Schlagwort: kinderbetreuung

Gib mir ein kleines bisschen Vereinbarkeit

Ich hatte es mir fast ein bisschen romantisch vorgestellt. Ich, morgens um 6 allein im Zug, auf meinen Knien ein gutes Buch, ganz viel Ruhe und Zeit für mich. Es kam dann doch etwas anders. Allein war ich schon mal nicht. Kaum zu glauben, wie viele Menschen ebenfalls schon um 6 Uhr morgens zur Arbeit fahren und teils viel längere Strecken dafür zurücklegen als meine 35 Kilometer von Essen nach Düsseldorf. Außerdem ist es keine Übertreibung, wenn ich sage, dass mindestens die Hälfte der männlichen Pendler an einem Montagmorgen noch eine ganz schön krasse Fahne vom Wochenende hat. Ich atmete also in meinen Schal und wünschte mir ziemlich schnell, keine Pendlerin mehr zu sein. Geruchsbelästigung gehörte dabei noch zu den kleineren Problemen, die mich in den letzten Monaten ganz schön an meine Grenzen brachten. Und zum Glück ist das jetzt vorbei, denn: Wir sind umgezogen. Weiterlesen

Herdprämie adé! Einmal echte Wahlfreiheit, bitte

Nun ist es also passiert: Karlsruhe hat das Betreuungsgeld gekippt. Was genau ging da vor sich? Das Verfassungsgericht hat im Grunde einfach beschlossen, dass es nicht Sache des Staates ist, etwas zu entscheiden, was eigentlich Sache der Länder ist. Da sich ein Land (Hamburg) beschwert hat, wurde nun also entschieden: Die Länder sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie ein Betreuungsgeld zahlen wollen oder nicht. Ist das jetzt gut, oder schlecht? Weiterlesen

Die skandalöse Bildungspolitik

Heute habe ich einen Tagesvater erzürnt. Und in gewisser Hinsicht bin ich reumütig und erkenne seine Vorwürfe an. Denn ja, es stimmt, dass es gemein ist, zu pauschalisieren und dass mein Blogeintrag über die fehlende Verlässlichkeit in der Betreuung durch Tagesmütter sich schnell so liest, als wären die doch eh alle gleich. Von einer Tagesmutter auf andere zu schließen ist natürlich blöd und es fällt mir nicht schwer zu sagen: Sorry, liebe Tagesmütter und auch Tagesväter! Weiterlesen

Eine wacklige Angelegenheit

Etwa einen Monat ist es nun schon her, dass ich meinen ersten Arbeitstag als Volontärin hatte. Damals hatte ich mit einigen Unsicherheiten gerechnet. Z.B. damit, dass mir der Job nicht gefiele oder dass die Bahn ständig Verspätung hätte. Glücklicherweise ist bisher nichts davon eingetreten. Sogar die Deutsche Bahn fährt bisher verlässlicher als erwartet. Und trotzdem gibt es da eine große wacklige Konstante, die mich seit Jobeinstieg begleitet: Die Kinderbetreuung ist eine einzige Katastrophe! Weiterlesen

Das Ich-will-alles-Prinzip reloaded II

Trotz aller Sorgen schrieb ich damals, im April 2013: „Ich freue mich unglaublich auf die Veränderungen in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr […]. Ich stelle mir das alles großartig vor und natürlich wird mein Kind in meiner Vorstellung überaus problemlos, fröhlich, ruhig und vor allem bildschön.“. Was schreibe ich jetzt, 1 ½ Jahre später? Passend wäre vielleicht: Haha. Weiterlesen

Das Ich-will-alles-Prinzip reloaded I

Gute 1 ½ Jahre nachdem ich mir Gedanken über die Vereinbarkeit von Kind und Karriere gemacht habe, wird in der Politik wieder neu über die Frauenquote diskutiert und angeblich soll sie ja nun tatsächlich in irgendeiner halbgaren Form kommen. Wie auch immer diese unendliche Geschichte ausgehen wird – ich jedenfalls kann nach wie vor mit der ewig trotzigen Miene behaupten: Ich will immer noch alles! Und die Realität oder diese viel zu kurzen 24-Stunden-Tage werden mich niemals davon abhalten. Stellt sich nur die Frage, wie ich und die ganzen zukünftigen Quotenfrauen ihre Kinder betreut kriegen sollen, während sie ihren wichtigen Berufen nachgehen… Weiterlesen