Nein danke, isch möschte nischt mehr (SSW 35 & 36)

Nee, ehrlich so langsam reicht’s mir dann auch. Also, nicht dass ich zu irgendeinem Zeitpunkt der vergangenen acht Monate meine Schwangerschaft besonders genossen hätte. Aber jetzt, jetzt wäre dann so richtig die Phase „Danke, reicht!“ angebrochen. Zu meinem körperlichen Unwohlsein kommt nämlich mittlerweile noch die täglich wachsende Ungeduld, Neugier und Vorfreude auf das neue Baby hinzu. Aber damit bin ich immerhin nicht alleine!

„Wann kommt unser Baby denn endlich?“, fragt das Hübchen mittlerweile fast täglich. Immer im Wechsel natürlich mit „Wann fahren wir endlich in den Urlaub?“. Baby und Urlaub – dieser Tage unsere Top-Themen! Der Mann und ich haben glücklicherweise noch frühzeitig bemerkt, dass noch einiges zu tun ist, bevor beides endlich ansteht.

Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich dann auch in einem Wohnzimmer, dass durch Einzelteile von Babybett, Kinderwagen, Maxi Cosi und Babywippe verschönert wird. Das Kinderzimmer war am Wochenende schon dran: Das Hübchen hat eine neue Regal-Lösung, teils mit Türen, teils mit Körben für seine Kleidung und sein Spielzeug bekommen. Seine alte Kommode ist nun schon zur Hälfte mit Babysachen befüllt. Und am schönsten war es, nach der ganzen Aufbau- und Umräum-Action die Wickelkommode wieder babytauglich herzurichten. Probehalber haben wir schon mal Hübchens Babypuppe probeliegen lassen. Es kamen keine Klagen.

Vorbereitungswahn

Jetzt also noch schnell mal alle Teile von sonstigem Baby-Gedöns waschen oder zumindest nass abbrausen und anschließend wieder zielsicher zusammenbauen. Extrem praktisch finden wir das übrigens, dass wir nur mal eben alles aus dem Keller holen mussten. Kinder lohnen sich eben doch irgendwie erst ab dem zweiten. So macht der ganze Vorbereitungswahn eigentlich schon fast Spaß. Geht halt alles schneller – und ist vor allem viel günstiger!

Jetzt wäre es mir außerdem noch ganz lieb, wenn auch die Ausbrütephase beim zweiten Kind ein kleines bisschen schneller ginge. Es ist nämlich durchaus keine erquickende Vorstellung, dass dieser ohnehin schon riesige Bauch noch gute vier Wochen weiter wachsen wird. Mehrmals täglich sehne ich mich danach, diese Kugel zwischenzeitlich einfach mal ab- und jemand anderem umschnallen zu können. So ein bisschen Entlastung, das wäre schon was.

Körpergefühl = Seekuh

Vermutlich wirke ich dabei mal wieder gar nicht so, wie ich mich fühle: Ich watschel nicht rum, mache fast täglich Yoga, fahre noch Fahrrad und rupfe Unkraut auf unserem Gemüsefeld. Auf andere wirke ich damit vermutlich fast sportlich. Mein eigenes Körpergefühl gesteht mir allerdings höchstens die Grazie einer 50 Jahre alten Seekuh zu. Und vermutlich tue ich damit den Tieren unrecht, die sich ja immerhin unter Wasser ziemlich gut zu bewegen wissen. Kurz: Ich fühle mich furchtbar und kann es nicht erwarten, meinen alten Körper zurückzubekommen!

Dabei bin ich aktuell guter Hoffnung, dass das auch beim zweiten Mal wieder ähnlich gut klappen wird, wie beim ersten Mal. Zwischenzeitlich hatte ich mich von meiner Zweithebamme etwas verrückt machen lassen, die plötzlich beim Abtasten der Meinung war, das Baby würde in Beckenendlage liegen. Die Hebammenvorsorge bei ihrer Teamkollegin, die damals bereits Hübchens Geburt begleitet hat, hat mich dann zum Glück wieder gut runter geholt.

Beruhigende Hebammenvorsorge

Wir haben zusammen die Babybewegungen interpretiert und nach dem Abtasten waren wir uns dann wirklich sehr sicher: Das Baby liegt Kopf voran und alles sieht prima aus. Meine Hebamme erklärte mir dann auch noch einen wichtigen Fakt, den man als Mehrgebärende nicht außer Acht lassen sollte: Die zweiten/dritten/vierten […] Kinder toben wohl noch oft bis kurz vor Geburtsbeginn „irgendwo“ im Bauch herum und senken sich teils erst mit den ersten Geburtswehen so richtig ins Becken. Einfach, weil in Folgeschwangerschaften mehr Platz in der Gebärmutter ist.

Ich sollte das Vergleichen nun also dringend mal lassen. Das Hübchen lag damals eben schon ab der 30. Schwangerschaftswoche mit dem Köpfchen tief im Becken. Jetzt merke ich hingegen vor allem nachts, wie anders es diesmal ist. Das Baby weckt mich nämlich am frühen Morgen oft mit seinen Turnübungen und macht richtig Halligalli. Es fühlt sich dann so an, als würde es quasi für den Geburtsweg üben: Oben stützt es sich mit den Beinen ab, unten schiebt es mir den Kopf so ins Becken, dass es mir die Nerven an den Oberschenkeln lahm legt – was wirklich schmerzhaft ist! Tagsüber rutscht das Baby dann wieder höher und ich spüre vor allem die Füße an ganz verschiedenen Stellen.

Ein derart aktives Baby wird also sicherlich auch bei der Geburt prima mitarbeiten. Ich höre besser sofort auf, mir Sorgen zu machen und übe mich in positiven Gedanken. Bevor wir bei der Vorsorge der Kindslage auf den Grund gegangen sind, sagte meine Hebamme übrigens, dass wir auch für eine Beckenendlage schon eine Lösung finden würden. Sie hat gute Kontakte zu Kliniken, die auch Geburten aus Beckenendlage machen. „Zur Not gehe ich dann eben mit euch in die Klinik“, sagte meine Hebamme ganz pragmatisch und mir wurde direkt ganz warm ums Herz. So eine großartige Betreuung von einer Vertrauensperson ist wirklich mehr als Gold wert!

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