Der (für uns) ganz normale Wahnsinn

Es gibt eine Sache, die fühlt sich für mich erstaunlicherweise richtig verboten an. Und das ist: abends einfach mal nichts tun. Serie gucken. Buch lesen. Löcher in die Luft starren. Klingt völlig bekloppt? Ich weiß, aber ich bin Mutter. Seit einer Weile denke ich, ich müsste einfach mal aufschreiben, wie abgefahren dicht unser gegenwärtiger Alltag aussieht. Weil ich mir in ein paar Jahren wahrscheinlich selbst nicht mehr glauben würde.

Wie kann man denn mit so wenig Freizeit überhaupt leben?, werde ich mich wahrscheinlich fragen. Aber ja, im Moment ist das real. Und irgendwie lebe ich.

Abends einfach mal nichts tun, das geht so schlecht, das merke ich in genau diesem Moment, in dem ich entschließe, doch lieber diesen Text hier zu schreiben, als einfach mal nichts zu tun. Ansonsten hab ich da ja noch meine To-Do-Liste, die mich jeden Abend (und jeden Morgen) hämisch angrinst.

Ohne To Do Listen geht nix mehr

Immerhin: ich bin mittlerweile so weit, solche Listen zu führen. Denn besser aufschreiben und wenigstens stundenweise vergessen, als vor lauter Angst, etwas dauerhaft zu vergessen, nicht mehr schlafen können. Dabei hasse ich diese Listen, ganz im Ernst. Mein Mann und ich hatten schon ernste Ehekrisen, weil er so ein leidenschaftlicher To-Do-Listen-Schreiber ist, während mich das Ganze einfach wahnsinnig macht. 

Mut zur Vergesslichkeit. Auch mal Fünfe gerade sein lassen. Das war sonst eher meine Lebenseinstellung. Drei Kinder später bleibt mir nur zu sagen: haha. Ohne Listen würde hier in kürzester Zeit die Apokalypse ausbrechen. 

Ein Einblick in meinen derzeitigen Alltag

Achtung, ich nehme euch mal mit in meinen Alltag. Vielleicht schreibe ich das hier aber auch nur für mein späteres Ich auf. Guck mal, damals ging’s dir viel schlechter, auch wenn du noch besser aussahst. Also sei lieber glücklich!

Montags

Montags geht’s meistens noch mit der Müdigkeit. Ist aber auch gut so, weil ich morgens eine Yogaklasse unterrichte. Das Baby ist bei der Babysitterin, während ich noch schnell ein bisschen Schreibtischarbeit dranhänge, bevor ich um 13 Uhr schon losdüse. Um 14.30 fängt nämlich der Reitkurs der Tochter an. Während sie Ponys betüddelt, gehe ich mit dem Käfer im Schlepptau einkaufen.

Gegen 16.30 Uhr sind wir wieder Zuhause. Jetzt schnell die hungrigen Kinder mit irgendeinem Snack bestechen, dabei möglichst aber schon das Abendessen vorbereiten. Der Liebste kommt spät, alles verzögert sich. Essen, Kinder bettfertig machen, vorlesen, Einschlafbegleitung. Irgendwann bin ich einfach froh, wenn die Kinder im Bett sind. An solchen Abenden kämpfe ich dann mit mir: To Do Liste oder Netflix?! Nee, erst mal Yoga. 

Dienstags

Dienstage sind hart, weil ich an ihnen gar nicht zum Arbeiten komme. Ich versuche, den Haushalt in den Griff zu kriegen, während der Kleinste mir am Bein hängt. Oft mache ich mit ihm Mittagsschlaf, um mein Schlafdefizit halbwegs auszugleichen (die Nächte sind immer noch durchwachsen, an Durchschlafen denkt hier noch lange keiner).

Manchmal habe ich aber zu wichtige Arbeits- oder sonstige To Dos, die mich zum Wachbleiben zwingen. Das rächt sich dann spätestens mittwochs. Dienstagnachmittags mache ich schon wieder Fahrdienst, diesmal Hockey für den Großen. Abends nur schnelles Abklatschen mit dem Mann. Ich unterrichte wieder Yoga. 21.30 Uhr zurück, am besten schnell ins Bett. Oder doch noch was von der To Do Liste schaffen…?

Mittwochs

Mittwoche mag ich am liebsten. Ich habe nur den halben Tag Käfer-Schicht. Um 14.30 Uhr kommt mein Mann nach Hause, der die Kinder übernimmt und mit den beiden Kleinen zum Tanzunterricht der Tochter fährt. Ab 15 Uhr habe ich Arbeitszeit, hurra! Das geht meist nur mit viel Kaffee, weil der Vormittag Kinderbetreuung und Haushalt mir noch in den Gliedern steckt.

Vormittags das Kleinkind bändigen, nachmittags arbeiten – das geht echt nur, weil es gehen muss. Auf Dauer ist das mit ziemlicher Sicherheit der direkte Weg in den Burnout. Wir hoffen sehr, dass wir ab Sommer doch endlich eine gute Kinderbetreuung haben und dass ich das nur noch ein gutes halbes Jahr durchhalten muss.

Ich arbeite mittwochs meist bis 19 Uhr und setze mich dann an den gedeckten Tisch. Der Liebste hasst es, zu kochen. Ich mache das eigentlich sehr gerne. Aber manchmal müssen wir halt auch Lieblingsrollen tauschen. Irgendwann gegen neun sind dann endlich alle Kinder im Bett. Uff. Jetzt noch was Sinnvolles machen oder einfach Instagram leerscrollen…? Yoga. Im Zweifel immer lieber Yoga. 

Donnerstags

Donnerstage sind die kleinen Mittwoche. Natürlich heißt das für mich trotzdem erst wieder Kinderbetreuung und Haushalt bis nachmittags. Dann übernimmt mein Mann und ab 15 Uhr kann ich wieder arbeiten, allerdings nicht so lange, denn um 18 Uhr muss ich allerspätestens los ins Yogastudio. Wieder unterrichten. Ich liebe es sehr, aber muss zugeben, dass es nach so vollen Tagen und der fortgeschrittenen Woche ganz schön anstrengend ist. Eigentlich müsste ich mich vor dem Unterricht noch mal kurz ausruhen. Dazu komme ich im Grunde nie. 21.30 Uhr wieder Zuhause, duschen, Bett. 

Freitags

Endlich Freitag! Freitage sind auch gut, denn um 14 Uhr kommt die Oma und nimmt die beiden Kleinen mit. Bis dahin ist es ein Kampf, weil der Kleinste mittlerweile auch die Schnauze voll hat von der Woche. Er langweilt sich alleine mit mir, die Geschwister fehlen ihm tagsüber. Ich mache drei Kreuze, wenn die Kinder endlich zu den Großeltern gefahren sind.

Leider mache ich freitags jetzt immer Buchhaltung, gute Vorsätze und so. Aber je schneller ich bin, desto mehr Zeit bleibt für anderes. Andere Arbeit, meine ich natürlich. Wobei ich zugeben muss, dass ich in letzter Zeit freitags manchmal so erschöpft bin, dass ich kurz einnicke, sobald die Kinder aus dem Haus sind. Der Große klingelt mich dann irgendwann wach, wenn er von der Schule kommt. Dann streiten wir uns, weil er es auch mit neun Jahren nicht schafft, sich zum Hockeytraining eigenständig und pünktlich umzuziehen. Ich fahre ihn trotzdem hin, dann setze ich mich wieder an den Schreibtisch.

Der Liebste holt den Sohn abends wieder ab, nachdem er für einen Freitag auch viel zu lange gearbeitet hat. Lange Freitage sollten allgemein abgeschafft werden, finde ich. Es gibt nichst Frustrierenderes, als mit einem späten Feierabend nach 19 Uhr ins Wochenende zu gehen. Bei uns leider aktuelle Routine. Freitags bin ich meistens so kaputt, dass ich es nicht mal auf die Yogamatte schaffe. 

Samstags:

Baumarkt? Ikea? Wir renovieren immer noch. Eigentlich war es unser Ziel, unsere Wohnung zum Winter fertig und gemütlich zu haben. Bloß kommen wir unter der Woche zu gar nix (nachdem ich das alles mal aufgeschrieben hab, weiß ich auch, warum). Also zieht sich alles endlos. Wir haben schon super viel geschafft und es ist so viel besser als noch vor einem Jahr. Aber ich würde unsere Pläne so gerne endlich abschließen. Naja, wir tun unser Bestes.

Also ab nachm Bauhaus, Lack fürs neue Regal kaufen. Zwischendurch versuche ich, mal eine längere Yogaeinheit zwischenzuschieben. Und beneide in Gedanken meine Mitauszubildenen aus dem Yogaseminar, die entweder keine oder schon erwachsene Kinder haben. Hätte ich so viel Zeit zum Üben, ich wäre ganz bestimmt schon total erleuchtet! 

Sonntags:

Kuchen. Sonntags gibt es auf jeden Fall Kuchen. Und vielleicht treffen wir sogar Freunde – vorausgesetzt ein Wunder tritt ein und wir sind alle gesund. Bei einem solchen Treffen erzählt uns ein Freund, wie fertig er ist, weil er in den letzten Ferien ein Bett selbst gebaut hat und eine Woche lang jeden Tag bis in den späten Abend daran gewerkelt hat. Der Liebste und ich müssen uns kurz zusammenreißen, um Verständnis zu zeigen.

Ich weiß ja: unser Pensum ist nicht normal. Und irgendwie ist es vielleicht auch selbst gewählt. Trotzdem fällt es uns oft schwer, nicht mit den Augen zu rollen, wenn andere uns von ihren Anstrengungen erzählen, die sich für uns eher nach kleinen Abwechslungen vom sonst total entspannten Alltag anhören. Wir laufen hier den Marathon, Junge. Komm mal klar auf deinen kleinen Sprint da!

Ich weiß ja, dass wir Tempo rausnehmen müssten

Ja na klar ist das überheblich, so zu denken. Ich weiß ja, dass eigentlich wir Tempo rausnehmen müssten. Ich weiß nur gerade nicht, wie. Ohne meine Arbeit, ohne Yoga würde ich vor die Hunde gehen. Weniger arbeiten für den Liebsten ist gerade auch nicht so einfach drin. Wir führen hier echt kein Luxusleben mit drei Kindern auf 80 Quadratmetern und ein bis zwei Urlauben pro Jahr, aber es ist echt alles so unglaublich teuer geworden. Und den Kindern die Hobbys streichen? Oder uns die Altersvorsorge? Nee, geht halt irgendwie auch nicht.

Wir halten also noch ein bisschen durch. Mit viel zu vollen To Do Listen. Und träumen von Kinderbetreuung. Von Kitas, in denen es nicht ständig nur Notgruppe gibt. Und von der 30-Stunden-Woche bei gleichem Gehalt. Träumen geht ja immerhin noch. Denn Zeit zum Schlafen finden wir am Ende eines laaaangen Tages dann doch immer noch. Wenn auch immer zu wenig. 

Wie sieht der Wahnsinn bei euch aus?

Habt ihr auch einen so verrückt vollen Alltag und zerreißt euch zwischen Kinderbetreuung und Jobs? Oder habt ihr euer Leben entschleunigt und kommt trotzdem finanziell klar? Lasst mir doch einen Kommentar da, ich freue mich!

9 Kommentare zu „Der (für uns) ganz normale Wahnsinn

  1. Tina

    Wenn ich mal zusammen fasse:

    Montag
    Von 6.15 bis 7.45 Uhr Kinder für Schule, KiGa und Krippe fertig machen. Für mich geht es gegen 8 Uhr ins Büro. Mein Mann hat etwas länger Zeit, muss dafür pünktlich Schluss machen, um genau 15 Uhr an der Krippe zu stehen. Spätestens 16 Uhr muss ich daheim sein, dann geht der Mann mit dem großen Kind zum Eishockeytraining. Derweil wuppe ich Haushalt, Abendessen und die beiden kleinen. Kurz nach 18 Uhr sind alle wieder daheim, Abendessen, noch etwas spielen und halb acht geht’s ins Bett – auch für mich, am Handy wird noch etwas gedaddelt bis die Augen zufallen.

    Dienstag
    Gleicher Ablauf wie Montag, nur dass der Große am späten Nachmittag Ergotherapie hat. Wer von uns fährt hängt von der Laune der beiden kleinen ab. Ansonsten gleiches Abendprogramm.

    Mittwoch
    Eine Kopie von Montag mit allem drum und dran. Eventuell arbeite ich im Homeoffice, ansonsten komplett gleich.

    Donnerstag
    Von morgens bis zum späten Nachmittag gleich wie Dienstag. Gegen halb sechs fährt der Mann nochmal zum arbeiten und ich hab die drei allein. Müde, hungrige Kinder, die alle Mamaexklusivzeit wollen. Tja, ich jonglieren mich also durch den Abend, falle mit den Kindern ins Bett und meist kurz darauf in den Schlaf.

    Freitag
    Der dritte Eishockeytrainingstag der Woche. Gleichzeitig hat der mittlere Kindertanz. Ich versuche ihm Exklusivzeit zu geben und gehe nur mit ihm hin. Kaum vorbei holen wir den kleinsten im Eisstadion ab und bereiten Abendessen vor. Der restliche Abend wie Montag und Mittwoch.

    Samstag
    Spielen, je nach Wetter mehr oder weniger raus, Einkaufen (ohne Kinder – meine Me-Time) und meist dank Mittagsschlafbedürfnis des Kleinsten daheim. Außerdem heißt es am Abend wieder arbeiten für meinen Mann, daher bitte kein zusätzlicher Stress durch Ausflüge oder so.

    Sonntag
    Oft ähnlich zu Samstag, nur ohne einkaufen und oft auch mit Arbeiten des Mannes.

    Fazit
    Aus 4-Tage-28h-Woche ist bei mir derzeit eine 5-Tage-34h-Woche geworden. Bei meinem Mann ähnlich, da sind es auch eher 35h und mehr. Unser Leben besteht derzeit aus arbeiten, Familie und Schlafen. Für mehr fehlt einfach grad die Energie.
    Und ja, so sollte es nicht bleiben.

  2. Inka

    Ich sage aus meiner Warte mit etwas älteren Kindern, dass du den Peak bevor es besser wird noch nicht erreicht hast…

    Da ist noch deutlich Luft für noch mehr Jonglage zwischen all den Ansprüchen und Bedürfnissen. Leider.

    Aber es wird besser. Wirklich.
    (Habt ihr keine Fahrgemeinschaften beim Hockey / Reiten / Tanzen?)

    Halte durch!!!

    • Fahrgemeinschaften gibt es, aber eher unzuverlässig, leider. Wenn es abends wieder heller ist, kann der Große aber selbst mit dem Fahrrad zum Hockey hinfahren, dann wird wenigstens das etwas entspannter.

      Für mich wird es sehr viel besser werden, sobald wir eine Betreuung für den Kleinsten haben. Das Nachmittags Hobby Gedöns stört mich nicht so sehr. Es ist eher das vormittags nicht arbeiten können, wodurch ich eben nachmittags arbeiten muss, wenn ich eigentlich schon total kaputt bin. Also, so anstrengend wie jetzt wird es auf keinen Fall bleiben. 😉

  3. Berit

    Ja, ein absolutes Programm, das Ihr da habt!!! Wir haben auch 3 kleine Kinder und es gab und gibt viele Tage, an denen mein Mann und ich gesagt haben, verdammt, wo ist unsere mindestens halbe Stunde Pause am Tag eigentlich wieder geblieben? Der Familienalltag ist manchmal wirklich härter als jeder Job 😉 und hat Spuren hinterlassen. Aber durch einen Jobwechsel mit sehr viel mehr Homeoffice wird es gerade einfacher. Aber natürlich sind die Akkus sehr leer und wir rotieren immer wieder total, wenn kindkrank etc. ansteht… von größeren Projekten wie Renovieren o.ä. ganz zu schweigen. Aber deswegen machen wir dieses Jahr auch eine Eltern-Kindkur. Bin richtig froh darüber. Klar, der Alltag muss am Ende so laufen, dass man gut klarkommt. Aber es gibt hammerharte Phasen und ich verspreche mir von der Kur echt eun bisschen tiefer auftanken zu können. Betonen muss ich aber mal, dass ich es so mega finde, wie viel Sport du durch das Yoga machst. Das bewundere ich und bin gleichzeitig auch etwas neidisch, ich wünschte, ich hätte die Disziplin und Leidenschaft!

    • Danke für deine Sicht, Berit. Es ist wirklich so krass, was Eltern leisten. Ohne regelmäßige Entlastung ist es einfach ein Langstreckenlauf, der gefühlt niemals endet. Super mit der Kur! Ich wünsche euch, dass ihr mal richtig aus dem Hamsterrad raus kommt und auftanken könnt.

      Zum Yoga: das ist ja mittlerweile auch mein Job, deshalb darf ich es gar nicht vernachlässigen. 😉 Vor allem war es aber ein jahre-, fast jahrzehntelanger Weg. Und ich übe lange nicht so viel, wie ich gerne würde (oder müsste, um schneller mehr zu lernen, was natürlich auch fürs berufliche Fortkommen wichtig wäre). Aber ja, insgesamt klappt immerhin das in meinem Leben. Weil ich die bewusste Entscheidung getroffen habe, dass das wichtig ist und sein muss. Falls dich das mehr interessiert, könntest du mal hier klicken: https://kraftruheliebe.de/wie-schaffe-ich-es-taeglich-zu-ueben-teil-1-liebevolle-achtsamkeit/

  4. Eva

    Wir arbeiten beide 80% (jeder 4 volle Tage), bei mir kommen noch Rufdienste dazu. Unsere Kinder sind 4 und fast 7 Jahre alt. Kita und OGS bieten zum Glück lange Öffnungszeiten, leider ist die Kita 4km von unserer Wohnung entfernt, was für relativ viel Fahrerei sorgt.

    Wir stehen morgens um 5:30 Uhr und ab da ist der ganze Tag durchgetaktet bis 20:30 Uhr, bis die Kinder schlafen. Wir versuchen vorher verteilt aufzuräumen und den Haushalt zu erledigen, damit wir dann noch 1-2 Stunden fürs uns haben (dir Energie reicht dann aber meistens nur noch für eine Folge schauen auf der Couch).
    Wir arbeiten beide bis 16:30 Uhr, so dass wir auf unsere Babysitterin oder die Großeltern angewiesen sind, die die Kinder an diesen Tagen abholen. Außerdem haben wir alle zwei Wochen eine Putzhilfe.
    An unseren „freien“ Tagen werden Einkäufe erledigt und was sonst noch ansteht, was ja leider immer irgendwas ist. Zeit zum ausspannen, Freunde treffen oder Sport machen bleibt aber zum Glück. Mein Mann schafft es, am Wochenende zweimal Sport zu machen, er braucht de Ausgleich unbedingt.. Ich möchte mir auch wieder etwas suchen, das ich regelmäßig mache, schaffe es gerade aber nicht.

    Was mich fertig macht, ist, dass ich so auf Effizienz getrimmt bin, dass ich jeden Moment, den die Kinder sich selbst beschäftigen oder mit meinem Mann verbringen, erstmal für Haushalt oä nutze, anstatt mir einen Tee zu kochen und durchzuatmen. Es ist ganz schwer für mich, aus diesem Automatismus raus zu kommen. Wenn ich wirklich ausspannen möchte, muss ich über’s Wochenende wegfahren (zb Wanderreiten). Das ermöglichen wir uns mehrmals im Jahr, um den Akku wieder aufzuladen.

    Das Anstrengendste überhaupt finde ich die emotionale Begleitung der Kinder durch Wutanfälle uä. Der Große ist gefühlsstark und braucht sehr viel Zuwendung, das frisst meinen Mann und mich geradezu auf…

  5. Berit

    Hallo Sophie, ich wollte mal einen kleinen Gruß schicken und sagen, you are missed. Just in case you don’t know. 😉 Mir fehlt die Inspiration durch deine Blogartikel, ich habe immer sehr gern gelesen, was du geschrieben hast. Vielleicht liest du das ja und freust dich einfach darüber. Alles Gute für dich weiterhin, im offline oder online Leben ;-)!!!

  6. Irina

    Hallo liebe Sophie, vielen Dank für den wertvollen Content. Du sprichst mir aus der Seele. Wir haben ständig und immer etwas zu tun, 1000 To-Do-Listen und es ist kein Ende in Sicht, auch wenn die Kinder größer werden… Der ganz normale Wahnsinn halt. 🙂 Und du hast Recht, träumen ist erlaubt und sogar ganz wichtig. Wo wären wir, wenn wir keine Träume hätten? Mein Traum war es, etwas zu machen, um unsere kleinen Superhelden zu stärken. Schau doch auch gerne bei mir vorbei und hiterlass mir doch ein kurzes Feedback. Ganz liebe Grüße Irina vom AnLe Verlag 🙂 http://www.anle-verlag.de
    PS: Du scheinst schon länger nichts mehr geschrieben zu haben. Mach weiter, es steckt so viel Herz darin und liest sich wunderschön. 🙂

  7. Dein Blogbeitrag hat mich echt berührt. Deine offene und ehrliche Beschreibung des Alltags einer Mutter mit drei Kindern auf vollen 80 Quadratmetern hat mich zum Nachdenken gebracht. Es scheint, als würde dieser „ganz normale Wahnsinn“ heutzutage vielen von uns sehr nahekommen.

    Es ist bewundernswert, wie du deinen Tag jonglierst – zwischen Kinderbetreuung, Jobs und der ständigen Herausforderung, Zeit für dich selbst zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass es in solchen Momenten schwierig ist, einfach mal nichts zu tun, ohne dass der Gedanke an die To-Do-Liste im Hinterkopf lauert.

    Die Diskussion um die Balance zwischen Arbeit, Familie und persönlicher Zeit ist heutzutage so präsent. Deine Offenheit darüber, wie du versuchst, dem gerecht zu werden, ist ermutigend. Die Sehnsucht nach Entschleunigung ist verständlich, und deine Träume von besserer Kinderbetreuung und einer ausgewogeneren Arbeitszeit sind für viele von uns wohl ähnlich.

    Es ist bewundernswert, wie du versuchst, in diesem hektischen Alltag deine Leidenschaft für Yoga und deine Arbeit aufrechtzuerhalten. Du zeigst, dass Hingabe und Anstrengung oft Hand in Hand gehen, während du den ständigen Balanceakt meisterst.

    Deine Geschichte ruft sicherlich bei vielen Lesern Resonanz hervor. Ich bin gespannt darauf, ob andere ähnliche Erfahrungen teilen oder vielleicht Tipps haben, wie sie es geschafft haben, ihren Alltag zu entschleunigen, ohne auf finanzielle Stabilität zu verzichten.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Hoffnung, dass sich die Dinge für dich und deine Familie zum Besseren wenden. Danke für deine Offenheit und dafür, dass du einen Blick in deinen Alltag gewährt hast.

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