Schlagwort: mutterschaft

Ich, das Sensibelchen

Der Mann rödelt in der Küche: Er bäckt. Das tut er sonst nie – nicht umsonst spreche ich sonst nur von „meiner Küche“, auch wenn der Mann dann immer mit den Augen rollt. Aber ich koche und backe eben so gut wie immer – weil besser. Aber morgen ist mein Geburtstag. Ich werde 30 und der Mann bäckt. Ich liege unterdessen im Bett. Auf dem Balkon wurde es zu sonnig, mein Gesicht ist schon ganz rot und ich weigere mich standhaft, mich schon Anfang April mit Sonnencreme einzuschmieren. Weiterlesen

Liebe

Leute, bald ist Valentinstag! Nach dem Weihnachts-Irrsinn erwartet uns also endlich der nächste Konsum-Hokuspokus. Aber auch wenn der Mann und ich da überhaupt gar nicht mitmachen, überfällt mich in letzter Zeit häufiger so ein romantisches Gefühl. Und dann lese ich so eine schöne Liebeserklärung auf dem Blog Chaos² und denke mir: Vielleicht sollte ich auch mal darüber schreiben wie das bei uns so ist, mit der Liebe und dem Kind. Und darüber, wie lange es eine Liebe überhaupt schon geben sollte, bevor ein Kind dazukommt. Weiterlesen

Zum zweiten Mal

Der Mann hat gestern ein Video geschnitten. „Hübchen, Monate 4-6“ heißt es. In den letzten drei Jahren haben sich Stunden an Film angesammelt. Darauf zu sehen: Das Hübchen, seine Mama und sein Papa – in fast ausnahmslos glücklichen Momenten. Und diese Babymonate in Bewegtbild, die sind noch mal was ganz besonderes. Ich sehe den Film an, ganze 8 Minuten 20, und denke: Wie glücklich wir waren! Weiterlesen

Mutters Erwartungen…

Die Erwartungen von Eltern und Kindern gehen erfahrungsgemäß schon mal ganz schön auseinander. Während bei mir ein entspannter Herbsttag auch ruhig mal nur Ausschlafen, Yoga machen, Lesen und wieder schlafen bedeuten kann, würde es nach Hübchens Geschmack deutlich mehr Action geben. Allgemein haben das Kind und ich oft sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was gut ist oder was gut tut. Und das betrifft nicht zuletzt auch die Kita. Weiterlesen

6 Fakten über das Muttersein eines Dreijährigen

Ja, nun steht es hier auch schwarz auf weiß: Ich habe seit neuestem ein dreijähriges Kind. In Zahlen: 3. Dass dieses Kind drei Jahre mit mir überlebt hat, in der Zeit sogar laufen, sprechen und jede Menge anderes mehr oder weniger nützliches Zeug gelernt hat, heißt: Ich hab wohl gar nicht mal so viel falsch gemacht. Es ist wohl echt keine Lüge – ins Muttersein wächst man rein! Und ich wachse täglich weiter und manchmal über mich hinaus. Ein kleines bisschen habe ich jedoch die Hoffnung, dass bald alles etwas entspannter wird. Denn so ein großes, dreijähriges Kind ist schon oft ziemlich cool und vor allem erstaunlich selbstständig. Ich nehme euch heute mal mit, in das Leben mit einem Dreijährigen. Weiterlesen

Vorsorge: Sinnvoll oder nervig?

Der Wecker klingelt um halb sieben, ich bin müde, stehe trotzdem auf. Anziehen, Zähne putzen, Käsebrot schmieren, Hübchen wecken. Der Sohn ist mies gelaunt, noch müder als ich, mag nicht aufstehen, mag nicht frühstücken, will nur meckern. Heute muss das frühe Aufstehen sein, denn wir müssen zum Kinderarzt. Kurz vor oder kurz nach dem dritten Geburtstag ist die „U7a“ dran. Extra dafür früh aufzustehen, macht keinen Spaß. Dass das Hübchen gut entwickelt ist, sehe ich selbst. Aber die Vorsorge ist keine rein freiwillige Veranstaltung, wir müssen dahin, sonst kann es Ärger mit dem Jugendamt geben. Ist das einfach ätzend – oder vielleicht auch sinnvoll? Weiterlesen

Gerne gelesen | September

Der September ist zwar noch gar nicht rum, aber ich schmeiße trotzdem schon mal meine Lese-Empfehlungen für den ersten Herbstmonat rein. Gefühlt ist er für mich nämlich irgendwie schon fast vorbei – alle Zeichen stehen auf Oktober: Bunte Blätter, Kastanien, die fallen, und ganz viel Vorfreude: Denn das Hübchen wird im Oktober drei Jahre alt! Deswegen mache ich jetzt kurzen Prozess und erkläre den September hiermit zumindest lesetechnisch für beendet. Bitte dann ab jetzt keine guten Texte mehr schreiben, ja? Bis Oktober! Viel Spaß beim Lesen! Weiterlesen

„Arramzamzam!“ oder: Das Faule-Mütter-Leben

Das Hübchen ist ja seit kurzem ein Kita-Kind. Und das brachte es mit sich, dass die letzten vier Wochen quasi Motto-Titel tragen. Woche eins war die „Quatsch-mit-Soße“-Woche. Woche zwei stand unter dem Motto „Du bist ein Pupser!“. Woche drei widmeten wir der „Schnecke Monika“. In Woche vier dann endlich: „Arramzamzam!“. Und wisst ihr was? Von mir aus kann das ewig so weitergehen! Weiterlesen

Vom Umtausch ausgeschlossen

„Das hat er nicht von mir! Woher hat er das nur? Warum jetzt schon wieder? Ich will das nicht mehr! Ich will meine Ruhe! Ruhe! Ruhe!! Lass mich in Ruhe! Hör auf! Sei leise!“ – All das sind Sätze und Satzfetzen, die ich in den letzten Wochen mehrmals täglich dachte – und zugegebenermaßen auch schon mal ausgesprochen habe. Umzug, ziemlich viel Arbeit und tägliche Verpflichtungen waren an sich schon viel. Aber dann kam da noch ein Kind dazu, das Autonomiephase hat. Und zwar schönsten Ausmaßes. Das ist gut fürs Gehirn des Kindes. Und schlecht für die Nerven der Eltern. Weiterlesen

Die Liebe für das große Kind

Es gibt da in meinem Leben so ein Phänomen, das mir selbst komisch vorkommt und für das ich mich manchmal sogar schäme. Und das ist: Seit das Hübchen größer und älter ist, fällt es mir immer schwerer, mich für längere Zeit von ihm zu trennen. Das klingt jetzt erst mal völlig OK. Aber jetzt betrachtet mal die Kehrseite der Medaille: Als mein Sohn noch kleiner war, ein Baby sogar, fiel es mir im Vergleich zu heute wahnsinnig leicht, ihn abzugeben, ohne ihn zu sein, mich für viele Stunden oder sogar einige Tage von ihm zu trennen. Kleines Kind – kleiner Trennungsschmerz, großes Kind – großer Trennungsschmerz: Das ist die Gleichung, die sich bei mir ergibt. Was ist das bloß und woher kommt das nur? Weiterlesen