Schlagwort: geburt

Was sorgt für gewaltvolle Geburtserfahrungen?

Heute ist der 25. November und das bedeutet auch: Heute ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag findet auch die Roses Revolution statt: Dabei legen Frauen weltweit Rosen an den Orten nieder, an denen sie unter der Geburt Gewalt erfahren haben. Ich habe diesen Tag zum Anlass genommen, gemeinsam mit meinen Leserinnen zu überlegen, aus welchen Gründen Geburten als gewaltvoll empfunden werden. Hier kommt das Ergebnis: Weiterlesen

Aufruf an meine Leserinnen: Helft mir, über Geburten zu schreiben! #rosrev

„Ein Kind zur Welt zu bringen ist eine Grenzerfahrung: Ein Erlebnis, bei dem wir über uns hinauswachsen, an dem wir aber auch beinahe zerbrechen können“. So schreibt es Nora Imlau in ihrem Aufruf zur Blogparade unter dem Titel Every Woman is a Rose – Warum unsere Geburten so wichtig sind #rosrev. Und ich finde: Da hat sie Recht! Eine Geburt ist ein ganz besonderer, aber auch extrem sensibler Moment. Gemeinsam mit Nora und vielen anderen teilnehmenden Bloggerinnen möchte ich mich fragen: Was ist eigentlich eine „gute“ Geburt? Und was kann sie stören? Ich selbst habe bisher nur eine einzige Geburt erlebt – die vom Hübchen. Das ist nicht besonders viel – und deswegen brauche ich eure Hilfe!  Weiterlesen

Gerne gelesen | Juni 2016

Kennt ihr das, wenn der Tag mal wieder 24 Stunden zu wenig hat? Natürlich kennt ihr das. Also höre ich sofort auf, zu jammern, erzähle euch nur kurz, dass ich zwischen Umzug, Arbeit, Kind bespaßen (Kita erst ab August) und dem sonstigen Wahnsinn leider nicht zum Bloggen komme. Aber ist auch gar nicht schlimm, weil es in den Weiten des Internets ja so viele andere tolle Blogs, Webseiten und Artikel gibt. Und deswegen schmeiße ich euch wenigstens mal schnell meine „Gerne gelesens“ für Juni rein. Viel Spaß beim Lesen! Weiterlesen

Gerne gelesen | Mai 2016

Ich weiß ja, wie das so ist mit diesem Internet. Mal klickt man hier, und dann mal dort. Und immer vergisst man, Lesezeichen zu setzen, wenn man was interessantes entdeckt hat, zum später lesen. Und wenn man dann mal Zeit hat (alle Kinder im Bett oder wie durch ein Wunder zufrieden alleine spielend im Kinderzimmer), dann ist guter Rat teuer: Was lese ich jetzt? Kein Grund zur Panik! Ich hätte da ein paar Ideen! Unter der Rubrik „Gerne gelesen“ möchte ich ab sofort Links zu Artikeln und anderen Texten mit euch teilen, die ich besonders interessant, bewegend, spannend, aussagekräftig […] fand. Viel Spaß beim nachklicken! Weiterlesen

„Das Geburtsbuch“ von Nora Imlau

Das Geburtsbuch von Nora Imlau ist wirklich genau das, was der Titel verspricht: Ein Buch, das sich extrem umfangreich mit allen Dingen beschäftigt, die das Thema Geburt betreffen – ein Geburtsbuch eben! Eigentlich möchte ich es fast „Das neue Standardwerk zu allem was man über das Wunder Geburt wissen muss“ nennen. Aber das wäre gestrunzt, weil ich ansonsten kaum Bücher zum Thema Geburt gelesen habe. Eins jedoch kann ich definitiv sagen: Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nach der Lektüre dieses Buches noch ein anderes lesen muss – und das will ja schon was heißen. Weiterlesen

Rettet die Geburtshilfe, ihr Waschlappen!

Geburtshilfe in Deutschland, das ist so eine Geschichte für sich. So rein theoretisch wäre es prima, wenn gebärende Frauen über die gesamte Zeit einer Geburt (und das kann schon mal eine seeeehhhhr lange Zeit sein) vernünftig betreut würden. Von Fachpersonal. Das sind in erster Linie Hebammen. Und in zweiter Linie auch Ärzte*innen, die eingreifen, wenn es zu Komplikationen kommt. So weit die Theorie. In der Praxis ist so eine umfassende Betreuung den Kliniken aber viel zu teuer. Weil die Krankenkassen das nicht bezahlen. Also ersetzen mittlerweile Maschinen das teure Personal. Und jetzt haben die Krankenhäuser sogar noch eine tolle neue Idee, wie man aktiv Personalkosten einsparen kann: Die werdenden Väter sollen endlich eine aktivere Rolle einnehmen! Weiterlesen

Gewalt unter der Geburt – eine Buchempfehlung

Die Geburt des eigenen Kindes ist etwas Großartiges. Geburten machen uns glücklich, denn neun volle Monate mussten wir auf das neue Baby warten, konnten nur ahnen, wie es aussehen würde, waren voller Vorfreude und Ungeduld. Die Geburt ist eine Erlösung – auch ganz praktisch, denn gegen Ende der Schwangerschaft wünscht sich so manche Frau nur noch, dass die Schwerfälligkeit/Müdigkeit/Rückenschmerzen bald vorbei sein mögen. Und dann kommt die Geburt, tut zwar etwas weh, aber dann: Das Baby! Es entschädigt uns für jeden Schmerz, wir sind erlöst, glücklich, zufrieden. Aber jetzt gibt es da ein Buch, das sagt: Nein, nicht alle Frauen sind nach der Geburt glücklich. Denn viele erleben eine gewaltvolle Geburt, die sie lange und mühsam verarbeiten müssen. Und diese Erlebnisse sind keine Seltenheit, sondern sie haben System. Ich habe das Buch „Gewalt unter der Geburt – der alltägliche Skandal“ gelesen und möchte es euch hier vorstellen. Weiterlesen

Und das nächste Kind per Alleingeburt…?

Ich weiß nicht mehr weiter. Eigentlich hatten der Mann und ich gerade angefangen, darüber nachzudenken, wann wir uns ein zweites Kind wünschen. Im nächsten oder besser im übernächsten Jahr? In welchem Monat? Was wird es wohl werden? Wir hatten Pläne geschmiedet, langfristig gedacht, sogar schon unsere Vorfreude genossen. Jetzt aber mischt sich in unsere frohen Gedanken eine stumpfe Angst: Die Angst, beim nächsten Kind nicht mehr entscheiden zu können, wo es zur Welt kommen soll. Weiterlesen

Liebe Frau Marini

Liebe Frau Marini, stellvertretende Pressesprecherin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, hoffentlich verzeihen Sie mir meine Unverfrorenheit, aber ob Ihrer Unverfrorenheit (oder sollte ich sagen Gefrorenheit, angesichts der Kälte, mit der Sie gestern in der NDR Radiosendung über das „Aus“ der freiberuflichen Hebammen gesprochen haben) fühle ich mich auf quasi moralischer Ebene gezwungen, mein Schreiben an Sie hier zu veröffentlichen. Ich habe Sie dazu nicht um Erlaubnis gebeten, aber Sie haben Ihre Worte gestern Abend ja selbst gewählt und waren sich hoffentlich auch im Klaren darüber, dass etliche Menschen nicht mit Ihren Äußerungen einverstanden sein könnten. Diese Menschen sind wir, Ihre Versicherten. Das sind wir, die Eltern, die keine Hebammen mehr finden, weil es immer weniger werden, bis es bald gar keine mehr gibt. Bis vor kurzem haben wir unseren Krankenkassen noch vertraut, weil wir glaubten, sie kümmerten sich um uns, wenn wir medizinische oder pflegerische Hilfe benötigen. Mittlerweile glauben wir das nicht mehr.  Weiterlesen

Maschinen statt Menschen

Hurra! Endlich werden deutsche Kliniken noch moderner! Das Hamburger Abendblatt feiert am heutigen Samstag die Modernisierung der Hamburger Asklepios Klinik, die insbesondere ihre geburtshilfliche Station mit Hightech aufrüstet. Anstatt mehr Personal, sprich insbesondere Hebammen, einzustellen, schafft die Klinik mehr Technik an – und sie meint in der Tat, damit den gestiegenen Sicherheitsansprüchen der heutigen Frauen zu entsprechen. Ich finde es sehr löblich, wenn Krankenhäuser sich Gedanken darüber machen, dass ihre Patienten (werdende Mütter sind eigentlich keine, aber naja) einen hohen Anspruch an Sicherheit haben. Die neue Sicherheit in der Geburtshilfe mit Technik erreichen zu wollen, lässt mich allerdings nur entsetzt schreien: Ist das euer Ernst?! Weiterlesen