Neues von der Erziehungsberatung. Oder: Was tun mit der Wut?

Es ist schon länger her, dass ich über unseren Schritt zur Erziehungsberatung geschrieben habe. Damals schrieb ich auch, dass ich mir nicht sicher sei, ob und inwiefern ich weiterhin im Blog darüber berichten könnte, weil ich schon ahnte, dass die Beratung an sehr persönlichen Dingen kratzen würde. Damit hatte ich nicht ganz unrecht. Trotzdem will ich einen Weg finden, darüber hier zu schreiben, weil ich mir sicher bin, dass ich mit meinen Problemen mal wieder nicht alleine bin. 😉

Um kurz an den letzten Bericht anzuknüpfen: Im Großen und Ganzen nutzen mir die Learnings aus den Anfangsstunden der Beratung weiterhin ganz gut. Das Snack-Ritual nach der Kita konnten wir leider nicht dauerhaft etablieren, weil das Hübchen um 14 Uhr einfach keinen Hunger hat (in der Kita isst er um 12.30 Uhr zu Mittag). Irgendwie sind wir für die Post-Kita-Situation also immer noch ein bisschen auf der Suche nach einem Ritual.

Aktuell will das Hübchen nach der Kita aber meistens eh erst mal an seiner Kletterwand klettern, was prima zum Ankommen und Runterkommen nutzt. Die Beraterin empfahl auch, das dann auf keinen Fall künstlich durch irgendeinen Rituale-Zwang zu unterbrechen. Wenn das Kind sich selbst eine Beschäftigung sucht, ist das gut und sollte nicht verhindert werden.

Die erste anstrengende Phase nach der Kita kriegen wir so meistens gut rum. Kritisch wird es nach wie vor immer dann, wenn das Hübchen sich dauerhaft quer stellt. Sich massiv verweigert, null kooperativ zeigt, aggressiv wird, sich an mir abreagieren will. Es gelingt mir weiterhin oft ganz gut, seine Wut in Trauer umzuwandeln – und die kann ich viel besser ertragen, wie ich schon im letzten Bericht schrieb. Allerdings ist auch seine Trauer, die er oft in Dauerquengeln ausdrückt, für mich beizeiten ganz schwer zu ertragen.

Regressives Verhalten

An manchen Tagen scheint es mir nämlich, als hätte ich ein von morgens bis abends dauernölendes Kind. Und je nach Stimmungslage macht mich das einfach wahnsinnig. Den Grund für unser kleines, großes Quengelchen haben wir in der Beratung schnell identifiziert: Die berühmte Regression nach Geschwistergeburt. Auch nach Meinung unserer Beraterin müsste das Hübchen mit seinen viereinhalb Jahren jetzt wirklich mal so langsam raus sein aus dieser anstrengenden Motz-und-Mecker-Phase. Der Grund, warum er feststeckt, ist offensichtlich ein liebreizendes sieben Monate altes Schwester-Geschöpf, das allgemein auf den Namen „Räupchen“ hört.

Wir haben also durchaus recht, wenn wir stöhnen und uns wünschen, dass diese Phase nun auch mal vorbeisein und unser Söhnchen endlich wieder ein bisschen umgänglicher werden könnte. Nur: Nutzt ja nix! Laut Beraterin müssen wir dem Hübchen nun mal dabei helfen, diese Phase zu überstehen – und haben obendrein noch Glück gehabt. Andere Kinder fangen ihrer Aussage nach gar nicht mal so selten wieder an, in die Hose zu kacken, verhalten sich aggressiv gegenüber ihren neuen Geschwistern oder machen durchgängig so richtig groben Unfug.

Im Vergleich dazu sind wir mit unserem Dauernörgler noch ganz gut dran. Und in der Tat hilft es mir zum Beispiel extrem, meine beiden Süßen zu beobachten, wie sie zusammen schäkern und sich lieb haben. Das Hübchen ist wirklich ein ausgesprochen liebevoller großer Bruder und ich muss mich immer wieder daran erinnern, die guten Seiten nicht zu vergessen, sondern gefälligst angemessen wertzuschätzen!

Für das große, kleine Kind da sein

An guten Tagen gelingt es mir mittlerweile ausgesprochen gut, die positiven Momente zu sehen und auch zu genießen. Für mein Hübchen da zu sein, ihn auch einfach wieder klein sein lassen und seine Gefühle zu respektieren – wie arg sie mich auch immer nerven mögen. Ich helfe ihm beim Anziehen, begleite ihn beim Händewaschen und tröste ihn hunderte Male am Tag, weil schon wieder irgendetwas ganz, ganz schrecklich für ihn war.

Und genau das ist laut Beraterin das richtige: Der große Junge darf ruhig wieder klein sein, wenn er das so dringend möchte. Sie regte in der Beratung sogar an, das Hübchen mal kurz ins Tragetuch zu nehmen, falls er das mag. Als ich ihm das Zuhause anbot, wollte er aber nicht. Dafür fühlte er sich dann wohl doch schon zu erwachsen. 😉

Hilfe aus Büchern: „Hand in Hand Parenting“

Der Schlüssel zur Erleichterung soll also vor allem darin liegen, noch umfassender, noch eingehender für das destabilisierte Kind da zu sein. Passenderweise hat der Arbor Verlag mir vor kurzem ein Rezensionsexemplar des Buchs „Hand in Hand Parenting“ geschickt. Ich habe es noch nicht ganz durch, aber schon im ersten Drittel fand ich ziemlich viele gute Ideen, die ich teilweise bereits im Alltag umsetze.

Eine davon ist die „Wunschzeit“, in der ein Elternteil sich in einer vorbestimmten Zeit (Handy-Timer stellen!) mit dem Kind beschäftigt – und zwar so, wie das Kind es vorgibt. Beim ersten Mal wollte das Hübchen natürlich direkt das Spiel mit mir spielen, das ich sonst gerne verweigere, weil ich es echt furchtbar finde. Das Kind hat echt Humor! 😀

Ein weiterer wichtiger Punkt im Buch ist, immer „ganz Ohr“ für das Kind zu bleiben, wie es dort ein bisschen umständlich übersetzt heißt (die Autorinnen sind US-Amerikanerinnen und das Buch wurde aus dem Englischen übersetzt). Das ist zwar insgesamt nichts Neues, ich weiß ja theoretisch, dass ich mein Kind dabei unterstützen muss, seine Gefühle zu durchleben. Im Buch wird aber noch mal genau beschrieben, warum das so wichtig ist und zu welchen Erfolgen es führen kann. Diese genauen Erklärungen bestärken in der Umsetzung enorm.

Spielerisch Konflikte lösen

Außerdem ermutigt das Buch dazu, spielerisch an die Erziehung heranzugehen und Konflikte mit Scherzen und Lachen zu lösen. Gerade das klappt beim Hübchen wirklich super und hat uns schon vor so mancher Eskalation bewahrt. In letzter Zeit verweigert er nach der Kita zum Beispiel das Händewaschen. Er weiß, dass er es muss, weigert sich aber vehement. Der finale Wutanfall wurde hier demnach zur Routine, weil ich ihn auf keinen Fall von der eigentlich schon lange etablierten Regel abweichen lassen wollte.

Mich hat es dann fast schockiert, wie einfach wir die Eskalation durch ein bisschen Rumalbern verhindern können. Ich sage zum Beispiel: „Gut, wenn du deine Hände nicht waschen willst, dann waschen wir eben deine Ohren!“, und tue dann so, als würde ich seine Ohren waschen. Danach folgen alle anderen Körperteile, bis zum kleinen Zeh. Das Hübchen lacht sich scheckig, ihm fallen immer neue Körperteile ein, die dringend gewaschen werden müssen. Am Ende unserer Alberei geht das Händewaschen dann plötzlich doch, ganz normal und mit Seife. Unser Lachen hat die Wut und die Verweigerungshaltung gelöst. Super komfortabel, super entspannt!

Das Problem: Ich schaffe das einfach nicht immer!

Das Problem: Ich bin einfach nicht immer in Stimmung für Spiel und Spaß. An manchen schlechten Tagen, ich müde, krank oder einfach mies gelaunt, bin ich einfach nicht in der Lage, den Dauernörgeleien des Hübchens mit Wohlwollen oder sogar spaßigen Angeboten zu begegnen. Dann will ich einfach nur, dass es aufhört. Dass mein Kind mal ein bisschen funktioniert, mich nicht alle naselang herausfordert, sondern sich ausnahmsweise mal freundlich und kooperativ zeigt.

Und dann werde ich wütend. Frage mich sogar, womit ich dieses Kind nur verdient habe. Bin so wahnsinnig sauer, weil ich mir den lieben langen Tag dieses endlose Gequengel anhören muss – obwohl ich mich doch so bemühe, dass es dem jungen Herrn immer gut geht! Im eben erwähnten Buch geht es glaube ich irgendwann genau um dieses Thema: Was tun, wenn die eigene Wut zu groß wird? So weit bin ich aber noch nicht. Je nachdem wie sehr mich das ganze Buch überzeugt, schreibe ich vielleicht noch mal einen extra Artikel dazu.

Arbeit an der eigenen Wut

Letztlich weiß mein Verstand: Das arme Hübchen hat es einfach gerade nicht leicht. Aber ich kann es ihm leichter machen, indem ich Verständnis für seine Wut und seine Trauer zeige, mich von seiner Nörgelei nicht herausfordern lasse, sondern gelassen und nachsichtig damit umgehe.

Meine Gefühle machen da aber leider nicht immer mit. Viel zu oft treibt mich das Dauerquengeln an den Rand des Nervenzusammenbruchs, spätestens alle paar Tage denke ich, die ständige Hübchen-Sirene nun wirklich nicht länger ertragen zu können. Und wenn meine Gefühle ausbrechen, bin ich schnell ebenfalls auf Hübchen-Niveau. Dann werde ich selbst zum Kleinkind, will meinen Willen nach Ruhe durchsetzen, werde streng, kalt, gemein. Und bereue es kurze Zeit später sofort.

Liegt der Grund in der eigenen Kindheit?

Die Frage ist jetzt: Woher kommt meine Wut? Warum kann ich das nörgelnde Hübchen so schlecht ertragen? Wieso kochen meine Gefühle so oft über? Für die Beraterin ist klar, dass sich die Gründe oft in der eigenen Vergangenheit finden lassen. Sie rät sogar zur Therapie, um sich den eigenen Gefühlen mal gründlich zu stellen – und vor allem um dafür zu sorgen, dass problematische Verhaltensweisen nicht über Generationen weitergegeben werden.

Ich frage mich derweil noch, ob es wirklich nötig ist, solche schweren Geschütze aufzufahren. Insgesamt bin ich auch einfach kein Fan davon, alle Gründe immer in der Vergangenheit zu suchen. Ich habe glückliche Erinnerungen an meine Kindheit und will da keinesfalls auf Teufel komm raus nach irgendetwas Negativem suchen. Klar haben meine Eltern nicht immer alles richtig gemacht – aber welche Eltern tun das schon? Genau wie ich heute, haben sie es eben so gemacht, wie es für sie jeweils ging. Was ich am allerwenigsten will, ist, einen Schuldigen für mein teils verkorkstes Verhalten zu suchen.

Vielleicht ist das aber eh Quatsch, denn auch in einer Therapie geht es vermutlich überhaupt nicht darum, wer an irgendwas Schuld ist, sondern eher darum, Zusammenhänge zu erkennen. Und diese am Ende auch bewusst zu durchbrechen. Ich muss also noch mal in mich gehen und überlegen, ob ich diesen Weg gehen will. Die Erziehungsberatung ist auch noch nicht ganz am Ende angekommen und vielleicht gibt es ja noch ein paar platzende Knoten. Wenn die dann noch tauglich für die Öffentlichkeit sind, werdet ihr hier sicher wieder davon lesen!

Und bei euch so?

Habt ihr auch Erfahrung mit regressierenden Großkindern, die nach der Geburt des Geschwisterchens plötzlich wieder zu Kleinkindern wurden? Was hat bei euch geholfen? Wie lange hat es gedauert? Ich freu mich über Tipps und Durchhalteparolen in den Kommentaren!

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12 Kommentare zu „Neues von der Erziehungsberatung. Oder: Was tun mit der Wut?

  1. Romina

    Hallo!!
    Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation. Großes Mädchen mit 4,5 u.kleiner Bursche mit 5 Monaten. Die Große und ich sind uns zu ähnlich und das ist unser „Trigger“. Erkenne mich in deinen Zeilen sehr gut wieder (und auch mein Kind). Manchmal hilft es mir mir zu sagen dass sie halt auch ihre schlechten Tage hat u.schlecht drauf ist und eine feste Umarmung macht es schnell wieder gut. Gegen meine Wut hilft oft progressive Muskelentspannung. Alle Muskeln ganz fest anspannen u.wieder entspannen, paar mal hinter einander. Und die Gewissheit, dass sich Kinder ihre Eltern aussuchen und es irgendeinen Grund hat warum ich so heraus gefordert werde… 🙂
    Alles Gute!

    • Haha, ja, das sagt mein Yoga Lehrer, der selbst ein kleines Kind hat, auch immer: Unsere Kinder sind dazu da, dass wir selbst noch viel lernen und wir haben nicht umsonst genau dieses eine Kind bekommen. 😀 Ich bin ja eigentlich überhaupt nicht esoterisch drauf, aber oft denke ich trotzdem, da ist was dran.

      „Schlechte Tage“ könnte ich übrigens gut verkraften. Hier ist eben das Problem, dass jeder Tag eine neue Herausforderung wird. Das Hübchen ist so festgefahren in seinem Verhalten, dass es fast nur schlechte und superschlechte Tage gibt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, dann sind wir immer super froh und hoffen, dass es jetzt bergauf geht. Aber dann geht es doch wieder weiter wie gehabt…

      Das mit der Muskelentspannung muss ich mal genauer studieren, hast du da Empfehlungen zum Lesen oder so? Ich bin insgesamt ein recht körperlicher Mensch, vielleicht ist das was für mich. Mit so Sachen wie „tief atmen“ oder „ein Lied summen“ oder so komme ich gar nicht weiter, das nutzt in meiner Wut so ungefähr gar nix. 😉

      • Romina

        Leider hab ich keinen Buchtipp, aber es gibt sicher viel Literatur zur progressiven Muskelentspannung. Probier es einfach mal aus, du kannst nicht viel falsch machen. Alles anspannen…Fäuste ballen…und wieder los lassen. Freundin von mir hat sich einen Boxsack zugelegt…

  2. Sarah

    I feel you 😉

    Meine Tochter ist mir sehr ähnlich und treibt mich damit auch ziemlich in den Wahnsinn. Soweit, dass ich um meiner eigenen Wut Herr zu werden, tatsächlich eine Therapie begonnen habe. Die Therapeutin sucht natürlich in der eigenen Kindheit, und da Sie genau die passenden Fragen stellt, finden sich da auch allerhand Probleme die ich jetzt lösen muss. Aber wenn ich das nicht mache, dann muss es meine Tochter später bei Ihren Kindern meistern, und glücklich bin ich in meinem Zustand nicht – wie du ja auch 😉

    Ansonsten kann ich dir empfehlen Zeit mit dem großen alleine zu verbringen und dich ganz auf ihn einzulassen (vll schwimmen? Indoorspielplatz zum Toben, irgendwas körperliches, wo er Mama und du Hübchen tanken kannst). Davon kann man schonmal etwas zehren und dann merkt man auch oft erst, dass man selber die Zeit mit nur 1 Kind auch irgendwie vermisst. Mir hat das ganz gut zwischendurch geholfen.

    Ansonsten: einatmen, ausatmen, durchhalten!

    • Ach ja, das ist auch genau die Argumentation der Erziehungsberaterin: Die Kette abbrechen, nicht alles immer an die nächste Generation weitergeben. Ich denke, ich warte jetzt erst mal das Ende der Beratung ab und schaue dann, ob ich den Schritt gehe. Da steckt sicher auch viel Angst drin, genau dahin zu gehen, wo es eben weh tut. Und ich mag wie gesagt nicht auf Teufel komm raus in einer eigentlich glücklichen Kindheit kramen. Dass nicht immer alles super war, ist ja klar, aber ich will das nicht im Nachhinein irgendwie schlechter sehen, verstehst du, was ich meine?

      Exklusivzeit mit dem Hübchen wünsche ich mir schon länger. Das ist nur so schwierig, solange das Räupchen noch zu 100% an der Brust hängt. In zwei Wochen sind wir aber im Kurzurlaub mit Schwimmbad quasi nebenan, da habe ich schon angekündigt, mal mit dem Hübchen allein schwimmen zu gehen. Und im kleinen Rahmen setze ich das jetzt auch mit der Wunschzeit um. Oft helfen auch schon 15 Minuten gemeinsames Spiel!

  3. Agata

    Es berührt mich, deinen Artikel zu lesen und wünsche Dir ganz viel Kraft! Ich hoffe, Du findest einen Weg, weniger streng zu Dir selbst zu sein. Es erfordert sehr viel Mut zuzugeben, dass man Hilfe braucht, diese einzuholen und dann noch öffentlich zu berichten. Ich ziehe meinen Hut vor Dir und kann Dir versichern, dass alleine das zeigt, was für eine wundervolle und selbstreflektierte Mutter Du bist. Halte durch, es geht irgendwann vorbei und dann erst kommt die Zeit, in der Du Dir selbst auf die Schulter klopfen kannst.

    • Danke, dein Kommentar tut sehr gut. In den härtesten Phasen versuche ich mir auch selbst zu sagen, dass es immerhin gut ist, dass ich nach Lösungen suche. Dummerweise hat das Hübchen ja davon aber erst mal nichts, solange ich trotzdem regelmäßig ausraste. 🙁

      Die Hoffnung ist aber natürlich, dauerhaft etwas ändern zu können. Und da ich ja jetzt ein zweites Kind habe, ist es ja auch alles andere als zu spät.

  4. Lara Oswald

    Habe mich ebenfalls sehr in deinen Blogeintrag wiedergefunden.. ich habe einen 3 jährigen Sohn und erwarte im Sommer unser Mädchen und bin sehr gespannt wie es zu viert wird! Ich kenne die Wut darüber, das das Kind nicht „funktioniert“ oder macht wie man selbst grade will/braucht. Habe mich unter anderem deshalb an eine Therapeutin gewandt und war leider noch zu selten da, um dir von Fortschritten berichten zu können. Aber es ist immer gut zu reflektieren und/um Verhaltensmuster zu durchbrechen.. man hat als Mama eben eine Verantwortung und ich möchte gewisse Dinge nicht weitergeben/vorleben, die ich selbst vorgelebt bekommen habe. Ich kann dich nur ermutigen, diesen schritt zu gehen auch wenn es nicht immer einfach ist, sich Gefühlen und Erinnerungen zu stellen! Es wird dich aber bestimmt zu dir selbst und im Nachhinein vllt zu einem ausgeglichenerem Selbst führen. Wünsche euch alles Gute.. eine bisher recht stille Leserin deines Blogs/fb-Profils.

    • Liebe Lara, danke für das Teilen deiner Erfahrungen! Ich denke, wir werden jetzt erst mal die Beratung zu Ende bringen, ein paar Termine gibt es noch. Und dann schaue ich mal. Eigentlich sagen alle, die schon mal eine Therapie gemacht haben: Trau dich! So schlimm kann es also nicht sein. 😉

  5. Steffi

    Vielen Dank für deinen Beitrag, ich erkenne mich so sehr darin wieder und bin mal wieder froh zu sehen dass ich nicht alleine ist. Das o.g. Buch werde ich mir ebenfalls mal anschauen.
    Wir waren in einer ähnlichen Situation als unsere Tochter geboren wurde. Unser Sohn war 4,5 Jahre alt und bereits in der Schwangerschaft hatten wir sehr viele Konflikte Mittlerweile ist er 7 und es ist wieder viel entspannter zwischen uns. Es wird also irgendwann besser! Nur die Wut, die haben wir immer noch nicht im Griff und es ist sehr erschreckend zu sehen wie sehr er sich dieses Verhalten angenommen hat und ebenfalls furchtbar wütend werden kann wenn etwas oder jemand nicht funktioniert 🙁

    • Ja, ich glaube, da kommt einiges zusammen. Klar gucken die Kinder sich viel ab, ich denke aber auch, dass der natürliche Charakter da auch eine große Rolle spielt. Also müssen wir uns sicher nicht für alles die Schuld geben. 😉 Das Hübchen hat vermutlich meinen Dickkopf geerbt und den könnte ich ihm mit der geduldigsten Zuwendung nicht aberziehen, schätze ich. 😀 Vielleicht ist es bei deinem ja Sohn ähnlich.

  6. Fatma

    Hallo Sophie,
    ich lese deinen Blog mit Interesse. Danke für deine Ehrlichkeit.
    Ich möchte Dir die CRM Traumatherapie empfehlen. Bei manchen Therapeutinnen kann man dies dort auch durch skype machen. http://crm-traumatherapie.de/
    Ich mache es auch seit März und tut mir echt gut, aber eben so, wie wenn man einen kranken Zahn entfernen lässt. Am Anfang schmerzt alles total, danach heilt es sich…
    Ich war skeptisch, ob diese Therapie mir etwas bringt. Aber nach 4 Sitzungen kann ich sagen, ich brauche und möchte es weiter machen, bis zum Ende.
    Hier geht es nicht darum, dass man die eigenen Geschichten erzehlt… das bringt nichts. Man muss sich erlauben, sich selbst im Körpen zu fühlen und die eigenen Gefühle aus der Vergangenheit so zulassen und endlich richtig erleben, bis sie abklingen. Hört sich bana an, aber es hilft. Manchmal helfen die einfachsten Methoden zur Heilung. Ich mag davon immer „aufwachen“, wenn ein traumatisches Erlebnis so verarbeitet wird. Ich werde danach erleichtert, und kann endlich loslassen, „vergessen“. (Ich dachte auch, ich war mit meiner Kindheit zufrieden. Natürlich, weil man keine andere Wahl hatte 🙂
    Ich kann dir weiterhin Katia Trost zum lesen empfehlen. https://katiatrost.de/therapeutische-blockadenloesung-traumatherapie/
    Ihre ganze Seite finde ich sonst spannend und informativ, wenn auch nur für die Laie geschrieben. Sie wird bald ihr Buch veröffentlichen.

    Bin auch eine sensieble Mutter mit einem zweijärigen sensieblen Sohn.

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