Alleine einschlafen: Von Wünschen und Bedürfnissen

Mit unserem Mädchen ging ein aus Angst vor dem Unkenruf niemals ausgesprochener Traum in Erfüllung: Wir haben tatsächlich ein Baby bekommen, das bis zum jetzigen Zeitpunkt einfach super gut schläft. Das Einschlafen geht ohne Schreien, das Aufwachen geht ohne Schreien. Dieses Baby ist einfach fast immer entspannt – und wir Ellis sind im siebten Himmel. Es könnte also alles so einfach sein. Wäre da nicht unser fast vierjähriges Hübchen, das leider, leider immer noch nicht „ordentlich“ schläft.

Als ordentliche Bloggerin setze ich das Wort „ordentlich“ natürlich in Anführungszeichen. Denn logisch weiß ich, dass es eben sehr starke Ansichtssache und auch kulturell geprägt ist, was man denn so als „ordentliches“ Schlafverhalten ansieht. Muss ein vierjähriges Kind allein einschlafen? Und sollte es nun doch endlich mal durchschlafen? In vielen Kulturen dieser Erde würden die Menschen da nur mit dem Kopf schütteln.

Aber ich kann mich nicht dagegen wehren: Ich lebe nun mal in dieser Kultur. Und in meinem westlich geprägten Leben als zweifache Mutter in einer Kleinfamilie, als selbstständige Texterin und Bloggerin, habe ich abends einfach anderes vor, als die zweistündige Einschlafbegleitung meines Kindes. Entspannen, lesen, bloggen, oder auch mal arbeiten. Auch möchte ich mich nicht einfach zum Hübchen legen und früh schlafen gehen. Und nachts ist es mir lieb, wenn das Söhnchen brav in seinem Bett durchschläft, weil mich schon das Baby zu den üblichen Stillphasen weckt und das Hübchen außerdem im Schlaf wild um sich tritt, wenn wir ihn in unser Bett lassen.

Einschlafbegleitung Deluxe

Seitdem ich zuletzt über das anstrengende Schlafverhalten des Hübchens gebloggt hatte, ist leider nicht allzuviel passiert. Es wurde mal etwas besser – und dann wieder etwas schlechter. Seit der Geburt unseres Mädchens haben wir uns bald beide Beine ausgerissen, um dem Hübchen auch abends und nachts nicht das Gefühl zu geben, etwa nur noch die letzte Geige zu spielen. Wir haben uns ganz nach ihm gerichtet, haben gekuschelt, Händchen gehalten und tausende von Gute-Nacht-Küssen verteilt.

Wir haben mit Liebe und Zuwendung um uns geschmissen, in der Hoffnung, dass es bald besser würde. Aber es wurde nicht besser. Stattdessen wurde der Ton rauer. Hübchens Ton einerseits, denn der Sohn kommandierte nun nur noch, wer wann was vorzulesen hätte und wer wo und wie lange bei ihm zu bleiben habe. Andererseits wurde auch der Ton von uns Eltern immer unerfreulicher, denn das Verhalten des Hübchens zermürbte uns mehr und mehr.

Und seit einigen Tagen ist klar: So geht es nicht mehr weiter! Mein Bedürfnis nach abendlicher Freiheit ist einfach zu groß, als dass ich so weitermachen könnte. Und hat mein Bedürfnis nicht auch einen Wert?

Sind meine Bedürfnisse etwa nichts wert?

In vielen Familienblogs war zuletzt einiges übers „Attachment Parenting“ zu lesen, nachdem eine Journalistin in der ZEIT diesem Erziehungsmodell vorgeworfen hatte, die elterlichen Bedürfnisse geradezu zu ignorieren. Nach Meinung der Autorin würden Mütter sich reihenweise den Bedürfnissen ihrer Kinder unterwerfen – und ihre eigenen darüber vergessen. Der Aufschrei unter Frauen, die dieses Erziehungsideal verfolgen, war groß: Attachment Parenting bedeute doch gerade, die Bedürfnisse aller Familienmitglieder zu achten!

Ich selbst kenne mich mit Erziehungsstilen nicht besonders gut aus und halte vor allem wenig von der Dogmatik, mit der manche Ideale von einigen Eltern verfolgt werden. Was mir nur immer klar war, ist Folgendes: Ich möchte, dass es meinem Kind gut geht, dass es sich geschätzt und respektvoll behandelt fühlt. Gleichzeitig möchte ich aber auch, dass es allen anderen Familienmitgliedern ebenfalls gut geht. Und in diesem Zusammenhang erinnerte ich mich an einen Facebook-Post einer meiner Leserinnen, den diese mir mal zum Thema Attachment Parenting auf meiner Blog-Seite hinterlassen hatte.

Wunsch oder Bedürfnis?

Darin erklärte sie mir: Beim Attachment Parenting sei es ganz wichtig, zwischen Wünschen und Bedürfnissen zu unterscheiden. Was ist also ein richtig starkes Bedürfnis, das tunlichst nicht verweigert werden sollte? Und was ist nur ein Wunsch, dessen Verweigerung auch mal ausgehalten werden kann? Dieses Grundprinzip von Wunsch und Bedürfnis hilft mir mittlerweile oft sehr, Entscheidungen im Alltag mit dem Hübchen zu treffen.

Denn ich finde, dass diese Unterscheidung gerade bei älteren Kindern extrem wichtig ist. Unser zwei Monate altes Baby kennt im Moment fast nur Bedürfnisse. Wenn sie wach wird, dann hat sie Hunger – und zwar sofort! Kommt sie dann nicht alsbald an die Brust, folgt bald ein herzzerreißendes Weinen. Zum Glück bin ich sehr schnell darin geworden, meine Brüste auszupacken!

Mit Babys hat man also herrlicherweise noch keine Erziehungsprobleme. Die kommen erst später, wenn die süßen Kleinen dann doch ein bisschen anspruchsvoller werden. Wie das Hübchen, das gnadenlos losbrüllt, wenn man ihm das falsche Wasserglas hinstellt. „Ich wollte aber ein Huckehuckel-Glaaaaas!“. Na, was haben wir da? Wunsch oder Bedürfnis? Glasklar: Das Glas ist ein reiner Wunsch. Denn der Himmel würde dem Hübchen nicht auf den Kopf fallen, würde er sein schmackhaftes Leitungswasser aus einem anderen Glas trinken.

Verweigerte Wünsche aushalten

Dem Wunsch des Hübchens nach einem Huckelhuckel-Glas steht nun noch zusätzlich mein Bedürfnis gegenüber, mich von meinem kleinen Sohn nicht herumkommandieren zu lassen. Und ich sage euch: Das ist mittlerweile eines meiner allergrößten Bedürfnisse! Und alle, die auch solche Motz-und-Mecker-Kinder zuhause haben, können das sicher gut verstehen. Wenn das Hübchen mich anschreit, kriegt es also gar nix. An guten Tagen klappt es dann, dass der Sohn mich nett nach einem Huckelhuckel-Glas fragt. Bitte, Hübchen, da hast du dein Wunsch-Glas, gern geschehen. An schlechten Tagen schreit der Sohn sich in Rage und ich gehe mich irgendwann im Badezimmer einschließen, wo ich mit großen Augen mein Spiegelbild betrachte und mich frage, wie mein Leben nur so weit kommen konnte.

Wünsche abzulehnen macht also nicht unbedingt Spaß, soll aber sogar notwendig sein, damit Kinder so was wichtiges wie Frustrationstoleranz lernen. Spätestens wenn unsere Kinder anfangen, uns zu fragen, ob wir ihnen ein Pony kaufen, müssen wir ja eh damit anfangen. Warum dann nicht schon mal mit Huckelhuckel-Gläsern üben?

Aber was ist ein Bedürfnis?

Ganz anders sieht die Lage jedoch aus, wenn das Hübchen sich zum Beispiel den kleinen Zeh an der Fußleiste angehauen hat und schreiend nach Mama ruft. Hier haben wir ein Bedürfnis, logisch! Denn wer Schmerzen hat, muss in den Arm genommen werden, oder zumindest ein Stückchen getragen, das wussten schon Tiger und Bär.

Aber wie ist es denn nun mit unseren Wünschen und Bedürfnissen, wenn es ums Schlafen geht? Und jetzt setze ich mich vielleicht ordentlich in die Nesseln, aber ich habe nun folgendes beschlossen: Mein Bedürfnis nach abendlicher Freiheit wiegt ab sofort schwerer als des Hübchens Bedürfnis nach Einschlafbegleitung. Und noch schlimmer: Ich ordne Hübchens Verlangen nach elterlicher Anwesenheit im oder am Kinderbett mittlerweile nicht mal mehr der Kategorie „Bedürfnis“ zu.

Warum? Weil das Hübchen fast vier Jahre alt ist und sehr wohl in der Lage ist zu verstehen, dass seine Eltern den Abend mit anderen Dingen verbringen wollen, als ihm stundenlang beim Einschlafen zuzusehen. Das Hübchen hat keine Angst, alleine im Bett zu bleiben. Er darf sich sogar noch Bücher anschauen, wenn er meint, noch nicht müde genug zum Schlafen zu sein. Er darf uns jederzeit rufen, damit wir noch mal kurz zu ihm kommen. Und je klarer wir darin sind, unsere elterlichen Bedürfnisse nach abendlicher Freizeitgestaltung durchzusetzen, umso besser akzeptiert das Hübchen diese neuen Formen des Abendrituals.

Für mich ist es immer noch schwer, wenn das Hübchen weint oder brüllt, um seinem Wunsch nach unserer Anwesenheit im Kinderzimmer Ausdruck zu verleihen. Aber ich habe mir nun ein für allemal klargemacht, dass es sich mittlerweile nicht mehr um ein elementares Bedürfnis handeln kann. Sicher ist der Wunsch, nicht allein einschlafen zu müssen, noch sehr stark. Aber ich kann und will ihn einfach nicht länger erfüllen. Denn wenn ich das tue, erfüllt mich eine Wut auf mein Kind, die ich einfach nicht spüren will.

Elterliche Bedürfnisse haben auch ihren Wert

Meine Bedürfnisse haben eben auch ihren Wert. Fürs Hübchen ist es gerade nicht leicht, das zu lernen. Aber ich fürchte, da muss er jetzt durch. Mit seinen fast vier Jahren ist es Zeit, zu einem angenehmeren Einschlafritual zurückzufinden. Mit Buch vorlesen und Geschichte erzählen, mit Kuscheln und Gute-Nacht-Kuss.

Ich bin nach wie vor nicht sicher, inwiefern ich mit meiner Einschätzung, was hier Bedürfnis und was nur Wunsch ist, wirklich richtig liege. Vielleicht überschätze ich meinen kleinen großen Jungen ja doch, und er bräuchte noch etwas mehr Einschlafbegleitung. Aber unterm Strich bleibt mir gerade nichts anderes übrig, als meinem Gefühl zu vertrauen. Denn die Alternative zur kontrollierten Eskalation, wenn ich dem Hübchen die Erfüllung seines Wunsches bewusst verweigere, ist leider allzuoft die völlig ausartende Eskalation, wenn ich nach zweistündiger Einschlafbegleitung vor lauter Wut ausraste und hysterisch meinen Freiraum einfordere – einem komplett überforderten Kleinkind gegenüber, das dann die Welt nicht mehr versteht.

Denn ja, es klappt ganz gut, für einige Zeit die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren. Aber eben nur für einige Zeit. Und jetzt brauche ich abends mal wieder ein bisschen freie Zeit und Ruhe. Zumindest für so lange, wie das Baby noch gut schläft. Denn auch da werden irgendwann andere Zeiten anbrechen. Und dann geht alles wieder von vorne los… Denn für lange Zeit wird die Einschlafbegleitung dann wieder das Erfüllen eines Bedürfnisses sein. Aber das kann dann ja vielleicht schon der große Bruder übernehmen. 😉

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10 Kommentare zu „Alleine einschlafen: Von Wünschen und Bedürfnissen

  1. Caro

    So ein schöner Text! Wünsche und Bedürfnisse aller Familienmitglieder! Die muss man sich immer wieder vor Augen führen! Du bist auch eine Bauchgefühl-Mama! Hab gestern was verbloggt – auch zum Leben mit Kinder! Vielleicht schaust du mal rüber http://www.dawuschn.com

  2. Siddi

    Hallöchen…also wir haben 2 Kinder mit einem Alterusnterschied von genau 2.5 Jahren. Ich habe bis die Große 5 Jahre alt war keine Nacht durchgeschlafen oder Abends mal was anderes gemacht außer die Mädchen haben bei Oma geschlafen. Wir wussten auch, dass das mit dem Einachlafen bei Oma ganz anders funktioniert. 😉 Oma liest vor knippst das Licht aus und geht. Nach 10 Minuten geht sie ins Zimmer und jedesmal schlafen die Mädchen. Also war es wirklich nur bei uns so ein Theater. Ich verstehe dich soooo gut. Eines Abends bin ich zusammengebrochen. Hab im Kinderzimmer auf dem Boden angefangen zu weinen. Natürlich wollte ich das nicht. Ich bin 2 Stunden am Boden gelegen und hab geweint. Als mein Mann vom Spätdienst nach Hause gekommen ist wusste er nicht was er tun sollte. 🙈🙈🙈. Er hat die Mädels dann ins Bett gebracht und am nächsten Morgen haben wir ihnen erklärt was passiert ist. Dann haben wir beschlossen, dass es nur 1 Geschichte in der Kuschelecke gibt und 1 Geschichte wenn beide im Bett sind. Mehr gibt es nicht. Wir haben ihnen genau erklärt, was ich/wir noch machen, wenn sie schlafen. Anfangs haben wir die Zimmertür offen gelassen, damit sie auch sehen/hören, dass das Wohnzimmer, die Küche am Schreibtisch usw. aufgeräumt/gearbeitet wird. Die erste Woche war ein Kampf. Mit einigen Ausnahmen hat das dann immer besser geklappt. Seit ca. 6 Monaten gibts die Geschichte in der Kuschelecke und wenn wirklich noch viel zu tun ist ein Hörspiel. Zu 90% klappt es! Die Große geht seit Montag in die Schule und die Kleine ist jetzt bei den „Großen“ im KiGa. Sie schlafen schon fast beim Abendessen ein. 😉 Bei unseren war es wirklich kein Bedürfnis mehr. Es ging einfach nur noch um den Wunsch. Ich hoffe mich steinigt jetzt niemand. Ich liebe meine Kinder aber um eine „gute“ Mutter zu sein muss man auch mal auf sich acht geben. Ich hoffe die Situation bei euch wird bald besser und schicke euch ganz viel Energie! Einfach dem Herzen lauschen auf euer Gefühl vertrauen! Wie man an unserem Bsp. sieht gibt es ein Licht am Ende des Tunnels! 🍀🍀🍀🍀L.G. aus Wien Siddi

    • Ja manchmal braucht es so eine Eskalation, bevor man sich an die Veränderung traut. Hier war es auch so, dass ich in letzter Zeit einfach zu oft mit den Nerven am Ende war und dann eben unkontrolliert eskaliert bin. Und das ist dann einfach total unfair dem Hübchen gegenüber, der ja nicht ahnen kann, dass ich eigentlich schon seit Wochen überm Limit bin. Deswegen reißen wir jetzt die Reißleine, um solche schlimmen Situationen zu vermeiden. Ich habe auch schon geschrien und geheult vor Verzweiflung. Ganz anders jetzt: Wenn das Hübchen weint und schreit, können wir ruhig und klar bleiben und unsere Grenzen setzen. Ich glaube, damit fahren wir viel besser.

  3. Kristina

    So ein schöner Text und die Unterscheidung zwischen Wunsch und Bedürfnis leuchtet mir total ein, denn auch wir haben ein sogar 5jähriges Kind, das in den Schlaf begleitet wird. Das dauert zum Glück nicht (mehr) 2 Stunden, aber ist trotzdem mit so viel Renitenz, Gezappel, Gemotze (beiderseits) etc. verbunden, das es niemandem Spaß macht, auch nicht der Tochter. Sie hat auch schon einige Zeit lang alleine in den Schlaf gefunden, doch irgendwann wurde ihr das Bücher Lesen im Bett wohl zu langweilig, also hat sie ständig ihre kleine Schwester aufgeweckt… Als Folge davon hatten wir gar keine Freizeit mehr am Abend. Wir haben dann wieder angefangen, sie in den Schlaf zu begleiten oder besser gesagt zu eskortieren, damit sie ja keinen Blödsinn macht. Eine schreckliche und für alle Beteiligten anstrengende Situation, angefüllt mit Wut und Frust.
    Doch ich glaube, ich werde in Zukunft auch versuchen, Wunsch von Bedürfnis zu unterscheiden, denn mein Bedürfnis abends etwas Ruhe zu haben ist wirklich wichtig, denn nachts habe ich sie auch nicht. Die große Tochter hat nämlich auch viele Albträume und kommt täglich in unser Bett gekrabbelt, in diesem Fall definitiv ein Bedürfnis, denn sie hat Angst und möchte nicht alleine sein, verständlich. (Übrigens bin ich mir sicher, dass das zu einem guten Teil daher kommt, dass die Einschlafsituation so angespannt ist, denn in der kurzen selbstständigen Zeit hat sie viel seltener schlecht geträumt und kam tatsächlich nicht mehr jede Nacht in unser Bett!)
    Und noch ein Wort zu eurer Tochter, die scheinbar eine gute Schläferin ist: Unsere 2. Tochter ist es auch und tatsächlich schläft sie sogar seit einiger Zeit durch! Die ganze Nacht! In ihrem Bett! Ohne aufzuwachen! Die ganze Nacht! Ich kann das gar nicht häufig genug betonen, weil das nach 5,5 Jahren mit dem großen Kind wirklich ein Wunder ist. Sie wird zwar auch in den Schlaf begleitet bzw. gekuschelt, ich habs aber auch noch nie anders versucht. Es geht bei ihr schnell und noch genieße ich es.
    Danke auf jeden Fall für den schönen Beitrag!
    lg

    • Hey, das macht ja Mut, dass eure Kleine immer noch super schläft! Ich habe ja allgemein die Hoffnung, dass unser Mädchen insgesamt ein bisschen entspannter wird als der große Bruder. Ein Wildfang reicht mir glaube ich erst mal und es ist ja auch schön, sehr unterschiedliche Kinder zu haben. 🙂

      Gezappel und Gemotze haben wir auch wenn wir uns auf ewig lange Einschlafbegleitung einlassen. Und darauf habe ich einfach keine Lust mehr. Bei Alpträumen oder panischem Aufwachen nachts sind wir auch immer sofort im Kinderzimmer und trösten. Lustigerweise kommt das umso seltener vor, wenn das Hübchen abends alleine eingeschlafen ist.

  4. Bettina

    Ach wie gut ich das Kenne. Mein Sohn ist 3 Jahre und 8 Monate alt. Er schläft nicht alleine ein, Mama muss sich dazu legen und sogar schon den Schlafanzug anziehen, also das gemeinsam zu Bett gehen mit dem Kind simulieren. Dann geht das Einschlafen aber an den meisten Tagen ohne Probleme innerhalb von 15 Minuten und da wir ein Familienbett haben, klappt auch das Durchschlafen vom Sohnemann, da ja die beschützenden Eltern in der Nacht beim Sohnemann liegen. Aber ich kann sehr gut verstehen, dass man über Alternativen nachdenkt, vor allem wenn der eigene Schlaf zu kurz kommt. Elternbedürfnisse sind da genauso zu berücksichtigen wie das Bedürfnis des Kindes nach Begleitung. Ein Tipp, das Buch “ Schlaf gut, Baby“ von Nora Imlau und Herbert Renz-Polster sorgt für sehr viel elterliches Verständnis für genau Deine Situation. Ich hoffe Du kannst bald wieder gut schlafen.

    • Oh ja, die Bücher von Nora mag ich auch sehr gerne! Familienbett haben wir hier seit kurzem begraben. Das Hübchen ist einfach zu wild und außerdem schläft er auch tatsächlich besser im eigenen Bett. Witzig ist auch, dass er durchschläft, wenn er alleine einschläft. Nach stundenlanger Einschlafbegleitung wacht er hingegen nachts mindestens einmal auf und verlang wieder nach uns. Langsam zu lernen, alleine einzuschlafen, ist also glaube ich der genau richtige Weg.

  5. Verena

    Einfach nur super, wie du das in Worte fasst! Schon direkt beim Titel lesen wollte ich dir schreiben: Ja! Es ist ok das Einschlafritual jetzt zu ändern! Einfach aus dem Bauchfefühl heraus. Und nachdem ich deine Zeilen gelesen habe, bin ich mir noch sicherer dabei. Ich sollte mir den Text schnell übers Bett hängen, denn mein Sohn wird in gut 6 wochen zwei, und die Erziehung hält hier so langsam einzug… also nimm dir bitte weiter Zeit fürs bloggen 😉 und alles gute dass die kleine weiter so gut schläft! Aber bestimmt, unsere ist jetzt 5 monate und es blieb bisher. Müssen die zweiten sein 😉

    • Zweite Baby sind einfach super! 😀 Mein Geschreibsel zu Erziehungsthemen solltet ihr übrigens immer sehr kritisch betrachten. Ich freue mich natürlich, wenn ihr euch wiederfindet oder auch Inspiration oder Bestärkung darin findet. Aber wie in dem Text ja auch herauskommt: Sicher bin ich mir nie, nie, niemals! Bei mir bleibt es eben immer eine Erziehung aus dem Bauch heraus. Und eigentlich verzweifel ich täglich daran, aber das wisst ihr ja, wenn ihr hier immer mitlest. 😉

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