Kategorie: Blogartikel

Eine Geschichte vom (Nicht-) Wiedereinstieg

12 Monate Elternzeit und dann zurück in den Beruf. Das ist das Ideal, das Familienpolitiker und viele Mütter, die ihren Beruf lieben, verfolgen. Für viele Frauen heißt Wiedereinstieg zunächst mal: Arbeit in Teilzeit. Und wenn der Arbeitgeber mitspielt, sieht alles erst mal ganz prima aus. In der Praxis gestaltet sich das jedoch oft ganz anders. Denn über das Ja oder Nein zum Wiedereinstieg entscheidet in den meisten Fällen der Taschenrechner. Und viele Frauen merken schnell: Den Wiedereinstieg kann ich mir gar nicht leisten! Wie das kommen kann, erzähle ich heute anhand einer konkreten Geschichte. Weiterlesen

Viel Glück zum Bloggeburtstag, für mich, für mich!

Oh Nein, wie konnte das nur passieren? Ich habe den Geburtstag meines Blogs verpasst! Am 16. November 2014 habe ich meinen allerersten Artikel veröffentlicht und seitdem bin ich also offiziell Bloggerin. Und dass ich dabei nach wie vor eher nach Spaß und guter Laune vorgehe und nicht so richtig professionell, das sieht man wohl schon daran, dass ich meinen eigenen Bloggeburtstag einfach mal verpasse. Aber das macht nichts, denn ich freue mich auch nachträglich noch sehr über dieses kleine feine Jubiläum und nehme euch mit auf einen Mini-Rückblick auf ein Jahr „Kinder haben …und trotzdem leben!“ Weiterlesen

#LiebsterAward

Bei Gewinnspielen mache ich nie mit. Ich weiß nämlich, wie das läuft: Bei uns auf der Arbeit ist mein Bürokollege für das Auslosen der Gewinner verantwortlich. Manche Teilnehmer malen sogar hübsche Bilder oder schreiben kleine Gedichte zu ihrer eingesendeten Lösung. Darüber machen wir uns immer lustig. Außerdem lachen wir auch über falsche Antworten und komische Namen. Deswegen meide ich Gewinnspiele. Ich will mich nicht zum Gespött machen, Menschen sind nämlich gemein. Besonders die, die alberne Namen aus Lostöpfen ziehen! Aber jetzt habe ich ganz zufällig etwas gewonnen! Eine Nominierung zum „Liebster Award“ nämlich! Weiterlesen

Neues aus der Tabuzone: Von hormonfreier Verhütung und Menstruationsbechern

Hallo, mein Name ist Sophie. Ich verhüte ohne Hormone und ich benutze einen Menstruationsbecher. Wer jetzt laut „AAAAHHHH“ schreit und angewidert die Mundwinkel verzieht, sollte lieber nicht weiterlesen. Denn der folgende Text beinhaltet Körperlichkeiten. Weiterlesen

Ich spiele nicht gern

Montagmorgen, 7 Uhr, der Mann ist leider schon auf dem Weg in die Agentur, aber das Hübchen und ich liegen noch gemütlich im Bett, nichts könnte schöner sein als ein solcher Wochenstart. Das große Baby kuschelt sich noch ein bisschen an, ich überlege kurz, welches Buch wir vor dem Aufstehen noch lesen könnten. Doch plötzlich springt das Kind auf, strahlt mich an, legt den Kopf schief und ruft: „Mama! Spielen?“. Andere Mütter würden jetzt vielleicht denken: 7 Uhr morgens, an einem Montag, na es gibt eben bessere Zeiten um mit dem Kind zu spielen. Mein Problem ist aber: Die Uhrzeit spielt keine Rolle. Denn ich spiele einfach nicht gern. Nicht um 7, nicht um 12, nicht um 16 und auch nicht um 20 Uhr. Weiterlesen

Welche Betreuung für mein Kind? Teil I: Kita oder Tagesmutter?

Oh Gott, Thema Kinderbetreuung. Am liebsten würde man sich damit ja gar nicht befassen, sondern einfach eines Tages einschlafen, kleiner blauer Traum, nix gemerkt, aufgewacht, das Telefon klingelt und irgendwer am anderen Ende der Leitung sagt: „Guten Tag, ich hätte hier wohl den Betreuungsplatz Ihrer Träume, greifen Sie zu!“. Da das aber leider niemals passieren wird, bleibt nur eine Möglichkeit: Augen auf und durch. Eine gute Betreuung fürs Kind ist einfach viel zu wichtig, als dass man zu lange untätig bleiben könnte. Stimmt die Betreuung nicht, hängt der Familiensegen kräftig schief. Denn ein unglückliches Kind ist das Schlimmste, was passieren kann – und produziert obendrein noch unglücklichere Eltern. Also muss man nach der richtigen Betreuung suchen. Aber wie? Weiterlesen

Ein Baby? Warum jetzt? Warum nicht?

Als ich mit 25 Jahren schwanger war, wurden mir von Freunden, Bekannten, entfernten Bekannten und fast Fremden eine Reihe merkwürdiger Fragen gestellt. Zu meinen Highlights gehörte „War das geplant?“, worauf ich manchmal bewusst spröde mit einem kurzen „Nö“ antwortete. Sollte der Fragende sich doch denken, was er wollte. Ja, auch mir war damals bewusst, dass es in unserer karriereorientierten und individualisierten Gesellschaft nicht unbedingt „normal“ ist, mit Mitte Zwanzig ein Baby zu bekommen. Mir mal die simple Frage nach dem „Warum“ zu stellen, traute sich damals jedoch trotzdem keiner. Dabei wäre das doch die naheliegendste Frage gewesen: Warum jetzt? Warum nicht in fünf oder zehn Jahren? Aber hätte ich darauf überhaupt eine Antwort geben können? Und kann es überhaupt eine Antwort auf eine so emotionale Frage geben? Weiterlesen

6 Fakten über Zweijährige

Mein Baby ist zwei Jahre alt! Wie konnte das nur wieder passieren? Kaum zu glauben, dass es schon zwei Jahre her ist, dass ich meinen Hebammen im heimischen Wohnzimmer leicht panisch zurief: „Fangt es auf!“. Die ersten Monate mit Baby habe ich als die absolute Entschleunigung in Erinnerung: schlafen, wenn das Baby schläft, stillen, stillen und immer nur stillen, kurze Herbstspaziergänge und zwischendurch immer das Essen vergessen. Dagegen war all das, was im zweiten Lebensjahr meines kleinen Hübchens passiert ist, die totale Beschleunigung: Laufen, klettern, sprechen und am besten immer alles gleichzeitig. Und ich vermute, dass der kleine Krawallo jetzt nach seinem zweiten Geburtstag erst den richtigen Turbo einlegen wird. Weiterlesen

Und das nächste Kind per Alleingeburt…?

Ich weiß nicht mehr weiter. Eigentlich hatten der Mann und ich gerade angefangen, darüber nachzudenken, wann wir uns ein zweites Kind wünschen. Im nächsten oder besser im übernächsten Jahr? In welchem Monat? Was wird es wohl werden? Wir hatten Pläne geschmiedet, langfristig gedacht, sogar schon unsere Vorfreude genossen. Jetzt aber mischt sich in unsere frohen Gedanken eine stumpfe Angst: Die Angst, beim nächsten Kind nicht mehr entscheiden zu können, wo es zur Welt kommen soll. Weiterlesen

#MyDigitalDay: „Hallo Oma, Tschüss Oma!“

Mein Sohn, das kleine Hübilein, wird in zwei Wochen zwei Jahre alt. Erzogen ist er meiner Einschätzung nach so ungefähr null. Er hört nie auf das, was wir Eltern sagen. Er zieht sich ständig die Socken aus und verteilt sie in der ganzen Wohnung. Er haut, schreit, beißt und tritt wenn er einen Wutanfall hat. All unsere großen Ambitionen, unser Kind schon früh zu einem vorzeigbaren Mitglied der Gesellschaft zu erziehen, sind fulminant an Hübis dickköpfigem und durchsetzungsstarkem Charakter gescheitert. Wir lieben ihn sehr dafür. Bei einer Sache jedoch sind wir sehr stolz auf unsere Erziehungsarbeit: Unser Sohn benutzt so gut wie täglich sein kleines Spielzeugtelefon. Und zwar eins mit Wählscheibe, Schnur und gebogenem Hörer. Und er versteht sogar, dass es sich dabei um ein Telefon handelt. Weiterlesen