Die Brüste sind beim Klatschen im Weg (SSW 27 & 28)

Uiuiui, die Zeit rennt und ich will hier auf keinen Fall schlampen, deswegen kommt jetzt ein schneller Rückblick in die 27. und 28. Schwangerschaftswoche. Und die lässt sich vielleicht am besten so zusammenfassen: Mittlerweile sind beim Klatschen meine Brüste im Weg.

Das habe ich letzte Woche auf einem Konzert bemerkt. Applaudieren mit gewaltigem Vorbau – wie macht ihr wohlgesegneten Frauen das nur? Ich sehne mich nach meinem Waschbrett-Oberkörper zurück (ich schreibe bewusst Oberkörper, unterhalb der Brüste ist nämlich auch außerhalb von diversen Schwangerschaften bisher keine Spur von Waschbrett 😉 ). Mittlerweile trage ich sogar täglich einen BH, weil meine Brüste nämlich ganz einfach der Schwerkraft zum Opfer fallen – und wunderbar gemütlich auf meinem schwangeren Bauch aufliegen. Uäähh, das fühlt sich vielleicht komisch an!

Jeden Morgen denke ich nun daran, wie ich mich dann in etwas weiter fortgeschrittenem Alter fühlen werde, wenn selbst meine Mini-Brüstchen irgendwann einfach die Köpfe hängen lassen. Haut an Haut. Daran werde ich mich wirklich gewöhnen müssen. Oder ich werde dann doch zur überzeugten BH-Trägerin.

Aber sonst geht’s mir super!

Aber im Ernst: Wenn ich sonst keine Probleme habe, scheint ja gerade alles gut zu sein. Und das ist es tatsächlich! Mir geht es aktuell wirklich ganz prima, auch wenn ich mich natürlich weiterhin über sämtliche körperliche Gebrechen ärgere, die mich so quälen (allgemeine Schwerfälligkeit, unterer Rücken, Luftnot nach Treppensteigen, das übliche eben). Der Mann muss abends mein Gestöhne ertragen und mir zu jeder Pipi-Pause vom Sofa aufhelfen. Nachdem ich mich den ganzen Tag über angestrengt habe, muss ich mich abends einfach ein bisschen verwöhnen lassen, und ich glaube, das geht schon in Ordnung (sagt zumindest auch der Mann).

Tagsüber bin ich dann aber wenigstens wirklich ganz gut drauf! Was mir sehr gelegen kommt, weil gerade doch noch mal viel Arbeit reingekommen ist und ich viel Zeit am Schreibtisch und bei Terminen verbringe. Das klappt alles gerade ganz super und nach einem produktiven Tag bin ich wesentlich ausgeglichener und für den Rest der Familie auch deutlich erträglicher. Wobei ich sagen muss, dass wir alle momentan ziemlich erträglich, bzw. verträglich sind.

Eine verträgliche Familie

Das Hübchen war die letzten Tage derart umgänglich, dass ich eigentlich gar nicht drüber schreiben will, um nicht zu unken. Also nee, ich schreibe jetzt wirklich nichts von „Phase überstanden“ fünf Ausrufezeichen, drei Fragezeichen. Sondern mache hier nur eine klitzekleine Notiz, damit ich das später noch mal nachlesen kann und nicht irgendwann wieder denke „Mein Kind ist immer frech, IMMER!!“. Ist es nämlich nicht! So!

Ein freundliches Kleinkind kommt meiner Laune jedenfalls sehr zugute und auch das Baby im Bauch freut sich bestimmt, dass der Umgangston in dieser Familie sich mal wieder auf normalen Lautstärke-Leveln bewegt und überwiegend friedliche Themen beinhaltet.

News zum Baby

News zum Baby gibt es dann auch: Es hat jetzt auch Schluckauf, den man von außen spüren kann. Es mag seine Herztöne nicht mit dem Dopton abhören lassen, sondern dreht sich akrobatisch weg und feuert mit Tritten von innen dagegen. Und es liegt weiterhin brav mit dem Kopf nach unten – jedoch, und das ist das allertollste, ohne dabei zu viel Druck auf den Gebärmutterhals auszuüben.

Denn auch wenn ich in letzter Zeit doch schon mal die ein oder andere Übungswehe gespürt habe, hat meine Hebamme in der letzten Woche noch einen ordentlich langen Cervix getastet. Und meine Angst vor zu frühen Wehen und Gebärmutterhalsverkürzung ist jetzt erst mal wieder etwas gebannt. Ich hoffe nun, dass weiterhin alles ruhig bleibt, weil in den nächsten vier Wochen drei kleinere Trips und Kurzreisen auf mich zukommen, die ich zu gerne auch wirklich machen würde.

Süßkram-Abstinenz

Das Baby soll also gerne kopfüber liegen bleiben, aber nicht zu schnell wachsen. Prophylaktisch habe ich mich jetzt nach meinem Geburtstag und Ostern erst mal wieder auf Süßigkeiten-Abstinenz gesetzt. Ich bezweifle zwar, dass das in Bezug zum Babywachstum wirklich etwas bringt.

Mir selbst bringt es aber ein besseres Gefühl – schon allein weil ich in letzter Zeit wirklich die Kontrolle über meinen Süßkram-Konsum verloren hatte. Ich hätte einfach ständig Kekse und Schokolade essen können – und habe das auch viel zu oft einfach getan. Zu viel Zucker ist aber natürlich nicht gut, weiß ja jeder. Zum Glück fängt jetzt die Erdbeerzeit an und ich habe eine angemessene Ausstiegsdroge.

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Ein Kommentar zu „Die Brüste sind beim Klatschen im Weg (SSW 27 & 28)

  1. Toller Bericht, ich mag es echt wie du schreibst 🙂 Ich hoffe du wirst deine nächsten Kurztrips noch ohne jeglichen Probleme genießen können!
    Wünsche dir das Beste
    LG
    Julia

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