Der SUV-Papi sagt…

Ach Leute, ich weiß auch nicht, aber irgendwie überfällt mich in letzter Zeit so eine Schwermut, die auch mit einer guten Portion Fatalismus nicht mehr zu bekämpfen ist. Mein kleines Leben rattert so vor sich hin, irgendwie läuft’s ja alles, ich habe Pläne, Ziele, Wünsche. Aber wenn ich mal ein bisschen über meinen eigenen Tellerrand hinausblicke, erscheint mir die Welt wie aus den Fugen geraten. Und immer häufiger frage ich mich: Will ich da noch mitmachen?

Ja, es geht mir um nicht mehr und nicht weniger als das System, in dem wir leben. Um diese Gesellschaft, an der wir Teil haben. Eine Gesellschaft, die mir in den letzten Tagen geradezu wahnsinnig vorkommt und mit der ich am liebsten überhaupt nichts zu tun haben will.

Denn während an der türkisch-griechischen Grenze Menschen (darunter jede Menge Kinder!) mit Wasserwerfern und Tränengas von der Flucht nach Europa abgehalten werden, plündern irgendwelche verwirrten Durchschnittsbürger pallettenweise Dosenravioli aus Supermärkten und klauen Desinfektionsmittel aus Krankenhäusern und Unternehmenskantinen.

In Thüringen lässt sich ein 5-Prozent-Bubi zum Ministerpräsidenten wählen und die CDU übt schon mal das Steigbügelhalten für die Faschisten. Und ihr hoffnungsreichster Möchtegern-Kanzler, Ultra-Kapitalist Friedrich Merz, will den zunehmenden Rechtsradikalismus mit stärkeren Grenzkontrollen und einem wachsamen Auge auf Clankriminalität bekämpfen. Selbst Siggi Gabriel, die pseudorote Kackbratze, lässt es sich nicht nehmen, rechten Terror mal wieder schön mit angeblichem Linksextremismus zu relativieren.

Und dazu kommt noch der Kleinkrieg im Privaten

Und zu dieser ganzen Scheiße, gegenüber der man sich als normale Bürgerin ja ruhig mal ein bisschen ohnmächtig fühlen kann, kommt dann noch der Kleinkrieg im Privaten. Also, ich scherze natürlich. Einen Krieg führt hier keiner, denn wie es der Liebste neulich treffend sagte: Was willst du mit solchen Vollidioten auch diskutieren?

Zum Beispiel mit dem SUV-Papi, dessen hirnloses Geschwafel der Liebste jeden Samstag beim Aufenthalt vor der Turnhalle ertragen muss, während er aufs Hübchen wartet. Liebstes Thema des SUV-Papi: Wie unverschämt es ist, dass sein Porsche bei 260 km/h gedrosselt ist. Und dass der Tank des 3er Audis seiner Frau tatsächlich nur 40 Liter fasst. Ich meine, bis wohin soll man denn damit auch kommen?! Was vielleicht am erschreckendsten ist: Dass dieser Papa jeden Samstag zwei andere Papis um sich schert, die bei jedem Satz treu ergeben nicken.

Das gleiche Phänomen findet sich übrigens auch im Kita-Umfeld: Ich habe im letzten Jahr die unerfreuliche Bekanntschaft ganzer Horden von Eltern machen dürfen, die ein schönes autoritäres Konzept inklusive Strafen richtig super finden. Und dann habe ich noch jede Menge Eltern getroffen, deren Motto „War schon immer so, bleibt auch immer so“ heißen könnte und die sich einen Dreck um andere Kinder scheren – solange es ihren eigenen Kindern nur gut geht.

Ach du schöner Egoismus

Überhaupt dieser Egoismus. Der zeigt sich ja auch jetzt gerade zur Corona-Panik herrlich an den leeren Supermarktregalen. Ich schätze, einige Familien haben sich schön die Schränke vollgemacht mit Windeln, Milchpulver und Babynahrung. Bleibt halt nur leider für ziemlich viele andere Familien nichts mehr übrig – zum Beispiel für jene, die kein Auto haben, um massenhaft Vorräte zu bunkern. Oder für die, die gar nicht das nötige Kleingeld dafür haben, weil sie jeden Monat von der Hand in den Mund leben.

Margarete Stokowski nennt das sehr treffend „Die Selbstliebe in Zeiten des Corona-Virus“. Und ich stimme ihr total zu, dass es erbärmlich ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der jeder Mensch nur sich selbst sieht – und sich einen Dreck darum schert, wie es anderen geht.

Wie isoliert wir alle leben!

Es ist absurd, dass auch ich Teil dieses Systems bin. Mir wird dieser Tage wieder sehr bewusst, wie isoliert wir alle leben. Schön in unseren Kleinfamilien, uns fleißig am abrackern, um auch bloß unseren Teil des Kuchens abzubekommen. Und wie man am Beispiel SUV-Papi sieht: Der Kuchen kann niemals groß genug sein! Wenn ich mehr habe, will ich ich noch mehr und dann will ich gefälligst noch mehr – schließlich leiste ich auch!

Und ganz ehrlich: Ich hab keinen Bock mehr auf diese Leistungsgesellschaft. Ich will nicht in irgendeinem Job versauern, der mir vielleicht viel Kohle bringt, der aber nichts zu einer gesunden Gesellschaft beiträgt. Und genau: Eine kapitalistische Gesellschaft erachte ich nicht als „gesund“, ganz im Gegenteil.

Gesund ist das nicht

Denn à propos gesund: Sehr aussagekräftig fand ich nämlich auch einen Instagram Post von Sandra Lachmann aka Wortkonfetti. Ich zitiere mal, weil ich es nicht besser zusammenfassen könnte:

„Viele Angestellte – ob Eltern oder nicht ist völlig egal – haben keine Zeit oder/und Kraft, sich um ihre Gesunderhaltung zu kümmern. Kann das im Sinne von Arbeitgeber*innen sein? Dass ihre Mitarbeiter*innen nicht so leistungsfähig, belastbar und innovativ sind, wie sie es sein könnten? Und wie zum Teufel sollen wir uns um große Fragen des Klimaschutzes und der rechtspopulistischen Politik kümmern, wenn wir nicht mal Zeit haben, den Check Up beim Arzt zu machen oder endlich mal wieder schwimmen zu gehen?“

Das ist nämlich auch eine Frage, die mich dauerhaft begleitet, und meinen Mann ebenso. Tatsächlich schaffen wir es noch, beide regelmäßig Sport zu treiben und unsere körperlichen Bedürfnisse nicht völlig zu vernachlässigen. Nach dem Erfurt-Debakel hatte ich aber das dringende Bedürfnis, mich auch endlich politisch zu engagieren. Bloß weiß ich jetzt schon, dass ich durch noch eine ehrenamtliche Verpflichtung schnell wieder an den Grenzen meiner Belastbarkeit wäre.

Auch mein langjähriges Ehrenamt für Mother Hood e.V. ist aus Zeitmangel in einen längeren Schönheitsschlaf abgetaucht, obwohl auch an der geburtshilflichen Front noch jede Menge Kämpfe auszufechten wären. Aber ich stehe in meinem Leben häufig vor der Wahl: Zeit für die Kinder, Zeit für mich, Zeit für Erwerbsarbeit, Zeit für Ehrenamt?

Ist Leistung gegen Geld wirklich das Ende der Fahnenstange?

Keine Frage, Prioritäten müssen gesetzt werden, das wäre auch im Rahmen eines anderen gesellschaftlichen Systems so. Aber in einer Welt, in der ein Einkommen oder zwei Teilzeitjobs kaum gut zum Leben reichen, bleibt logischerweise nicht mehr viel Zeit für anderes außer Lohnarbeit.

Ich bin gerade selbst ein bisschen erschrocken, wie selbstverständlich ich hier mit Begriffen wie „Lohnarbeit“ um mich werfe. Als sei das etwas Schlimmes! Nein, ist es nicht. Ich arbeite gerne und freue mich auch, finanziell angemessen dafür entlohnt zu werden. Das widerspricht aber nicht meiner Ansicht, dass der Leistung gegen Geld in dieser Gesellschaft viel zu viel Wert beigemessen wird.

Wo bleibt die Anerkennung für all das, was Menschen unentgeltlich leisten? Warum ist so viel Geld in den Händen so weniger Menschen? Was ist aus der sozialen Marktwirtschaft geworden, von der einige Politiker sogar immer noch frech behaupten, es gäbe sie noch?

Unsere Kinder werden uns fragen: „Habt ihr das nicht kommen sehen?“

Das sind nur einige wenige Fragen von vielen, die ich mir im Moment stelle. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und wo aufhören. Und ich fühle ein Taubheitsgefühl irgendwo zwischen meinen Ohren, wenn ich daran denke, wie die Welt wohl zukünftig aussehen wird, wenn ich und der SUV-Papi vielleicht schon längst tot sind, unsere Kinder und Enkelkinder aber auch noch irgendwas essen müssen. Schwierig, wenn Monsanto und der Klimawandel dann fast alle Bienen getötet haben.

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass wir gerade in einer Phase leben, zu der unsere Kinder uns später die Frage stellen werden: „Aber habt ihr das nicht kommen sehen?!“. Doch, natürlich haben wir das. Aber wir waren alle zu sehr mit unserem eigenen kleinen Leben beschäftigt. Wir haben der Politik zwar nicht vertraut, aber wir hatten auch keine Kraft, sie zu stürzen. Wir hatten auch Angst davor, dass das nur dazu führt, dass die Rechten sie an sich reißen.

Vor allem aber waren wir gelähmt. Fett und vollgefressen vom Kapitalismus, in dem es uns wohl leider zu gut geht, als dass wir uns wehren würden. Ich weiß ja gerade selber nicht, wie ich mich selbst auf Diät setzen kann.

Wie lebt ihr in und mit diesem System?

Also, was nun: Gründen wir eine Kommune, in der wir nach unseren eigenen Regeln leben? Oder mal alltagsnäher: Was macht ihr, um dem Kapitalismus zumindest ein Stückchen zu entkommen? Einen sinnvollen Job suchen? Den eigenen Lebensstandard herunterschrauben und mit weniger Geld auskommen? Und wie geht ihr mit den ganzen SUV-Papis da draußen um, die euch wenig Hoffnung auf eine vernünftige Gesellschaft geben?

Ich freue mich auf ein bisschen Hoffnung in euren Kommentaren!

12 Kommentare zu „Der SUV-Papi sagt…

  1. Steffi

    I feel U!!!

    Ich präferiere die Kommune – ganz klar. Jeden Abend muss sich mein Mann die Pläne dazu anhören. 😊
    Keine Ahnung wie wir das kitten sollen – mir geht ja schon die Kraft aus bei den angestrebten Verbesserungen in unserer Kita.

  2. Wir konsumieren mit Bedacht. Kleidung wird geflickt und getragen, bis sie auseinander fällt und auch gern Second Hand gekauft. Wenn ich was bestelle, dann ist das auch bewusst ausgesucht und wird nicht zurück geschickt. Möbel gibt es auch Second Hand oder selbst gebaut. Lebensmittel nicht gehortet, sondern dem Verbrauch angepasst eingekauft. Fahrradfahren statt Auto, wann immer es geht. Unterstützung von Naturschutzvereinen. Naturnaher Garten. ….
    Und auch über diese Themen mit anderen sprechen, um Bewusstsein zu schaffen.
    All das heißt nicht, dass wir perfekt nachhaltig leben. Es gibt noch genug Bereiche, in denen wir als Familie nachhaltiger werden könnten und all die aufgelisteten Themen werden auch nicht dogmatisch gelebt. Manchmal klappt was nicht wie gedacht und dann muss man es anders lösen.
    Und gesellschaftlich leben wir vor, wie schön es ist in einer „bunten“ Gesellschaft zu leben und voneinander zu profitieren. Und das „dicke“ Autos kein Statussymbol sind. 😉

    • Ach ja, sagt die Dame mit dem dicken Fahrrad! 😜
      Nee im Ernst: Klingt alles super, wie ihr das macht. Wir versuchen es auch so ähnlich. Aber irgendwie lässt es mich dann doch wieder verzweifeln, wenn um mich rum scheinbar nur SUV Papis leben. Die Dummheit der Menschen ist oft wirklich schwer auszuhalten. Und dann ja auch wieder meine eigene Dummheit, weil ich es nicht schaffe, irgendwie daran mitzuarbeiten, dass sich doch mal was ändert…?

      • Laura Spring

        Sich in der eigenen Stadt für Migrant*innen einsetzen finde ich am effektivsten. So kannst du direkt beweisen, dass es Platz hat hier bei uns für viele Menschen. Das ist extrem bereicherend und schafft neue Perspektiven. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: bei der Job-Suche helfen, zum Arzt begleiten oder regelmässig zum Tee trinken/Austausch einladen . Hier bei uns gibt es die Orgsnisation „Geinmsam Znacht“ oder wir haben ein Migrantinnenparlament.. es gubt viele Möglichkeiten. Mögliches Engagement am besten während der Zeit in der sowieso die Kinder zuhause sind.. oder weniger arbeiten… Seit ich das mache fühle ich mich nicht mehr so ohnmächtig. Obwohl es natürlich im grossen Ganzen wenig ändert. Aber vielleicht mehr als einiges anderes was wir den ganzen Tag so machen…

  3. Christina

    So gut auf den Punkt gebracht. Mein Mann darf sich mindestens einmal die Woche meine Ausraster zu dieser Gesellschaft anhören. Meine Fragen nach dem ‚Warum?‘, ‚Wie gehts anders?‘ Und vor allem ‚Wie kommen wir da raus?‘. Ich kann Dir keine Hoffnung mitgeben, ich bin selbst noch auf der Suche.
    Diese Gedanken beschäftigen mich täglich, deprimieren mich fast schon. So weit soll es natürlich nicht kommen, bzw weiter darf es nicht gehen.
    Ich hab viele Ideen, nichts davon wirklich umsetzbar. Erst mal suche ich mir dieses Jahr einen neuen Job. Aber leider nicht so wie gehofft, einen ’sinnvollen‘, sondern einen der ausreichend Geld einbringt. Irgendwo mal ähnlich gelesen – wir sind die einzige Spezies die für Nahrung erst Arbeit gegen Geld eintauscht…
    Alles Liebe! Und lass uns gerne bitte an genau diesem Prozess teilhaben!

    • Danke dir, immerhin bin ich nicht allein mit meiner pessimistischen Sicht. 😉 Ich meld mich dann wieder, wenn die Kommune in Gründung ist. 😄
      Nee, mal ehrlich: Durch meine ganze Sozialisierung und ein paar charakterliche Defizite wäre ich vermutlich total untauglich fürs Kommunenleben. 🙈
      Aber auch so muss es ja irgendwie gehen, dazu beizutragen, dass irgendwas besser wird. Im Moment erscheint es mir nur irgendwie alles so aussichtslos.

  4. Lisa

    Ich verstehe dich so gut! Ich bin gerade in der Frühschwangerschaft: Übelkeit, Müdigkeit und ärztlich verordnete Schonung. Und gleichzeitig sehe ich all diese Nachrichten und frag mich einfach nur, was kann ich tun? Gerade die Flüchtlinge an der griechischen Grenze beschäftigen mich…man kann die doch nicht einfach dort verrecken lassen 😩
    Unabhängig davon versuchen wir natürlich im kleinen nachhaltig zu leben und engagieren uns so gut es geht im lokalen Bereich. Aber Zeit und Kraft sind Mangelware.

    • Ich kann die Bilder auch ganz schlecht sehen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich im letzten Jahr so wenig Nachrichten geschaut, wie niemals zuvor. Ich wollte das alles einfach nicht an mich heran lassen. Für dieses Jahr war mein Vorsatz, mich wieder mehr einzumischen, die eigene Politikmüdigkeit zu überwinden und den ganzen rechten Kackbratzen was entgegenzusetzen. Ich teile jetzt in den Sozialen Netzwerken z.B. wieder mehr politische Inhalte. Ein kleiner Anfang ist das vielleicht schon. Aber es lässt mich auch verzweifeln, dass die kriegsähnlichen Bilder von den EU Außengrenzen anscheinend niemanden interessieren, weil sich ja gerade alle vor einer stärkeren Erkältung fürchten.

  5. Lara

    Du schreibst mir sowasvon aus der Seele! Genau das ist es, was mich seit geraumer Zeit bedrückt! Danke für den super Artikel!!!

    Leider weiß ich auch keinen Ausweg… Vielleicht hilft es ja, dass wir unsere Kinder zu selbstbewussten, kritischen und unweltbewussten Menschen erziehen! Dann werden sie hoffentlich kreativere Lösungen finden als unsere Generation, die ja eher nicht unbedingt zu Freigeistigkeit erzogen wurde…

    Ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf!

    Alles Liebe aus Essen nach Essen 🙂
    Lara

  6. Mimi

    Puh, ich kann das so nachfühlen! Auch mir geht es, wie meinen Vorkommentatorinnen, oft ähnlich. Habe gerade heute einen Artikel zu einem Teilaspekt des Themas gelesen, lösch die Verlinkung einfach wenn das nicht gewünscht ist hier:https://www.zeit.de/arbeit/2020-02/gabriele-winker-care-arbeit-gender-pay-gap Darin geht es auch darum, dass unsere Gesellschaft (stark verkürzt gesagt) nichts richtig gut auf die Reihe kriegt, was mit Menschen zu tun hat,wenn wir alle 100 Prozent arbeiten. Ich fand die Ansichten der Soziologin gehen in die richtige Richtung. Wir alle brauchen Zeit, uns zu kümmern. Um uns, die Kinder, Flüchtlinge, denen es so viel schlechter geht als und, alte Menschen, Pflegefälle, die Natur….und es geht einfach nicht alles auf einmal, Vollzeitjob, Familie, Welt retten. Ich habe für mich beschlossen, dass ich die Arbeit einerseits brauche, weil ich die Rolle außerhalb der Familie für meine Ausgeglichenheit brauche, und auch das Geld brauchen wir, aber ich möchte eine Arbeit, die mir geistig genug Energie lässt für meine Familie und auch für ein nachhaltiges Leben. Denn es braucht Energie und Zeit, zumindest am Anfang, zu überlegen, wo man optimieren kann. Klar, Karriere mache ich damit nicht, ich habe bewusst keinen Job der mich zu 120 Prozent geistig fordert, aber diese geistige Energie stecke ich, solange es für Finanzen glücklicherweise zulassen, in Familienthemen und ein möglichst nachhaltiges Leben. Das mag nach Wohlstands- Filterblase klingen, aber es geht um unser aller Zukunft. Und ich weiß, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, und dass man immer noch mehr machen kann. Aber nur wenn es energietechnisch gut geht, kann sich auch um andere Kümmern, ein Ehrenamt übernehmen o.ä. Der Preis, und da kann man es drehen und wenden, wie man will, ist eigentlich immer: weniger Geld. Wer mehr gesellschaftliche oder umwelttechnische Care-Arbeit leisten will, muss die Zeit von der Erwerbsarbeit Abzwacken, hat also weniger Lohn. Außer man hat ne Mega Geschäftsidee, aber die setzt sich auch nicht allein um. Ich habe mich inzwischen an den Gedanken gewöhnt, dass man halt nicht alles haben kann bzw viel Geld, viel Zeit und ein gutes Gewissen, nur manchmal, wenn andere ein Haus kaufen oder so, Zweifel ich kurz ob mir Geld wichtiger sein sollte, damit ich das auch irgendwann kann. Aber dann denke ich wieder nee, Lebenszeit ist so kostbar da muss man Prioritäten setzen, was einem wirklich wichtig ist. Jeder muss halt das beitragen, was er leisten kann, aber wenn man zu viel will und dann zusammenbricht bringt es auch nix. Oje, so viel geschrieben, und so verwirrt, sorry…

  7. Mimi

    PS: Es gibt viele Strange Eltern da draußen, viele werden auch mich für komisch Bis nervig halten, aber das ist egal. Wir sind auf der guten Seite!

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