Weihnachtsferien in schwanger (SSW 13)

Weihnachten und Silvester sind vorbei. Kommt jetzt endlich der Frühling? Jedes, aber wirklich jedes Jahr habe ich ab dem 1.1. das Gefühl, dass der Winter aber jetzt echt mal langsam vorbeisein könnte. Spätestens ab Mitte Januar falle ich dann auf das Narzissen-Angebot in Blumenläden rein. Mit dem zweifelhaften Erfolg halb erfrorener Stängel, die natürlich alles, aber keine gelben Blüten produzieren. In diesem Jahr lasse ich das sein! Ich schwör’s!

Ich sehne mich nach Wärme, Sonnenstrahlen und schöneren Kleidern. Vielleicht ist letzteres das eigentliche Problem, weil ich aktuell einfach nicht weiß, was ich anziehen soll. Als ich mit dem Hübchen schwanger war, wuchs der Bauch erst im Spätfrühling und so richtig schwanger war ich im Hochsommer und Frühherbst. Es war angenehm warm, ich hatte hübsche Sommerkleider an und kurze Hosen mit Gummibund. Mit einer einzigen Umstandsjeans schaffte ich dann noch die ersten Oktobertage und dann war das Hübchen auch schon da.

Deswegen waren der Mann und ich heute shoppen. Und haben natürlich gar nix gefunden. Diese Abteilungen, die unter dem zweifelhaften Begriff „Umstandsmode“ kategorisiert werden, taugen ja echt für niemanden. Ich konnte zwischen 3 Hosenmodellen und diversen Walle-Walle-Oberteilen wählen – natürlich allesamt aus 100% Polyester/Acryl/sonstigem Plastik. Was haben schwangere Frauen nur gemacht, als es noch kein Internet gab?

Zurück Zuhause habe ich also fiesestes Online Shopping betrieben. Natürlich auf Rechnung. 80% des Gedöns wird ja eh wieder zurückgeschickt. Jetzt überlege ich, wie ich mich am besten von meiner negativen Klimabilanz freikaufen kann. Fühle mich aber auch ein bisschen besser. Ab jetzt warte ich täglich auf den Paketboten!

Nur bisschen dicker Bauch unterm Weihnachtsbaum

Der Bauch scheint sich auch den 1.1. als Stichtag genommen zu haben und wächst ganz plötzlich enorm. Als der Mann und ich ernsthaft die fortgeschrittene Kinderplanung angingen, dachte ich ja eigentlich schon an einen riesen-dicken Bauch unterm Weihnachtsbaum. Aber dann kam die Schilddrüse dazwischen und schwanger wurde ich erst, als das Medikament anschlug. Jetzt war der Bauch zu Weihnachten also noch weniger dick, aber das war ganz OK, so passte auch mehr Essen rein.

„Dein Bauch wird immer dicker und dicker!“, sagt das Hübchen trotzdem andauernd zu mir. Und begrüßt das Baby morgens recht liebevoll mit netten Worten und dem ein oder anderen Küsschen (die Sprünge auf meinen Bauch habe ich ihm in den letzten Wochen mühevoll abgewöhnt). Das arme Hübchen hat im Moment ansonsten nicht so viel von seiner Mama. Ich muss mich wegen des Hämatoms immer noch schonen und habe auch noch häufiger Schmerzen. Viel Liegen hilft, ist aber den Familienaktivitäten nicht gerade zuträglich.

Kotzerei deluxe

Und wie sollte es anders sein: In der Nacht zum zweiten Weihnachtstag hat mich dann auch noch ein Magen-Darm-Virus niedergestreckt. Als hätte ich die letzten drei Monate nicht schon genug gekotzt. Immerhin war ich in Übung. Und einfach heilfroh, dass Mann und Kind sich nicht auch noch angesteckt hatten. Das ganze Unglück hielt gute drei Tage, und ich war fünf Tage auf Schonkost. Dabei waren mir in diesem Jahr die zusätzlichen Weihnachtskilos echt gänzlich schnurz!

In Hübchens Schwangerschaft hat mich so ein fieser Magen-Darm-Virus sogar ins Krankenhaus getrieben. Damals blieb nämlich nicht mal der kleinste Schluck Tee drin und ich wurde mit Infusionen aufgepäppelt. Allerdings erst, nachdem mich das Klinikpersonal eine halbe Stunde mitten im Kreißsaal hatte warten lassen, zwischen lauter hochschwangeren und wehenden Frauen. Anschließend wurde ich isoliert und man durfte mein Zimmer nur mit Schutzanzug betreten. Äh ja, das war dann vielleicht ein bisschen zu spät.

Ist wirklich immer elend, diese Kotzerei. Die Schwangerschaftsübelkeit scheint dafür tatsächlich weniger zu werden. So ging das Jahr 2016 dann wenigstens etwas versöhnlich zu Ende. Und am Silvesterabend konnte ich auch wieder ganz normal essen. Für 2017 habe ich mir nun erstmal nur gewünscht, dass das Hämatom und meine Schmerzen verschwinden und auch, dass das Universum mir ein bisschen mehr Energie schickt und diese bleierne Müdigkeit endlich von mir nimmt. Wie sieht’s aus, Universum? Klappt das?

Rückblick auf die letzten Schwangerschaftswochen

In nächster Zeit lest ihr hier übrigens einen Rückblick auf die vorangegangenen Schwangerschaftswochen, denn ich habe eine Art „Wochenbuch“ geführt, seit ich von der Schwangerschaft erfahren habe. Und dann geht es natürlich aktuell weiter mit den noch verbleibenden, uff, 27 Wochen. Aber ich will mich nicht beklagen, als Elefantenkuh hätte es mich noch ärger getroffen.

Hier geht es zur 14. Schwangerschaftswoche.

Und hier geht es zur Übersicht über alle veröffentlichten Schwangerschafts-Wochenberichte: Klick.

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