Gib mir ein kleines bisschen Vereinbarkeit

Ich hatte es mir fast ein bisschen romantisch vorgestellt. Ich, morgens um 6 allein im Zug, auf meinen Knien ein gutes Buch, ganz viel Ruhe und Zeit für mich. Es kam dann doch etwas anders. Allein war ich schon mal nicht. Kaum zu glauben, wie viele Menschen ebenfalls schon um 6 Uhr morgens zur Arbeit fahren und teils viel längere Strecken dafür zurücklegen als meine 35 Kilometer von Essen nach Düsseldorf. Außerdem ist es keine Übertreibung, wenn ich sage, dass mindestens die Hälfte der männlichen Pendler an einem Montagmorgen noch eine ganz schön krasse Fahne vom Wochenende hat. Ich atmete also in meinen Schal und wünschte mir ziemlich schnell, keine Pendlerin mehr zu sein. Geruchsbelästigung gehörte dabei noch zu den kleineren Problemen, die mich in den letzten Monaten ganz schön an meine Grenzen brachten. Und zum Glück ist das jetzt vorbei, denn: Wir sind umgezogen.

Es tut gut, das jetzt mal so runter zu schreiben, denn jetzt ist es ja vorbei: Zuletzt konnte ich einfach nicht mehr. Nichts ging mehr – es hätte nicht mehr viel gefehlt und ich hätte meinen Job gekündigt. Und Schuld daran war nicht der Job, denn zur Arbeit gehe ich nach wie vor gerne. Einige Zeit allein Zuhause als Hausfrau und Mutter würde mich dann auch ähnlich schnell an meine Grenzen bringen wie die Situation im letzten halben Jahr, denn ich brauche meine Arbeit. Deswegen ist es doppelt verrückt, dass ich mehrmals an dem Punkt war, an dem ich ernsthaft dachte: Morgen kündige ich!

Der Grund für meine Verzweiflung war meine Situation als Mutter, die dank 12-Stunden-Tagen ihr Kind kaum noch sah, in Kombination mit einer Kinderbetreuung, die nicht nur mich regelmäßig zum Verzweifeln trieb, sondern ebenfalls den Mann, der bei solchen Dingen durchaus zunächst mehr Toleranz an den Tag legt. Auf der einen Seite hatten wir natürlich einfach Pech mit der Tagesmutter, die wohl besser einen anderen Job ergriffen hätte. Auf der anderen Seite steckten wir in einem Dilemma, das sicher auch Eltern kennen, die eigentlich mit der Tagesmutter oder Kita zufrieden sind, von der ihre Kinder betreut werden.

Ein Pendeljob stiehlt Zeit fürs Kind

Als Pendlerin verlies ich nämlich morgens um 6 Uhr das Haus, um abends um 18 Uhr wiederzukommen, nur um einen 8-Stunden-Arbeitstag zuzüglich abzurechnender 30-minütiger Pause abdecken zu können. Die ganze Arbeit, von Kind wecken, anziehen, Frühstück machen, zur Tagesmutter bringen und wieder abholen, bis zu den regelmäßigen Auseinandersetzungen mit ebendieser, blieb am Mann hängen, der zum Glück hauptsächlich im Homeoffice arbeitet – ansonsten wäre es mir schlicht nicht möglich gewesen, den Pendel-Job überhaupt anzunehmen.

Für den Mann bedeutete das viel Papa-Arbeit neben seiner Berufsarbeit. Für mich bedeutete das: Kein Hübi-Lächeln am Morgen, denn das Söhnchen schlief noch, wenn ich das Haus verlies. Abends begegnete mir nur ein müdes Hübilein, das ich manchmal nur noch ins Bett bringen konnte. Wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten und ein Elternteil sogar noch pendeln muss, dann sind unverrückbare Betreuungszeiten und eine Tagesmutter, die das Kind schon um 16.30 Uhr fix und fertig mit Schuhen und Jacke anzieht, weil sie endlich nach Hause will, Gift für eine Familie.

Flexibilität war für uns nicht drin, pünktlich um 17 Uhr musste das Hübchen abgeholt werden. Mit dem Homeoffice und dem verständnisvollen Chef des Mannes befanden wir uns sogar noch in einer luxuriösen Situation, was heißen soll: Immerhin haben wir die letzten Monate überstanden. Trotzdem war irgendwann klar: So geht es nicht weiter.

Vollzeitjob mit Kind? Nicht praktikabel!

Wie ergeht es erst Paaren, die beide eine längere Anfahrtszeit ins Büro haben? Wie machen das Alleinerziehende, die Hinbring- und Abholperson des Kindes in einem sein müssen? Rechnen wir mal ganz simpel nach: Bei einem 8-Stunden-Arbeitstag plus 30-minütiger Pause bleiben einem Arbeitnehmer jeweils 15 Minuten für Hin- und Rückweg zur bzw. von der Arbeit, denn die maximale Betreuungszeit in einer Kinderbetreuungseinrichtung beträgt 9 Stunden pro Tag. Da kann man das Kindergartenkind eigentlich nur durchs Fenster der Kita werfen und hoffen, dass es jemand auffängt und ihm vielleicht noch die Straßenschuhe aus- und die Hausschuhe anzieht. Denn dafür hat man nun wirklich nicht auch noch Zeit.

Die Unternehmensberatung A.T. Kearny schreibt in einem Artikel über ihre neue Familienstudie:

„Das Bundesfamilienministerium stellt in seiner Paar-Studie fest: Arbeiteten vor der Geburt des ersten Kindes bundesweit 71 Prozent beide Partner in Vollzeit, so galt dies nach der Geburt lediglich für 15 Prozent der Eltern. Bei mehr als der Hälfte der Paare mit kleinen Kindern war nach der Elternzeit nur noch ein Partner – meistens der Mann – voll berufstätig, während der andere – in der Regel die Frau – in Teilzeit beschäftigt war. 17 Prozent der Mütter schieden komplett aus dem Berufsleben aus.“ 

Klar ist es einfach schön, die Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Zeit für das Kind zu haben. Ein anderer Grund für diese deutlichen Zahlen kann aber auch einfach sein: Vollzeit arbeiten mit Kind ist schlicht gar nicht möglich, außer ein Elternteil arbeitet direkt neben der Kita und ist in fünf Minuten rübergeflitzt (übrigens ist es oftmals so gut wie unmöglich, als Pendler einen Kitaplatz in der Stadt zu bekommen, in der man arbeitet, um die zeitraubenden Wege zu minimieren. Die Städte weigern sich nämlich in der Regel, die Kosten für eine Kinderbetreuung in einer anderen Stadt zu tragen).

Arbeiten und Kind: Wie kann das besser klappen?

Wo liegt jetzt die Lösung? Noch längere Betreuungszeiten für Kinder? Anstatt 9 Stunden am Tag vielleicht einfach 10, 11 oder gleich eine 24-Stunden-Kita? Moment, gibt’s da nicht was anderes? Sogar die Unternehmensberatung kennt die Zauberworte:

„Lebensphasenorientiertes Arbeiten muss durch Langzeitarbeitskonten möglich sein. Elternzeit sollte als fester Karrierebaustein akzeptiert und kein Karrierehindernis sein. Das Gleiche gilt für Arbeit in vollzeitnaher Teilzeit von 80 bis 90 Prozent. […] Sonnenschein fordert Unternehmen auf, ihre Präsenzkultur zu überdenken und Karrieren besonders von Führungskräften auch danach zu beurteilen, wie familienfreundlich sie sich um [sic] Umgang mit ihren Mitarbeitern verhalten. Teil- oder Auszeit sollten als Karrierebausteine wertgeschätzt werden.“

Das soll auch heißen: Keine Teilzeitfalle mehr für Mütter. Mehr Teilzeitmöglichkeiten für Väter. Mehr Vereinbarkeit für alle. Karrierechancen für alle – unabhängig von der reinen Arbeitszeit. Wenn wir davon ausgehen, dass mein Berufsweg gut und gerne 30 oder sogar 40 Jahre dauern kann, was sollte es dann über mein Können aussagen und welche Auswirkungen sollte es auf meine gesamte Karriere haben, wenn ich vielleicht fünf, zehn oder von mir aus auch fünfzehn Jahre meiner Laufbahn nicht 40 Stunden pro Woche arbeite, sondern nur 35, 30 oder 25 Stunden?

Anstatt 40 nur 35 Stunden. Wäre das wirklich so schlimm?

Für mich und den Mann wäre es schon eine Erleichterung, wenn wir jeden Tag nur eine Stunde weniger arbeiten würden. Anstatt 40 Stunden die Woche nur 35. Wäre das so ein großes Problem für unsere Arbeitgeber? Ich glaube kaum. Wenn wir mal ehrlich sind, ist es doch sogar oftmals so, dass z.B. Mütter, die nach der Elternzeit mit reduzierter Stundenanzahl in ihren Job zurückkehren, oft annähernd so viel leisten, wie zuvor mit vollen Stunden. Ist doch kein Geheimnis, dass wir alle irgendwie supermegaeffizient werden, sobald wir Kinder haben. Aber sollten wir uns deswegen ausnutzen lassen und gleichzeitig unsere Karrierechancen abgeben, weil wir ja nur noch die Teilzeitkräfte sind?

Nein, ich habe keine Lust – und die hatte ich noch nie – mich für entweder/oder zu entscheiden. Ich möchte arbeiten UND Kinder haben. Ich möchte auf eine Kinderbetreuung zurückgreifen können, die verlässlich UND flexibel ist. Die nicht zürnt, wenn ich das Kind wegen beruflicher Termine mal erst um 18 Uhr oder noch später abholen kann. Ich möchte Arbeitgeber kennenlernen, die mir auch zutrauen, in 35 oder 30 Wochenstunden einen Superjob zu machen. Die es OK finden, wenn ich von Zuhause arbeite, wenn das Kind nur ein bisschen krank ist, damit ich mir die zehn mickrigen bezahlten Krankentage pro Jahr für die richtig schlimmen Kinderkrankheiten aufsparen kann.

Zeit, dass sich was ändert!

Von diesen Arbeitgebern gibt es leider noch viel zu wenig. Und von dieser Kinderbetreuung gibt es gefühlt noch viel weniger. Ständig machen momentan neue Kitas auf. Betreuungszeiten: 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Ich frage mich dann immer: Wollen die uns eigentlich verarschen? Wem sollen diese Betreuungszeiten nutzen? Ach ja, den Eltern, die das Glück haben, bei tollen Arbeitgebern weniger arbeiten zu können, ohne dabei ihre Karriere aufgeben zu müssen. Moment, wo war noch mal der Fehler? Ach ja, davon gibt es ja auch noch viel zu wenige… Zeit, dass sich was ändert. An allen Fronten.

P.S. Ich will euch mein persönliches, vorläufiges Happy End nicht vorenthalten: Seit dem Umzug geht es uns allen besser und auch die neue Tagesmutter scheint toll zu sein. Jedenfalls spricht Hübi nach nur vier Tagen Eingewöhnung dauernd von ihr und will am liebsten sofort wieder hin. Den Namen der alten Tagesmutter hatte er hingegen bis zuletzt niemals erwähnt.

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7 Kommentare zu „Gib mir ein kleines bisschen Vereinbarkeit

  1. pennili2

    Hallo,

    keine Ahnung ob es es für Dich noch aktuell ist, ich hake einfach trotzdem mal nach 🙂

    Wie alt war/ ist denn dein Sohn?

    Ich befinde mich gerade in einer ziemlich ungünstigen Situation und suche nach passenden Lösungswegen… Mein Sohn ist 6 Jahre alt und wird dieses Jahr eingeschult. Ich bin 25 Jahre alt, seit letztem Jahr mit dem Studium fertig und seitdem auch vollzeit berufstätig. Und ich muss sagen, dass ich so langsam wirklich an meine Grenzen stoße. Ich mache meinen Job wahnsinnig gerne, lerne total viel und habe gute Chancen etwas damit zu erreichen. ABER: Wir sind alle (mein Sohn, mein Freund und ich) wahnsinnig genervt und gestresst. Ich arbeite ca. 40 Autominuten von hier entfernt und der Kindergarten hat geöffnet von 7 bis 17 Uhr, die OGS dann bald nur noch von 8 bis 16 Uhr. Ich weiß nicht ob ich mich einfach nur schlecht organisiere aber ich finde es gerade einfach nur schrecklich.

    Du hörst dich in deinem Text so entspannt an (abgesehen von der Pendelzeit natürlich). Hast du einen Tipp wie ich es entspannter auf die Reihe bekomme?

    LG Jenni

    • Liebe Jenni,

      tatsächlich haben wir es damals ein gutes halbes Jahr geschafft, relativ entspannt beide Vollzeit berufstätig zu sein. Das ging aber in der Tat nur deshalb, weil nach dem Umzug unsere (zudem wirklich tolle) Tagesmutter nur 5 Minuten Fußweg von meiner Arbeitsstelle entfernt lag und der Mann auch oft im Home Office gearbeitet hat und dann auch oft bringen und abholen konnte.

      Mittlerweile hat sich an unserer Situation seit damals wieder viel geändert: Wir, sind erneut umgezogen und ich arbeite mittlerweile freiberuflich und die Betreuungszeit fürs Hübchen endet sogar schon um 14 Uhr, weil wir keinen Ganztagsplatz bekommen haben.

      Ich kann es total nachvollziehen, dass ihr das mit der Pendelei und den unflexiblen Betreuungszeiten nicht gut schafft. Und ich denke auf keinen Fall, dass das an euch liegt! Da kann man noch so gut organisiert sein – ohne die richtige Unterstützung ist es einfach anstrengend.

      Ich selbst würde mir das vermutlich nicht mehr antun, jedenfalls mit kleinen Kindern nicht. Unser Familienleben hat sich extrem entspannt, seit ich flexibel und vor allem weniger zeitintensiv arbeite. Unser Traum wäre, dass wir beide langfristig weniger arbeiten könnten (also ich mehr als aktuell, der Mann dafür weniger). Das halte ich nach wie vor für am praktikabelsten mit kleinen Kindern.

      Ich hoffe, ihr findet für euch eine gute Lösung!

    • Mutti+2Kids

      Organisation ist gut, wenn die Voraussetzungen stimmen…

      Hallo Jenni,

      Du hast nicht geschrieben, wie Dein Freund/Mann arbeitet.
      Bei uns ist es so: Tochter 8 Jahre, mittlerweile geht sue alleine zum Schulbus und ist 16:00 Uhr zu Hause. Mein Mann fährt 6:00 Uhr los und ca. 16 Uhr zu Hause, muss aber 4km Umweg zur Tagesmutter machen und holt unseren 2jährigen SSohn von der Tagesmutter ab. Ich bringe den Kleinen morgens um 7 Uhr zur Tagesmutter und bin 17 Uhr zu Hause. Wir beide sind Vollzeit tätig. Beide sind Pendler und fahren 70-80 km hin und zurück mit Auto.Noch vir 4 Monaten bin ich in die Grosstadt mit Bahn gefahren und habe mindestens 2,5 Std / realistisch 3 Std. nur für den Fahrtweg benötigt. Wir beide verdienen im mittleren Level, dennoch sind die Kosten für das Leben so hoch, dass nicht viel überbleibt am Ende des Monats. Die Großstadt-Pendlerei habe ich nach 1,5 Jahren Suche (nachdem mein Sohn da ist) endlich aufgeben können und fahre nur mit dem Auto zur neuen Arbeit. Bald wird mein Sohn in den Kindergarten gehen, obwohl dieser teurer ist und nur von 7:30-16:00Uhr geöffnet hat, dass heisst für mich wieder Jobsuche, da mein aktueller Arbeitgeber mir keine flexible Arbeitseinteilung ermöglichen will. Die Herausforderung ist nun eine Vollzeitstelle in der dünn besiedelten Region zu finden, die zum einen flexible Arbeitszeit bietet, angemessenes Gehalt und ein Job der zu mir passt. Ach, und einen Arbeitgeber der einer Mutter (37) mit zwei Kinder zutraut ihren Job und Familie ohne Einbussen meistern zu können. Mein Alltag neben der Arbeit, Haushalt und Kindern- Alternativen suchen….und hoffentlich mal zur Ruhe kommen.

      • Victoria

        Na dann Applaus für dieses katastrophale Lebensmodell.
        Und natürlich ist ein Kindergartenplatz, vor allem Ganztags, nicht kostengünstig. Was erwartet ihr denn? Das die Erzieher die Arbeit vielleicht umsonst machen?

        • Victoria, kennst du den Spruch „Eure Armut kotzt mich an“? Und erkennst du den Zynismus dahinter? Deine Kommentare hier sind von derselben Kategorie.

          Warum erfreust du dich nicht daran, dass es dir offenbar besser geht und hast ein bisschen Empathie für alle Familien über, in denen es gerade nicht so reibungslos läuft? Oder wenn das nicht geht, warum verschonst du diese Familien dann nicht mit deinen gemeinen Kommentaren?

          Wie du unten schreibst: „Das Leben ist kein Wunschkonzert“. Und manchmal finden wir uns in Situationen wieder, die so nicht geplant waren. Damit zurecht kommen müssen wir trotzdem. Und von diesem Dilemma handelt der Kommentar von „Mutti +2Kids“ oben. So ist das Leben eben.

          Den Kita-Platz zahlen übrigens zu großen Teilen die Kommunen. Natürlich ist so ein Platz teuer und das soll er auch sein, damit die Kinder gut versorgt sind. Wie diese Kosten auf die Eltern umgewälzt werden, entscheiden die Kommunen selbstständig. Daran kann man gut erkennen, wie familienfreundlich eine Gegend ist.

  2. Victoria

    „Denn dafür hat man nun wirklich nicht auch noch Zeit.“ – traurig das solche Erkenntnisse immer erst kommen, wenn die Kinder schon da sind, die man dann leider auch nicht mehr zurückgeben kann, nicht wahr? Wo doch das Leben vorher so perfekt und bequem war. Und schuld sind natürlich immer die anderen… die Kita, die Tagesmutter, die ihr Leben nicht nach meinem Zeitplan richten will. Nein wie egoistisch von ihr. Tja, willkommen in der Realität.

    Und ich jedem zweiten Satz ließt man das Wörtchen Ich. Ich will, ich erwarte, ich muss. Sieht so Gemeinschaftssinn aus? Oder klingt so ein familiäres Leben? Ich statt Wir? Die Leidtragenden sind immer die Kinder, die leider erst klagen können, wenn sie selbst schon erwachsen sind.

    Hör auf zu jammern und wach endlich auf. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Und das nächste mal erst denken, dann handeln. Trifft auch auf die Familienplanung zu.

    • Hallo Victoria,

      du darfst dich jetzt wieder beruhigen: Mein Leben sieht heute ganz anders aus als damals und in der Tat haben wir als Familie (nicht ich, sondern wir, da hast du schon ganz recht) an einer Vielzahl von Stellschrauben gedreht, damit es besser geht.

      Also ja, natürlich hast du Recht, dass man persönlich aktiv werden muss, wenn man mehr Vereinbarkeit schaffen will. Das haben wir damals mit dem Umzug getan und heute tun wir es z.B., indem wir uns die Elternzeit teilen. Das klappt prima! 🙂

      Gleichzeitig stehe ich nach wie vor hinter den Forderungen, die in diesem Text stehen. Du sprichst ja auch von „Gemeinschaftssinn“ – und in einer familienfreundlichen Gesellschaft sollten kürzere oder flexiblere Arbeitszeiten und eine gute, zuverlässige und bezahlbare Kinderbetreuung z.B. absolut drin sein!

      Ansonsten möchte ich dir noch sagen, dass ich Sätze wie „Das Leben ist kein Wunschkonzert“ einfach plump finde. Ich frage mich auch, warum dich die Lebensmodelle anderer Menschen derart aufregen, dass du hier so einen gehässigen Kommentar hinterlassen musst. Das ist bestimmt auf Dauer anstrengend. Ich hoffe, du kommst zurecht.

      Viele Grüße!
      Sophie

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