Gerne gelesen | Mai 2016

Ich weiß ja, wie das so ist mit diesem Internet. Mal klickt man hier, und dann mal dort. Und immer vergisst man, Lesezeichen zu setzen, wenn man was interessantes entdeckt hat, zum später lesen. Und wenn man dann mal Zeit hat (alle Kinder im Bett oder wie durch ein Wunder zufrieden alleine spielend im Kinderzimmer), dann ist guter Rat teuer: Was lese ich jetzt? Kein Grund zur Panik! Ich hätte da ein paar Ideen! Unter der Rubrik „Gerne gelesen“ möchte ich ab sofort Links zu Artikeln und anderen Texten mit euch teilen, die ich besonders interessant, bewegend, spannend, aussagekräftig […] fand. Viel Spaß beim nachklicken!

Vor kurzem habe ich sie auf der Blogfamilia persönlich kennengelernt. Und bald werde ich mehr von ihr lesen können: Mareice Kaiser schreibt ein Buch, das im November veröffentlicht wird. Das Thema: Inklusion und warum es gut ist, sich für ein Leben mit einem behinderten Kind zu entscheiden. Hier könnt ihr schon mal vorab auf ihrem Blog lesen, was das Buch-Schreiben für Mareice bedeutet: Kaiserinnenreich – Vom Schreiben.

Family Unplugged ist ein tolles Projekt, das zeigen will, wie verschieden „Familie“ in Deutschland funktioniert. Anette Loers vom Blog Mutterseelesonnig schreibt dafür einen in meinen Augen ganz, ganz wichtigen Gastartikel. Kernaussage: Wir „berufstätigen Mütter“ wollen kein Doppelleben mehr führen. Wir wollen nicht unsere Kinder um unseren Job herumdrapieren, sondern familienfreundlichere Arbeitsstrukturen! Nachzulesen hier: Family Unplugged – Vereinbarkeit heißt nicht Doppelleben.

Auch wenn es für mich aktuell noch kein Thema ist: Die Sommerferienplanung bereitet vielen Eltern jedes Jahr aufs Neue schlaflose Nächte. Job und Kind sind im Alltag noch zu wuppen. Aber Job und Sommerferien? Wer hat bitteschön 6 Wochen Urlaub am Stück? Lisa beschreibt das ganze Dilemma hier: Stadt Land Mama – Die Sommerferienplanung in 100 Akten.

Dass mittlerweile ungefähr ein Drittel aller Babys in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt kommen ist – klar – Schuld der Mütter, die heutzutage eben „too posh to push“ seien, wie man oft in verschiedenen Medien liest. Ist natürlich Quatsch, wir wissen das. Aber es tut gut, wenn auch mal eine unserer größeren Zeitungen erkennt, dass solch eine Meinung ausgemachter Unfug ist. Die taz schreibt sehr wohltuend auf, dass es eben das System Klinik und die Einstellung der Ärzte ist, die darüber entscheiden, ob Geburtshilfe oder Geburtsmedizin geleistet wird. Nachzulesen hier: taz – Mama ist nicht Schuld.

Nix zum Lesen, aber Poesie zum Zugucken und Zuhören: Hollie McNish ist „poet and spoken word artist“ und benennt sagenhaft treffend die Doppelmoral unserer Gesellschaft wenn es um Brüste geht: Nackte Titten sind OK, solange sie sexy aussehen sollen. Stillende Mutterbrüste werden hingegen aus der Öffentlichkeit verbannt. Wegen meines eingerosteten Englisch musste ich mir das Video mehrfach ansehen. Aber es hat sich gelohnt. Hier angucken: Hollie McNish – Embarrassed.

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4 Kommentare zu „Gerne gelesen | Mai 2016

  1. Vielen Dank, ich freue mich sehr über die Erwähnung und mindestens genauso über Deine Lesetipps, die wirklich toll sind und ich alle gerade durchschmökere!

  2. Danke für die Empfehlung – ich denke gern an unser Kennenlernen zurück! Bis bald mal wieder, in Berlin oder im Ruhrgebiet. Herzliche Grüße! M.*

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