How to find a Babysitter – Teil 1: Die Suche

(Enthält Werbung) „Mein Leben läuft gerade irgendwie schneller als ich“ – das war der Gedanken, der mich in den letzten Monaten konstant verfolgt hat. Und das, obwohl ich schon das Gefühl hatte, permanent zu rennen! Keine Kinderbetreuung fürs Räupchen, dafür aber Freiberuflichkeit + Mini-Job, mein Blog, ein Ehrenamt und dann wenigstens noch ein bisschen Sport… Kein Wunder, dass ich fast verrückt wurde. Aber seit einigen Wochen läuft alles wieder viel entspannter. Der Grund: Wir haben eine tolle Babysitterin gefunden! Warum wir dazu das Portal Betreut.de genutzt haben und welche weiteren Tipps ich euch für die Babysitter-Suche geben kann, erfahrt ihr in diesem Text. 

Ich bin ganz ehrlich: Bevor wir endlich den Allerwertesten hochgekriegt haben und uns auf die aktive Suche begaben, hat es doch ganz schön gedauert. Irgendwas hat besonders mich zuvor blockiert: Der Gedanke, mein „Baby“ an eine erst mal fremde Person abzugeben oder vielleicht auch der Blick aufs Geld, das wir eigentlich gerade ein bisschen zusammenhalten wollen, für Renovierungen und Urlaube im nächsten Jahr.

Aber irgendwann war der Leidensdruck endlich so groß, dass klar war: Es muss jetzt was passieren! Als ich dann für mich klar hatte, dass ich auf jeden Fall Entlastung haben will und auch bereit bin, dafür zu zahlen, ging es mir schlagartig besser. So ist das mit den Entscheidungen und ich kann euch nur raten: Seid mutiger als ich und schiebt es nicht auf! Denn seit wir unsere Babysitterin haben, geht es uns so viel besser.

Einen genauen Plan entwickeln

Was mir die Entscheidung am Ende leichter gemacht hat, war auch, einen genauen Plan zu haben. Der Liebste und ich haben uns also zusammengesetzt und genau überlegt, wie wir uns die Babysitter-Situation überhaupt wünschen würden. Wir haben unsere Suche dann vor allem an diesen Fragen orientiert:

  • Welche Summe wollen und können wir monatlich investieren?
  • An welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten brauchen wir am dringendsten Entlastung?
  • Wie viele Stunden am Stück kann das Räupchen wohl aktuell von einer anderen Person betreut werden?

Bei uns lautete das Ergebnis, dass wir eine Babysitterin für je drei Stunden am Vormittag, bestenfalls montags und dienstags finden wollen würden. In meiner Vorstellung wäre das Räupchen dann von ca. 9 bis 12 Uhr betreut und da sie im Anschluss direkt Mittagsschlaf machen würde, hätte ich an diesen Tagen gute vier, wenn nicht fünf Stunden Zeit zum arbeiten. Ich spoiler mal: Ziemlich genau das ist in Erfüllung gegangen, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr.

Babysitter-Suche – aber wie?

Bevor dieser Traum aber wahr wurde, stand erst mal die Suche nach einer Babysitterin an. Eine genaue Vorstellung von der Person, die bald meine Kleinste betreuen sollte, hatte ich eigentlich nicht. Jung, alt, mittel, war mir eigentlich egal. Sie sollte nur liebevoll und verlässlich sein, das ist das Wichtigste. Blieb halt trotzdem die Frage: Wie treibt man so eine liebevolle und verlässliche Person egal welchen Alters auf?

Der Liebste und ich dachten kurz über die Retro-Wege nach: Aushänge an schwarzen Brettern der Supermärkte oder in der Uni? Letztlich ist es unserer Faulheit, aber vor allem Empfehlungen anderer Eltern zu verdanken, dass wir bei Betreut.de landeten. Das Portal ist der deutsche Ableger des weltweit größten Online-Vermittlungs-Service für Betreuungsleistungen (Care.com) und mich erreichten schließlich viele Berichte von anderen Familien, die darüber ihre Babysitter gefunden haben.

Kostenpflichtige Mitgliedschaft lohnt sich

Gut, dachten wir, was bei anderen geklappt hat, wird so verkehrt nicht sein. Und meldeten uns kostenpflichtig an. Denn die Profile der Babysitter, die ihre Dienste auf dem Portal anbieten, sind zwar kostenlos anzusehen. Um dann mit ihnen in Kontakt zu treten, wird jedoch eine Premium-Mitgliedschaft nötig. Für den ersten Monat haben wir eine Art Begrüßungs-Gutschein einlösen können, wodurch wir statt 35€ nur 28€ bezahlten. Wichtig zu wissen ist, dass die Premium-Mitgliedschaft sich automatisch verlängert, man also an die Kündigung denken muss. Das geht allerdings online direkt übers Portal schnell und einfach.

Das Portal selbst ist nicht besonders sexy, sondern eher zweckmäßig und ich finde, man liest den US-amerikanischen Habitus ein bisschen raus. Aber letztlich tut es genau das, was es soll: Es bringt Familien und potentielle Babysitter zusammen. Ich war dann auch wirklich erstaunt, wie viele Babysitter sich ziemlich schnell auf unsere Anzeige meldeten. Ich glaube, bis zum Schluss waren es über 70 Frauen und einige Männer, die von sich aus auf uns zu kamen. Hinzu kamen die Babysitter, die wir proaktiv kontaktiert haben.

Über 70 Kontaktaufnahmen – und was jetzt?

Um diese große Masse ein bisschen zu „sieben“ sind wir mit dieser Strategie gut gefahren: Unsere Anzeige war schon recht konkret formuliert. Das heißt, wir haben bereits da deutlich gemacht, dass wir einen Babysitter für vormittags suchen und für nicht mehr als höchstens 6 Stunden pro Woche. Wer uns daraufhin schrieb, er/sie könne aber nur nachmittags, abends und an den Wochenenden, war sofort draußen. Außerdem sortierte ich auch alle aus, die keinen einzigen persönlichen Satz geschrieben hatten, sondern uns nur den Standardtext aus ihrem Profil schickten. Das machte es uns leichter, in der Masse die Übersicht zu bewahren.

Wer grundsätzlich passte, bekam von mir ein kleines Schreiben mit noch genaueren Bedingungen geschickt. Darin stand dann z.B. warum es wichtig ist, das sie/er nicht schon einen anderen Mini-Job ausübt (dazu im nächsten Teil mehr). Darin spezifizierte ich auch die gewünschten Uhrzeiten und Wochentage. Tja, und am Ende blieben gar nicht mehr viele übrig.

Ein Babysitter für vormittags: Gar nicht so einfach

Es liegt ja auch auf der Hand, dass es einfacher ist, einen Babysitter für nachmittags oder die Abendstunden zu finden. Viele Frauen und Männer wollen sich mit dem Job etwas dazuverdienen, arbeiten tagsüber aber in ihren Hauptjobs. Erstaunlich viele sind übrigens Erzieher*innen oder Tagesmütter, was grundsätzlich prima ist, weil da sogar professionelles Know-how da ist.

Bei uns wurde es letztlich aber der Klassiker: Eine Studentin im ersten Semester. Und wir könnten glücklicher nicht sein! Nach Telefonaten mit vielleicht sechs Babysittern haben sich am Ende nur drei bei uns persönlich vorgestellt. Und eine davon war es dann einfach! Entschieden hat wie immer mein Bauchgefühl – und in diesem Fall natürlich das Räupchen selbst. Denn die war schon beim ersten Kennenlernen so angetan, dass gleich klar war: Die muss wiederkommen!

Der Work- bzw. Careflow hat sich eingespielt

Mittlerweile kommt unsere Babysitterin jeden Dienstag um 8.15 Uhr, holt beide Kinder ab und fährt mit ihnen zur Kita, wo das Hübchen abgeliefert wird. Danach kommt sie dann mit dem Räupchen meist direkt zurück, weil es im Moment einfach zu usselig ist für lange Spielplatzaufenthalte. Dann spielen die beiden hier, das Räupchen kriegt einen Brei und wie im Flug vergehen die Stunden, bis das Räupchen gegen 12 Uhr zu müde ist und dann doch nach Mama verlangt. Insgesamt klappt es aber tatsächlich sehr gut, dass ich hinter geschlossener Wohnzimmertür arbeite, während das Räupchen mit der Babysitterin spielt. Klar wird manchmal nach Mama gequengelt, aber sie lässt sich dann meist gut ablenken und ich kann in Ruhe arbeiten.

Dass wir jetzt tatsächlich eine tolle und verlässliche Babysitterin haben, daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Als am Freitag spontan ein Arbeitstermin für Montag rein kam, hatte ich schon das kalte Grauen, wie ich das jetzt wieder organisieren soll. Bis ich endlich auf die Idee kam, unsere Babysitterin anzurufen! Der Termin war nämlich zum Glück am Nachmittag, und da hat unsere Babysitterin montags keine Uni. Also angerufen, abgesprochen und alles war gut.

Mehr Zeit zum Arbeiten – mehr Zeit für die Familie

Aber klar, endlos flexibel ist unsere Babysitterin nicht. Ihre Verlässlichkeit gilt nämlich natürlich nicht nur für uns, sondern auch für ihr Studium. Daher kommt sie momentan auch leider nur einen festen Vormittag pro Woche. Aber allein das bedeutet für mich dann vier volle Arbeitsstunden auf dem Zettel – also mindestens eine Abendschicht weniger!

Ich habe vorher gar nicht geglaubt, wie viel Erleichterung diese paar Stunden bringen können. Aber vier Arbeitsstunden am Stück bringe ich ansonsten halt nur am späten Nachmittags, abends oder am Wochenende unter – Zeiten, zu denen ich mich entweder meiner Natur gemäß weniger gut konzentrieren kann, oder die ich lieber mit meinen Kindern verbringen will.

Für mich ist diese Babysitter-Geschichte also ein absoluter Erfolg! Und wisst ihr, was das Beste ist? Unsere Babysitterin ist Klavierstudentin. Und wenn wir sie nächstes Jahr hoffentlich nicht mehr als regelmäßige Babysitterin brauchen, weil das Räupchen zum Sommer einen Kitaplatz bekommt, können wir sie einfach als Klavierlehrerin behalten! Jedenfalls würde dann der Traum von mir in Erfüllung gehen, im Alter doch noch ein Instrument zu lernen.

Und im nächsten Teil: „Arbeitgeber werden“ – Wie melde ich einen Mini-Job an?

So, jetzt habt ihr schon mal ein Best Practice zur Babysitter-Suche. 😉 Wenn ihr noch Fragen habt, haut sie in die Kommentare! An dieser Stelle ist mein How-to-find-a-babysitter aber noch nicht zu Ende. Denn ein wichtiger Teil fehlt ja noch: Was passiert überhaupt, wenn man dann jemanden gefunden hat, den man beschäftigen möchte? Deswegen erzähle ich euch im nächsten Teil alles zum Thema „Arbeitgeber-werden“. Wir beschäftigen unsere Babysitterin nämlich im Rahmen eines Mini-Jobs. Und wie das genau geht, erfahrt ihr im nächsten Teil!

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Ein Kommentar zu „How to find a Babysitter – Teil 1: Die Suche

  1. Toller Beitrag mit guten Tipps. Wir sind inzwischen schon bei Babysitterin Nummer 4 angelangt aus unterschiedlichen Gründen. Nummer 1 fanden wir sehr sympathisch, ich hatte sie via Facebook gefunden, aber die Kinder waren noch zu klein (4 Monate und fast 2 Jahre alt) und wir hätten zwar körperlich die Auszeit sehr gebraucht, es klappte aber nicht. Nachdem wir zweimal den Termin wegen Krankheit verschoben hatten, versuchten wir es dann erst zwei Jahre später noch einmal.
    Nr. 2 hatte ich über die Uni vermittelt bekommen und war auch zufrieden, nur mein Mann hatte kein Vertrauen in sie, deshalb versuchte ich es über nebenan.de nochmal neu und fand Nr. 3, eine Babysitterin, die uns beiden sympathisch war.
    Dann zogen wir von Bonn nach Dresden. Hier brauchten wir fürs Arbeiten keine Babysitterin, da der Kindergarten komfortable Öffnungszeiten hat und sich so alles optimal vereinbaren lässt. Fürs abends weggehen haben wir nun aber Nr. 4 gefunden, eine 16-jährige Schülerin, die mein Mann vom Kartenspielen her kennt. In dem einen Jahr hier war sie ungefähr 6 mal da – es ist also keine große Sache, aber doch schön, denn die Kinder genießen die Zeit mit ihr auch sehr und wir können auch mal was zu zweit ohne Kinder unternehmen.

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