Schlagwort: erziehung

Hände waschen, Zähne putzen, Haare kämmen – ist das schon „Gewalt“ am Kind?

Ach, Kindererziehung. Wenn sie doch nur so leicht wäre, wie wir sie uns als kinderlose Erziehungsexperten vorgestellt haben. „Mein Kind wird niemals so!“, dachte ich früher immer mit vorwurfsvollem Blick auf Fremdgebrütetes. Heute bin ich schon stolz, wenn das Hübchen sich in Ausnahmesituationen mal etwas positiver präsentiert als die breite Blagen-Masse, die mich im Alltag so umgibt. Kinder, Kinder, ihr seid so anstrengend!, denke ich heute – und nehme mein eigenes Kind davon sicher nicht aus. Weiterlesen

Ich, das Sensibelchen

Der Mann rödelt in der Küche: Er bäckt. Das tut er sonst nie – nicht umsonst spreche ich sonst nur von „meiner Küche“, auch wenn der Mann dann immer mit den Augen rollt. Aber ich koche und backe eben so gut wie immer – weil besser. Aber morgen ist mein Geburtstag. Ich werde 30 und der Mann bäckt. Ich liege unterdessen im Bett. Auf dem Balkon wurde es zu sonnig, mein Gesicht ist schon ganz rot und ich weigere mich standhaft, mich schon Anfang April mit Sonnencreme einzuschmieren. Weiterlesen

Geduld ist eine Tugend – nur nicht meine

Das hier wird ein Nicht-Blogbeitrag. Denn eigentlich will ich gerade gar nicht schreiben, weil alles so doof ist. Weil das Hübchen momentan das rotzfrechste Kind der ganzen weiten Welt ist und ich die furchtbarste Mutter, die man sich in Kombination dazu vorstellen kann. Eigentlich wollte ich ja heute was Schönes schreiben, nachdem ich mich so gefreut habe, dass mein Blog endlich wieder lesbar ist (zuletzt gab’s kleine Probleme mit dem Server). Aber schön sind hier gerade höchstens die Narzissen, die blühend auf dem Wohnzimmertisch stehen und zumindest den Schein eines funktionierenden Familienleben wahren. Weiterlesen

Schlaf endlich, verdammt!

Neulich habe ich mal wieder über das Thema Babyschlaf geschrieben und vor allem darüber, dass ich Schlaflernprogramme bei Babys vollkommen unangebracht finde. Aber wie ist das eigentlich bei größeren Kindern? Darf ich von meinem dreieinhalbjährigen großen Jungen so langsam mal verlangen, alleine einzuschlafen? Ich hoffe, die Antwort darauf ist „ja“. Denn meine Nerven liegen blank. Weiterlesen

„Jedes Kind kann schlafen lernen“?

Schlaflernprogramme wie die im Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ beschriebene Methode stehen zu Recht in der Kritik. Trotzdem werden sie in den Medien immer wieder empfohlen, unkritisch erwähnt und als gängige Erziehungsmethoden wiedergekäut. Ich habe mich gefragt: Was können wir dem entgegensetzen – insbesondere im Gespräch mit anderen, unkritischen Eltern? Weiterlesen

Geschnullert – und bereit es wieder zu tun!

Liebe Attachment-Parenting-Experten und Bindungstheorie-Freunde, ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn: Ich habe beim ersten Kind einen Schnuller benutzt. Und ich bin bereit, es wieder zu tun! Weiterlesen

Mein hübsches kleines Mädchen, äh Junge

Das Hübchen trägt gerne lang. Seine Haare dürfen nicht ab, da ist er strikt. Und deswegen ist in der Öffentlichkeit immer gleich klar, wer er ist: Ein hübsches kleines Mädchen mit güldenem Haar! Ganz davon ab, dass er eben eigentlich gar kein Mädchen ist, frage ich mich: Tut diese simple Kategorisierung eigentlich Not? Weiterlesen

Zum zweiten Mal

Der Mann hat gestern ein Video geschnitten. „Hübchen, Monate 4-6“ heißt es. In den letzten drei Jahren haben sich Stunden an Film angesammelt. Darauf zu sehen: Das Hübchen, seine Mama und sein Papa – in fast ausnahmslos glücklichen Momenten. Und diese Babymonate in Bewegtbild, die sind noch mal was ganz besonderes. Ich sehe den Film an, ganze 8 Minuten 20, und denke: Wie glücklich wir waren! Weiterlesen

Ein ganz normaler Meckertag

Es gibt so Tage, da frage ich mich, was ich meinem Sohn damit angetan habe, ihn auf die Welt zu setzen. Auf diese Welt, die so ungerecht ist und gemein. Die sich nie, nie, wirklich nie so verhält, wie er es gerne hätte. Immer läuft alles falsch. Wie soll man so auch zufrieden sein? Wer schon mal mit einem dreijährigen Kind zusammengelebt hat, kennt solche Tage: Unglückstage, die nicht nur für das Kind ein Ärgernis sind, sondern auch für die gebeutelten Eltern. Weiterlesen

Wenn das Kind seine Großeltern nicht kennt

Das Hübchen ist ein ziemlich pfiffiges Kind. Klar denken das vermutlich alle Eltern über ihre Kinder. Aber gerade weil ich persönlich im Allgemeinen nicht viel Ahnung von anderen Kindern habe, bin ich vielleicht besonders oft erstaunt darüber, was der dreijährige Sohn schon alles versteht. Zuletzt betraf das die Verwandtschaftsbeziehungen. Weiterlesen