Die Zeit fliegt (SSW 33 & 34)

Schon wieder das Schwangerschafts-Update verpennt! Wie schnell können eigentlich zwei Wochen vergehen?! Aber ihr kennt das ja: Je mehr zu tun ist, desto schneller verfliegt die Zeit. Und hier war in den letzten zwei Wochen so einiges los!

An sich bin ich doch stolz auf meinen Körper, wie gut er die letzten Wochen gemeistert hat. Erst war ich auf Einladung der Agentur, für die ich freiberuflich arbeite, ein Wochenende segeln – und das ganz ohne Seekrankheit! Nur einen leichten Sonnenstich habe ich mir wohl geholt, trotz Kapuze und 6 Lagen Kleidung, unter denen man meinen 8-Monats-Bauch nur erahnen konnte.

Kurz danach ging es dann auch zur Blogfamilia nach Berlin (Hallo btw an alle, die ich dort treffen durfte! Es war toll, euch mal „in echt“ zu sehen!). Als ich vor einem guten halben Jahr das Ticket gebucht habe, dachte ich eigentlich, dass ich vermutlich gar nicht hinfahren würde, weil ich noch die vorzeitigen Wehen aus Hübchens Schwangerschaft präsent hatte. Aber glücklicherweise ist ja jede Schwangerschaft anders! Und wie sich herausstellt, erlebe ich dieses Mal nach all den anfänglichen Problemen mit Blutungen und Schmerzen ein völlig sorgenloses drittes Schwangerschaftstrimester.

Die ersten richtigen Übungswehen

Nur ein paar Übungswehen spüre ich mittlerweile so gut wie täglich – und ich merke auch, dass sie umso heftiger ausfallen, je mehr ich mich bewege. Nach einem Tag mit Fahrradfahren, Parkspaziergang und Einkaufstour muss ich abends auch schon mal ein paar Wehen richtig veratmen, weil es doch schon ordentlich zieht. Mit Ruhe und Entspannung geht dann aber alles wieder vorbei und für mich ist es sehr schön, zu beobachten, wie mein Körper sich auf die Geburt vorbereitet.

Und nicht nur der Körper bereitet sich vor! Auch ich habe so langsam realisiert, dass es jetzt nur noch knappe sechs Wochen bis zum Geburtstermin sind. Und wer weiß, vielleicht will dieses Baby ja sogar schon ein bisschen eher raus? Der Mann ist ja zum Glück auch sehr bemüht und erinnerte mich dann diese Woche, dass wir doch mal langsam mit der Damm-Massage anfangen sollten. Na gut, von mir aus gerne!

Ich verbinde das allabendliche Massieren nun mit ordentlich tiefem Atmen, um mir die Geburtsatmung ein bisschen anzutrainieren. Auch wenn ich bei Hübchens Geburt eher das Gefühl hatte, dass der Körper schon irgendwie alles automatisch richtig macht – ein bisschen Übung kann ja sicher nicht schaden – und mir gibt es das gute Gefühl, mich zumindest irgendwie vorbereiten zu können. Kontrollverlust ist ja an sich eigentlich nicht so sehr mein Ding. 😉

Wie liegt das Baby denn nun?!

Kontrollverlust ist auch ein gutes Thema, was die Position des Babys angeht. Meine Hebammen haben mich während der letzten Vorsorge nämlich erst mal richtig schön verwirrt. Während die eine von ihnen der Meinung war, der Kopf des Babys würde nach wie vor unten liegen, war sich die andere sicher, das Baby würde gerade in Beckenendlage liegen. Zweiteres wäre natürlich extra blöd, weil eine Geburt mit Popo voran zwangsweise eine Klinikgeburt würde und ich mir so die gemütliche Hausgeburt abschminken müsste. Mittlerweile verwirrt mich das Baby mit seinen Bewegungen aber sogar so sehr, dass ich manchmal das Gefühl habe, es liegt quer!

Gleichzeitig spüre ich den lustigen Baby-Schluckauf mittlerweile aber mehrmals täglich – und zwar sehr tief unten, fast schon im Becken. Und hicksen wird das Baby doch wohl kaum mit dem Popo, oder? Ich bleibe also erst mal optimistisch, dass mein Baby schon halbwegs die richtige Richtung gefunden hat. Beim letzten Ultraschall vor drei Wochen lag das Baby auch definitiv mit dem Kopf nach unten. Zwar noch nicht tief im Becken, aber das ist momentan ja auch durchaus erwünscht, da der dicke Babykopf sonst nur wieder den Gebärmutterhals vorzeitig wegdrücken würde, so wie das damals beim Hübchen war.

Nur Geduld!

Tja und insgesamt kann ich an der Position meines Baby ja ohnehin nicht viel machen. Ein bisschen Yoga, ein bisschen Bewegung und eine aufrechte Haltung, klar. Aber wie das Baby letztlich liegt, bestimmt es schließlich selbst. Ich übe mich also in Geduld – und habe dank der vielen Arbeit sowieso nicht viel Zeit, mir Sorgen zu machen. Wäre ich in einem Angestelltenverhältnis, würde ich um diese Zeit wohl so langsam in den Mutterschutz gehen. Als Freiberuflerin habe ich stattdessen meinen Arbeitsplatz auf dem heimischen Sofa bezogen und arbeite noch schnell so viele Projekte zu Ende, wie ich schaffe. Und irgendwie tut mir das gerade auch sehr gut!

Zum Schluss muss ich noch ein historisches Ereignis festhalten: Meine Waage zeigte mir diese Woche zum ersten Mal in meinem Leben 70 Kilo an. Wow, dachte ich, so schwer warst du noch nie! Jetzt bin ich sogar schwerer als der Mann, aber der trägt mich ja eh nie. Also ist es wohl schon ganz OK so. Ich bin wirklich gespannt ob das Stillen mich nach der Geburt wieder genauso auszehrt wie beim letzten Mal. Da hatte ich in der Schwangerschaft 15 Kilo zugenommen – um danach innerhalb kürzester Zeit 20 Kilo abzunehmen. Ein paar Reserven können daher dieses Mal sicher nicht schaden.

So langsam geht es also wirklich in die allerletzte Phase und ich merke auch, wie ich insgesamt immer ungeduldiger werde. Wie wird das Baby aussehen? Wie wird es so sein mit zwei Kindern? Und hat mein Gefühl recht und ich bekommen tatsächlich eine Tochter? Es bleibt spannend. 😉

Hier geht es zur 35. und 36. Schwangerschaftswoche.

Und hier geht es zur Übersicht über alle veröffentlichten Schwangerschafts-Wochenberichte: Klick.

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