Schlagwort: kleinkind

Weihnachtsfeier der Kulturen

Vorweihnachtszeit bedeutet für viele Familien vor allem auch eins: Terminstress. Je mehr Familienmitglieder, desto mehr Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche mit Kollegen und Verpflichtungen im weiteren familiären Kreis. Wir sind bisher nur zu dritt, da geht das Ganze noch. Und für die Weihnachtsfeier bei unserer Tagesmutter halten wir uns gerne einen Termin im Kalender frei. Denn das wird bestimmt ein sehr schöner Nachmittag – mit vielen Kindern, Eltern, Großeltern, Kulturen und Sprachen. Denn unser Hübchen ist das einzige Kind in seiner Gruppe, das nur eine einzige Sprache spricht! Weiterlesen

6 Fakten über das Muttersein eines Zweijährigen

Mein Baby ist zwei Jahre alt! Wie konnte das nur wieder passieren? Kaum zu glauben, dass es schon zwei Jahre her ist, dass ich meinen Hebammen im heimischen Wohnzimmer leicht panisch zurief: „Fangt es auf!“. Die ersten Monate mit Baby habe ich als die absolute Entschleunigung in Erinnerung: schlafen, wenn das Baby schläft, stillen, stillen und immer nur stillen, kurze Herbstspaziergänge und zwischendurch immer das Essen vergessen. Dagegen war all das, was im zweiten Lebensjahr meines kleinen Hübchens passiert ist, die totale Beschleunigung: Laufen, klettern, sprechen und am besten immer alles gleichzeitig. Und ich vermute, dass der kleine Krawallo jetzt nach seinem zweiten Geburtstag erst den richtigen Turbo einlegen wird. Weiterlesen

#MyDigitalDay: „Hallo Oma, Tschüss Oma!“

Mein Sohn, das kleine Hübilein, wird in zwei Wochen zwei Jahre alt. Erzogen ist er meiner Einschätzung nach so ungefähr null. Er hört nie auf das, was wir Eltern sagen. Er zieht sich ständig die Socken aus und verteilt sie in der ganzen Wohnung. Er haut, schreit, beißt und tritt wenn er einen Wutanfall hat. All unsere großen Ambitionen, unser Kind schon früh zu einem vorzeigbaren Mitglied der Gesellschaft zu erziehen, sind fulminant an Hübis dickköpfigem und durchsetzungsstarkem Charakter gescheitert. Wir lieben ihn sehr dafür. Bei einer Sache jedoch sind wir sehr stolz auf unsere Erziehungsarbeit: Unser Sohn benutzt so gut wie täglich sein kleines Spielzeugtelefon. Und zwar eins mit Wählscheibe, Schnur und gebogenem Hörer. Und er versteht sogar, dass es sich dabei um ein Telefon handelt. Weiterlesen

Wie ich mein Kind einmal fast an durchreisende Schlawiner verkauft hätte

Es begab sich zu einer Zeit, als ein Kind namens Hübilein sich sehr widerspenstig benahm. In dieser Zeit verging kaum ein Tag, da die Mutter des schreienden, tretenden, schlagenden, beißenden oder verzweifelt weinenden Kleinkindes sich nicht mit Überlegungen trug, das zappelnde Wesen einfach an durchreisende Schlawiner zu verkaufen. Denn die zahlen, wie wir wissen, immer noch die besten Preise für Kinder. Dass die Mutter es dann doch nicht tat, lag wohl in ihrem weichen Mutterherz begründet. Ein sanftes Lächeln des Kindes und das Mutterherz schmolz dahin. Bis zum nächsten Wutanfall. Oh, es klingelt an der Tür! Ob das die Schlawiner sind? Weiterlesen

Sommerurlaub nach Klischee: Nordseeküste mit Kind

Näää, wat war dat schön: 10 Tage Urlaub liegen hinter uns und es handelte sich in der Tat um unseren allerersten stereotyp-maßstabsgerecht-spießigen Familienurlaub, was in unserem Fall hieß: Ferienwohnung, Bauernhof, Nordseeküste. Durften es im letzten Jahr noch Cornwall und Wales mit immer mal wechselnden Unterkünften und etlichen Strecken im Mietwagen sein, entschieden wir uns in diesem Jahr für den Nordsee-Klassiker. Das hatte zwei Gründe: 1. Die Finanzen, denn ein dicker fetter Urlaub ist nun mal nicht jedes Jahr drin, dafür verdiene ich als Volontärin einfach noch zu schlecht. 2. Ein bewegungsfanatisches Kleinkind, das viel Zeit in Auto und/oder Manduca einfach nicht mehr akzeptiert. Weil so ein günstiger Nordseeurlaub mit viel Bewegung für Kind und Eltern aber richtig schön sein kann, will ich euch das Ergebnis natürlich nicht vorenthalten und vielleicht auch den einen oder anderen Tipp für euren ersten oder nächsten Nordseeurlaub mit euch teilen. Et voilà: Unser Urlaub in Farbe:  Weiterlesen

Hilfe, mein Kind prügelt!

Es ist unromantisch und hart, aber manchmal müssen Wahrheiten auch einfach mal ausgesprochen werden: Ein Kind zu kriegen ist ganz wunderbar und es gibt auch in der Tat sehr viele fast romantische oder sehr rührende Momente. Aber: Im Grunde kauft man mit so einem leiblichen Kind ja die Katze im Sack. Und manchmal erwischt man ein Kind von der durchsetzungsstarken Sorte – ob es einem gefällt oder nicht.  Weiterlesen

Auf! Arbeit! Autobahn!

Hübilein ist 17 Monate alt und entdeckt gerade ein menschliches Werkzeug, ohne das unser Leben einfach nicht so viel Spaß machen würde: Die Sprache! Was wäre mein Leben grau und langweilig, wenn ich andere Verkehrsteilnehmer nicht in der Art beschimpfen könnte, wie es meine Art ist! Womit würde ich mein Geld verdienen, wenn niemand meine Texte lesen würde? Und woher wüsste der Pizza-Lieferdienst, welche Pizza ich gerne haben möchte, wenn es keine Sprache gäbe, in der ich ihm meine Wünsche detailreich mitteilen könnte? Ja, so ist es doch: Sprache macht unser Leben reicher, völlig egal erst mal, in welcher (Gebärden-) Sprache, in welcher Lautstärke, Tonlage oder Absicht. Und zur Zeit ist es einfach wunderbar, meinem Kind dabei zuhören zu können, wie es die Sprache entdeckt. Auch wenn seine Sprachanfänge etwas unkonventionell aussehen… Weiterlesen

„Oje ich wachse“: ein Ratgeber mit Gefahrenpotential

Nachdem ich während meiner Schwangerschaft erfolglos auf die Suche nach Ratgeberliteratur gegangen war, die ihre Leser halbwegs ernst nimmt und zumindest wissenschaftliche Grundkriterien erfüllt, bekam ich nach der Geburt meines Sohnes einen wahren Klassiker geschenkt: „Oje ich wachse“ von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij. Auch wenn ich schon nichts gutes ahnte, war ich neugierig, was drin stehen würde. Und meine schlimmsten Vorahnungen wurden noch übertroffen: „Oje ich wachse“ ist ein Buch, das Babys in Schubladen stecken will, junge Eltern verunsichert und stellenweise sogar Kindesmisshandlung verharmlost. Urteil: Nicht empfehlenswert! Weiterlesen

Ho ho ho, kleines Hübilein!

Die Vorweihnachtszeit und die Zeit der Feiertage zeichnen sich ja bekanntermaßen durch zwei Dinge aus: 1. Sie sind besinnlich, 2. Es gibt zu viel zu tun, um die Besinnlichkeit zu genießen. Zum Glück ging in dieser Vorweihnachtszeit ein großer Wunsch für mich in Erfüllung: Endlich habe ich eine Haushaltshilfe! Weiterlesen