Babys impfen – aber wann?

Seit Wochen schleiche ich immer wieder um ein Thema rum und traue mich nicht so recht. Zu böse sind immer die Diskussionen, zu schwarz und weiß die Ansichten, zu fies die gegenseitigen Vorwürfe. Und trotzdem will ich darüber schreiben, weil ich hier doch so gut wie immer über die Themen spreche, die mich akut bewegen. Also los, Augen zu und durch: Es geht ums Impfen.

Das Räupchen ist bald fünf Monate alt – und noch nicht geimpft. Und auch bei der bald anstehenden U5 habe ich nicht vor, sie impfen zu lassen, weshalb wir nun auch die Kinderarztpraxis wechseln mussten (mit der wir aber auch aus anderen Gründen unzufrieden waren). Denn unsere bisherigen Kinderärzte tolerieren keine alternativen Impfentscheidungen. Dort wird streng nach STIKO (Ständige Impfkommission) geimpft und Abweichler werden mit dem Rausschmiss bestraft.

Deswegen haben wir nun beschlossen, selbst zu gehen. Denn ich möchte als Mutter darüber mitentscheiden, wie mein Kind medizinisch behandelt wird. Und aus diversen Gründen habe ich mich nun gemeinsam mit dem Mann dazu entschieden, dem Räupchen noch etwas Zeit bis zur ersten Impfung zu geben.

Meine Kinder werden geimpft

Noch etwas Zeit bis zur ersten Impfung. Denn genau: Dass wir unsere Kinder impfen lassen, steht für den Mann und mich außer Frage. Ich will, dass meine Kinder gut geschützt sind, dass sie möglichst wenig leiden müssen, selten krank werden und von Komplikationen oder schlimmen Spätfolgen verschont bleiben. Und auch den sozialen Aspekt des Impfens finde ich wichtig. Denn in einer Gesellschaft, in der nicht oder kaum geimpft würde, würden viele Krankheiten deutlich häufiger grassieren – und diese Krankheiten wären zwar für den überwiegenden Teil der Menschen vielleicht nicht so schlimm, für eine Minderheit jedoch umso mehr (chronisch Kranke, Menschen mit Immunsupression etc.).

Die Frage, die ich mir stelle, ist trotzdem: Wann ist der richtige Zeitpunkt, mein Kind zu impfen? Ist es wirklich nötig, bereits wenige Wochen alte Säuglinge mit einem völlig unreifen Immunsystem zu impfen? Und wie wirksam kann so eine frühe Impfung überhaupt sein?

Beim Hübchen habe ich mir damals diese Fragen noch nicht gestellt. Er wurde ganz STIKO-konform gegen den dritten Lebensmonat das erste Mal geimpft und das ging auch alles gut. Dass ich mir damals so wenige Gedanken um sein noch nicht besonders trainiertes Immunsystem machte, mag vielleicht daran gelegen haben, dass mein Hübchen von Beginn an ein sehr großer Säugling war, zu Beginn auch deutlich weiter entwickelt als seine Altersgenossen. Demzufolge kam es mir gar nicht kritisch vor, ihn bereits mit drei Monaten das erste Mal impfen zu lassen. Er wirkte einfach so dermaßen fit und agil, dass ich überhaupt kein Risiko sah.

Eine Impfung für ein unreifes Immunsystem?

Das drei Monate alte Räupchen erschien mir im Vergleich noch vergleichsweise unfertig. Und zeitgleich setzte ich mich damit auseinander, dass auch Immunsysteme erst reifen müssen. Das noch unreife Räupchen-Immunsystem mit diversen Impfungen zu traktieren, erschien mir plötzlich falsch. Und erscheint es mir immer noch.

Ich habe mich also ein bisschen belesen (nein, keine Verschwörungsseiten im Internet) und zusätzlich die Impfberatung der Anthroposophischen Klinik in Herdecke besucht. Und auch wenn ich nach wie vor nur ein gefährliches Halbwissen besitze, sind bei mir ein paar Leuchten angegangen – und es ist der Wunsch gereift, eine eigene Impfentscheidung zu treffen. Unterm Strich habe ich schließlich abgewägt und entschieden, dass es sehr wahrscheinlich mehr Vorteile als Schaden bringt, wenn wir mit dem Impfen beim Räupchen noch etwas warten.

Nachdem ich ein paar neue Dinge rund ums Impfen erfahren habe, war ich sogar beinahe empört darüber, dass sich einige beliebte Aussagen oder Ratschläge von Kinderärzt*innen als völlig unwahr oder doch zumindest ziemlich zurechtgebogen entpuppten. Dazu gehören diese hier:

„Je jünger das Baby, desto besser verpackt es die Impfung“

Das ist ein sehr beliebter Spruch von Kinderärzt*innen – und oberflächlich betrachtet stimmt er sogar: Die Impfreaktion (Fieber) fällt bei kleinen Säuglingen tatsächlich glimpflicher aus. Hohes Fieber ist selten, manche Babys reagieren sogar gar nicht. In der Impfberatung wurde mir jedoch erklärt, warum das so ist: Das noch unreife Immunsystem von Babys reagiert nur wenig auf die Impfung. Deshalb entwickelt der Körper kein Fieber. Das bedeutet jedoch leider auch, dass der Sinn der Impfung gewissermaßen verpufft. Denn der Körper soll ja gerade auf die Impfung reagieren und Antikörper bilden. Fieber nach der Impfung ist demnach ein gutes Zeichen und kein Elternteil sollte sich wegen der höheren Wahrscheinlichkeit einer Impfreaktion vor dem Impfen in höherem Kindesalter ängstigen. In Zusammenhang mit Fieber hört man von Ärzt*innen zudem leider auch oft folgende Aussage:

„Ich schreibe Ihnen mal Paracetamolzäpfen auf. Wenn das Fieber zu hoch steigt, geben sie dem Baby eins“

Tja, was heißt denn genau „zu hoch“? Und ist das Fieber nach dem Impfen wirklich gefährlich? Die Ärztin in der Impfberatung sagt ganz klar: Nein! Kinder verpacken auch sehr hohes Fieber sehr gut und gerade nach dem Impfen sollte das Fieber nicht gesenkt werden, da dieses signalisiert, dass der Körper genau das tut, was er soll: Antikörper bilden und gegen die unerwünschten Eindringlinge kämpfen. Für mich ist die Impfreaktion damit eigentlich eher ein Grund, mein Baby erst später impfen zu lassen. Denn einen 10 Wochen alten Säugling mit 40°C Fieber möchte ich auch nicht abends daheim haben. Bei älteren Babys macht hohes Fieber hingegen deutlich weniger Angst, denn dann kenne ich mein Kind schon besser, kann seine Reaktionen besser einschätzen und ggf. dann eingreifen, wenn es nötig wird. Ein anderer beliebter Mythos, den Kinderärzt*innen oft verbreiten, wenn es ums möglich frühe Impfen geht, ist außerdem:

„Ungeimpfte Kinder stecken mir im Wartezimmer alle anderen an“

Dies ist auch der offizielle Grund, warum unsere alte Kinderarztpraxis keine nach dem 6. Lebensmonat ungeimpften Kinder akzeptiert. In der Tat ist es natürlich wahrscheinlicher, dass in einer Kinderarztpraxis, in der die meisten Kinder nicht oder nur unzureichend geimpft sind, diverse Krankheiten häufiger umgehen. Jedoch können auch geimpfte Menschen Überträger von Krankheiten sein, gegen die sie eigentlich geimpft sind. Die Krankheit bricht bei ihnen dann zwar nicht aus, dennoch übertragen sie sie. Diesen meinen Einwand konnte auch unser alter Kinderarzt nicht entkräftigen, sondern lächelte mich nur müde an. Gerade bei Keuchhusten, der für kleine Säuglinge eine große Gefahr darstellen kann, ist eine Übertragung durch eigentlich geimpfte Menschen sogar sehr häufig. Deswegen sollte man sich nie auf die Impfung verlassen, sondern mit kleinem Baby immer aufmerksam bleiben! Insgesamt finde ich es zudem ziemlich frech, Babyeltern mit dem Argument der hohen Ansteckungsgefahr unter Druck zu setzen. Denn ich glaube kaum, dass Babys unter einem Jahr eine so große Rolle bei der Verbreitung von Krankheiten in Kinderarztpraxen spielen. Meistens sind es doch eher die älteren Geschwister, die als Virenschleuder fungieren.

Dem Baby und seinem Immunsystem Zeit geben

Mittlerweile lest ihr sicher schon raus, was mir beim Thema Impfen ein Anliegen ist: Ich mag einfach ungern unter Druck gesetzt und verunsichert werden. Ich möchte nicht mit Halbwahrheiten abgespeist, sondern ernst genommen werden. Und ich möchte nicht in resignierte Arztgesichter blicken, die genervt davon sind, dass ich schon das dritte ihrer angeblichen Totschlagargumente entlarvt habe.

Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass ich mein Kind keinem riesigen Risiko aussetze, wenn ich noch einige Monate bis zur ersten Impfung warte. Stattdessen denke ich nämlich, dass ich ihrem Immunsystem damit einen Gefallen tue und sogar die Wirksamkeit der dann späteren Impfung erhöhe. Ein reiferes Immunsystem kann schließlich besser auf die Impfung reagieren und einen wirksameren Schutz aufbauen.

Sicher sein, dass das Kind auch wirklich gesund ist

Hinzu kommt, dass ich durch späteres Impfen einige Monate gewinne, in denen ich mein Baby gut beobachten kann. Denn auch wenn ich es nicht hoffen will, vielleicht entwickelt das Räupchen ja noch gesundheitliche Probleme, die eine Kontraindikation zum Impfen darstellen würden? Mit Verschwörungstheorien von Impfgegner tue ich mich nämlich genauso schwer wie mit dem strengen STIKO-Impfen. Und ein häufiges Argument der Impfgegner sind ja die sogenannten „Impfschäden“. Ich persönlich halte es jedoch für viel wahrscheinlicher, dass bereits angelegte Krankheiten durchs Impfen getriggert werden und danach auftauchen. Mir erscheint es demnach logisch, nicht schon die kleinsten Babys zu impfen, sondern einige Zeit zu warten, um auch völlig sicher zu sein, ein gesundes Kind zu haben, dessen Körper sich durch die Impfung nicht durcheinander bringen lässt.

Die Ärztin bei der Impfberatung wies zudem auf einen mir bis dato unbekannten Faktor hin: Bei normalerweise gesunden Kindern haben einige Krankheiten, gegen die geimpft werden kann, sogar einen Nutzen. So erkranken Frauen, die Mumps durchgemacht haben, statistisch deutlich seltener an Eierstockkrebs. Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, verhält es sich mit den Röteln bei Männern ähnlich (also nichts mit Eierstöcken, aber vermutlich dann irgendwas mit den Hoden oder so). Gleichzeitig kann Mumps bei Männern jedoch für Unfruchtbarkeit sorgen, während die Röteln bei schwangeren Frauen zu Missbildungen am Fötus führen können.

Persönliche Kosten/Nutzen-Rechnung vs. Herdenschutz

Für die Ärztin der Impfberatung war an dieser Stelle klar, dass man hier eine persönliche Kosten/Nutzen-Rechnung aufstellen kann. Kleine Jungs könnten wegen der möglichen Spätfolgen gegen Mumps geimpft werden. Als Frau könne man sich im jungen Erwachsenenalter gegen Röteln impfen lassen um sich in einer etwaigen Schwangerschaft zu schützen.

Man könne aber genauso gut sagen: Aufgrund der sozialen Verantwortung lasse ich sowohl meinen Sohn als auch meine Tochter gegen beides impfen. Ich persönlich entscheide mich bei meinen Kindern ganz klar für letzteres. Denn irgendwo gibt es bestimmt eine Schwangere, die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft werden kann. Oder einen kleinen Jungen mit Immundefekt, der trotzdem gerne auf Mumps verzichten würde.

Alternative Impfmodelle

Trotzdem möchte ich gerne eine individuelle Impfentscheidung fällen und mein Kind nicht komplett dem Fahrplan der STIKO unterwerfen. Unterstützt werde ich darin durch den Fakt, dass die Impfkommissionen anderer westeuropäischer Länder teils ganz unterschiedliche Impfempfehlungen rausgeben. Die deutsche STIKO scheint im Vergleich ziemlich streng und eher konservativ eingestellt.

In der Impfberatung wurde als Alternative speziell das Norwegische Modell erwähnt. Hier wird zum Beispiel die 6-Fach-Impfung nur drei Mal geimpft, während in Deutschland vier Impftermine angesetzt sind. Der Impfschutz ist trotzdem derselbe. Ich finde also, dass es sich lohnt, mitzudenken. Denn ein älteres Baby mit reiferem Immunsystem benötigt zum Beispiel nur eine niedrigere Dosis – und damit wäre das norwegische Modell eine sinnvolle Alternative.

Ich hoffe nun, dass ich in unserer neuen Kinderärztin eine Ärztin gefunden habe, die mit mir gemeinsam einen guten Impfzeitpunkt fürs Räupchen bestimmt. Aktuell denke ich, dass es zum Frühjahr passend wäre, wenn die Zeit der ständigen Infekte vorüber ist. In dem Zusammenhang gibt es auch noch eine Aussage, die ich bitte niemals mehr hören möchte: „Erkältung? Das macht nichts, da impfen wir trotzdem!“. Ja, denke ich, ihr könnt da gerne impfen, aber nicht meine Tochter! Ich habe nämlich nur diese eine und deswegen entscheide ich selbst über den richtigen Zeitpunkt!

Und jetzt ihr!

Zuerst eine wichtige Abschlusserklärung: Alles, wirklich alles in diesem Text entspringt meinem gefährlichen Halbwissen. Ich habe diese Informationen zwar aus Gesprächen mit und Texten von Mediziner*innen gezogen, verweise dennoch auf ihre mögliche Lückenhaftigkeit oder etwaige Fehler. Zudem gibt es zu jeder Studie immer mindestens eine Gegenstudie. Bitte sprecht immer mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt eures Vertrauens, wenn es um medizinische Angelegenheiten geht und verlasst euch niemals völlig auf irgendwelchen Quatsch, den irgendwo jemand ins Internet geschrieben hat. 😉

Und eine letzte Bitte: Ich freue mich auf eure Kommentare und bin gespannt, wie ihr zum Thema Impfen bei Babys steht. Aber bitte bleibt respektvoll und freundlich, auch wenn ihr eine völlig gegenteilige Meinung zu meiner Haltung oder der eurer Vor-Kommentatorin habt. Es fühlt sich für mich irgendwie doof an, diese Bitte zu formulieren, weil auf diesem Blog bis auf ganz wenige Ausnahmen immer total nett und respektvoll kommentiert wird. Weil ich aber auf anderen Seiten bereits so viele entgleisende Diskussionen rund ums Impfen gelesen habe, möchte ich besser vorbeugen. Ich hoffe, ihr verzeiht mir. 😉

80 Kommentare zu „Babys impfen – aber wann?

  1. Wir haben einen anthroposophischen Kinderarzt. Der impft auch gerne alternativ, überlässt die Entscheidung aber den Eltern. Unsere Kinder sind alle erst mit einem Jahr das erste mal geimpft worden. Vieles kann man auch in Einzeldosen impfen. Es ist möglich. Und ich bin auch FÜR das Impfen. Aber ich finde, man kann überlegt impfen.
    Bei unserem Kinderarzt ist die Praxis so getaktet, dass man nicht lange warten muss. Also eigentlich wartet man nie und die Kinder wollen immer hinterher noch im Wartezimmer spielen, weil sie vorher keine Zeit dazu hatten. 😀 Man kommt also nie wirklich mit anderen Krankheiten in Kontakt.

    • Klingt traumhaft mit den kurzen Wartezeiten. Der alte Kinderarzt hat uns zur U2 an Räupchens 5. Lebenstag über eine Stunde warten lassen (zum Glück war Sommer und ich bin dann mit ihr rausgegangen. Das Baby-Wartezimmer war nämlich voller hustender und schniefender Einjähriger ?). Während der Behandlung durfte ich mir dann anhören, dass er für U2’s ja auch eigentlich gar keine Zeit hat, das wird ja aus guten Grund sonst im Krankenhaus gemacht (Unterton: Wo eine Geburt ja eigentlich hingehört ?). In unserer Stadt herrscht aber eh ein Mangel an Kinderärzten. Ich hab deswegen schon ab die kassenärztliche Vereinigung geschrieben. Deren Antwort: Es gibt keinen Mangel. Scheint meine Wahrnehmung wohl verzerrt zu sein. ?

  2. Hey. Ich finde es sehr mutig, dass du das Thema gewählt hast und auch veröffentlichst. Toller Artikel!
    Wir haben unseren ersten Sohn erst mit zwei Jahren geimpft und auch beim zweiten Kind werden wir warten.
    Ich sehe die strenge Einhaltung der Stiko-Impfempfehlung auch kritisch, bin für das Impfen. Wer sich mit dem thema beschäftigt merkt, dass andere Länder andere Impfschemen hat und diese sinnvoll sind.

    • Danke dir, ich hab mich auch ehrlich gesagt ein bisschen gefürchtet. ? Aber eure Antworten sind toll und die Angst war wohl unnötig. ? Wie so oft gibt es zwischen schwarz und weiß ja ziemlich viele Grautöne und ich fänd es toll, wenn Kinderärzte das Thema mit weniger Angst behandeln würden. Vielleicht wenden sich auch deswegen so viele Eltern komplett vom Impfen ab, weil die Ärzte so einen wahnsinnigen Druck in Richtung STIKO-Impfen machen. Es wäre sicher hilfreicher, stattdessen über alternative Impfwege zu informieren.

  3. Kürbisköpfchen

    Liebe Sophie, zunächst mal: Ich bin ein großer Fan deines Blogs (tatsächlich ist es der einzige den ich gerne und regelmäßig lese). Das liegt vor allem daran, dass ich mich in ganz vielen Artikeln wiedererkenne. Dieser Beitrag kommt auch mal wieder zur für mich richtigen Zeit. Heute habe ich eigentlich den 3. Impftermin für die 6fach mit meiner Tochter, werde ihn aber (mal wieder) absagen, bzw. verschieben. Grund dafür ist eine Erkältung mit leichter Temperatur und Zahnen bei der Kleinen. Genau wie Du habe auch ich einen älteren Sohn und er wurde “nach Stiko-Programm“ geimpft. Er hat alles prima vertragen, war aber z. B. im ersten Lebensjahr fast nie krank (bis auf 1x Drei Tage Fieber). Anders seine kleine Schwester. Sie ist jetzt 15 Monate alt und sehr häufig erkältet. Die allererste Impfung habe ich daher fast bis zum 1. Geburtstag herausgezögert. Außerdem neigt sie leider Gottes zu Fieberkrämpfen und das schon ab 38,5! Von daher muss ich tatsächlich frühzeitig mit Zäpfchen arbeiten, obwohl ich die bei meinem Sohn nur dann gebe, wenn er wirklich unter dem Fieber leidet oder Schmerzen hat. Aber gut, der Einsatz von Paracetamol und Co. ist ein eigenes Thema… Ich denke, es ist wichtig zu impfen, aber man sollte sich auf sein Gespür verlassen, um dann abschätzen zu können, wann der richtige Zeitpunkt für das eigene Kind ist. Dass Du den Kinderarzt gewechselt hast war mit Sicherheit richtig. Unsere Ärztin ist sehr tolerant und respektiert die Meinung der Eltern, auch wenn sie sie nicht immer teilt. Ich denke auch, dass es sich lohnt, eine oder mehrere verschiedene Impfberatungen anzuhören. Letztendlich muss man aber natürlich immer abwägen. Gefährlich finde ich Internetseiten oder Berichte über Impfschäden, die bei objektiver Betrachtung häufig gar keine sind. Sie verunsichern nur unnötig und machen Eltern ein schlechtes Gewissen.

    • Danke für das schöne Lob. Und ich sehe es genau wie du, dass man auf das individuelle Kind schauen sollte. Das fehlt mir leider oft bei den Ärzten, die nur ihre simplen Lehrmodelle im Kopf haben. Von unserem alten Kinderarzt hab ich mich am Ende geradezu verarscht gefühlt, weil er mir immer weiter Plattitüden vorkaute, obwohl er längst gemerkt hatte, dass ich informiert bin.

      Impfgegner Meinungen finde ich auch schwer erträglich. Ehrlich gesagt habe ich im Text auch nur über die positiven Aspekte der Impfberatung geschrieben. Insgesamt war es jedoch teils echt schwierig, da unter den Teilnehmenden auch beinharte Verschwörungstheoretiker waren und auch die Ärztin diesen Ansichten nicht abgeneigt war. Sie vertrat z.B. die unbedingte Meinung, dass Kinderkrankheiten wichtig für die kindliche Entwicklung seien und ihre Töchter seien schließlich alle durch den Keuchhusten trocken geworden. Klar, dachte ich, und alle geimpften Menschen pieseln in die Hose bis die 25 sind. ?

  4. Gis

    Liebe Sophie! Danke für Deinen Text zum Impfen, der mir so aus dem Herzen spricht. Wir haben unsere 3 Kinder auch erst mit 1 Jahr impfen lassen und auch nicht komplett. Zum Glück haben wir seit dem 2. Kind einen Kinderarzt, der die Eltern in die Entscheidung einbindet und wirklich aufklärt. Leider wird die ‚Aufklärung‘ oft auf die Überreichung einer Broschüre eines Pharmakonzerns beschränkt. Ich finde es toll, dass es Impfungen gibt, aber man muss kleinen Babys nicht alles impfen. Manches kann man guten Gewissens auch weit verschieben, auch ohne den Herdenschutz zu gefährden. Hepatitis z.B.
    Ich finde es wirklich schade, dass viele Eltern blind Empfehlungen folgen ohne diese zu prüfen und man dann etwas schief angeschaut wird, weil man es gewagt hat, diesen Empfehlungen nicht zu folgen…
    Alles Gute für Euch, ich mag Deine pragmatische und humorvolle Art, in der Du über Euer Leben berichtest.

    • Ich bin auch der festen Überzeugung, dass vor allem deswegen so früh geimpft wird, weil Ärzte dann den besten und häufigsten Zugriff auf die Kinder haben.

      Ärgerlich macht mich genau wie dich vor allem eine unzureichende Aufklärung voller Halbwahrheiten. Bei Hepatitis B ist es ja z.B. so, dass die Krankheit vor allem über Geschlechtsverkehr übertragen wird. Eine gute Aufklärung im Sinne von Safer Sex wäre da genauso sinnvoll wie eine Impfung (oder sogar sinnvoller weil das noch vor weiteren Krankheiten schützt!). Dasselbe gilt für diese unsägliche Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Da ist es eh völlig absurd, dass die Impfempfehlung nur für Mädchen gilt, obwohl auch Jungs die Viren übertragen.

  5. Josi

    Hey Sophie, wieder mal ein interessanter Text! Und wie bei eigentlich allen Themen, die Kinder (und ihre Mütter – ausschließlich Mütter!!) betreffen, gibt es auch beim Impfen gesellschaftlich sehr gefestigte Alltagswahrheiten. Ich mag es, wie du die Themen immer anpackst ohne das eine besser als das andere darzustellen! ?? Zum Impfen: wir haben unser Medi sehr früh impfen lassen, weil wir in ihrem ersten Lebensjahr so viel unterwegs waren, dass wir sie vor Krankheiten schützen wollten. Denn wer weiß, ob der Sitznachbar im Flieger geimpft ist oder sie sich im mexikanischen Spielplatz nicht irgendwas einfangen kann. Eigentlich wollte ich das nicht, auch wegen des noch schwachen Immunsystems. Aber bei uns war es ein Abwägen und bis jetzt toi toi toi läuft alles gut! Womit ich gerade kämpfe sind Kita-Gegnerinnen, weil da das Kind ja ständig krank ist und zur Erzieherin Mama sagt und und und…. warum ich das schreibe? Weil ich immer dachte, dass die Kinder bei Kita-Eintritt gegen Mumps, Masern, Röteln geimpft sein MÜSSEN – was, wie mir die Kitaleitung erklärt hat, garnicht stimmt! Eltern müssen lediglich nachweisen, dass sie über die Impfempfehlungen vom Arzt aufgeklärt worden sind. Und das habe ich so leider nie davor gelesen oder gehört. Und dann fühlt man sich doch irgendwie nur halbherzig aufgeklärt seitens Kinderärzte und Gesundheitseinrichtungen und somit in seiner Entscheidung manipuliert. Lieben Gruß, Josi

    • Danke für das Lob! ? Meines Wissens dürfen Kitas selbst entscheiden ob sie ungeimpfte Kinder aufnehmen oder nicht. In unsere Kita wurden wir glaube ich nicht explizit gefragt, die Bescheinigung vom Kinderarzt gab nur Auskunft über den aktuellen Gesundheitsstatus.

  6. mixmax

    danke für diesen nicht hetzerischen sondern mal wirklich guten text zum impfen – habe wieder ein paar sachen gelernt! was ich noch hinzufügen kann: eine nahe verwandte ist seit über 20 Jahren Kinderkrankenschwester in einem großen Uniklinikum und gleichzeitig auch ausgebildet in Homöopathischer Behandlung (was nicht heißt, dass das qualifizieren soll für irgendwas, sondern zeigt, dass sie eher alternativ eingestellt ist aber trotzdem schulmedizinisch erfahren und ausgebildet). Sie meinte auch mit den ersten Impfungen könne man locker über die 3 Monate hinaus warten, 5, 6 7 Monate oder eben wann es einem im ersten lebensjahr entgegenkommt. Ich habe meine kinder gegen hepatitis B (oder war es c? jedenfalls eine Impfung die noch nicht von der Stiko empfohlen ist) impfen lassen, weil die Verwandte auch das empfohlen hat da sie schon einige schlimme verläufe gesehen hatte. Bei meiner älteren Tochter mussten 2 IMpfungen dafür sein, bei der jüngeren, bei der wir früher angefangen hatten, sollten es 3 werden. jetzt sollte die dritte im sommer anstehen, und mein kinderarzt meinte nun bei der letzten U vor ein paar tagen, dass wir uns das auch überlegen könnten, ob die dritte eigentlich sein müsste, 2 schützen auch schon gut meinte er. solche aussagen finde ich immer ganz gut, wenn der arzt auch abwägt, ob er das kind wirklich nochmal piksen muss (nicht falsch verstehen, ich bin für jeden piks, der sinn macht!) oder ob es auch so reicht. bei masern mumps röteln etc und auch bei vielen anderen impfungen bin ich auch der meinung, dass der herdenschutz eines der wichtigsten argumente ist – ich bin schon froh, wenn beim abholen aus dem kindi nicht dauernd die masern rumschwirren, die unser bald 3. baby dann hoffentlich nicht mitnehmen muss, nur weil es zum abholen halt mitkommen muss und man es manchmal auch nicht draußen stehenlassen kann.

  7. Doreen

    Interessante Sichtweise. Ich würde zwar die Stiko-Empfehlung beachten und mich daran halten, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Eltern bei solchen Entscheidungen durchaus einbezogen werden sollten.

    Nur eine Sache: Dass „Anthroposophie“ der größte esoterische Schwachsinn ist, der so rumfleucht, das ist dir hoffentlich klar?

  8. Kathi

    Hallo Doreen.

    Die Anthroposophische Medizin ist zunächst nur eine ganzheitliche und komplementär-medizinische Bewegung.
    Eltern sollten des weiteren die Entscheidung über die Impfung ihrer Kinder tragen .. nicht nur “einbezogen werden“.

    • Doreen

      Hi Kathi,

      Anthrposophie, wenn man sie nach Steiner versteht, ist Esoterik und nichts weiter.
      Einbeziehen, Entscheidung treffen – sei’s um die Begrifflichkeit. Fakt ist, dass die Mediziner wissen, was sie tun. Und wenn man denjenigen welchen gefunden hat, zu dem man Vertrauen hat und dessen Vorgehensweise man schätzt, dann sollte man solche Entscheidungen auch – mit eigener Einmischung – abgeben.

      • Mela

        Mediziner/Ärzte wissen nicht unbedingt immer so genau, was sie da eigentlich impfen.

        • Doreen

          Dann hast du einen schlechten Arzt und solltest den wechseln.

          • Mela

            Wir haben den richtigen. Er impft nicht 😉

          • Doreen

            Dann solltet ihr definitiv wechseln!
            Unverantwortlich…
            ich wünsch es deinem Kind zwar nicht – aber was wird es wohl zu dir sagen, wenn es z.B. im Erwachsenenalter an Polio erkrankt?
            Was wirst du sagen, wenn es an Masern stirbt?

  9. Mela

    Das Thema Impfen wird leider oft sehr kontrovers und emotionsgeladen diskutiert. Wir haben bisher (13 Monate) nicht geimpft und tendieren zu gar nichts/wenig impfen lassen ab 1.5 Jahren. Ich finde die Entscheidungsfindung sehr schwer, weil man große Mühe hat, an fundierte Quellen zu kommen. Jede Mama/jeder Papa steht vor dieser Entscheidung und bei diesem Thema muss leider auch jeder für sich entscheiden. Einfach ist es nicht und die Stiko tendiert zu immer mehr immer früher. Leider gibt es immer seltener Einzelimpfstoffe, was das individuelle Impfen immer unmöglicher macht. Danke für deinen Blogpost.

    • Ein wirklich mutiges Thema hier. 😉
      Und natürlich sammeln sich hier auch gleich die Impfgegner an.
      @Mela: Vielleicht sollte man den Profis der Stiko auch einfach trauen und muss gar nicht so viel hintergfragen?

      • Lisa

        Klar sollte man ein gewisses Vertrauen den Fachleuten gegenüber aufbringen,… aber wenn dir einer sagt:“Von Schokolade wirst du schön und schlank-dann glaubst du es auch gleich?“ Blöder Vergleich, aber hoffentlich verständlich was ich damit ausdrücken will. Wer weiß schon, ob heute noch umfangreiche Studien geführt werden und sich nicht nur auf frühere Tests usw verlassen wird. Warum werden nicht kostenfreie Titer-Bestimmungen nach jeder vollständigen Impfe angeboten?Somit kann man auch gleich sehen, ob es überhaupt was gebracht hat. Denn nur weil das Kind geimpft ist heißt das ja nicht das es auch Antikörper gebildet hat… somit kann doch auch nie ein kompletter Herdenschutz oder eine Ausrottung statt finden…?!

    • Kera

      Hallo… Du schreibst wenig impfen. Was zieht ihr in Betracht zu impfen?

  10. Mela

    Wir entscheiden immer wieder aufs Neue dafür oder dagegen und ab einem gewissen Alter, kann man die Kinder mit ins Boot holen und über Chancen und Risiken des Impfens sprechen. Ein schwerer Masernverlauf ohne Fiebersenkung ist sehr sehr selten. Und Polio in Dtl zZ nicht verbreitet… Reisen in Risikogebiete nicht geplant. Wir vergessen manchmal, dass das Leben gefährlich ist. Ich kann auch nicht gegen einen Verkehrsunfall oder Blitzschlag impfen.
    Jeder muss selbst abwägen und die Konsequenzen (in beide Richtungen) tragen.

    • Doreen

      Deine Argumente sind keine!

      Schwerer Verlauf sehr sehr selten – ja, aber möglich. Und dieser Möglichkeit willst du deinem Kind aussetzen?

      Polio in Deutschland nicht verbreitet – ja, weil sie durch Impfungen ausgerottet wurde. Grade bei ansteckenden Krankheiten arbeiten Menschen wie du dagegen, dass das auch so bleibt und setzen dazu noch diejenigen der Gefahr aus, die sich nicht impfen lassen KÖNNEN.

      Gegen Blitzschlag und Verkehrsunfall kann man nicht impfen – ja leider! Wenn ich es könnte, würde ich mein Kind davor bewahren können. Und du willst deine Kinder nicht vor dem bewahren, was aber eigentlich in deiner Macht stünde.

      Mir geht bei so viel unverantwortlicher lalala-dasLebenistschön-Blauäuigkeit echt die Hutschnur hoch.

      • Mela

        Du lässt außer Acht, dass auch Impfungen tödlich enden können (auch sehr selten, jedoch möglich). Ich selbst habe kurz nach einer Impfung schweres Asthma bekommen… sehr selten, aber möglich. Es ist immer eine Chancen-Risiken-Abwägung im Individualfall.

        • Doreen

          Lies einschlägige Studien dazu und vernünftige Abwägungen von Pro und Kontra, dann wirst du zu dem selben Schluss kommen wie ich.

          • Mela

            Ich bin sehr offen für einschlägige Studien- bitte nenne mir doch gern diese, sowie die besagte Literatur. Ich würde mich gern weiter einlesen. Danke.

    • „Und Polio in Dtl zZ nicht verbreitet…“
      Weil man impft! Jesses…

  11. Doreen

    Folgender Artikel (die wiederum auf entsprechenden Studien basieren und auf diese verweisen) stellt eine gute Basis dar:

    https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/bundesgesundheitsblatt/2009/2009-sicherheit-impfstoffe.pdf;jsessionid=4F055CA5FC3AD38DEC38E7954B226AE4.2_cid344?__blob=publicationFile&v=3
    Hier wird dezidiert auf einzelne mögliche Nebenwirkungen und auf unterschiedliche Impfungen eingegangen

    Eine wirklich umfassende Studie (die dem ein oder anderen evtl. auch schon bekannt ist) ist hier zu finden:

    https://www.kiggs-studie.de/deutsch/home.html

    Viel Spaß beim Lesen, da sitzt man einige Zeit 😉

    Alles Gute dir und deinen/deinem Kind(ern).

    • Doreen

      Oh, ich vergaß, das dazuzuschreiben: Die KiGGS-Studie bezieht sich nicht nur auf’s Impfen; interessant zu Lesen sind allerdings auch die anderen Abschnitte.

  12. Doreen
  13. Mela

    Herzlichen Dank. Ich lese.
    Die KiggsStudie (die lange Originalfassung) ergibt doch allerdings, dass gerade ungeimpfte Kinder „gesünder“ sind – sprich weniger häufig an chronischen Krankheiten leiden.

    • Mela

      Bei der KiggsStudie wurden doch zB Migranten beim Thema Impfen ausgeklammert.

  14. Markus

    Hallo,
    dein Kinderarzt war schlecht informiert, geimpfte Kinder die sich anstecken tragen zwar z.B. den Masernvirus in sich, können ihn aber nicht übertragen.

    http://www.navigator-medizin.de/eltern_kind/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-kinderkrankheiten/klassische-kinderkrankheiten-und-andere-infektionen/masern/4060-koennen-geimpfte-kinder-die-masern-auf-ungeimpfte-kinder-uebertragen.html

    Insofern ist es vielleicht wirklich besser die geimpften und ungeimpften Kinder zu trennen, mein Kleiner kann erst in 4 Monaten gegen Masern geimpft werden und da sind ungeimpfte Kinder für ihn ein beträchtliches Risiko.

    Ich glaube der Stiko , lasse genau nach Plan impfen.

    Hat der Kleine bisher auch prima vertragen, gab keinerlei Komplikationen. Und klar bei der ersten Impfung war er noch seeeeehr klein. Dafür brauche ich mich seitdem nicht mehr nervös umzusehen wenn in der U Bahn gehustet wird: Gegen Keuchhusten ist er geschützt 🙂

    • Keuchhusten ist leider genau die Krankheit, die auch geimpfte Menschen häufig übertragen. Zudem besteht wohl auch nach korrekter Impfung überhaupt nur in ca. 60% der Fälle ein ausreichender Schutz gegen Keuchhusten. Es ist eben leider nicht immer alles so einfach, wie es klingt. 🙁

      Bei Masern haben wir das „Glück“, dass ich die als Baby hatte (auch noch bevor Impfung überhaupt möglich gewesen wäre) und das Räupchen daher übers Stillen gut geschützt ist.

      Wir werden zum Sommer hin impfen lassen, wenn die dauernden Erkältungen weniger werden. Bis dahin machen wir uns nicht verrückt und stillen, damit das Immunsystem gut unterstützt wird. 🙂

      • Markus

        Was ist schon einfach?
        Keuchhusten ist eine ziemlich üble Erkrankung und die Impfung schützt zuverlässig.
        https://www.netdoktor.de/krankheiten/keuchhusten/impfung/
        Kommt halt auch darauf an wie man lebt.
        Da ich meinem Sohn auch unter einem Jahr die Welt zeigen wollte , kein Auto habe und deshalb viel mit der U Bahn fahre fühle ich mich DEUTLICH besser wenn er gegen Keuchhusten geimpft ist. Würde ich sogar wenn die 60% stimmen würde 🙂
        Jedenfalls bin ich froh wenn der Kleine im März seine letzte Impfung bekommt, dann kann er auch endlich mit anderen Kindern Umgang haben ohne das ich über so etwas nachdenken muss.

  15. Anja

    Liebe Sophie,
    ich finde dieses Thema ebenfalls hoch kompliziert und sehr schade, dass sich viele Menschen über einen ein Urteil erlauben egal ob man seine Kinder impft oder seine Kinder nicht impft. Immer wieder versuchen andere Menschen einem ihren Willen regelrecht aufzwingen und es ist egal welchen Weg wir in diesem Fall gehen. Wie du schreibst, finde ich auch, dass man sich ausführlich mit dem Thema aber auch mit allen anderen Themen rund um unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Familie beschäftigen sollte.
    Ich finde dieses Buch zu dem Thema super klasse: “ Hilfe! Ich muss eine Impfentscheidung treffen“.
    Liebe Grüße Anja von http://www.twins-and-more.de

  16. Danke für deinen Beitrag! Heute steht bei uns die U4 an und ich kann seit 5:00 Uhr nicht mehr schlafen denn unsere Kinderärztin ist pro impfen und pro frühes impfen. Ich finde das einfach viel zu früh! Sie ist zudem in der Entwicklungshilfe in Indien tätig und erzählt gerne das dort Eltern drei Tage angefahren kommen um impfen. Nun ja, wir leben halt aber nicht in Indien. Ich werde nachher mit ihr also definitiv eine Diskussion haben aber nicht impfen. nicht heute. Ich bin so froh deinen Beitrag gefunden zu haben. Viele Grüße

  17. Mia

    Liebe Sophie, mir geht es genauso wie dir. Auch ich werde meine Tochter impfen lassen, später. Ich bin auch kein Impfgegner. Ich bin verantwortlich für mein Kind und werde diese Entscheidung weder der STIKO, noch sonstwem überlassen. Mir war von Anfang an klar:“ich schütze mein Kind so gut ich kann“. Daher war es mir besonders wichtig, mich selbst zu informieren, statt mit dem Strom zu schwimmen und alles hinzunehmen. Ich habe auch heute noch viele unbeantwortete Fragen.

  18. Vany

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Die wichtigste Aussage ist meiner Ansicht nach, dass es weder schwarz noch weiß gibt, sondern dass jeder für sein Kind individuell entscheiden sollte. Ein Blick über den Tellerrand in andere EU- Länder hilft manchmal. Wir haben für unsere Kinder auch individuelle Impfentscheidungen getroffen und sind sehr glücklich damit. Man muss nicht alles wegimpfen, es gibt Krankheiten, die ein Kind gut durchstehen kann, Windpocken z.B..Außerdem ist die Immunabwehr bei einer durchlebten Krankheit viel stärker. Auffällig ist, dass in Deutschland sehr viel und sehr früh geimpft wird, das liegt aber auch daran, dass in der Stiko viele Interessensvertreter der Pharmaindustrie sitzen. Manche der Impfungen werden in unseren Nachbarländen nicht empfohlen, auch deshalb lohnt sich eine Recherche. Das Buch“ impfen pro und contra“ gibt einen tollen Einblick und ist für jeden zu empfehlen. Man darf leider auch nicht vergessen, dass jede Impfung Aluminium enthält, welches vom Körper schwer ausgeleitet wird und sich auch im Gehirn absetzen kann. Dort kann es die Entstehung von Alzheimer und anderen Krankheiten begünstigen. Von daher ist eine Abwägung über die Menge der Impfungen sinnvoll. Die meisten von uns wurden als Kind sicherlich auch nur 3fach und gegen MMR geimpft und trotzdem geht es uns bis heute gut.

  19. Verena

    Habe deinen Artikel jetzt erst gelesen und hatte etwas schiss. Neeeein sie ist doch bitte kein anti impf ich hab Medizin im Internet Forum studiert Mensch?!? Zum Glück nicht! Toller beitrag zu einem brisanten Thema. Ich hab die Kinder nach stiko geimpft, weil meine Kinderärztin zu der ich volles Vertrauen habe mir dazu geraten hat. Meine Freundin, die bei der gleichen Ärztin ist, hat ihre Kinder alle erst ab 6 Monaten impfen lassen. War auch völlig ok.

  20. Krissi

    Hallo,
    ich habe soeben erst deinen tollen Blog entdeckt. Meine Tochter ist jetzt 2 1/2 und noch umgeimpft, werde sie erst mit 3 Jahren impfen lassen, bevor sie in den Kindergarten kommt. Mich würde mal interessieren, was ihr Mamis euren Kleinen habt impfen lassen, wenn ihr erst später angefangen habt.

    • Hi Krissi! Ich kann nur für uns sprechen: Wir haben nun mit der 6-Fach-Impfung begonnen, die wir aber auf die 5-Fach-Variante reduziert haben (ohne Hepatitis B, da ist das Infektionsrisiko für Kinder eh gering und wenn man will, kann man im Teenie-Alter noch impfen). Die erste Impfung hat das Räupchen sehr gut vertragen. Ob wir nun noch 2-mal (wie nach Stiko empfohlen) oder nur noch 1-mal plus Auffrischung impfen (wie z.B. nach österreichischem Modell), besprechen wir noch mit unserer Kinderärztin.

      Mit spätestens 18 Monaten wollen wir auch Masern/Mumps/Röteln impfen lassen. Mit 2 Jahren soll die Raupe in die Kita gehen und da ist mir das wichtig.

      Gegen Pneumokokken werden wir vermutlich nicht impfen lassen.

      • Katalina

        Hallo liebe Mamis,
        Hepatitis Impfung sagte unsere KIÄ sei sehr wichtig, da Kinder in Kitas auch z.B. die Zahnbürste von anderen Kindern benutzen können und durch Speichel allein schon Ansteckung erfolgt.
        Kann mir jmd. Erfahrungen mitteilen?

          • Silke

            Hallo Sophie,
            doch, die Aussage ist durchaus seriös.
            Auch der Mund ist Schleimhaut. Gerade im späteren Kindergartenalter fängt der Zahnwechsel an, da gibt es regelmäßig Wunden im Mund. Wie schnell hat ein Kind in der KiTa die falsche Zahnbürste erwischt? Über den Weg kann eine Infektion zum Beispiel erfolgen – und in je jüngerem Alter die Infektion bei der Hepatitis B stattfindet, um so höher ist die Chronifizierungsrate.
            Das Gerücht, dass Hepatis B eigentlich erst dann eine Gefährdung darstellt, wenn Sex interessant wird, hält sich fälschlicherweise hartnäckig.

            Liebe Grüße!

            Silke

  21. Marie

    Hallo 🙂
    endlich mal ein sehr sinnvoller und toller Beitrag zum Thema Impfen!
    Wir handeln genauso und deshalb kann ich deine Argumente bestens nachvollziehen. Wir haben uns ebenfalls informiert und unsere eigene Impfentscheidung getroffen.
    Morgen wird unsere Tochter zum ersten Mal geimpft. Natürlich bin ich aufgeregt wie sie es verkraften wird. Sie ist jetzt 1 Jahr und 4,5 Monate alt. Wir haben uns ebenfalls für die 5-fach entschieden und wollen auch nur nach dem 2+1 Schema impfen lassen. Mal sehen wie es dann weiter geht und wann wir mit der MMR anfangen. Aber sicherlich nicht gleichzeitig.
    Sie ist derzeit ein kerngesundes Kind, was immer noch nach Bedarf gestillt wird. Ab September wird sie in der Kita eingewöhnt.
    Ich freue mich wenn du weiter berichtest wie es euch ergeht.
    Freundliche Grüße

    • Hi Marie!

      Freut mich, dass du dich hier wiederfindest! 🙂 Ich bin gerade vor allem froh, gesunde Kinder zu haben. Der Sommer ist einfach wunderbar infektfrei. 😀 Die zweite Impfung der 5-fachen steht in ca. zwei Wochen an und ich bin optimistisch, dass das Räupchen weiterhin fit bleibt. Nach der ersten Impfung hatte sie minimal erhöhte Temperatur, ansonsten haben wir ihr gar nichts angemerkt. Unser Kinderärztin impft ältere Kinder wohl häufig nur 2-mal und nicht wie STIKO empfohlen 3-mal. Die älteren Kinder sprechen ja auch viel besser auf die Impfung an als Säuglinge mit untrainiertem Immunsystem. Aber ich weiß noch nicht, was sie in Räupchens Fall empfiehlt, denn die erste Impfung hat die Vertretungsärztin gemacht.

      MMR steht dann an, sobald die 5-fach durch ist. Gleichzeitig impfen kommt für uns auch nicht infrage. Die Vertretungsärztin wollte beim letzten Mal 5-fach und Pneumokokken gleichzeitig impfen: einmal ins linke, einmal ins rechte Bein – und das bei einem Kind, das vorher noch nie (!!) geimpft wurde, man also gar nicht weiß, wie stark sie reagiert. Da hab ich kurz an mich selbst gedacht (ich kriege nach dem Impfen immer krasse Beulen und die komplette Gliedmaße tut wahnsinnig weh) und habe dankend abgelehnt. Muss ja nicht sein, dass das arme Räupchen direkt zwei dicke Beine kriegt. Letztlich hatte sie gar nichts, aber das weiß ich ja vorher nicht!

      Ich werde hier bestimmt noch mal in den Kommentaren berichten, wie der Impfstatus so ist. 😉 Einen neuen Artikel zum Thema plane ich derzeit nicht.

  22. Lara

    Hallo, toller informativer Artikel! Bei uns steht das Thema auch gerade an und wir wollen erst nach dem ersten Geburtstag impfen. Ein bißchen Schiss hab ich manchmal schon, ob es das richtige ist und ich mein Baby bis dahin nicht einer unnötigen Gefahr aussetze. Ich bin zB immer vorsichtig, wenn sie mit anderen Babies/Kindern/Fremden zu tun hat und das nervt mich manchmal, da ich sie eigentlich nicht einschränken möchte. Aber ich hab halt Angst dass sie sich was einfängt wenn sie nicht geimpft ist. Kennst du das Gefühl?
    Trotzdem fühlte es sich nicht richtig an, sie so früh zu impfen.
    Aktuell ist sie nun 9 Monate alt und ich werde immer unsicherer, ob wir nicht doch schon jetzt beginnen, weil es mich stört, immer ängstlich zu sein. Komischerweise bin ich das auch erst jetzt, die ersten 8 Monate habe ich mir keine Sorgen gemacht. Vermutlich weil sie neulich das erste Mal (hohes) Fieber mit allen möglichen Symptomen wie Erbrechen hatte und ich mich echt erschrocken habe weil ich nicht wusste wases ist. Es war zum Glück nur das Dreitagefieber , wie ich nun weiß, aber ich habe mich dann etwas belesen und bin dabei über solche Erkrankungen wie Hirnhautentzündung gestoßen, was wirklich der Horror jeder Eltern ist zumal die Symptome bei Babies immer schwer zuzuorden sind :/ Und keine Ahnung wo sie sich das Dreitagefieber Virus zugezogen haben könnte. Ich glaube, ich muss mich erstmal dran gewöhnen dass Babies auch mal krank werden :/

    Eine Frage hätte ich zu euch: Die Pneumokokken – Impfung wollt ihr ja weglassen.
    Aber lässt du dein Baby gegen Meningokokken impfen? LG Lara

    • Hallo Lara, sorry für die späte Antwort. Wir haben mittlerweile zwei mal die 5-fach impfen lassen, ein drittes Mal ist wegen des späten Impfstarts laut Kinderärztin dann nicht nötig (manche Länder impfen aber immer ein mal weniger, Österreich z.B.). Da wird dann nur noch mal die Auffrischung fällig.

      Und MMR haben wir vor kurzem zum ersten Mal impfen lassen, da steht dann in einigen Monaten die zweite an.

      Ansonsten planen wir gerade keine weiteren Impfungen.

      Kranke Babys sind übrigens auch beim zweiten schlecht auszuhalten. 😉 Aber ich finde, es wird deutlich einfacher, wenn die Kinder älter werden. Babys sind halt einfach noch so klein und hilflos, da wirkt jedes bisschen Fieber direkt wie der Untergang. Was mir am meisten hilft, ist Vertrauen in die Kinderärztin. Wir sind bei einer schon älteren mit viel Erfahrung, die wenig Medikamente gibt, aber immer umfassend berät. Das nimmt dann ganz viel Sorge und ich gehe auch lieber einmal zu viel als zu wenig hin.

  23. Stephi

    Meine Maus ist jetzt fasst 7 Monate alt. Momentan sind wir beim nicht impfen meine beiden großen sind geimpft und ab der ersten Impfung ging das Wachstum erheblich zurück beide Kinder sprach Probleme. Meine kleine noch nicht geimpft ist jetzt schon größer als meine beiden älteren in dem Alter aber die würden mit 3 Monaten schon geimpft ich finde genau informieren ist wichtig. Wir sind momentan für das nicht impfen evtl ändert sich die Meinung aber momentan auf keinen fall

    • An solche Korrelationen glaube ich nicht. Kinder entwickeln sich immer sprunghaft und die Entwicklung stagniert ja ohnehin immer mal wieder, z.B. auch aufgrund von Krankheiten.

      Wenn ich nur nach persönlicher Erfahrung gehen würde, hätte ich das Räupchen nach STIKO impfen lassen müssen. Denn mein großer Sohn wurde nach STIKO geimpft und war dem Räupchen bisher in allen Entwicklungsschritten voraus. Kinder sind nun mal unterschiedlich.

  24. Anne

    Hallo,

    Unsere kleine Maus ist nun 2 Monate und die ersten Impfungen sollen bevorstehen. Ich möchte jedoch damit auch noch warten bis sie mindestens 6 Monate alt ist, habe jedoch immer Angst vor dem Kontakt mit ihrem einjährigen Cousin, der komplett durchgeimpft ist und in die Kita geht. Die rotaviren-Impfung habt ihr dann sicher auch komplett weggelassen, oder? Hattet ihr dann hinsichtlich der damit verbundenen Erkrankung auch keine Probleme? Liebe Grüße Anne

    • Über den Kontakt mit geimpften Kindern würde ich mir keine Gedanken machen. Sorge macht mir eher die wachsende Zahl an älteren ungeimpften Kindern, weil sich dadurch Krankheiten schnell verbreiten (Kita, Schule, usw.).

      Geimpfte Kinder übertragen Krankheiten in der Regel nicht, nur bei Keuchhusten kann das wohl häufiger passieren. Aber vor Keuchhusten schützt auch die Impfung nicht so zuverlässig, wie viele annehmen, daher gibt es da eh immer Unsicherheiten. Also was den Kontakt zum Cousin angeht, würde ich mir keinen Kopf machen.

      Rotaviren können zu gemeinen Brech-Durchfall-Erkrankungen führen, sind aber in unserem medizinischen System nicht lebensgefährlich. Daher kam für uns da einfach keine Impfung in Frage. Unsere Kinderärztin impft das meines Wissens auch nicht standardmäßig, sondern eher auf Wunsch der Eltern oder bei gefährdeten Kindern. In meinem Umfeld habe ich auch noch nie von einer Rotaviren-Erkrankung gehört, also keine Ahnung, wie häufig die überhaupt ist.

      Alle diese Auskünfte sind wie immer ohne Gewähr. Ich bin weder Medizinerin noch Expertin und rate dazu, diese Fragen mit der Kinderärztin deines Vertrauens zu besprechen!

  25. Den

    Hallo!
    Ich wollte mit dem impfen auch gerne warten bis mein Sohn mindestens 2 ist oder vielleicht auch gar nicht impfen. Allerdings steht bald eine Operation an und wollte da doch lieber auf Nummer sicher gehen. Wir haben morgen den 1. Impftermin für die 6-fach (leider 6 Tage vor seinem 1. Geburtstag) und jetzt frage ich mich ob es nicht zu früh ist. Andererseits kann man ja wohl sagen dass er schon 1 Jahr alt ist oder? Wegen 6 Tagen?

    • Kati

      Hallo Den,

      was für eine Operation steht denn an?
      Meine Kleine ist am 16.09. geboren und muss in einigen Monaten am Herzen operiert werden. Wäre diese OP nicht, würde ich viel später oder viell. auch gar nicht impfen lassen. Aber so…was soll man tun?
      Die 6-fach Impfung schreckt mich sehr ab, nun überlege ich nur gegen Hepatitis B zu impfen, da sie evtl. mit Fremdblut in Berührung kommt. Da ist der Impfstoff aber nicht gut verträglich.
      Es ist sehr schwer zu entscheiden!
      LG

    • Die 6-fach-Impfung wird ja oft schon bei sehr kleinen Säuglingen gemacht. Bei einem älteren Kind würde ich mir da keine großen Sorgen machen. Meine Lektüre hat ergeben, dass es Sinn machen soll, nach einer Impfung mit Totimpfstoff (was die 6-fache ist) bald einen Lebendimpfstoff zu geben (was Masern/Mumps/Röteln ist). Die Lebendimpfung hat wohl viele positive Wirkweisen, stärkt das Immunsystem im Allgemeinen, was mögliche negative Aspekte der Impfung mit Totimpfstoff wieder aufhebt. Suche mal hier im Blog nach meinem Text zum Film „Eingeimpft“, da schreibe ich auch darüber. Vielleicht gibt es dir also ein besseres Gefühl, wenn ihr bald nach der 6-fachen auch MMR impfen lasst?

      Ansonsten kann ich nur raten, eine Kinderärztin zu suchen, die euch gut beraten kann. Alles Gute!

      • Kati

        Hier bei uns in der Nähe ist es sehr schwer eine gute Kinderärztin zu finden, die individuell impft. Wir fahren nun eineinhalb Stunden zu einem Kinderarzt, der es so handhabt.
        Viell. habt ihr schon einmal von einer Bioresonanztherapie gehört? Wenn man für diese Themen offen ist, erleichtert es einem viell. die Entscheidung.
        Ich für meinen Teil mach mir große Sorgen, egal was ich impfen lasse. Ob 6-fach oder einzel. Man denkt natürlich immer, mein Kind wird das schon wegstecken, es geht doch in den meisten Fällen gut. Es gibt aber auch die andere Seite und die ist erschreckend. Wir hätten auch nicht gedacht, dass unser Mäuschen mit einem Herzfehler zur Welt kommt. Da geht man einfach nicht von aus und doch ist es passiert!
        Wenn dann würde ich so spät es geht mit dem impfen beginnen, aber so ist es schwierig.

  26. Kati

    Ich habe zwei gute Bücher zu dem Thema von Dr. Martin Hirte, Impfen pro und contra und Impfen-Eine Orientierungshilfe. Die sind sehr informativ!

  27. Lara

    Hallo,
    habt ihr, die alternativ/später haben impfen lassen, bei euren Kindern irgendwie darauf geachtet, dass bei der 5-fach Impfung ein spezieller Impfstoff verwendet wurde? Oder habt ihr einfach das genommen, was der Kinderarzt „da hatte“?
    Mir wurde nämlich bei einer alternativen Impfberatung empfohlen, die 5-fach mit Pentavax oder ähnlich machen zu lassen, den Impfstoff scheint es aber nicht mehr zu geben.
    Darf ich dich fragen, Sophie, welcher Impfstoff bei euch für die 5-fach und die MMR Impfungen verwendet wurde? LG und Danke, Lara

  28. Lara

    Hallo Sophie,
    welche Impfstoffe wurden bei euch bei der 5-fach und bei der MMR Impfung verwendet wenn ich fragen darf? LG, Lara

    • Bei der 5-fach war es Infanrix, was anderes war nicht vorrätig. Der Impfstoff enthält etwas mehr Aluminium als Pentavac, deswegen wird zu Pentavac geraten. Für mich war das OK, weil wir aufgrund des höheren Alters nur zwei statt dreimal geimpft haben. Die Auffrischung, die demnächst ansteht, enthält dann glaube ich kein oder kaum mehr Aluminium.

      Gegen MMR war es Priorix. Windpocken haben wir ausgelassen. Würde ich im Jugendalter nachimpfen lassen, sollte sie die Krankheit bis dahin nicht gehabt haben.

      Beide Impfungen hat sie sehr gut vertragen. Nach der 5-fach gar keine merkliche Reaktion, bei der MMR eine Woche später leichtes Fieber, wie im Lehrbuch. 😉

      • Lara

        Hallo!
        Echt, die 5-fach Auffrischung enthält dann kaum noch Aluminium? Welcher Impfstoff soll das sein, kannst du da bitte mal schauen, falls ihr es schon gemacht habt? Ich dachte, das wird dann wieder mit demselben 5-fach Impfstoff aufgefrischt (Infanrix)? LG und Vielen Dank!

  29. Mira

    Hallo Spohie,
    Ich finde deine Artikel richtig gut und beruhigt mich ein wenig,da ich im Moment wieder sehr verunsichert bin,was das Impfthema angeht.
    Meine Kleine ist jetzt 7Monate alt und das erste mal 6-Fach(mit Hexyon,weil weniger Aluminium,als infanrix hexa)mit 5 1/2 Monaten geimpft worden,was sie sehr gut vertragen hat,außer dass sie an dem Impftag etwas schläfrig war.
    Insgesamt wollen wir nach dem 2:1 Shema impfen lassen.
    Rota haben wir ganz weg gelassen.
    Bei der U5 letzte Woche habe ich mich letztendlich doch spontan zu der Pneumokokken Impfung“überreden“lassen,weil mein Arzt sagte er hätte schonmal zwei ungeimpfte Babys an einer Pneumokokken Erkrankung sterben sehen,obwohl ich eigentlich nicht wirklich überzeugt von dieser Impfung war.
    Jetzt Zweifel ich wieder,ob’s so gut war,es hab impfen zu lassen und überlege,es einfach beim nächsten mal weg zu lassen.
    Ich tue mich echt sehr schwer mit diesem Thema,ob impfen ja oder nein bzw.Was und welchen Impfstoff,da ich wie jede von euch ja nur das Beste für meine Kleine will!
    Aber was ist DAS Beste??
    Ich wünschte,die Entscheidung könnte einem einer abnehmen!
    Ich habe heute noch ein langes Gespräch mit einer Frau geführt,die absolut gegen das Impfen ist und ich kann sogar nachvollziehen warum und vieles hat sich echt logisch und plausibel angehört.
    Ich bin selbst etwas kritisch eingestellt und hab mich auch viel mit den hässlichen Nebenwirkungen(Schäden),die Impfungen bewirken können,auseinandergesetzt,was mich ziemlich ängstlich gemacht hat,sodass ich sogar kurz überlegt hab,gar nicht mehr weiter zu impfen.
    Es gibt so viele Horrorgeschichten über Impfgeschädigte zu lesen,dass einem beim lesen schlecht wird!
    Eine große Rolle spielt ja zudem auch die Pharmaindustrie,die Lobby usw…….das sind keine Verschwörungstheorien,sondern Fakt.
    Ich habe ein sehr gutes,informatives Buch gelesen,was ich jedem,der einen tieferen Einbick ins Impfwesen und hinter die Kulissen werden will,empfehle und zwar heißt das Buch“Maßvoll impfen“von dem Herrn Dr.Nolte.
    Im Endeffekt muss man halt wirklich abwägen und für sich und sein Kind selbst entscheiden,was man machen will und was nicht.
    Ich habe noch eine Frage an dich und zwar,hab ich das richtig verstanden,habt ihr nach der ersten 6-fach Impfung bei der zweiten zu einer 5-fach gewechselt?
    Das überlege ich halt auch gerade,ob wir das so machen sollen?

    • Hi Mira, so wie ich das verstehe, hast du dich doch nun zum Impfen entschieden, oder? Vielleicht hilft es dir, da jetzt einfach hinter zu stehen und nicht mehr im Nachhinein zu zweifeln. Dein Kind scheint die Impfungen ja gut vertragen zu haben, also gibt es eigentlich keinen Grund, jetzt zu hadern.

      Die Folge- oder Auffrischungen nicht zu machen, macht meines Wissens auch gar keinen Sinn, denn dann hast du zwar geimpft, aber evtl. ist noch kein ausreichender Schutz da. Vielleicht beruhigt es dich aber, vor der nächsten Impfung den Titer bestimmen zu lassen? Evtl. kommt ja dann heraus, dass der Impfschutz schon besteht und ihr gar nicht nachimpfen müsst. Und wenn nicht, hast du einen guten Grund, die Folgeimpfungen sinnvoll zu finden.

      Ängste, die Impfgegner schüren, finde ich immer sehr schwierig. Wenn du das Gefühl hast, dich da zu leicht beeinflussen zu lassen, hilft ja vielleicht die Gegentherapie: Such einfach mal nach Berichten über Kinder, die an Kinderkrankheiten wie Masern gestorben sind oder schlimme Langzeitfolgen davon getragen haben. Wenn weniger geimpft wird, werden solche schlimmen Folgen wieder häufiger auftreten – deutlich häufiger als sogenannte Impfschäden. Das kann deine Ängste vermutlich relativieren. Denn mit einer Impfung schützt du dein Kind deutlich mehr als dass du es in Gefahr bringt. So sehe ich das jedenfalls, wenn es um bestimmte Krankheiten geht.

  30. Sehr geehrte Schreiberin dieses Artikel,

    Sie möchten, dass in den Kommentaren respektvoll und höflich miteinander umgegangen wird. Das gefällt mir und das unterstütze ich mit meinem Kommentar hier gerne. Ich hoffe in diesem Zusammenhang, dass auch ich als impfkritischer Mensch derart behandelt werde. Meist ist das leider nicht der Fall. Von daher hier ein neuer Versuch:

    Sie schreiben – Zitat:

    „Ich will, dass meine Kinder gut geschützt sind, dass sie möglichst wenig leiden müssen, selten krank werden und von Komplikationen oder schlimmen Spätfolgen verschont bleiben.“ Zitatende

    Ich entgegne: Wir als Eltern dreier Kinder wollen ebenfalls, dass unsere Kinder gut geschützt sind, möglichst wenig leiden müssen, selten krank werden und von Komplikationen oder schlimmen Spätfolgen verschont bleiben. Deshalb haben wir und entschieden, unsere Kinder nicht impfen zu lassen.

    Diese Entscheidung hat natürlich einen Hintergrund. Dieser Hintergrund besteht aus rund 15 Jahren ausgiebiger Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex „Impfen“. Ich als Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Heilpraktiker und meine Frau als Hebamme haben rund um die Jahrhundertwende mit der Geburt unseres ersten Kindes beschlossen, uns mit dem Thema kritisch auseinanderzusetzen, haben recherchiert, uns andere Meinungen angehört, haben unsere langjährigen schulmedizinischen Erfahrungen einfließen lassen und sind eindeutig zu der Überzeugung gelangt, unsere Kinder nicht impfen zu lassen. Gegen gar nichts. Unsere Entscheidung war geprägt von Verantwortung und vor allem von Hintergrundwissen. Ich bitte dies zu respektieren, genauso wie ich eine Entscheidung pro-impfen anderer Eltern ebenfalls zu respektieren habe. Ich mache auch niemandem Angst oder versuche anderen meine Meinung aufzudrücken. Das Gleiche gilt für meine Frau, die als Hebamme oft genug von Schwangeren oder jungen Müttern gefragt wird: „Was würdest du an meiner Stelle tun?“. Antwort: „Ich würde versuchen, mir Hintergrundwissen zu verschaffen, um dann meine Entscheidung vertreten und verantworten zu können“. Es gibt von ihr niemals ein Pro und auch niemals ein Contra. Es gibt von ihr nur, aber das ausdrücklich, die Forderung nach Verantwortung.
    Wir als Eltern haben unsere Entscheidung gegen das Impfen nie bereut. Unsere Kinder sind kerngesund, aber das ist nebensächlich. Ich hoffe, auch Ihre Kinder sind gesund. Ich wünsche es Ihnen.

    Alles Gute für Sie und Ihre Kinder. In der Hoffnung auf ein respektvolles Miteinander von Menschen, die unterschiedlicher Meinung sind.

    Grüße von Andreas Andersch

    • Hi Andi, du musst mich nicht siezen und auch nicht sehr ehren, das geht hier alles ganz locker und freundlich zu, selbst wenn man mal unterschiedlicher Meinung ist. 😉

      Ich fänd es prima, wenn du zumindest einen Teil deines 15-jährigen Hintergrundwissens mit uns teilen würdest. Denn woher sollen wir sonst wissen, ob deine Entscheidung tatsächlich so vernünftig ist, wie du sagst?

      Grundsätzlich weiß ich nach deinem Kommentar nicht genau, ob du meinen Text überhaupt gelesen hast. Denn auch ich sehe das Impfen, genau wie jeden anderen medizinischen Eingriff, ja durchaus kritisch, mache mir meine Gedanken, recherchiere und wäge ab. Worauf genau beziehst du dich daher in deinem Kommentar? Vermutlich nicht auf meinen Text?

  31. Hallo Sophie,

    danke für deine Rückmeldung und dein Angebot für einen lockeren und freundlichen Umgang miteinander.
    Ja doch, ich habe deinen Text sehr aufmerksam gelesen und war verwundert ob einiger Widersprüchlichkeiten, die ich glaube entdeckt zu haben. Ich möchte da mal zuallererst dieses in meinem ersten Kommentar erwähnte Zitat nochmal beleuchten. Aus dieser Aussage geht für mich klar hervor, dass du (und hoffentlich dein Partner gleichermaßen) eine klare Entscheidung getroffen hast. Und eine deutliche Begründung hast du auch gleich geliefert. Mit eben dieser Begründung tun wir wiederum genau das Gegenteil.
    Auf der anderen Seite berichtest du von Zweifeln, du stellst Fragen und ich glaube herausgelesen zu haben, dass du noch keine Antworten gefunden hast und, um noch einen Schritt weiter zu gehen, möchtest du gerne von meinem Wissen profitieren, was die Beantwortung deiner Fragen und die Beseitigung deiner Zweifel angeht. Letzteres ist dabei völlig legitim. Was aber nicht so einfach möglich sein wird, ist ein über viele Jahre angehäuftes Wissen in kurzen Blogkommentaren so weiterzugeben, dass es dir hilft, eine Entscheidung zu verantworten. Trotzdem bin ich in der Lage, dir binnen 10 Minuten Schreibzeit Ansätze zu verschaffen, die dich dann befähigen, so vorzugehen, dass du selber Wissen erlangst. Nach dem Motto: „Ich fange dir keine Fische, aber ich zeige dir, wie man Fische fängt“. Und glaube mir – es ist mir persönlich völlig egal, wie du dich in Sachen „impfen“ entscheidest. Weil nur du (und dein Partner) und nicht ich dafür Verantwortung übernehmen muss/müssen.
    Noch was (und das ist schon der erste Ansatz): Ihr seid diejenigen, die euer Kind impfen, nicht der Arzt!!!
    Wenn du jetzt der Meinung bist, ich könne dir bei deinen Zweifeln behilflich sein, dann solltest du mir antworten. Ich nehme mir dann die besagten 10 Minuten.
    Sei herzlich gegrüßt von Andreas

  32. Hallo Sophie,

    zuallererst möchte ich klarstellen, dass es sich nicht um eine Impfberatung oder dergleichen handelt. Es sind lediglich meine niedergeschriebenen Gedanken und Erfahrungen rund um dieses Thema, welche dir und anderen vielleicht eine neue Sichtweise bietet.
    1. Gedankenansatz: Mache nicht den Fehler, bei der Entscheidungsfindung gegeneinander abzuwägen, welche Risiken überwiegen. Die der möglichen Erkrankungen, wenn ich nicht impfe oder mögliche Impfschäden, wenn ich impfe. In eine solche Diskussion einzusteigen, führt zu nichts und nähert sich auch dem Kern des Problems nicht. Da reibst du dich nur dran auf. Solche Risiko-Nutzen-Diskussionen ufern dann auch meist schnell aus und werden oberflächlich. Stelle dir lieber die Frage: Erwartet den (durch-)geimpften Menschen im Gegensatz zum Ungeimpften eine besseres oder gesünderes Leben? Und damit meine ich nur das Kindes- und Jugendalter, sondern das ganze Leben bis ins möglicherweise hohe Alter. Und bitte nicht die Nummer mit dem schlechten Gewissen – ich muss impfen, damit andere geschützt sind (Herdenschutz usw.). Das ist, gelinde ausgedrückt, kommunistisches Gedankengut und ein beliebtes Instrument seitens der Propaganda. Aber mit seriöser Impfaufklärung hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    2. Gedankenansatz: Informiere dich über die Geschichte des Impfens. Fange bei Edward Jenner an (Ende des 18. Jahrhunderts). Versuche alles über ihn und sein Wirken in Erfahrung zu bringen, was du nur kannst. Mache dann weiter mit den Choryphäen Robert Koch, Louis Pasteur und Paul Ehrlich. Du wirst die unterschiedlichsten Berichte über sie finden. Paul Ehrlich war im übrigen derjenige, der als erster die Verbindung zur Industrie herstellte. Auch Antoine Bechamp ist wichtig. Andere Namen sind Emil von Behring, Max von Pettenkofer und Moritz Platen. Wichtig dabei ist, dass du ein Gefühl dafür und eine Vorstellung davon bekommst, was Impfen sogar schon vor rund 200 Jahren nach den ersten Versuchen von Jenner und danach zunehmend bedeutete. Tauche richtig ein in die Welt zur Zeit der Industriealisierung und der damaligen medizinischen Entwicklung. Zwischendurch machst du mal einen Stopp bei Ignaz Semmelweis, einen bedeutenden Mediziner, der sehr fortschrittlich dachte und deshalb von seinen Kollegen geächtet in der Psychiatrie verbringen musste. Solche Szenarien sind auch heute noch gang und gäbe, wenn auch etwas moderner gestaltet.
    3. Gedankenansatz: Du willst Information? Bitteschön. Dafür sind die folgenden Institutionen genau die richtigen. 1. Das Robert-Koch-Institut in Berlin und sein Anhängsel, was sich STIKO (Ständige Impfkommission) nennt. Apropos ständig: Die Damen und Herren der STIKO tagen in der Regel 2- 3x im Jahr. Frage sie alles, was dir unter den Nägeln brennt im Zusammenhang mit Impfungen. Aber richtig unangenehme Fragen. Sie sollen dir deine Zweifel ausräumen, denn dafür sind sie da. 2. Das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen. Die sind zuständig für Arzneimittelzulassungen (natürlich auch Impfstoffe). Die kann man auch traktieren, bis ihnen das Blut aus den Augen schießt. Dafür werden sie bezahlt. Und es geht dir ja schließlich um das Wohl deines Kindes.
    4. Gedankenansatz: Wenn du Antworten hast, dann kannst du alles gegenchecken. Wo? Natürlich bei deinem Hausarzt oder noch besser, bei deinem Kinderarzt. Schließlich müssen die ja eine Impfaufklärung betreiben, bevor sie impfen dürfen. Sei mutig, das sind auch nur Menschen, die einmal am Tag groß auf´s Klo gehen. Frage sie nach den Inhaltsstoffen, warum da mitunter Formaldehyd drin ist oder Quecksilber oder Antibiotika oder, oder, oder…Frag` sie richtig Löcher in den Bauch. Frag´ sie am besten auch, woher sie ihr Wissen über das Impfen haben. Nur eine kleine Bemerkung. Ich habe als Fachkrankenpfleger 25 Jahre an einer Universitätsklinik gearbeitet. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass man dort auch mit vielen Medizinstudenten in Kontakt gerät. Was denkst du wohl, haben die geantwortet, als ich sie gefragt habe, wieviel sie innerhalb ihres 6-jährigen Studiums der Humanmedizin über das Impfen gelernt haben? Nur kurz bemerkt: Diese Studenten sitzen 5 Jahre später nach ihrer Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner oder Pädiater in der Haus- oder Kinderarztpraxis und klären dich übers Impfen auf.
    5. Gedankenansatz: Wenn du doch mal Statistiken zu Rate ziehen willst, dann am besten über das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Da bekommst du Statistiken über Gott und die Welt. Interessant sind natürlich Auswertungen über Entstehung und Verlauf bestimmter Krankheiten. Natürlich solcher, gegen die geimpft wird. Da kannst du Sachen erleben, das glaubt man gar nicht. Guck die die Statistiken über Masern oder Polio an. Keuchhusten ist auch interessant. Und Zervixkarzinom erst.

    So, das war´s erstmal. Es waren doch jetzt keine 10, sondern eher 100 Minuten. Aber das war es mir wert. Wenn du willst, kann ich dir auch das eine oder andere Highlight als pdf schicken (vor allem nette Statistiken. Für schlaflose Nächte oder so.

    Viele Grüße von Andreas

    • Sorry, aber spätestens beim „kommunistischen Gedankengut“ bin ich ausgestiegen. Ich hatte ja ein Fünkchen Hoffnung, dass mal was ernst zu nehmendes kommt. Aber naja, ich hatte es geahnt. Trotzdem danke für deinen Zeitaufwand.

      • FRITZ

        Liebe Sophie,
        auch wenn der Nebensatz vielleicht etwas irritiert, so ist der Rest der Antwort durchaus lesenswert und beim ersten Gedankenstolperer gleich auszusteigen ist auch nicht zwingend fair.
        Ich bin keine Impfgegnerin aber durchaus ein kritischer Geist. Also lies auch den Rest von Andreas Kommentar und dann recherchiere dich kaputt, denn Fragen werden bleiben, wie bei jeder Kontroverse
        Liebe Grüße

      • Melanie Roth

        Hoi Sophie,
        Guter Blogbeitrag.Ich habe für mich auch entschieden zu impfen, auch später ab 6 Monaten. Ich finde ja, dass die Frage erst so richtig mit KITA- oder Schulkind-Geschwister kompliziert wird. Beim ersten Kind kannst du noch gut „Gefahrenzonen“ ausweichen. Auch noch beim Zweiten, wenn der Altersabstand nicht zu gross ist.
        Aber bei Kind Nr. 3 oder 4 setzt du dich nochmals mit anderem Blickwinkel bzgl. dem Risikopotential mit dem Impfthema auseinander. Bei uns gab es an einer anderen Schulen in der gleichen Stadt Keuchhustenfälle. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich jetzt mit meinem 4 monatigen Baby zittere. :-/ Aber wie du habe ich mich entschieden und muss ansonsten mit den möglichen „dramatischen“ Folgen leben. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema.
        Lg
        PS: ich schliesse mich Fritz. Der Comment von Andreas Andersch ist wirklich lesenswert, obwohl ich auch mit dem Kommunismus-Satz meine ernste Mühe habe.

  33. Lara

    Hallo Sophie, ich habe noch eine weitere Frage: Was hat euch dazu bewegt, nicht gegen Pneumokokken und Meningokokken zu impfen?
    Waren es die „bekannten“ Gründe wie, dass diese Impfungen zB. nicht lange wirken und dass es so viele verschiedene Pneumokokken und Meningokokkenarten gibt usw.? Es würde mich wirklich interessieren, denn wir haben nun auch zum ersten mal die 5-fach machen lassen aber ich bin mir noch nicht wie ich bei der Pneumokokken und Meningokokkenimpfung vorgehen werde. Der Arzt meinte auch sowas wie dass man Pneumokokken eh nur bis zum 2. Lebensjahr impft, danach nicht mehr.
    Ich kenne auch leider niemanden mit dem ich mich da „vernünftig“ austauschen kann, da ich entwerder nur richtige Impfgegner kenne, die ihre Kinder nie gegen irgendwas impfen lassen würden oder die „Normalen“, die schon mit wenigen Monaten mit allem beginnen (Rota, etc.). Daher würde mich deine Meinung zu den Impfungen Pneumokokken und Meningokokken sehr interessieren (bzw. warum genau du diese bei deinem 2. Kind weglässt). Liebe Grüße!

    • Hi Lara! Ja, es waren wohl die bekannten Gründe, wenn die so bekannt sind. 😉 Ich hatte ein bisschen recherchiert, Pros und Contras gefunden und letztlich überwog für mich leicht die Contra Liste. Überzeugt hatte mich letztlich vor allem der Aspekt, dass Infektionen in Gebieten, in denen viel geimpft wurde, wohl häufiger schwer verlaufen. Die Stämme, gegen die geimpft wird, führen dann quasi nicht mehr zur Erkrankung. Aber die verbliebenen haben dann umso schlimmere Auswirkungen. Diese läpp’sche Zusammenfassung von mir aber bitte selbst noch mal prüfen! Ich habe das jetzt aus lückenhafter Erinnerung raus geschrieben.

  34. Sarah

    Hallo, ich befasse mich derzeit auch mit dem Thema Impfen und bin stark hin und hergerissen. Dein Blog war sehr lesenswert 🙂

    Meine Ärztin wollte/will Rota, 6-Fach und Pneumokkoken gleichzieht impfen….
    was ich für viel zu viel halt.. Meine Maus ist gerade mal 2 1/2 Monate alt..
    und ich hab einfach fürchterliche Angst das was passiert..

    Die Rota werde ich defektiv weglassen, da hab ich mich schon entschieden.

    Was die anderen Impfungen betreffen.. tja.. ich bin total verunsichert.. Heute hab ich meine Ärztin drauf angesprochen und anderem, dass ich es für zu früh halte und das Immunsystem bei den kleinen doch noch gar nicht entwickelt sei und man doch auch so früh noch gar nicht weiß, ob die kleinen nicht vielleicht doch eine Krankheit in sich tragen und durch die Impfung eine Epilepsie oder sonstiges verursacht wird..

    Das Argument meiner Ärztin war da nur; Sie würden ja GENAU deshalb so früh impfen, eben weil das Immunsystem noch nicht entwickelt sei.. und das keine Statistiken dazu belegt seien, dass z.b. Epilepsie durch eine Impfung ausgelöst wurde..

    Warum bitte liest man denn dann letzteres so oft ?!?

    Ich möchte natürlich auch nicht riskieren, dass meine Tochter an irgendeiner solcher Krankheiten erkrankt.. das würde ich mir im Leben nie verzeihen.. daher tendiere ich zum impfen aber meine Frage ist.. ist es nicht besser doch erst später zu Impfen oder ist die Aussage der Ärztin doch richtig und ich sollte früh Impfen???! Ich bin einfach total verwirrt =/

    Lg Sarah

    • Liebe Sarah, leider kann ich dir keine Antwort auf deine Fragen geben, weil mir dazu jegliche Kompetenz fehlt. Und ich würde dir auch raten, nicht unbedingt im Internet nach Antworten zu suchen, denn da kann ja antworten wer will und so tun als sei er mega kompetent, stimmt aber in Wahrheit gar nicht. 😉

      Ich rate dir stattdessen, die Kinderärztin zu wechseln. Da kannst du normalerweise dann ganz gut nach Empfehlungen gehen. Vielleicht kennst du Familien, deren Kinder auch nicht nach Schema F geimpft wurden und deren Kinderärztin auf Zweifel eingeht und gemeinsam mit den Eltern nach alternativen Impfplänen schaut? So haben wir es zumindest gemacht. In unserer neuen Praxis achten Ärztinnen und Assistentinnen sogar darauf, dass die Kinder mindestens zwei Wochen gesund waren, bevor geimpft wird. In der alten Praxis hätten sie sogar Kinder mit leichtem Fieber geimpft.

      Das mit Impfen und Epilepsie ist übrigens meine ich widerlegt, genauso wie ein angeblicher Zusammenhang mit Autismus. Aber da hilft eigene Recherche vermutlich auch ganz gut weiter.

      Viel Erfolg beim Finden eures eigenen Weges!

    • Melly

      Hallo Sarah .

      Ich bin ja ja wirklich erleichtert diesen Beitrag von dir zu lesen , schon das du genau die selben Gedanken und Ängste hast wie ich bin mittlerweile auch völlig durcheinander und würde gern wissen was du nun getan hast ?! Bei der Rotarviren impfung habe ich mich auch dazu entschieden es zu lassen weil mir der Nutzen Faktor einfach zu gering ist . Wäre schön wenn du dich zurück meldest !

  35. Anna

    Hallo ihr Lieben!
    Ich beschäftige mich aus gegebenem Anlass gerade mit dem Thema individuelle Impfentscheidung.
    Meine Tochter ist acht Monate alt und ich möchte sie impfen lassen, mit vollendetem ersten Lebensjahr.
    Warum lässt sich hier ganz toll nachlesen: https://www.individuelle-impfentscheidung.de/kongress%202010/w%202010%20hirte.pdf
    Bei ihrer großen Schwester wunde ich vom Kinderarzt so überrumpelt, dass ich mich vorab nicht informiert hatte und zwei Stunden später mit schlechtem Gewissen und geimpften Neugeborenen zu Hause saß. Der Arzt kam zur Untersuchung (U4?) ins Behandlungszimmer: „Heute wird ihre Tochter ja geimpft, ist ein kleiner Piks ins Bein, halten sie ihre Tochter etwas fest,..“ Ach heute wird sie geimpft, oh. Schon ging es los. Es wunden drei Pikser und er verließ das Zimmer mit den Worten: „Machen sie an der Anmeldung einen neuen Termin und das hier müssen sie noch unterschreiben.“ Weg war er. Zu unterschreiben ein Zettel dass ich über die Impfungen und Risiken usw. aufgeklärt wurde, wie ich beim Durchlesen sah. Erklärt oder gar aufgeklärt hatte er allerdings gar nichts. Ein Rezept lag noch dabei, welches er auch nicht erwähnt hatte. An der Anmeldung fragte ich wofür – Paracetamol falls sie Fieber bekommt – aha. Ein paar Jahre später beim Schwesterchen war ich vorbereitet und habe mich weiter so gut es möglich ist informiert. Sie soll geimpft werden, nur nicht mehr sechs-fach plus zwei Einzelimpfstoffe auf einmal bekommen. Und nicht mit ein paar Wochen, sondern mit gereiftem Immunsystem nach den ersten 12 Monaten – auch weil sie genetisch ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen hat, welche durch frühe Impfung nochmals begünstigt werden können – das bestätigen auch Impfungen befürwortende Ärzte. Ich hoffe der/dem ein oder anderen hier hilft der Link oben, ich war froh ihn gefunden zu haben, weil ich genau solche Infos gesucht hatte.
    Ich bin froh dass es Impfungen gibt, bin aber für einen bedachten Umgang damit, wie mit jedem Medikament.
    Für alle die es wichtig finden hier noch ein Link zu einer Petition für eine INDIVIDUELLE IMPFENTSCHEIDUNG [Hinweis: Link entfernt, Lg, Sophie]

    Ganz herzliche Grüße

Schreibe einen Kommentar

Datenschutzhinweise: Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und du kannst Pseudonyme oder anonyme Angaben nutzen. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Deine Kommentarangaben werden zur Spamprüfung an die Wordpress-Entwickler Auttomatic, USA und deine E-Mail-Adresse an den Auttomatic-Dienst Gravatar übermittelt, um das ggf. von dir dort gespeicherte Profilbild zu verwenden. Mehr Details zur Verarbeitung deiner Daten und den Widerrufsmöglichkeiten liest du in meiner Datenschutzerklärung.