Mein Mädchen

Schluss mit den ewigen Schwangerschaftsberichten: Das zweite Baby ist da! Und auf meine Intuition kann ich mich verlassen, denn seit einer knappen Woche habe ich eine Tochter!

„Mein Mädchen“ sage ich zu ihr und sie lächelt mich an mit ihrem Neugeborenen-Lächeln und macht mich zur glücklichsten Tochter-Mama und den Papa zum glücklichsten Tochter-Papa. Jetzt haben wir hier im Blog also eine weitere Hauptrolle. Und deswegen möchte ich euch mein Mädchen natürlich kurz vorstellen.

Im Gegensatz zum Hübchen (4 Stunden) hatte sie es bei der Geburt nicht ganz so eilig. Ganze 7 Stunden hat es gedauert, aber am Ende durfte ich sie selbst auffangen und als erste entdecken, dass ich ein kleines Mädchen geboren habe. Aber wie schon beim Hübchen war das Geschlecht keine Überraschung – mein Gefühl war in beiden Fällen richtig! Geburtsbericht folgt bald!

Nach meinen Berechnungen habe ich übrigens zwei sehr pünktliche Kinder. Sowohl das Hübchen als auch das Mädchen wurden am von mir nach Eisprung errechneten Termin geboren. Da gibt’s echt nix zu meckern! 😉

Ein richtiges Baby!

Ansonsten unterscheiden sich das Hübchen und das Mädchen enorm voneinander. Es ist ganz komisch, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, ein „richtiges“ Baby zu haben. Das Hübchen damals, mit seinen 56 cm und 4700 Gramm, war schon so fertig, als es herauskam – und wollte vor allem sofort bespaßt werden. Schlafen? Langweilig! Im Wiegegriff gehalten werden? Vergiss es, ich will was sehen können!

Mein Mädchen dagegen erfüllt alle Erwartungen an ein Neugeborenes: Schlafen, trinken, gucken, schlafen, trinken, gucken und dann alles wieder von vorne. Besonders nachts muss ich sie manchmal zum Trinken wecken – meine armen Brüste verdauen noch den heftigen Milcheinschuss. Übrigens wog mein Mädchen mit 3670 Gramm auf knapp 52 cm bei der Geburt ein gutes Kilo weniger als ihr großer Bruder. Mittlerweile hat sie noch ein paar hundert Gramm abgenommen, aber so gut, wie sie trinkt, habe ich keinen Zweifel, dass sie bald ordentlich zulegen wird.

Ohnehin ist sie ein Naturtalent im Stillen: Noch nicht mal abgenabelt war sie schon auf der Suche nach der Brust und saugte sich direkt mal ordentlich fest. An ihrem ersten Lebenstag hat sie mir dadurch ganz wunderbare Nachwehen beschert, und am zweiten Tag einen viel zu frühen und heftigen Milcheinschuss. Ihr Magen war noch gar nicht groß genug, um diese Mengen an Milch aufzunehmen! Da hätte ich wohl eine ganze neugeborene Fußballmannschaft gebraucht!

Mutti muss sich schonen

Bis auf diesen blöden Milcheinschuss geht es mir eine knappe Woche nach der Geburt insgesamt sehr gut. Ich merke allerdings sehr, dass ich nicht so fit bin wie damals nach Hübchens Geburt. Vielleicht ist es, weil ich älter bin oder weil es die zweite Geburt ist. Im Grunde ist es ja aber egal. Mein Körper signalisiert mir, mich gut zu schonen und das tue ich auch. Der Mann ist schon ganz verzweifelt, weil er jetzt Essen kochen muss. Wir leben hier ja was das Kochen angeht sonst sehr konservativ-traditionell. 😉

Auch wenn ich keine Verletzungen bei der Geburt hatte, merke ich meinen schmerzenden Beckenboden und in meinem Bauch fühlt es sich an, als würden alle Organe wild durcheinander kugeln. Und die wieder sehr schnelle Gewichtsabnahme ist vielleicht auch nicht so optimal. Nach nur 6 Tagen habe ich schon 10 Kilo verloren und ich schätze, der Trend wird sich fortsetzen – bei dem Appetit, den mein Mädchen an den Tag legt!

Zum Glück haben sich schon Freunde zu ersten Besuchen angekündigt und alle wollen was zu Essen mitbringen! Ich lasse mich also einfach durchfüttern und sorge selbst dafür, dass mein Mädchen ordentlich gefüttert ist. Das fordert sie nämlich schon sehr lautstark ein!

Stolzer, großer Bruder

Das Hübchen ist unterdessen ein stolzer großer Bruder, der oft versucht, ganz zärtlich zu sein – ebenso oft aber auch seine starken Impulse zum Toben, Schreien und Quatsch machen nicht unterdrücken kann. Wochenbett mit dreijährigem Kleinkind ist wirklich noch mal eine ganz andere Herausforderung als ein Wochenbett mit erstem Kind. Zum Glück hat der Mann nun auch zwei Monate Elternzeit und kann sich am Nachmittag nach der Kita dem Hübchen widmen. Die beiden Jungs haben das Mädchen sogar schon ein erstes Mal im Kinderwagen mit auf den Spielplatz genommen.

Wir sortieren uns jetzt erst mal als größer gewordene Familie und ich genieße diese erste Zeit, die ja erfahrungsgemäß sehr schnell vorbei geht. Mal schauen, wann unser Mädchen richtig aufwacht und uns die ersten schlaflosen Nächte beschert. 😉

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5 Kommentare zu „Mein Mädchen

  1. Mitleserin

    Herzlichen Glückwunsch – ich hab ordentlich mitgefiebert. Meine zweite Tochter kommt (hoffentlich) nächsten Monat zur Welt 🙂

  2. Josi

    Das klingt wirklich nach einer schönen ersten Woche! Ich bin schon gespannt welchen Namen die kleine im Blog bekommt.. ? Unser Mädchen heißt Haubi, weil sie nach der Geburt auch so eine kleine große Schlafhaube war. Als ich dann das erste mal von Hübchen las, musste ich lachen. Sind ja ähnliche Spitznamen aber mit völlig unterschiedlicher Bedeutung. 😉
    Alles gute euch!

  3. Katharina

    Herzlichen Glückwunsch zum Babymädchen <3
    Ich bin schon sehr gespannt auf den Geburtsbericht 😃

  4. Melanie

    Aller herzlichsten Glückwunsch und eine traumhafte Kuschelzeit wünsche ich euch :-*

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