I am the Walrus (SSW 29 & 30)

Endspurt! So fühlt es sich plötzlich an, seit die 3 bei den Schwangerschaftswochen vorne steht. Klar, es liegen noch volle zwei Monate vor mir, aber in Wochen ausgedrückt, klingt das schon deutlich weniger: Keine 9 Wochen mehr und das Baby darf offiziell raus! Und so feste, wie es mich seit kurzem von innen tritt, denke ich, es wird ihm vielleicht jetzt schon etwas eng.

Parallel dazu wird mein Bauch natürlich immer dicker. Lustig ist, dass ich mich eigentlich jetzt erst so richtig an den dicken Bauch gewöhnt habe, ihn mittlerweile ganz gut akzeptieren kann und ihn auch gar nicht mehr sooo riesig finde. Passenderweise kriege ich dafür ab sofort ständig von anderen zu hören, wie groß mein Bauch schon sei. Hm ja, so viel zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung. Und ist es nicht eigentlich sowieso egal, ob der Bauch jetzt groß oder klein oder mittel ist, solange das Baby am Ende gut ausgebrütet rauskommt?

Meine Eigenwahrnehmung ist leider wie schon in der letzten Schwangerschaft nicht so richtig optimal. Und der Zeiger auf der Waage sorgt da nicht für Verbesserungen. Eigentlich wiege ich mich ja kaum bis gar nicht, aber ich will meinen Mutterpass ordentlich pflegen, damit es am Ende keinen Grund zur Beanstandung gibt und die Ärztin mich in Ruhe und Frieden meine Hausgeburt planen lässt. Jedenfalls fehlt aktuell nicht mehr viel und die Waage zeigt vorne eine 7 an, was eine Premiere in meinem Leben wäre.

Körperliche Veränderungen sind nicht so meins

Ich weiß, dass es Quatsch ist, mir darüber Gedanken zu machen. Und ich weiß auch, dass ich im Grunde sogar das eine oder andere Kilo speichern sollte, weil mich das Stillen erfahrungsgemäß ziemlich auszehrt. Aber ich kann es eben nicht ändern: Diese ganzen körperlichen Veränderungen, die eine Schwangerschaft so mit sich bringen, machen mir keine Freude, sondern eher schlechte Laune. Ein bisschen neidisch lese ich von anderen Frauen, die in der Schwangerschaft ihre Weiblichkeit erst so richtig entdecken, sich sexy, attraktiv und rundum wohl fühlen. Ich hingegen fühle mich vor allem ziemlich walrossig.

Dabei empfinde ich gleichzeitig eine ziemliche Demut in Anbetracht dieses Körpers, der innerhalb kürzester Zeit so wahnsinnig schnell und effizient auf Schwangerschaft umschaltet. Ich finde es erstaunlich, wie effektiv mein Körper gerade jede einzelne Kalorie speichert. Denn ich esse gar nicht deutlich mehr als vor der Schwangerschaft und entdecke trotzdem täglich neue Fettpölsterchen (von denen der Mann natürlich behauptet, sie seien gar nicht da 😉 ).

Gute Ernährung hilft

Damit mein schwangerer Körper wenigstens hauptsächlich „gute“ Kalorien speichert, habe ich mich ja kürzlich selbst auf Zuckerentzug gesetzt. Seit zwei Wochen gilt für mich: Süßigkeiten nur an einem Tag am Wochenende. Die leckerste Süßigkeit sind für mich aktuell aber eh gefrorene Beeren aus dem Eisfach. Alles, was frisch und möglichst kalt ist, könnte ich momentan ständig essen. Auch Wasser trinke ich am liebsten ständig mit Eiswürfeln. Gut, dass jetzt der Sommer kommt, sonst würde ich mit meiner neuen Vorliebe vielleicht noch innerlich zufrieren!

Ansonsten bin ich wahnsinnig glücklich, dass die Kohl-und-Rüben-Zeit endlich vorbei geht und die Spargel-und-Erdbeeren-Zeit angefangen hat. Gutes Essen, leckeres Obst und Gemüse hat in der Tat ein riesiges Potential, mich glücklich und zufrieden zu machen. Passenderweise habe ich vom ZS-Verlag kürzlich das Buch Veggie for Moms zugeschickt bekommen. Die Infos darin waren für mich alten Ernährungs-Hasen jetzt nicht unbedingt neu: Was braucht mein Körper in der Schwangerschaft? Wo stecken welche Nährstoffe drin? usw., usf. Das Buch ist aber nett gemacht und die Rezepte sind lecker und einfach nachzukochen. Für Erstlingsschwangere oder solche, die sich vorher noch nicht mit gesunder Ernährung in der Schwangerschaft auseinandergesetzt haben, also sicher eine Empfehlung!

Mit gutem und gesundem Essen werde ich nun also sicher auch noch die letzten Schwangerschaftswochen überstehen und mich hoffentlich doch noch ein bisschen an meinen veränderten Körper gewöhnen. Und dann geht es bald auch schon in Richtung konkrete Geburtsvorbereitungen, aber das bietet genug Stoff für einen extra Artikel!

Hier geht es zur Übersicht über alle bisher veröffentlichten Schwangerschafts-Wochenberichte: Klick.

Das Buch „Veggie for Moms“ wurde mir als Rezensionsexemplar vom ZS-Verlag zur Verfügung gestellt.

Teilen
Facebooktwittergoogle_plusmailFacebooktwittergoogle_plusmail
Passend dazu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.