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Oh, gut dass du da bist!

Hier schreibt Sophie, Mutter vom Hübchen (3) und dem Mädchen (*Sommer 2017) über den täglichen Spagat zwischen Kind & Beruf und über alles Wichtige & Unwichtige im Leben einer Mutter.

Nur mit meiner Hebamme! – Plädoyer für eine sichere Geburtshilfe

Heute ist Welthebammentag. Und leider ist das kein Grund zum Feiern. Stattdessen wird der heutige 5. Mai bei uns in Deutschland zu Recht bundesweit zum Anlass genommen, um gegen die aktuelle Lage in der Geburtshilfe und Versorgung von Schwangeren, jungen Müttern und ihren Kindern zu protestieren. Denn es sieht nicht gut aus. Immer mehr Hebammen geben ihren Beruf auf – unfreiwillig. Und immer mehr Frauen sind gezwungen, ohne Hebammenbegleitung durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (die oftmals schwierigen Wochen direkt nach einer Geburt) zu gehen. Weiterlesen

5 Tipps für ein schmerzfreies Wochenbett

Nach neun anstrengenden Monaten erscheint die Geburt vielen Frauen wie eine Erlösung. Und in Geburtsvorbereitungskursen und Frauenrunden geht es ebenfalls meistens nur darum, was bei der Geburt alles beachtet werden müsse, wie schmerzhaft diese wohl sein wird, aber wie schnell all die Plackerei auch vergessen sein wird, sobald das langersehnte Baby denn dann da ist. Was einem vor der Geburt kaum jemand erzählt: In den ersten Wochen nach einer Geburt ist nicht immer alles watteweich und rosarot! Und manchmal fangen die Schmerzen dann sogar erst richtig an. Denn Geburtsverletzungen und Stillschwierigkeiten sind keine Ausnahme, sondern für die meisten Frauen bittere Realität. Und da können ein paar Tipps, wie man diese aufregenden und teilweise auch schmerzhaften ersten Wochen mit Baby gut übersteht, sicher nicht schaden.  Weiterlesen

5 Tipps für eine beschwerdefreie Schwangerschaft und eine leichte Geburt

Im Herbst 2013 wurde ich zum ersten Mal Mutter und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass von Anfang an alles total leicht war. Ich gehörte sicher nicht zu den rundum glücklichen Schwangeren mit allzeit rosigen Gesichtern, sondern ärgerte mich über ziemlich viele Wehwehchen. Erschwerend hinzu kam, dass ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis damals weit und breit die erste und einzige werdende Mutter war, und das hieß: keine Insider-Tipps für mich. Für all jene Frauen, denen es jetzt vielleicht genauso geht wie mir damals, schreibe ich nun meine persönlichen Tipps für eine etwas angenehmere Schwangerschaft und eine gute Geburtsvorbereitung auf – damit ihr zumindest online so eine Freundin habt, die euch sagt: Ja, bitte kaufe dieses völlig überteuerte Stillkissen, es ist gut für dich! Weiterlesen

Die skandalöse Bildungspolitik

Heute habe ich einen Tagesvater erzürnt. Und in gewisser Hinsicht bin ich reumütig und erkenne seine Vorwürfe an. Denn ja, es stimmt, dass es gemein ist, zu pauschalisieren und dass mein Blogeintrag über die fehlende Verlässlichkeit in der Betreuung durch Tagesmütter sich schnell so liest, als wären die doch eh alle gleich. Von einer Tagesmutter auf andere zu schließen ist natürlich blöd und es fällt mir nicht schwer zu sagen: Sorry, liebe Tagesmütter und auch Tagesväter! Weiterlesen

Autorität vs. Attachment Parenting

Mein Sohn spricht ja bekanntlich bevorzugt Wörter, die mit „A“ anfangen. Zwei Begriffe, die er daher vermutlich bald lernen wird, sind: Autorität und Attachment Parenting. Beide Begriffe stehen für reichlich konträre Erziehungsstile, mit denen ich kürzlich in Kontakt kam. Und obwohl das Kind mittlerweile schon ganz schön groß ist, habe ich mich nun zum ersten Mal so wirklich mit Erziehungsidealen auseinandergesetzt. Bisher habe ich nämlich immer einfach irgendwie gehandelt – und zwar irgendwie so, dass es meinem Kind und mir und dem Mann gut damit geht. Heißt das also, niemand braucht Erziehungsexperten? Und wenn doch, wer braucht sie und warum? Und welche sind überhaupt zu gebrauchen? Weiterlesen

Auf! Arbeit! Autobahn!

Hübilein ist 17 Monate alt und entdeckt gerade ein menschliches Werkzeug, ohne das unser Leben einfach nicht so viel Spaß machen würde: Die Sprache! Was wäre mein Leben grau und langweilig, wenn ich andere Verkehrsteilnehmer nicht in der Art beschimpfen könnte, wie es meine Art ist! Womit würde ich mein Geld verdienen, wenn niemand meine Texte lesen würde? Und woher wüsste der Pizza-Lieferdienst, welche Pizza ich gerne haben möchte, wenn es keine Sprache gäbe, in der ich ihm meine Wünsche detailreich mitteilen könnte? Ja, so ist es doch: Sprache macht unser Leben reicher, völlig egal erst mal, in welcher (Gebärden-) Sprache, in welcher Lautstärke, Tonlage oder Absicht. Und zur Zeit ist es einfach wunderbar, meinem Kind dabei zuhören zu können, wie es die Sprache entdeckt. Auch wenn seine Sprachanfänge etwas unkonventionell aussehen… Weiterlesen

„Hello Love“ – Ein Plädoyer für mehr Toleranz

Ich bin kein Kindertyp. Jeder, der mich kennt, weiß das. Als ich selbst noch kein Kind hatte, war es für mich daher auch völlig normal, dass Kinder an bestimmten Orten lieber nichts zu suchen haben. Ich war nicht unbedingt das, was man tolerant nennt: Sabbernde Babys im Supermarkt? Oh Mann! Vom Beckenrand springende Kinder im Schwimmbad? Neee! Altkluge Grundschüler? Bitte nicht! Tja, mittlerweile habe ich selbst ein Kleinkind. Es sieht süß aus, dafür sabbert es zu viel und ich bin mir ziemlich sicher, dass es mal reichlich altklug werden wird. Die Natur hat es trotzdem so eingerichtet, dass ich mein Hübchen so liebe wie keinen anderen Menschen auf der ganzen weiten Welt.  Weiterlesen

Das Fremde-Kind-eigenes-Kind-Paradoxon

Kinder sind nicht an allen öffentlichen Orten erwünscht. Das merkt man aber erst, wenn man zufällig mal selbst eins dabei hat. Denn solange ich selbst nicht Mutter war, fand ich es oft einfach ganz normal, dass Kinder manchmal einfach unpassend sind. Fremde Kinder sind eben einfach etwas anderes als eigene Kinder. Und trotzdem stieß ich auch als noch kinderlose Frau auf Situationen, die mir höchst merkwürdig vorkamen. Zum Beispiel in diesem einen Restaurant, in dem Hunde erlaubter waren als Kinder.  Weiterlesen

Öffentliche Fütterungen

Brüste! Wozu sind die noch mal genau da? Für hübsche Dekolletés in adretten Abendkleidern zum Beispiel. Oder zum Anfassen lassen im heimischen (Ehe-) Bett. Vor allem aber sind Brüste zum Stillen da. Denn dazu hat die Evolution sie uns gegeben: Damit wir mit ihnen im Fall der Fälle unsere Babys ernähren. Komisch ist nur: Obwohl es diesen Zweck ja quasi schon immer gegeben hat, scheint er bei einigen unserer Mitmenschen nicht ganz angekommen zu sein. Immer wieder liest man nämlich Meinungen wie jetzt neulich die einer gewissen Lilian Fritze, ihres Zeichens aufstrebende Lokalblatt-Journalistin. Und die lautet: Mütter, hört auf eure Brüste zum Stillen zu benutzen! Ich frage: Hä?
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Eine wacklige Angelegenheit

Etwa einen Monat ist es nun schon her, dass ich meinen ersten Arbeitstag als Volontärin hatte. Damals hatte ich mit einigen Unsicherheiten gerechnet. Z.B. damit, dass mir der Job nicht gefiele oder dass die Bahn ständig Verspätung hätte. Glücklicherweise ist bisher nichts davon eingetreten. Sogar die Deutsche Bahn fährt bisher verlässlicher als erwartet. Und trotzdem gibt es da eine große wacklige Konstante, die mich seit Jobeinstieg begleitet: Die Kinderbetreuung ist eine einzige Katastrophe! Weiterlesen