Mein liebstes Hobby

Da ist sie, die gefürchtete Schreibblockade! Fast eineinhalb Jahre gibt es nun schon diesen Blog und zum allerersten Mal kann ich irgendwie nicht schreiben. Seit über einer Woche fange ich Texte zu verschiedenen Themen an, die mir zunächst alle interessant, spannend oder relevant erscheinen oder denke über die eine oder andere Blogparade nach, an der ich teilnehmen könnte. Aber nach drei Sätzen stehen die Finger still und die Gedanken wandern wieder woanders hin. Ein komischer Zustand. Aber er hat seine Gründe! Und die machen ganz sicher Hoffnung auf Besserung.

Ich schreibe ja „so Hobby“. Dieser Blog ist nichts, womit ich Geld verdiene und auch nichts, woran Leib, Leben und Herz hängen. Also, mein Herz mittlerweile schon ein bisschen, und das ist wohl auch der hauptsächliche Grund für den aktuellen Stillstand. Denn als ich im November 2014 mit dem Bloggen anfing, hatte ich keine großen Pläne. Ich wollte einfach ein bisschen über Dinge schreiben, die mich beschäftigten und von denen ich annahm, dass sie in unserer bestehenden Medienlandschaft noch viel zu wenig Gehör fänden. Und ich freute mich über jede/n neue/n Leser*in, über jeden neuen Fan meiner Facebookseite – und ihr ahnt gar nicht, wie sehr ich mich auch heute noch darüber freue!

Diese Unbeschwertheit habe ich mir zwar bis heute bewahrt, denn mein Blog zielt nach wie vor nicht „auf Masse“, sondern ich wirtschafte hier so, wie es mir eben gut tut und verfolge vor allem das Ziel, euch Leser*innen auch mit vernünftiger „Qualität“ zu versorgen. Das heißt dann in der Praxis: Lieber einen Artikel weniger und dafür ausgeschlafener Inhalt von einer möglichst ausgeschlafenen Sophie als alle paar Tage ein bisschen Blabla, nur um den Blog zu befüllen.

Und trotzdem habe ich ein bisschen dieser Unbeschwertheit verloren. Denn nach den vielen Monaten Bloggerei, die mir so viel Spaß gemacht haben, nach über 660 Facebook-Fans, die mich täglich mit ihren Likes und Kommentaren erfreuen, weiß ich heute: Das Bloggen ist nun ein Teil von mir. Und das soll es bleiben. Unbedingt!

Das läuft gut! Aber wie kann es noch besser laufen?

Der Gedanke am Blog-Anfang war „Mal schauen, wie lange ich das mache“ oder auch „Mal sehen, was vielleicht danach kommt“. Der Gedanke jetzt ist: „Das macht Spaß! Das läuft rund! Wie kann ich es verbessern?“. Denn hier muss sich jetzt mal einiges ändern, damit es weitergehen kann. Anfang des Jahres hatte ich auf Facebook bereits angekündigt, dass mein Blog bald umziehen soll (alte URL, aber neues Design und ein paar neue Funktionen).

Dann ging es aber drunter und drüber in meinem Leben. Ich habe bald nach Jahreswechsel mein Volontariat gekündigt, bin derzeit mitten im Umbruch und auf dem Weg in die Freiberuflichkeit. Ich organisiere, bereite schon Kundenaufträge vor, habe Besprechungen und mache mich bekannt mit allen Vor- und Nachteilen des selbstständigen Arbeitens.

Diese Zeit des Umbruchs möchte ich aber auch für meinen Blog nutzen. Im Moment bin ich unzufrieden mit der Gestalt des Blogs und das wirkt sich dummerweise auf meine Schreibe-Motivation aus. Aber die generelle Motivation ist groß! Ihr könnt also damit rechnen, dass sich hier in Kürze ganz schön was tun wird – und dass sich einiges verändern wird. Aber keine Angst: Ich werde euch sicher nicht plötzlich mit Werbepostings für Sagrotan oder Autokindersitze kommen. Und an meiner Art zu schreiben wird sich bestimmt auch nichts ändern. Der Blog soll einfach ein kleines bisschen netter und auch professioneller werden.

Ich bin jetzt Bloggerin!

Denn ich habe im letzten Jahr so viel gelernt, so viele tolle andere Blogs und Bloggerinnen kennengelernt, dass ich jetzt einfach so manches etwas anders machen will. Meine Ansprüche an mich selbst und meinen Blog sind gestiegen. Und natürlich habe ich vor allem meine Leser*innen im Kopf, wenn ich mir Gedanken darüber mache, was alles schöner und nutzerfreundlicher werden kann. Denn ganz langsam und allmählich habe ich im vergangenen Jahr angefangen, vor allem für euch zu schreiben – und nicht mehr nur für mich allein und ein paar Versprengte da draußen, die selbst nicht so richtig wussten, wie sie eigentlich hergefunden haben (von Blutsverwandten oder Angeheirateten mal abgesehen).

Nach wie vor schreibe ich diesen Blog nicht, weil ich berühmt oder reich werden will und ich habe auch keine Ziele wie „10.000 Leser*innen täglich“. Ich schreibe, weil ich es mag und weil es ein Teil von mir ist. Aber ganz ehrlich: Relevanz erhalten Texte doch nur, wenn jemand sie liest. Ihr habt mir gezeigt, dass ihr meine Texte lest. Ihr habt gelobt und kritisiert, zugestimmt und widersprochen. Und die ganze Wahrheit ist: Das ist der allerwichtigste Grund, warum ich immer mehr Spaß am Bloggen finde.

Also wird hier demnächst mal gründlich saniert. Denn dann macht es erst richtig Spaß. Mich werdet ihr jedenfalls nicht mehr so schnell los! Ich bin jetzt Bloggerin – und möchte es bleiben!

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