Kategorie: Blogartikel

Auf! Arbeit! Autobahn!

Hübilein ist 17 Monate alt und entdeckt gerade ein menschliches Werkzeug, ohne das unser Leben einfach nicht so viel Spaß machen würde: Die Sprache! Was wäre mein Leben grau und langweilig, wenn ich andere Verkehrsteilnehmer nicht in der Art beschimpfen könnte, wie es meine Art ist! Womit würde ich mein Geld verdienen, wenn niemand meine Texte lesen würde? Und woher wüsste der Pizza-Lieferdienst, welche Pizza ich gerne haben möchte, wenn es keine Sprache gäbe, in der ich ihm meine Wünsche detailreich mitteilen könnte? Ja, so ist es doch: Sprache macht unser Leben reicher, völlig egal erst mal, in welcher (Gebärden-) Sprache, in welcher Lautstärke, Tonlage oder Absicht. Und zur Zeit ist es einfach wunderbar, meinem Kind dabei zuhören zu können, wie es die Sprache entdeckt. Auch wenn seine Sprachanfänge etwas unkonventionell aussehen… Weiterlesen

„Hello Love“ – Ein Plädoyer für mehr Toleranz

Ich bin kein Kindertyp. Jeder, der mich kennt, weiß das. Als ich selbst noch kein Kind hatte, war es für mich daher auch völlig normal, dass Kinder an bestimmten Orten lieber nichts zu suchen haben. Ich war nicht unbedingt das, was man tolerant nennt: Sabbernde Babys im Supermarkt? Oh Mann! Vom Beckenrand springende Kinder im Schwimmbad? Neee! Altkluge Grundschüler? Bitte nicht! Tja, mittlerweile habe ich selbst ein Kleinkind. Es sieht süß aus, dafür sabbert es zu viel und ich bin mir ziemlich sicher, dass es mal reichlich altklug werden wird. Die Natur hat es trotzdem so eingerichtet, dass ich mein Hübchen so liebe wie keinen anderen Menschen auf der ganzen weiten Welt.  Weiterlesen

Das Fremde-Kind-eigenes-Kind-Paradoxon

Kinder sind nicht an allen öffentlichen Orten erwünscht. Das merkt man aber erst, wenn man zufällig mal selbst eins dabei hat. Denn solange ich selbst nicht Mutter war, fand ich es oft einfach ganz normal, dass Kinder manchmal einfach unpassend sind. Fremde Kinder sind eben einfach etwas anderes als eigene Kinder. Und trotzdem stieß ich auch als noch kinderlose Frau auf Situationen, die mir höchst merkwürdig vorkamen. Zum Beispiel in diesem einen Restaurant, in dem Hunde erlaubter waren als Kinder.  Weiterlesen

Öffentliche Fütterungen

Brüste! Wozu sind die noch mal genau da? Für hübsche Dekolletés in adretten Abendkleidern zum Beispiel. Oder zum Anfassen lassen im heimischen (Ehe-) Bett. Vor allem aber sind Brüste zum Stillen da. Denn dazu hat die Evolution sie uns gegeben: Damit wir mit ihnen im Fall der Fälle unsere Babys ernähren. Komisch ist nur: Obwohl es diesen Zweck ja quasi schon immer gegeben hat, scheint er bei einigen unserer Mitmenschen nicht ganz angekommen zu sein. Immer wieder liest man nämlich Meinungen wie jetzt neulich die einer gewissen Lilian Fritze, ihres Zeichens aufstrebende Lokalblatt-Journalistin. Und die lautet: Mütter, hört auf eure Brüste zum Stillen zu benutzen! Ich frage: Hä?
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Eine wacklige Angelegenheit

Etwa einen Monat ist es nun schon her, dass ich meinen ersten Arbeitstag als Volontärin hatte. Damals hatte ich mit einigen Unsicherheiten gerechnet. Z.B. damit, dass mir der Job nicht gefiele oder dass die Bahn ständig Verspätung hätte. Glücklicherweise ist bisher nichts davon eingetreten. Sogar die Deutsche Bahn fährt bisher verlässlicher als erwartet. Und trotzdem gibt es da eine große wacklige Konstante, die mich seit Jobeinstieg begleitet: Die Kinderbetreuung ist eine einzige Katastrophe! Weiterlesen

Die Erste ihrer Art

Nein, es ist nicht immer leicht, die Erste zu sein. Als fast einzige Mutter in einem weitgehend kinderlosen Freundeskreis fühle ich mich manchmal noch sehr allein. Gleichzeitig wird es aber vor allem dann richtig schwierig, wenn doch endlich Freunde (bzw. deren Frauen) anfangen, schwanger zu werden. Denn dann möchte ich Ratschläge geben, weil mir das Wohl meiner Freundinnen und Freunde wirklich sehr am Herzen liegt. Aber wie tue ich das, ohne besserwisserisch und missionierend zu wirken, gerade wenn es um so ein sensibles Thema wie die Wahl des Geburtsortes geht? Verzwickt! Weiterlesen

Die Schlaf-Kontroverse

Die Online-Welt rund um Mama-Blogs und Co. ist ja eine Welt für sich. Völlig egal, was sonst gerade so vor sich geht – das wichtigste Thema vieler Mütter ist zur Zeit, sich in Blogs und Social Media gegenseitig damit fertig zu machen, wo ihre Kinder schlafen und was daran falsch ist. Auslöser zahlreicher Ausraster in der Mama-Blog-Community und in sozialen Netzwerken war ein Artikel der „Stadt-Mama-Katharina“ aus dem sehr erfolgreichen Stadt-Land-Mama-Blog. Und aus meiner Sicht, der Sicht einer Mutter mit Schlechtschlafkind, ist die allgemeine Kritik an diesem Text durchaus gerechtfertigt. Weiterlesen

Der allgemeine Ratgeber-Notstand

Happy New Year! Was das Jahr 2015 wohl bringen wird? Für mich zunächst mal einen neuen Job, der morgen beginnt. Das Schlechte an dem Job ist: Ich muss mindestens eine Stunde hinpendeln. Das Gute an dem Job ist: Ich kann endlich wieder im Zug lesen! Wie lange ist es her, dass ich zuletzt ein nicht nur gutes, sondern auch langes Buch gelesen habe? Tja, das muss vor Hübis Geburt gewesen sein… Ich weiß jedoch schon ganz genau, was ich auf meinen Zugfahrten auf keinen Fall lesen werde: Ratgeber. Denn die sind mir bis heute ein rotes Tuch. Weiterlesen

„Es hat gar nicht weh getan!“, echt jetzt!

Als ich selbst noch zu den Unwissenden gehörte, stellte ich mir eine Geburt als etwas Substanzielles vor – etwas, das nur meinen Körper und den meines Babys betreffen würde. Ein Mann müsste bei solch einem Ereignis nicht unbedingt dabei sein, dachte ich mir. Da der Mann aber sehr gerne dabei sein wollte, probierten wir es aus. Und das war wirklich eine der besten Ideen, die wir jemals hatten! Weiterlesen

„Es hat auch gar nicht weh getan“?!

Geburten sind für kinderlose Menschen ja ein eher schwieriges Thema. Dieser mysteriöseste aller natürlichen Vorgänge ist in der Vorstellung der meisten Kinderlosen wohl eher ein blutiges Gemetzel als eine besonders amüsante Erfahrung. Und das gilt vermutlich umso mehr für die Männer und zukünftigen Väter. Denn die haben oben drauf oft noch Angst davor, ihre Frauen hilflos leiden zu sehen.  Weiterlesen