es keine, dafür viel Erleichterung bei uns allen. Immerhin bleibt diesmal unser Baby gesund. Der Kleinste greift jetzt gezielt nach Dingen und lacht sich scheckig wenn der große Bruder Quatsch für ihn macht.

Und jetzt?

Jetzt kann’s nur besser werden! Ich gucke ein bisschen ungläubig auf dieses 2021 zurück, denn was für eine Masse an Scheißerlebnissen da einfach hinter mir liegt. Aber eben auch: wie viel große Freude! Mein Körper hat erneut ein ganzes neues Leben produziert. Und durchgehalten. Vor allem durchgehalten. Körperlich, aber auch vom Kopf her. Ich merke erst nach und nach, wie sehr mir all das noch in den Knochen steckt. Manchmal weine ich unter der Dusche, heimlich und alleine. Aber danach geht es direkt wieder gut, vor allem, wenn mein kleiner Junge mich anlacht. Und das tut er quasi andauernd. Was für ein Glück, dass wir jetzt ein Käferchen haben!

Ich bin erstaunt über die Resilienz, die ich in diesem Jahr bewiesen habe. Immer wenn ich dachte, jetzt kann’s aber wirklich nicht mehr schlimmer werden, kam doch noch was oben drauf. Aber irgendwie haben wir dann auch das wieder geschafft. Wir fünf sind ein gutes Team, das kann so bleiben.

Die Bewegung und mein neues Körpergefühl helfen mir, langsam wieder ganz gesund zu werden. Aktuell fühle ich mich an manchen Tagen schon ein bisschen wie Wonderwoman, aber erinnert mich noch mal dran, wenn ich wieder diese schrecklichen Rückenschmerzen vom vielen Babytragen bekomme. Das Käferchen hatte nämlich nach drei Monaten schon sein Geburtsgewicht verdoppelt und ist jetzt mit Siebenmeilenstiefeln auf dem Weg zur Zehnkilomarke. Aber groß werden soll er ja, also alles gut so.

Nur ein Wunsch für 2022

Wenn ich mir nur eins wünschen darf für 2022, dann ist es Gesundheit. Denn Krankheit hatten wir 2021 wahrlich genug, auch ohne Coronainfektion. Ich möchte im nächsten Jahr vor allem zur Ruhe kommen. Ich möchte endlich wieder Freundinnen treffen und meinen Kindern wieder Verabredungen und Hobbys ermöglichen. Ich möchte einfach ein bisschen Alltag. Weil mir in diesem Jahr klar geworden ist, wie wertvoll der eigentlich ist.

2022 wird das schon wieder. 2022 wird besser, das weiß ich einfach mal jetzt schon.

Ich wünsche euch alle, wünsche uns allen, einen wunderbaren Start ins neue Jahr und dass alles wieder etwas einfacher wird, vor allem für Familien! Habt es gut und danke, dass ihr mich begleitet habt! <3

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