Eine wacklige Angelegenheit

Etwa einen Monat ist es nun schon her, dass ich meinen ersten Arbeitstag als Volontärin hatte. Damals hatte ich mit einigen Unsicherheiten gerechnet. Z.B. damit, dass mir der Job nicht gefiele oder dass die Bahn ständig Verspätung hätte. Glücklicherweise ist bisher nichts davon eingetreten. Sogar die Deutsche Bahn fährt bisher verlässlicher als erwartet. Und trotzdem gibt es da eine große wacklige Konstante, die mich seit Jobeinstieg begleitet: Die Kinderbetreuung ist eine einzige Katastrophe!

Schuld an der Misere ist wohl vor allem eine Familienpolitik, die mit Tagesmüttern auf Privatisierung des Betreuungszweigs setzt, anstatt endlich mehr Kitas einzurichten oder die Tagesmütter so zu unterstützen, dass sie eine wirklich zuverlässige Alternative zu den Kitas sein könnten. Die Leidtragenden sind wir Eltern, die wir doch eigentlich nur eins wollen: Kinder haben und trotzdem arbeiten – und das bitte regelmäßig und verlässlich!

Seit einem Monat gehöre ich jetzt wieder dazu: Ich bin eine von diesen dumpfen, grauen Gestalten, die sich allmorgendlich aus dem Haus quälen, zur U-Bahn stapfen, sich danach mit einer unglaublichen Masse an sonstigen Pendlern in den Regio zwängen, nur um pünktlich um 8 Uhr auf der Arbeit zu sein. Was mich von der restlichen Pendler-Masse unterscheidet, ist höchstens: Ich trage dazu noch Kopfhörer, damit ich nicht so viel von meiner Umwelt mit den sich hetzenden und gegenseitig umrempelnden Arbeitnehmern mitbekomme und meistens ziehe ich meinen Schal möglichst breit vor mein Gesicht, nicht nur weil mir immer kalt ist, sondern auch weil ich Angst vor ansteckenden Krankheiten habe.

Krankheitsfälle knocken unsere Kinderbetreuung aus

Zum ersten bin ich nämlich davon überzeugt, mit Eintritt in mein ca. 25. Lebensjahrs eine beginnende Hypochondrie bei mir festgestellt zu haben, und zum zweiten ist bei uns sowieso immer einer krank, seit Hübi in eine Betreuungseinrichtung geht und das können wir uns gerade überhaupt nicht leisten. Denn unsere aktuelle Problemlage wird vor allem durch Krankheit verursacht. Weniger allerdings durch unsere Krankheit als durch den Krankheitsfall unserer Tagesmutter. Ich muss vermutlich etwas ausholen, um die volle Dramatik unserer Situation veranschaulichen zu können.

Im Grunde soll ja eigentlich alles ganz einfach sein:

„Denn seit dem 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz.“

So heißt es auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Klingt ja zunächst mal gut. Das BMFSFJ (wer zur Hölle denkt sich eigentlich solche Abkürzungen aus?) erklärt aber direkt im Anschluss, warum sich dieser Anspruch sehr stark relativiert, bzw. warum es eben überhaupt nicht damit getan ist, einen Rechtsanspruch zu haben. Denn es kommt eben nicht nur darauf an, DASS mein Kind betreut wird, sondern ganz offensichtlich auch darauf, DURCH WEN. Auf oben genannter Website heißt es nämlich weiter:

„Dieser Rechtsanspruch kann durch das Angebot eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege erfüllt werden. Länder und Kommunen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen einzurichten.“

Die Wahrheit ist nämlich: Kita-Plätze sind in allen Städten mit über 100.000 Einwohnern Mangelware. Erst gestern gab uns die Kita-Leiterin einer Einrichtung, bei der wir Hübi beim Tag der offenen Tür anmeldeten, einen Einblick in das Dilemma: In ihrer Kita trudeln pro Jahr etwa 500 Neuanmeldungen ein. Ca. 30 Kinder verlassen die Kita im Sommer für die Einschulung. 500 Kinder wollen einen der verfügbaren 30 Plätze? Selbst mit meinen minimalen Mathematikkenntnissen kann ich erkennen: Das kommt irgendwie nicht hin.

Private Tagesmütter ersetzen städtische Kitas

Jetzt sagt das Ministerium: Ist ja gar nicht schlimm, es gibt doch super viele tolle und meist sogar ganz frisch ausgebildete Tagesmütter (die sind nämlich mit der mysteriösen „Kindertagespflege“ gemeint). Und das ist dann das, was das Ministerium getan hat, als es merkte, dass es viel zu viele Kinder für viel zu wenige Kitaplätze gibt: Es hat nicht etwa ein paar Taler investiert um mehr Kitas zu öffnen und mehr Erzieherinnen einzustellen. Stattdessen beauftragt es sogenannte Träger wie beispielsweise die Diakonie damit, Tagesmütter auszubilden, die dann auf selbstständiger Basis Kinder betreuen.

In unserem Fall sieht das gerade so aus: Wir haben mit viel Mühe und Not einen Tagesmütter-Verbund gefunden. Denn eine Tagesmutter alleine darf den Richtlinien unserer Stadt nach gar nicht in Vollzeit Kinder betreuen, da sie keine Möglichkeit hat, eine Pause zu machen. Soll das Kind aufgrund von Vollzeit-Berufstätigkeit der Eltern also länger als 7 Stunden pro Tag betreut werden, sind die Eltern gezwungen, einen Verbund zu finden, in dem mehrere Tagesmütter gemeinsam arbeiten. Diese Verbünde haben genau wie Kitas lange Wartelisten.

Wenn die Tagesmutter krank ist, dann fällt sie aus

Mit viel Glück haben wir Ende letzten Jahres trotzdem schnell einen gefunden. Leider sind die Tagesmütter oft krank. Dann fallen sie aus. Und niemand fühlt sich in der Verantwortung, eine Vertretung zu finden. Der Träger nicht. Das Ministerium für Familie erst recht nicht. Und die Tagesmütter sind nun mal krank und ohnehin überlastet, weil sie täglich an die 10 Stunden arbeiten und kümmern sich somit auch nicht darum, eine Vertretung zu finden.

Dann ist da noch die Sache mit dem Urlaub. Laut Vertrag haben unsere Tagesmütter Anspruch auf 20 Tage Urlaub plus 2 Tage Weiterbildung. In Wahrheit läuft die Urlaubsplanung aber so: Die Tagesmütter legen ihre Urlaubstage fest, erhöhen dabei die Anzahl der Tage nach Gusto (in unserem Fall heißt das in diesem Jahr: 35 Tage keine Kinderbetreuung) und wenn wir damit nicht zurecht kommen, dann sollen wir uns halt eine andere Tagesmutter suchen.

Als „Kunden“ der Tagesmütter sind wir ihnen oft ausgeliefert

Die Tagesmütter haben gewissermaßen das Zepter in der Hand, denn wir befinden uns in der Sackgasse: Wenn wir uns an höherer Stelle (z.B. beim Jugendamt) über ihre Urlaubsplanung beschweren, würden die Tagesmütter uns aus Trotz kündigen, denn wir haben einen privaten Vertrag mit ihnen abgeschlossen, der von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat beendet werden kann. Hinter uns stehen dann schon zwanzig Familien bereit, die unseren Platz sofort mit Freude übernehmen würden – für unsere Tagesmütter wäre es insofern kein großer Verlust, uns als Kunden zu verlieren, was diese uns zuletzt auch schon sehr deutlich gemacht haben.

Meine Erfahrung ist: In der privaten Vertragsbeziehung zu einer Tagesmutter hat man als Elternteil in der Regel das Nachsehen, man befindet sich gewissermaßen in der Position des Bittstellers. Selbst von Seiten des Jugendamtes heißt es bei Beschwerde nur „Wenn Sie nicht zufrieden sind, können Sie sich doch gern eine andere Tagesmutter suchen“. Aber wo finde ich den nächsten Tagesmütter-Verbund, der nie krank wird oder dann für verlässliche Vertretung sorgt, sich auch in der Urlaubsplanung und bei den Betreuungszeiten an den Vertrag hält und auch ansonsten mein Kind liebevoll betreut und gut ernährt?

Kinderbetreuung in Deutschland: Quantität vor Qualität

Aus meinen persönlichen und aus den Erfahrungen anderer Familien glaube ich nicht mehr daran, dass es so etwas gibt. Außerdem möchte ich meinem Kind einen erneuten Wechsel der Betreuungseinrichtung ersparen und hoffe daher inständig, im Sommer doch noch einen der wenigen Kitaplätze zu ergattern. Dafür leiste ich jetzt regelmäßige Nerv-Anrufe und als nächstes schreibe ich Jammer-Briefe an die Kita-Leiterinnen. Das ist demütigend. Aber noch demütigender wäre es, wenn ich meine Ausbildung abbrechen müsste, nur weil ich keine adäquate Kinderbetreuung finde.

Unterm Strich ist dieser Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder jedenfalls eine große Lüge: In den Städten gibt es lange nicht genug Plätze für alle Kinder, schon gar nicht für die ganz kleinen unter zwei und auch danach sieht es düster aus. Die Kindertagespflege durch Tagesmütter, die ja angeblich alle Engpässe ausgleicht, ist völlig unzulänglich, da unzuverlässig und häufig auch qualitativ minderwertig, da Tagesmütter eben keine mehrjährige Vollzeit-Berufsausbildung genossen haben wie Erzieherinnen, sondern ihre Kenntnisse oftmals aus Kurz-Ausbildungen beziehen. Das Ministerium für Familie wollte ja schließlich schnelle Abhilfe schaffen. Und da zählt Quantität natürlich mehr als Qualität!

Eine gute Tagesmutter ist wie ein 6er im Lotto

Ich weiß, dass es auch Tagesmütter gibt, die mit Herzblut dabei sind und die bessere Arbeit leisten als alle Kitas der Stadt zusammen. Mit einem Auge weine ich immer noch unserer ersten Tagesmutter G. nach, die für Hübi eher eine zweite Großmutter war als eine KTPP (Kindertagespflegeperson). Wenn man eine solche Tagesmutter gefunden hat, ist man sicher bereit, auch mal ein Auge zuzudrücken und den einen oder anderen Krankheitsfall oder überzähligen Urlaubstag zu überbrücken. Aber solch eine Tagesmutter zu finden ist wie ein 6er im Lotto.

Jedenfalls sollte jetzt deutlich geworden sein, warum ich kurz davor bin, mir für den Weg zur Arbeit so einen Mundschutz zu besorgen, wie ihn asiatische Touristen auf Europa-Tour so gern tragen. Ich kann es mir nämlich einfach nicht leisten, krank zu werden. Ich muss nämlich schon immer einplanen, nicht nur Zuhause bleiben zu müssen, wenn mein Kind krank ist, sondern auch, wenn die Tagesmutter krank wird. Ganz zu schweigen davon, dass ich selbst nur 30 Urlaubstage habe und damit die von der Tagesmutter beanspruchten 35 Urlaubstage nicht mal abdecken kann.

Läuft ja echt alles prima mit dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung in unserem Land! Rechtsanspruch auf VERLÄSSLICHE Kinderbetreuung fände ich irgendwie noch ein bisschen besser. Mit etwas Glück fällt ja im Sommer ein Kita-Platz vom Himmel. Aber eigentlich glaube ich, dass uns eher noch der Himmel auf den Kopf fallen wird. 

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17 Kommentare zu „Eine wacklige Angelegenheit

  1. Maria

    Ganz ehrlich, ich arbeite seit 13 Jahren als Tagesmutter und bin selbst dreifache Mutter!
    Finde den Artikel nur schlimm und respektlos.

    • Hallo Maria! Mir geht es ja vor allem ums System. Die Tagesmütter werden ja oft genauso allein gelassen wie wir Eltern (Stichwort: Was tun bei Krankheit?).

      Ich habe sehr gute und verlässliche Tagesmütter kennengelernt, aber leider auch sehr schlechte. Ich habe versucht, beide Erfahrungen in dem Text zu vereinbaren, aber vielleicht ist mir das nicht so gut gelungen.

      Mittlerweile würde ich sagen, dass Tagesmutter Betreuung die beste Wahl für Kinder U3 ist. Ich würde mir nur ein besser funktionierendes System wünschen mit Krankheitsvertretung und Einhaltung sämtlicher Regeln und Absprachen (Betreuungszeiten, Urlaub…).

    • Martina

      Das finde ich auch! Respektlos. Ich kann aus langjähriger Erfahrung sagen, dass wenn es um Regeln geht oder Absprachen, wir Tagesmütter einhalten was im Vorfeld besprochen wurde. Es ist viel mehr so, dass sich von Seiten der Eltern zum Grossteil nicht daran gehalten wird. Frustrierend dann noch so einen Artikel zu lesen.

      • Hallo Martina,

        dies ist ein subjektiver Erfahrungsbericht, in den meine eigenen sowie die Erfahrungen befreundeter Eltern eingeflossen sind. Wir haben nun mal leider die Erfahrung machen müssen, dass unsere Tagesmütter sich nicht an Absprachen hielten, z.B. was die Urlaubstage anging.

        Ich bin mir aber sicher, dass du Recht hast und es auf der anderen Seiten auch Eltern gibt, die sich nicht an Absprachen halten. Darum ging es aber in diesem Bericht nicht. Welche schlechten Erfahrungen hast du denn mit Eltern gemacht? Vielleicht magst du das hier schreiben, quasi als Inspiration für beide Seiten.

        Im Idealfall kann man sich nämlich aufeinander verlassen. Diese tolle Erfahrungen haben wir mit der Tagesmutter gemacht, die das Hübchen nach unserem Umzug hatte.

        • Martina

          Hallo Sophie

          Zum Thema Urlaub: 20 Tage Urlaub sind nicht angemessen. 30 Tage sollten normal sein. Zum Einem ist der Job sehr anstrengend und zum Anderen muss die Zeit da sein um zu renovieren. Wenn fünf Kinder in den privaten Räumen betreut werden ist das zwingend notwendig. Dazu kommt, dass ich, gerade wieder aktuell, meinen Urlaub zum Auskurieren nutze. Mir wurde kranke Kinder gebracht und das wurde mir verschwiegen. Durch Zufall erfahre ich dann im Nachhinein, z.b von den Großserien dass das Kind eine Magen Darm Verstimmung hatte. Ich wurde dann im Urlaub krank. Und das kommt nicht selten vor. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, denn die Eltern dürfen sich frei nehmen um für Ihr krankes Kind zu sorgen. Aber nein, es wird gemeckert wenn die Tagesmutter krank wird, oder Urlaub hat. Also ich habe von fünf Eltern, gerade mal ein Elternpaar das sich an Absprachen hält. Es wird sich nicht an Bring und Abholzeiten gehalten. Alles ohne Bescheid zu geben. Es wird nach Lust und Laune über meine Freizeit bestimmt. Was ich als Tagesmutter wirklich schade finde, dass ich meine Flexibilität, die ja eine Tagesmutter gegen ein Kita ausmacht, in Frage stellen muss. Zum Schutz vor Ausbeutung. So sieht das von meiner Seite aus. Traurig aber wahr.

          Meine Bereitschaft sinkt daher zunehmend flexibel auszuhelfen. Schade. Die Kinder zu betreuen sind und waren nie das Problem, dass ist meine Berufung eine liebevolle Betreuung hinzukriegen. Mein Problem sind Eltern, die ihre Verantwortung auf mich abschieben wollen. Da stoss ihr Beitrag extrem auf Widerstand bei mir. Ach übrigens. Urlaubsvertretung oder Krankheitsgründen Vertretung ist sowieso schwierig. Selbst wenn es eine gäbe, finde ich es unzumutbar ein Kind ohne Eingewöhnung in eine Fremdbetreuung zu geben. Ich treffe mich jetzt regelmäßig mit einer anderen Tagesmutter damit die Kinder sie kennenlernen. Ansonsten sehe ich da keine Möglichkeit. Gruss Martina

          • Martina

            Sorry hätte den Text noch korrigieren müssen. Das geht wohl nicht mehr.

    • Agnes

      Finde es auch total respektlos.
      Da sieht man dass diese Mutter einfach nur ihren Frust von der Seele schreibt.
      Aber wir Tagesmütter sind keine Maschinen und können auch krank werden.

      • Ihr Lieben, hier geht es doch gar nicht um mich oder meinen Frust (der zudem gar nicht mehr aktuell ist), es geht auch nicht um euch Tagesmütter und eure generelle Leistungsfähigkeit. Stattdessen geht es um eine Kritik am System, unter dem Eltern und Tagesmütter gleichermaßen leiden! Ich verstehe, dass ihr aus eurer Sicht schnell selektiv lest und einiges angreifend herüberkommen kann. So ist es jedoch gar nicht gemeint – und das kann man auch an entsprechenden Stellen aus dem Text herauslesen.

  2. Mike

    Schönen guten Tag zusammen,
    @Sophia ich kann die Situation hier komplett nachvollziehen.
    Wir haben auch eine nette Tagesmutter gefunden, aber Problem Urlaub steht auch zur Diskussion, da meine Frau nicht außerhalb der Ferien Urlaub nehmen kann und die Tagesmutter nur außerhalb der Ferien Urlaub nehmen möchte kommt es leider nicht zu einem Vertrag. Alternativen gibt es keine kein Kitaplatz, keine andere Tagesmutter, auch die Familie/Freundeskreis kann es nicht auffangen(höchstens Stundenweise). Und mein Urlaub alleine reicht leider nicht aus um die 30 Tage auszugleichen. Unsere Erfahrung mit der Betreuung für unser Kind ist somit auch nicht positiv. Man sollte einfach mal die Frage in den Raum werfen für welchen Zweck ist der Beruf Tagesmutter entworfen worden??? Eltern es zu ermöglichen wieder ins Arbeitsleben zurück zu finden? Wenn nicht dann habe ich was falsch verstanden.
    Das größte Problem ist einfach, dass zu wenig vom Staat kommt um die Probleme anzupacken was schlussendlich zu solchen Diskussionen wie hier führt.

    PS: @Maria ich glaube auch nicht das es ein persönlicher Angriff gegen Sie ist, aber man sollte sich einfach mal versuchen in die Lage versetzen wie mit Eltern umgegangen wird. Wenn Eltern nur in eine Ecke gedrängt werden und immer nur gesagt wird „Das ist üblich so“, „Dann machen Sie halt mal keinen Urlaub mit der Familie (Damit die Tagesmutter in den Urlaub fliegen kann)“, ist das irgendwann nur noch frustrierend.

    • Martina

      Ja, es ist frustrierend. Auch für mich als Tagesmutter.

    • Martina

      Ja, es ist frustrierend. Auch für mich als Tagesmutter.
      Eine Tagesmutter betreut kleine Kinder in einer familiären Atmosphäre. So das die Eltern arbeiten können, in dem Wissen, dass ihr Kind liebevoll versorgt wird. Dafür sind wir da. Es gibt Eltern, die ihr Kind nicht mit einem Jahr in eine Einrichtung geben wollen. Das heisst aber nicht, dass eine Tagesmutter keine Erholung benötigt und eine individuelle Urlaubsabsprache ist nicht möglich wenn mehrere Kinder betreut werden.

  3. Max

    Hallo zusammen,

    meine kleine Tochter sollte in 4 Tagen zur Eingewöhnung zu einer Tagesmutter gehen.
    Diese war auch echt nett und wir hatten ein gutes Gefühl.
    Heute kam aber der Anruf der Familienbildungsstätte (die sind für die Vermittlung zuständig), dass die Tagesmutti abgesagt hatte.
    Nun stehen wir da und müssen weitersuchen.
    Durch eine Bekannteschaft haben wir jetzt wohl hoffentlich eine Tagesmutter Einrichtung/Verband gefunden.
    Aber da sieht man, das seitens von dem Vermittlern wenig Hilfe kommt, und vom Staat sowieso nicht.
    Die Familienpolitik ist zum Kotzen.
    Man soll schnell wieder arbeiten gehen,das Kind abgeben. Aber es fehlt an Plätzen und an Hilfe für Eltern.
    Jedoch sehe ich auch ein, das Tagesmütter auch im Stich gelassen werden sei es in Unterstützen & Verdienst.

    • Hi Max, das ist ja blöd gelaufen!

      Hattet ihr denn keinen Vertrag mit der Tagesmutter unterschrieben? Eine solch kurzfristige Absage ist ja Vertragsbruch, dann könnt ihr ggf. immerhin finanziell was geltend machen. Und ich würde dem Träger oder wer auch immer die TaMu vermittelt hat, mal sehr deutlich kommunizieren, dass eine solches Verhalten nicht geht. Am besten auch dem Jugendamt melden, das ist den Trägern ja hierarchisch noch mal vorgeschaltet.

      Alles Gute und hoffentlich findet ihr bald eine tolle Tagesmutter! Ich habe mich die Tage wieder ein bisschen wehmütig an unsere letzte Tagesmutter zurückerinnert, die ein echtes Geschenk war. Wenn es passt, ist es m.M.n. echt die beste Betreuung für kleine Kinder! Also gebt nicht auf!

      • Martina

        Auch wir Tagesmütter haben das Recht abzulehnen. Ich betrachte die Eingewöhnungszeit als Probezeit und das sage ich vorab den Eltern. Da bin ich hingekommen, weil es mir zweimal passiert ist, dass Eltern die Eingewöhnung abgebrochen haben. Meine Zeit und die Vorbereitungen wurden nicht gewertschätzt.

        • Martina

          Am besten dem Jugendamt melden. Wenn ich dem Jugendamt melden würde, was ich mit unzuverlässigen Eltern erlebe und wenn ich zusammenrechnen würde wieviel Stunden ich kostenlos gearbeitet habe. Puh.. Hätte das Jugendamt Viel zu tun und ich einen schönen Urlaub.

          Es ist manchmal eben so, dass man erst in der Eingewöhnung merkt, dass es nicht passt. Und das ist auch gut so. Kein Elternteil möchte eine Betreuung wenn ein ungutes Gefühl da ist. Und eine erfahrene Tagesmutter möchte das auch nicht. Da wäre der Ärger dann vorprogrammiert.

  4. Martina

    Sorry. Hab gerade gelesen das die Eingewöhnung noch gar nicht statt gefunden hat. Na dann. Ich habe zig Zusagen bekommen und es wurde sich umentschieden.

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