Schlagwort: geburt

Liebe Frau Marini

Liebe Frau Marini, stellvertretende Pressesprecherin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, hoffentlich verzeihen Sie mir meine Unverfrorenheit, aber ob Ihrer Unverfrorenheit (oder sollte ich sagen Gefrorenheit, angesichts der Kälte, mit der Sie gestern in der NDR Radiosendung über das „Aus“ der freiberuflichen Hebammen gesprochen haben) fühle ich mich auf quasi moralischer Ebene gezwungen, mein Schreiben an Sie hier zu veröffentlichen. Ich habe Sie dazu nicht um Erlaubnis gebeten, aber Sie haben Ihre Worte gestern Abend ja selbst gewählt und waren sich hoffentlich auch im Klaren darüber, dass etliche Menschen nicht mit Ihren Äußerungen einverstanden sein könnten. Diese Menschen sind wir, Ihre Versicherten. Das sind wir, die Eltern, die keine Hebammen mehr finden, weil es immer weniger werden, bis es bald gar keine mehr gibt. Bis vor kurzem haben wir unseren Krankenkassen noch vertraut, weil wir glaubten, sie kümmerten sich um uns, wenn wir medizinische oder pflegerische Hilfe benötigen. Mittlerweile glauben wir das nicht mehr.  Weiterlesen

Maschinen statt Menschen

Hurra! Endlich werden deutsche Kliniken noch moderner! Das Hamburger Abendblatt feiert am heutigen Samstag die Modernisierung der Hamburger Asklepios Klinik, die insbesondere ihre geburtshilfliche Station mit Hightech aufrüstet. Anstatt mehr Personal, sprich insbesondere Hebammen, einzustellen, schafft die Klinik mehr Technik an – und sie meint in der Tat, damit den gestiegenen Sicherheitsansprüchen der heutigen Frauen zu entsprechen. Ich finde es sehr löblich, wenn Krankenhäuser sich Gedanken darüber machen, dass ihre Patienten (werdende Mütter sind eigentlich keine, aber naja) einen hohen Anspruch an Sicherheit haben. Die neue Sicherheit in der Geburtshilfe mit Technik erreichen zu wollen, lässt mich allerdings nur entsetzt schreien: Ist das euer Ernst?! Weiterlesen

Solidarität, Girls!

Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass mir der Kampf für eine bessere Geburtshilfe sehr am Herzen liegt. Auf diesem Feld betrat ich nun kürzlich Neuland, denn als regelrechter Twitter-Neuling lieferte ich mir gleich mal ein Battle mit dem Pressesprecher des Gesetzlichen Krankenkassenverbundes (GKV). Kurz danach reagierte eine Bloggerin auf die Auseinandersetzung. Sie war ebenso wie der GKV-Mann der festen Meinung, in der Geburtshilfe gäbe es doch gar keine Probleme. Und schlimmer noch: Sie, eine Frau im gebärfähigen Alter, warf uns anderen Frauen vor, die Lage zu dramatisieren. Und ich frage mich: Wie kann eine Frau nur so denken? Weiterlesen

Zur ersten Geburt auf jeden Fall ins Krankenhaus? Oder: Wie ich einmal ein Feigling war

Wie auch in meinem Plädoyer für eine sichere Geburt zu lesen, gehört für mich die Betreuung durch eine persönliche Hebamme unbedingt dazu. In betreffendem Artikel und auch in einigen anderen meiner Texte (z.B. in diesem) setze ich mich auch immer wieder für außerklinische Geburten ein – zunächst mal allein aus dem sehr persönlichen Grund, dass ich eine wunderbare Hausgeburt erleben durfte und zweitens auch aus dem Grund, dass ich mittlerweile aus vielen Quellen (persönlichen, aber z.B. auch aus dieser) erfahren habe, wie die Bedingungen auf den geburtshilflichen Stationen vieler Krankenhäuser so im Allgemeinen sind: Oftmals nicht besonders gut, leider. Nun hoffe ich beim Schreiben meiner ganzen Hausgeburts-Plädoyers jedoch immer inständig: Möge meine Hebamme diese Texte niemals lesen! Denn die würde sich vermutlich vor allem eines denken: „So eine Angeberin!“ Weiterlesen

Nur mit meiner Hebamme! – Plädoyer für eine sichere Geburtshilfe

Heute ist Welthebammentag. Und leider ist das kein Grund zum Feiern. Stattdessen wird der heutige 5. Mai bei uns in Deutschland zu Recht bundesweit zum Anlass genommen, um gegen die aktuelle Lage in der Geburtshilfe und Versorgung von Schwangeren, jungen Müttern und ihren Kindern zu protestieren. Denn es sieht nicht gut aus. Immer mehr Hebammen geben ihren Beruf auf – unfreiwillig. Und immer mehr Frauen sind gezwungen, ohne Hebammenbegleitung durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (die oftmals schwierigen Wochen direkt nach einer Geburt) zu gehen. Weiterlesen

5 Tipps für ein schmerzfreies Wochenbett

Nach neun anstrengenden Monaten erscheint die Geburt vielen Frauen wie eine Erlösung. Und in Geburtsvorbereitungskursen und Frauenrunden geht es ebenfalls meistens nur darum, was bei der Geburt alles beachtet werden müsse, wie schmerzhaft diese wohl sein wird, aber wie schnell all die Plackerei auch vergessen sein wird, sobald das langersehnte Baby denn dann da ist. Was einem vor der Geburt kaum jemand erzählt: In den ersten Wochen nach einer Geburt ist nicht immer alles watteweich und rosarot! Und manchmal fangen die Schmerzen dann sogar erst richtig an. Denn Geburtsverletzungen und Stillschwierigkeiten sind keine Ausnahme, sondern für die meisten Frauen bittere Realität. Und da können ein paar Tipps, wie man diese aufregenden und teilweise auch schmerzhaften ersten Wochen mit Baby gut übersteht, sicher nicht schaden.  Weiterlesen

Die Erste ihrer Art

Nein, es ist nicht immer leicht, die Erste zu sein. Als fast einzige Mutter in einem weitgehend kinderlosen Freundeskreis fühle ich mich manchmal noch sehr allein. Gleichzeitig wird es aber vor allem dann richtig schwierig, wenn doch endlich Freunde (bzw. deren Frauen) anfangen, schwanger zu werden. Denn dann möchte ich Ratschläge geben, weil mir das Wohl meiner Freundinnen und Freunde wirklich sehr am Herzen liegt. Aber wie tue ich das, ohne besserwisserisch und missionierend zu wirken, gerade wenn es um so ein sensibles Thema wie die Wahl des Geburtsortes geht? Verzwickt! Weiterlesen

„Es hat gar nicht weh getan!“, echt jetzt!

Als ich selbst noch zu den Unwissenden gehörte, stellte ich mir eine Geburt als etwas Substanzielles vor – etwas, das nur meinen Körper und den meines Babys betreffen würde. Ein Mann müsste bei solch einem Ereignis nicht unbedingt dabei sein, dachte ich mir. Da der Mann aber sehr gerne dabei sein wollte, probierten wir es aus. Und das war wirklich eine der besten Ideen, die wir jemals hatten! Weiterlesen

„Es hat auch gar nicht weh getan“?!

Geburten sind für kinderlose Menschen ja ein eher schwieriges Thema. Dieser mysteriöseste aller natürlichen Vorgänge ist in der Vorstellung der meisten Kinderlosen wohl eher ein blutiges Gemetzel als eine besonders amüsante Erfahrung. Und das gilt vermutlich umso mehr für die Männer und zukünftigen Väter. Denn die haben oben drauf oft noch Angst davor, ihre Frauen hilflos leiden zu sehen.  Weiterlesen

Warum Hebammen so wichtig sind

Gerade wenn Frauen zum ersten Mal schwanger sind, ist eine kompetente Unterstützung und Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett geradezu unerlässlich. Ich spreche da aus Erfahrung, denn meine Hebammen haben mir Schwangerschaft und Geburt nicht nur erleichtert, sondern vielleicht sogar überhaupt erst möglich und erträglich gemacht. Wie wichtig Hebammen sind, wissen die wenigsten Frauen, wenn sie noch keine Kinder bekommen haben. So ging es auch mir. Deswegen finde ich es so wichtig, allen Frauen (und natürlich auch Männern) deutlich zu sagen: Wir brauchen Hebammen! Und wir müssen dafür sorgen, dass deren Wichtigkeit in unserer Gesellschaft und auch in der Politik endlich erkannt wird! Weiterlesen