Schlagwort: geburt

Abgebrochene Hausgeburt beim ersten Kind: Gefährlich oder ein schöner Versuch?

In meinem Freundeskreis war dieser Sommer so ein bisschen der „Summer of Love“, denn es wurden wahnsinnig viele Babys geboren – merkwürdigerweise ausschließlich Mädchen. 🙂  Zwei ganz tolle Freundinnen von mir, Ida und Claudia, haben nur wenige Wochen nach mir ihre Töchter geboren. Im Gegensatz zu mir damals haben sich beide schon beim ersten Kind für eine außerklinische Geburt entschieden: Ida im Geburtshaus, Claudia für eine Hausgeburt. Und beide erlebten etwas, das 30% aller Erstgebärenden bei einer außerklinischen Geburt passiert: Sie mussten wegen Komplikationen in die Klinik verlegt werden, wo ihre Babys dann schließlich auch zur Welt kamen. Da die Sorge vor einer solchen Verlegung viele Frauen davon abhält, eine außerklinische Geburt überhaupt zu versuchen und auch Kritiker gerade Erstgebärenden deswegen immer wieder Angst machen, hat mich interessiert, wie meine Freundinnen das Ganze erlebt haben: Hatten sie Angst? Bereuen sie gar ihre Entscheidung? Oder ist auch eine abgebrochene Geburtshaus- oder Hausgeburt ein gutes, selbstbestimmtes und vor allem sicheres Erlebnis?  Weiterlesen

Worüber man noch schreiben darf

Neulich habe ich mir hier im Blog einen Kommentar eingefangen, über den ich ziemlich grinsen musste: Ich solle doch bitte mal aufhören mit diesen doofen Berichten à la „Unser neues Baby ist sooo süß“. OK, dachte ich, natürlich kann ich es nicht allen recht machen. Den einen jammere ich zu viel, die anderen sind genervt, wenn ich davon schreibe, wie gut es uns gerade geht. Wie man’s macht, macht man’s falsch! Weiterlesen

Hauptsache, Mutter und Kind sind wohlauf!

Letzten Freitag, passenderweise an einem Freitag den 13., erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel zum Thema Geburtshilfe. Tenor des Textes: Deutschland brauche nicht mehr, sondern weniger Kreißsäle, denn nur in Kliniken mit professionellster medizinischer Ausstattung sei die Sicherheit von Mutter und Kind gewährleistet. Im selben Atemzug spricht die Autorin (Ja: Die AUTORIN!) des Textes Frauen das Recht auf ein „schönes Geburtserlebnis“ ab. Denn das sei ja schließlich nicht das Wichigste! Weiterlesen

Was Schwangerschaft und Geburt kosten

So Leute, ich hab’s nun endgültig geschafft. Schwangerschaft vorüber, Geburt vorüber, Wochenbett vorüber – und letzte Woche musste ich doch tatsächlich schon wieder meinen Menstruationsbecher entstauben. Jo, mein Körper wäre dann also bereit fürs dritte Kind. Aber ich sage: nein! Ist mir viel zu anstrengend. Und ehrlich gesagt auch viel zu teuer! Weiterlesen

Wochenbett ungeschönt (enthält Körperlichkeiten)

Wie emotional anstrengend die ersten zwei Wochen mit Baby und Kleinkind waren, wisst ihr ja schon. Und was soll ich sagen, auch abgesehen von diversen Gefühlsstürmen bin ich jetzt nicht so der größte Wochenbett-Fan. Denn das bringe ich vor allem mit allerlei Merkwürdigkeiten in Verbindung: Brüste in Melonengröße (und ebendiesen Härtegrades), im Wabbelbauch herumhoppelnde Organe und ein Beckenboden, der erst mal Sommerferien angemeldet hat. Weiterlesen

Die Mädchen-Geburt

Warnung: Dies ist ein Geburtsbericht. Es kommen Wörter wie „Blut“, „Schleim“ oder „Schmerzen“ darin vor, denn all das ist Teil einer ganz gewöhnlichen Geburt. 🙂  Die Geburt meines Mädchens war eine an sich unkomplizierte Hausgeburt, die den Geburtsverlauf betreffend jedoch einige ungewöhnliche Aspekte enthielt. Auch deswegen teile ich die Erfahrung hier gerne so detailliert mit euch: Mir ist es wichtig, das Thema Geburt aus der Tabu-Zone zu befreien und darüber zu reden, dass jede Geburt ihr eigenes Tempo und ihren ganz individuellen Verlauf hat. Bleiben wir mutig! Lassen wir unseren Körpern den Raum und die Zeit, die sie brauchen! Viel Spaß beim Lesen! Weiterlesen

Mein Mädchen

Schluss mit den ewigen Schwangerschaftsberichten: Das zweite Baby ist da! Und auf meine Intuition kann ich mich verlassen, denn seit einer knappen Woche habe ich eine Tochter! Weiterlesen

Hilfe, die Wehen sind weg! (SSW 39)

Vorgestern, genau an 39+0 und auf dem Weg in die Hebammenpraxis, war mir schon klar, womit ich meine Hebamme als allererstes volljammern würde (denn dazu sind Hebammen ja da 😉 ): Dass meine Wehen völlig weg seien nämlich. Dass das hier wohl niemals los ginge. Dass ich mir die 39. Schwangerschaftswoche etwas intensiver vorgestellt hätte. Ich sitze also am Kangoo-Steuer, das schlummernde Hübchen hinten drin, und plötzlich zieht sich mein ganzer Bauch zusammen und ich denke nur: Au! Weiterlesen

Vorfreude! (SSW 38)

Die Übungswehen sind zurück! Und die Erschöpfung. Letzte Woche habe ich noch von der Endphasen-Energie geschrieben, die ich plötzlich verspürte. Tja, eine Woche später sieht alles schon ganz anders aus. Ich könnte aktuell nur noch liegen und ruhen. Und das mache ich jetzt auch in jeder möglichen Sekunde. Weil ich auf meinen Körper hören will. Weil ich Kraft sammeln will für die Geburt, die nun hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lässt. Denn außer Vorfreude aufs Baby spüre ich vor allem eins: Ich will nicht mehr! Und mein Körper kann auch so langsam nicht mehr! Weiterlesen

Darf los gehen! (SSW 37)

Heute fängt die Rufbereitschaft meiner Hebammen an! Genau heute bin ich nämlich bei 37+0, was aus medizinischer Sicht heißt: Theoretisch ist das Baby jetzt fertig und darf raus – wenn es denn will. Will es aber natürlich nicht. Und deswegen richte ich mich auf drei weitere gemütliche Wochen mit Wassermelonenbauch ein. Und mit gemütlich meine ich es jetzt auch wirklich ernst! Denn so langsam wird es wirklich Zeit, ein paar Gänge runterzuschalten. Weiterlesen