Schlagwort: erziehung

Ein ganz normaler Meckertag

Es gibt so Tage, da frage ich mich, was ich meinem Sohn damit angetan habe, ihn auf die Welt zu setzen. Auf diese Welt, die so ungerecht ist und gemein. Die sich nie, nie, wirklich nie so verhält, wie er es gerne hätte. Immer läuft alles falsch. Wie soll man so auch zufrieden sein? Wer schon mal mit einem dreijährigen Kind zusammengelebt hat, kennt solche Tage: Unglückstage, die nicht nur für das Kind ein Ärgernis sind, sondern auch für die gebeutelten Eltern. Weiterlesen

Wenn das Kind seine Großeltern nicht kennt

Das Hübchen ist ein ziemlich pfiffiges Kind. Klar denken das vermutlich alle Eltern über ihre Kinder. Aber gerade weil ich persönlich im Allgemeinen nicht viel Ahnung von anderen Kindern habe, bin ich vielleicht besonders oft erstaunt darüber, was der dreijährige Sohn schon alles versteht. Zuletzt betraf das die Verwandtschaftsbeziehungen. Weiterlesen

Wie ich meinem Sohn einmal keine pinken Schuhe kaufte

Das Hübchen hat ein Paar neue Schuhe. Schön kuschelig mit echter Wolle gefüttert, sollen sie ihn durch den nasskalten Ruhrgebiets-Winter tragen. Die Schuhe sind hübsch, wasserdicht und haben eine Barfuß-Sohle, erfüllen also alle von mir an ordentliche Winterschuhe gestellten Bedingungen. Und trotzdem geht es mir immer ein bisschen schlecht, wenn ich die Schuhe anschaue. Denn: Sie sind braun.  Weiterlesen

Selbstbestimmt schlafen? Schwierig…

Ja, ich weiß, es ist nur eine Phase. Aber es ist mal wieder eine Phase, die mich in den Wahnsinn treibt. Denn nach einer beachtlichen Zeit, in der das Hübchen abends allein in seinem Bett eingeschlafen ist, mag es jetzt einfach nicht mehr schlafen. Schon gar nicht alleine. Und ich habe nur ein einziges Bedürfnis: Ein bisschen Zeit und Ruhe für mich, auf der Couch, mit einem Buch oder stupidem Fernsehprogramm. Da prallen leider zwei sehr verschiedene Bedürfnisse aufeinander. Und was machen wir jetzt damit? Weiterlesen

Verlosung: Slow Family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern

Ein neues Buch von Nicola Schmidt und Julia Dibbern – klar, dass ich das lese! Die beiden Damen sind mir durch ihre unterhaltsame und kurzweilige, aber ebenso lehrreiche und wissenschaftlich fundierte Art bekannt, über Baby-, Erziehungs- und Familienthemen zu schreiben. Und das Ganze auch noch, ohne irgendwie ideologisch oder dogmatisch daherzukommen. Große Ratgeber-Liebe also. Und das kommt hier von einer, die Ratgeber normalerweise hasst wie die Pest – von mir nämlich. Ich will euch also unbedingt „Slow Family“ vorstellen – und im Anschluss ein Exemplar verlosen! Weiterlesen

Pudding ohne Soße

„Was gibt’s zu essen?“ – „Keinen Pudding!“ – „Gut, für mich bitte ohne Soße!“. Kommt euch das bekannt vor? Bevor das Kind überhaupt weiß, was es gibt, schreit es schon „Ihhhh! Bähhhh! Ekeeeliiig!“ oder fängt sofort an, auf dem Teller zu sortieren. Angeblich soll das ja normal sein. Trotzdem kann es uns in den Wahnsinn treiben. Oder? Weiterlesen

Schmeiß den Windeleimer raus!

In all dem Umzugs- und Urlaubsbrimborium habe ich völlig verdaddelt, eine wahnsinnig wichtige Entwicklung zu verbloggen. Und das, obwohl es sich dabei tatsächlich um etwas handelt, was mich extrem glücklich und zufrieden macht. Ja, es geht ums Kind. Und nein, die Trotzanfälle sind nicht besser geworden. Aber das verzeihe ich dem Hübchen momentan gerne, denn es geht um etwas viel wichtigeres: Das Kind geht endlich aufs Klo! Weiterlesen

Vom Umtausch ausgeschlossen

„Das hat er nicht von mir! Woher hat er das nur? Warum jetzt schon wieder? Ich will das nicht mehr! Ich will meine Ruhe! Ruhe! Ruhe!! Lass mich in Ruhe! Hör auf! Sei leise!“ – All das sind Sätze und Satzfetzen, die ich in den letzten Wochen mehrmals täglich dachte – und zugegebenermaßen auch schon mal ausgesprochen habe. Umzug, ziemlich viel Arbeit und tägliche Verpflichtungen waren an sich schon viel. Aber dann kam da noch ein Kind dazu, das Autonomiephase hat. Und zwar schönsten Ausmaßes. Das ist gut fürs Gehirn des Kindes. Und schlecht für die Nerven der Eltern. Weiterlesen

„artgerecht. Das andere Baby-Buch“ von Nicola Schmidt

Sich auf ein Baby zu freuen und vorzubereiten, kann wahnsinnig viel Spaß machen. Kleine Bodys shoppen, ein süßes Kuscheltier aussuchen, eine praktische Wickelkommode kaufen – alles cool. Mit riesiger Kugel und dicken Beinen zwischen lauter Babymatratzen oder Kinderwagen zu stehen und den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, kann einen jedoch auch schier wahnsinnig machen. Brauchen wir das alles? Und was braucht so ein Baby eigentlich wirklich im ersten Lebensjahr? Das neue Buch von Nicola Schmidt sagt: Gar nicht viel! Und das tut so gut und liest sich so erhellend, dass ich diese Lektüre allen Erstmüttern und jenen, die beim zweiten Kind ganz viel ganz anders machen würden, unbedingt empfehlen will. Weiterlesen

Endgegner Autonomiephase

Es gibt da ja diesen Spruch: „Kleine Kinder – kleine Probleme, große Kinder – große Probleme“. Wenn an diesem Spruch auch nur ein Filzelchen Wahrheit dran ist, dann überlebe ich Hübis viertes Lebensjahr nicht. Im Moment sind wir nämlich mitten in seinem dritten. Und wenn es danach noch anstrengender wird, reiche ich irgendwann unbezahlten Urlaub ein. Adieu, Mutterschaft. Möge sich irgendein durchreisender Schlawiner um dich Wahnsinnskind kümmern. Denn eins ist klar: Die Autonomiephase ist mein persönlicher Endgegner. Für noch schlimmeres stehe ich danach nicht mehr zu Verfügung. Weiterlesen